dass meine Hauptmahlzeiten mich nicht unbedingt dick gemacht haben. Es war das Schnucken nebenbei.
Das dachte ich auch, bis ich mal gesehen hab, wie kalorienhaltig das übliche Thai-Food, das man Tag ein, Tag aus isst, sein kann.
Meine Abnehmgeschichte ist ähnlich (96kg -> 83kg) und die Auslöser dafür waren einerseits auch Bilder im Liegestuhl mit Schwimmringen und ein Blutbild mit einigen grenzwertigen Blutwerten (Cholesterin, Glucose), die im Zusammenhang mit Übergewicht und der Ernährung stehen.
Ich hab eigentlich immer auswärts gegessen und weil mich die normalen Thai-Portionen nicht satt gemacht haben, hab ich immer zwei Gerichte bestellt. Meist eine Suppe und ein Reisgericht, die zusammen locker an 1.000kcal gekratzt haben.
Mein Zielwert während der Abnahme waren 1.800-1.900kcal. Wenn dann aber schon eine Portion Guay Jab mit Moo Krob und Pad Krapao, die mich "normal" gesättigt haben, weit über 50% des Tagesbedarfs decken, muss man auch das Thai-Food hinterfragen. Selbst eine Portion Khao Man Gai, also im Prinzip Hühnchen mit Reis, liegt bei 650-800kcal pro Portion, weil der Reis in Hühnerfett gekocht wird.
Deshalb hab ich über vier Monate an fast jedem Tag sowohl Mittag- als auch Abendessen selbst gekocht bzw. fast nur noch "cleanes" Thai-Food (Seafood, Som Tam, Khao Tom, Gemüse jeglicher Art usw.) gegessen und mit Hilfe von Gemini (KI) ein Tagebuch geführt.
Analog zu der Kalorien-App hab ich Fotos der Gerichte hochgeladen und die Mengen grob beschrieben. Die KI hat mir dann einen Näherungswert inkl. Protein, Kohlenhydrate und Fett geliefert. Der aktive Kalorienbedarf aus Bewegung und Sport kam dann von der Smartwatch, wodurch man ein einigermaßen genaues Defizit bekommen hat.
Gewogen hab ich mich auch täglich, immer nach dem Aufstehen und dem morgendlichen Stuhlgang, um vergleichbare Werte zu haben.

Diagramm ist nicht ganz vollständig. Ausgangswert waren 96-97kg und bei 85kg hab ich aufgehört, die Werte zu notieren, weil es das erste Zwischenziel war.
Mittlerweile tracke ich nicht mehr, weil sich meine Essgewohnten (hoffentlich) nachhaltig geändert haben. Auf Süssigkeiten, Gebäck, Thai Desserts und flüssige Kalorien (Soft Drinks, usw.) verzichte ich weitgehend, wobei es sich meist auch gar nicht mehr nach Verzicht anfühlt.
Thai Food gibt es jetzt auch wieder öfters, weil in der Erhaltungsphase sind ja auf einmal 400-500kcal, die man zuvor täglich eingespart hat, wieder zur Verfügung.
Soll natürlich nicht heißen, dass Thai-Food generell "schlecht" ist, aber bei mir ging die Gewichtszunahme erst so richtig los, seitdem ich dauerhaft in Thailand wohne. Die thailändische Lebens- und Esskultur mit seinen (kalorienreichen) Versuchenden an jeder Ecke war zu Beginn einfach zu verlockend.