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Tagebuch eines Ruheständlers in Pattaya. Ich bereite es vor: in wenigen Monaten wird es starten

alhash

Gibt sich Mühe
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9 März 2015
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Bangkok
Bei diesen Gedankengängen würde ich mir ein vernünftiges Haus mit Grundstück suchen und mich dann Solartechnisch austoben. Finanziell kannst du dir das ja erlauben.

Masive Stromausfälle habe ich in Bangkok noch nicht erlebt. Das maximalste waren mal so um die 3 Stunden. Störender sind da schon temporäre Stromschwankungen.
 

Klimbim

Hat nix anderes zu tun
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24 November 2024
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Bei diesen Gedankengängen würde ich mir ein vernünftiges Haus mit Grundstück suchen und mich dann Solartechnisch austoben. Finanziell kannst du dir das ja erlauben.

Masive Stromausfälle habe ich in Bangkok noch nicht erlebt. Das maximalste waren mal so um die 3 Stunden. Störender sind da schon temporäre Stromschwankungen.


Das sind durchweg rational sinnvolle Gedanken.

Es ist durchaus denkbar, dass ich die jetzige Wohnung später vermiete und ein Haus miete. Ich denke aber selbst bei einem Haus, ist alles nicht zwingend in meiner Lebensspanne zu amortisieren. Das wird sich indes ändern, wenn marktwirtschaftliche Erwägungen umgesetzt werden - aus den Zwängen von Angebot und Nachfrage.

Es bleibt spannend.

Strom aus Gas ist eine der, vielleicht nach Kernenergie vielleicht DIE teuerste Weise Strom zu produzieren (kommt drauf an, wie man das alles rechnet, aber es ist in jedem Fall bei den Entstehungskosten bei Freiflächenanlagen viel viel teurer).

Balkonanlagen habe ich noch nicht zu Ende durchgerechnet - in Thailand andere Grundlage.

Wenn die Subventionen wegfallen, kann man in Thailand mindestens mit einer Verdoppelung, eher Verdreifachung des Strompreises rechnen.

Das fände ich interessant. Ich meine nicht aus Sicht der thailändischen Bevölkerung: die müsste man dann wiederum entlasten. Aber für die Solarenergiewirtschaft (Wind geht in Thailand nicht, habe ich durchgechecked... nicht flächendeckend wie auf den Philippinen zum Beispiel), wäre das der Durchbruch dort und ausgesprochen lukrativ...dann würde der Strompreis mittelfristig sehr stabil werden und das ohne Subventionen.

Müssen sie halt intelligent regeln - Speicher, Biogas und Stromnetzverbünde. Ach... ich lass es, sonst komme ich dann doch nie in den Ruhestand...
 
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Klimbim

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Bei diesen Gedankengängen würde ich mir ein vernünftiges Haus mit Grundstück suchen und mich dann Solartechnisch austoben. Finanziell kannst du dir das ja erlauben.

Masive Stromausfälle habe ich in Bangkok noch nicht erlebt. Das maximalste waren mal so um die 3 Stunden. Störender sind da schon temporäre Stromschwankungen.


Soooo... es ist (leider) noch deutlich krasser, als Du es andeutest...

Du hast sogar viel mehr als nur "so ein bisschen" recht und ich muss einen kompletten Denkfehler in meinem neuen Denkprojekt eines Minikraftwerkes auf dem Balkon zugestehen: sowas habe ich nämlich noch nie geplant: psychologisch bin ich fest in riesigen Projekten verhaftet, die komplett anders kalkuliert werden...

Morgen werde ich eine beissende Spottkolumne über meine Idee verfassen, und den ganzen Fehler ironisieren - immerhin. Nur verblendete Sturköpfe müssen eine schlechte Idee durchziehen, um bloß keinen Denkirrtum einzugestehen. So bin ich nun nicht :obelix

Der witzige Teil zu allem kommt morgen.

Schade finde ich es dennoch. Hätte mir eigentlich gut gefallen. Aber es funktioniert technisch nicht, wie ich mir das dachte und für minimalen Nutzen investiere ich keine 2 - 3000 Euro.

Da gehe ich lieber gut essen.

Was allerdings gut klappt und was ich umsetzte war diese Folie, um das UV licht zu blocken. Da stimmt die Kosten / Nutzen Rechnung total.

Ich dachte hier aber, ich könnte etwas mehr als einen Moment ein paar Geräte autark laufen lassen.

Ist nicht. Ich musste nach einer intensiveren Reflexion erkennen: komplett so am Wunsch vorbei. Morgen der witzige Teil dazu wie gesagt...
 

Klimbim

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Und genau das funktioniert nicht.
Bei Stromausfall im Netz liefert dann Deine Anlage auch nichts mehr, da der Wechselrichter vom Netz getrennt ist.

Doch, eigentlich schon. Deine Erklärung stimmt schon, aber nur ohne Speicher. Stimmt sozusagen für Netzgekoppelte Anlagen ohne Batterie.

Es geht aber über den Speicher, ist mir aber deutlich zu aufwendig. Als autonomes eigenes Mininetz, nur: ich verlege wegen sowas kein Zweitnetz in der Wohnung. Und um ein paar Geräte nahe des Speichers zu installieren, dafür lohnt es sich nicht.

PV und Speicher kann autark also liefern, wenn technisch richtig konfiguriert aber das ist aufwendig und in keinem Verhältnis.

Leider nicht...
 
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Ajax

Luftbildfetischist
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Ich nutze seit Jahren eine Power Station im Wohnmobil - die kann man mit Solar, 12V oder 230 V laden - zumindest für geelgentliche Stromausfälle eine
Alternative. Von DJI gibt es da ein 2KW-Teil mit 3000 Watt Leistung, dazu ein Expansions Kit mit nochmals 2KW.
 
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Klimbim

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Von DJI gibt es da ein 2KW-Teil mit 3000 Watt Leistung, dazu ein Expansions Kit mit nochmals 2KW.


Das oder so ähnlich dachte ich mir das auch - hin und her, her und hin überlegt. Aber insgesamt, ist der Aufwand gemessen an dem von mir erhofften Nutzen nicht vertretbar. Wirklich echt schade...


Ich verfasse das mal, wie ich es empfinde...


Liebe Freunde,

nach einigem Grübeln und einer gesunden Portion Selbsterkenntnis habe ich endlich verstanden, warum meine Balkon-Photovoltaik-Idee so haarsträubend war.

Offenbar bin ich immer noch in meinem Modus, in dem ich riesige Kraftwerke plane, wo Flächen, Wechselrichter, Batterien und Windparks in der Größenordnung von Dörfern betrachtet werden. Ich habe schlicht versucht, die Effizienz solcher Großprojekte auf drei Quadratmeter Balkonfläche zu übertragen, ohne zu begreifen, dass die Physik auf dieser Skala ganz andere Regeln hat.

Jetzt, wo ich die Folie realistisch betrachte, ist mir klar, warum mir die Firma damals streng verboten hat, auf kleine Projekte einzusteigen. Da haben sich manchmal sehr sympathische private Anleger gemeldet, bei uns irgendwie "verirrt" - kam selten aber immer wieder einmal vor...ich mochte sie, aber sie hatten eine komplett andere Idee als das, was ich betreute...

Wie halt etwa mein Gedankengang.

Ich hatte es intellektuell verstanden, aber nun habe ich es wirklich in der Gänze begriffen. Die Idee, zwei Stunden Klimaanlage mit drei Quadratmetern Folie betreiben zu wollen, ist genauso realistisch wie zu glauben, man könne einen Wolkenkratzer in eine Schuhschachtel packen und erwarten, dass er steht.

Um mich ein letztes Mal zu beruhigen, rief ich den Bauleiter an, der wie üblich zwischen seinen Kisten hin- und herspringt.

Ich sage trocken: "Weißt du, Bauleiter, meine Balkon-Idee erscheint mir jetzt noch idiotischer als deine Kistenstapelei ohne Ende."

Er kratzt sich am Kopf, kichert leise und antwortet: "Klimbim, ja, ja, vielleicht, aber wenigstens sehe ich sofort, wenn was kippt."

Ich antworte: "Stimmt, und das beruhigt mich irgendwie. Ich fühle mich auf einmal gar nicht mehr so klein."

Er lacht, schwingt sich auf die nächste Kiste, ruft mir zu: "Dann mach’s so, ja? Und pass auf, dass du nicht selber kippst."

Und so sitze ich da, grinse trocken und denke: Manchmal ist die Erkenntnis, dass man eine dumme Idee noch rechtzeitig verworfen hat, fast so befriedigend wie ein perfekter Kistenberg im Isan oder wie ein Goldfisch, der auf einem Surfbrett durch die Wellen gleitet, völlig unbeeindruckt, obwohl man im Hintergrund denkt: Das hätte schiefgehen können.

Der Balkon bleibt folienfrei, die Kistenstapelei lebt weiter, und ich lache über mich selbst, während die Sonne unverändert brennt und die Vögel auf dem Balkon unbeeindruckt ihren Alltag bestreiten.

Ich werde versuchen den Stapler für den 05.04.2026 von seiner Mission einen Abend los zu eisen. Mal sehen, ob das wenigstens klappt. Vielleicht sitzt er im Restaurant auf einer Kiste und ist in Kisten verpackten Thunfisch...
 
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