Von DJI gibt es da ein 2KW-Teil mit 3000 Watt Leistung, dazu ein Expansions Kit mit nochmals 2KW.
Das oder so ähnlich dachte ich mir das auch - hin und her, her und hin überlegt. Aber insgesamt, ist der Aufwand gemessen an dem von mir erhofften Nutzen nicht vertretbar. Wirklich echt schade...
Ich verfasse das mal, wie ich es empfinde...
Liebe Freunde,
nach einigem Grübeln und einer gesunden Portion Selbsterkenntnis habe ich endlich verstanden, warum meine Balkon-Photovoltaik-Idee so haarsträubend war.
Offenbar bin ich immer noch in meinem Modus, in dem ich riesige Kraftwerke plane, wo Flächen, Wechselrichter, Batterien und Windparks in der Größenordnung von Dörfern betrachtet werden. Ich habe schlicht versucht, die Effizienz solcher Großprojekte auf drei Quadratmeter Balkonfläche zu übertragen, ohne zu begreifen, dass die Physik auf dieser Skala ganz andere Regeln hat.
Jetzt, wo ich die Folie realistisch betrachte, ist mir klar, warum mir die Firma damals streng verboten hat, auf kleine Projekte einzusteigen. Da haben sich manchmal sehr sympathische private Anleger gemeldet, bei uns irgendwie "verirrt" - kam selten aber immer wieder einmal vor...ich mochte sie, aber sie hatten eine komplett andere Idee als das, was ich betreute...
Wie halt etwa mein Gedankengang.
Ich hatte es intellektuell verstanden, aber nun habe ich es wirklich in der Gänze begriffen. Die Idee, zwei Stunden Klimaanlage mit drei Quadratmetern Folie betreiben zu wollen, ist genauso realistisch wie zu glauben, man könne einen Wolkenkratzer in eine Schuhschachtel packen und erwarten, dass er steht.
Um mich ein letztes Mal zu beruhigen, rief ich den Bauleiter an, der wie üblich zwischen seinen Kisten hin- und herspringt.
Ich sage trocken: "Weißt du, Bauleiter, meine Balkon-Idee erscheint mir jetzt noch idiotischer als deine Kistenstapelei ohne Ende."
Er kratzt sich am Kopf, kichert leise und antwortet: "Klimbim, ja, ja, vielleicht, aber wenigstens sehe ich sofort, wenn was kippt."
Ich antworte: "Stimmt, und das beruhigt mich irgendwie. Ich fühle mich auf einmal gar nicht mehr so klein."
Er lacht, schwingt sich auf die nächste Kiste, ruft mir zu: "Dann mach’s so, ja? Und pass auf, dass du nicht selber kippst."
Und so sitze ich da, grinse trocken und denke: Manchmal ist die Erkenntnis, dass man eine dumme Idee noch rechtzeitig verworfen hat, fast so befriedigend wie ein perfekter Kistenberg im Isan oder wie ein Goldfisch, der auf einem Surfbrett durch die Wellen gleitet, völlig unbeeindruckt, obwohl man im Hintergrund denkt: Das hätte schiefgehen können.
Der Balkon bleibt folienfrei, die Kistenstapelei lebt weiter, und ich lache über mich selbst, während die Sonne unverändert brennt und die Vögel auf dem Balkon unbeeindruckt ihren Alltag bestreiten.
Ich werde versuchen den Stapler für den 05.04.2026 von seiner Mission einen Abend los zu eisen. Mal sehen, ob das wenigstens klappt. Vielleicht sitzt er im Restaurant auf einer Kiste und ist in Kisten verpackten Thunfisch...