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Andere Nepal - 1 Monat mit Motorrad durch Nepal

Ajax

Luftbildfetischist
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2 Oktober 2018
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Tag 17: Pokhara nach Kagbeni/Muktinath, 200 km

Endlich ist es soweit - es geht nach Mustang, eins meiner 2 Hauptziele hier in Nepal. Maps erzählt mir was von 170 km - ich komme auf 200, wobei ich ja von Muktinath wieder
runter fahre nach Kagbeni, also nochmals 10 km zu den 170 - wo die restlichen 20 sind? Kleine Abstecher in ein Dorf und bei Kagbeni kommen wohl nochmal ein paar dazu, weil die
Straße hoch nach Muktinath ca. 3 km außerhalb liegt.
Einen Teil meines Gepäcks konnte ich im Hotel in Pokhara zurücklassen.



Es geht auf dem Pushpalal Highway zunächst flott voran, dann kommen die ersten Serpentinen. In Kushma treffe ich auf den Kali Gandaki, der in Tibet entspringt und als einer von wenigen Flüssen den
Hauptkamm des Himalaya durchbricht. Er bildet auch weltweit die tiefste Schlucht (manche meinen nur die zweittiefste), auf ca. 2500 m steigt links der Daulaghiri auf über 8000 m und rechts der Annapurna
auch auf über 8000 m.

Eine interessante Seite für Leute, die sich näher mit Lower Mustang beschäftigen wollen:


Als es dann stetig bergauf geht, scheint das Wetter wieder mit Wolken und schlechter Sicht meine Laune in den Keller sinken lassen.



Immerhin erkennt man schon ein paar schneebedeckte Berge in der Ferne.



Ungefähr ab dem Rupse Wasserfall wird es etwas besser, die Sicht wird klarer, die Wolken verdecken nach wie vor die Eisriesen.



Eine der engsten Stellen, wo sich beide Seiten der 8000-er ziemlich nahe kommen:


Anhang anzeigen VID_20260227_132237_00_002_edit.mp4



Tiefe Schluchten sind auch immer wieder in den Seitentälern zu entdecken.
 

Ajax

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2 Oktober 2018
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Nach der 1. Kontrollstelle fürs ACAP (Annapurna Conversation Area Permit) weitet sich das zuvor enge Tal, links Richtung Daulaghiri ist eine geschlossene Wolkendecke...





...rechts im Annapurna Massiv tauchen die ersten Eisgiganten aus dem Wolkenmeer hervor.



Marpha, dieses wunderhübsche Dorf mit seinen Apfelplantagen davor, durchstreife ich erst auf der Rückfahrt kurz.





Eine Ausschnittsvergrößerung des vorigen Bildes zeigt die aberwitzige Konstruktion dieses Gebäudes, das wohl zu dem Meditationszentrum gehört.
Erdrutsche haben einen Teil des Berges weggespült und mit waghalsigen Pfeilern haben die Einwohner das Gebäude stabilisiert - ob das noch benutzt wird, keine Ahnung.
In der Trockenzeit mag es ja halten, aber sobald es regnet würde ich da nicht reingehen.

 
Pattayareise

Ajax

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2 Oktober 2018
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Wenige km später führt eine nagelneue Straße eine kleine Serpentine hoch (ca. 50 HM), die ich erklimme. Oben ist ein weiteres wunderschönes Himalaya Dorf, Syang (kein Eintrag auf Gugele Maps).
Die Aussicht von hier ist toll, das Dorf in der Bauweise hier in den Bergen: aufeinandergeschichtete Steinbrocken und auf dem Dach jede Menge Brennholz für den Winter (wir sind hier auf ca. 2500 m Höhe).
Ich wollte kurz über das Dorf mit der Drohne fliegen, aber der Wind in Sturmstärke, der hier das Kali Gandaki Tal hochbläst, verhindert das.











 

Ajax

Luftbildfetischist
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2 Oktober 2018
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Überall finden sich tiefe Schluchten, 100-erte oder 1000-ende Meter tief.





Leider geschlossen, hätte gerne einen Blick da rein geweorfen...



Ab und an ein modernes Häuschen, der Großteil ist aber mit geschichteten Steinbrocken gebaut.
Innerorts kommt man maximal mit einem Zweirad durch, die neue Straße läuft außenrum vorbei.



 

Ajax

Luftbildfetischist
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2 Oktober 2018
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Ein letzter Blick von Syang auf einen der Annapurna Berge, dann fahre ich weiter. Zunächst durch Jomsom. Hier gibt es einen kleinen Flughafen und die 2. ACAP-Kontrollstelle.



Zunächst fahre ich weiter, kehre aber dann um und überquere die Brücke. Es geht hoch zum Pangling Gumba und der Shenten Thagye Ling Monastery, beides noch im Bauzustand.



Das Kali Gandaki Tal fast völlig trocken - Der Bereich hier liegt im Windschatten vom Himalaya Hauptkamm, deshalb sehr sehr wenig Regen hier.



In Bildmitte wieder eine der vielen Schluchten.



Erst am Tempel angekommen sieht man, das alles noch im Bau ist - das Hauptgebäude aber ziemlich fertig scheint.



Schließlich erreiche ich wenige km weiter mein Zwischenziel Kagbeni. Hier habe ich das YacDonalds Hotel gebucht. Checke kurz ein und wenig später bin ich bereits wieder im Sattel
der Hero. Fahre nun die 2. Möglichkeit, wie man aus der Stadt zur Hauptstrasse kommt - eine halsbrecherische Möglichkeit, die ich nicht wiederhole. Lieber fahre ich mehrmals durch
den Kali Gandaki (3 Wasserfahrten/strecke), als nochmals diese Piste.
 

Mut

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24 Dezember 2013
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Oberoesterreich
Ein Gigant der Bergbaukunst, das Matterhorn des Himalaya, ist der Machhapuchare, ca. 40 km von meiner Terrasse entfernt. Wikipedia schreibt zwar nur 25 km,
aber beim Blick auf die Karte sind es einige km mehr. Der Berg gilt als heilig und ist bei manchen Volksstämmen als Sitz Shivas bekannt.
Der Berg gilt als extrem schwierig und wurde wohl nie bestiegen. 1964 wurde es vom damaligen König verboten, ihn zu besteigen.

Danke für diesen beeindruckenden Bericht

:hut
Da kommen Errinnerungen hoch 🥰

Hier ein Foto vom heiligen Berg Machhapuchare (Fischflosse) von meiner Trekkingtour 2019

Mit deiner Fotoqualität kann ich natürlich nicht mithalten, aber ich habe die Eindrücke von damals ja natura im Kopf 😍

Auf dem Bild sieht man schön die "Fischflosse"

FB_IMG_1779460398277.jpg

Einige Fotos hätte ich noch, will deinen Bericht aber nicht vermüllen.
 
Tischtennis Pattaya

Ajax

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2 Oktober 2018
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Ich fahre das Flußtal entlang zurück zur Strasse, oben ist der Stadteingang Kagbenis - bei bißchen mehr Wasser kann man im Flußtal nicht fahren, es sei denn mit
Amphibienfahrzeug. ;) Vorne kommt dann die Abzweigung nach Kagbeni bzw. Muktinath und ein Schild, das zum wohl 3. mal unterwegs auf die Gefahr der Höhenkrankheit hinweist.



Es geht auf ca. 10 km 900 m höher, auf 3750 m, wobei der heilige Tempel, Pilgerziel für viele, auf über 3800 m steht.







Kurz vor Muktinath ein weiteres altes Himalaya Dorf, Jharkot. Hinten Mitte dürfte es zum Thorong La Pass gehen, der auf 5416 m Muktinath mit Manang verbindet und in Nebel gehüllt ist.

 

Ajax

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Während die NO-Seite wolkendicht ist, tauchen auf der SO/Südseite plötzlich ein paar Berge inmitten von Wolkenfetzen auf.











Ich fahre den letzten km zum großen Parkplatz von Muktinath, die Sonne auf der Ostseite verabschiedet sich hinter den Bergen unter den dichten Wolken drüben.
Da das Licht ausgeknipst wurde, mache ich mich auf den Rückweg - natürlich werde ich am nächsten Morgen nochmals hier hochfahren.

 

Ajax

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2 Oktober 2018
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Die in Pokhara gekaufte Daunenjacke ist großartig. Die Temperaturen hier oben auf 3800 sollen momentan -2 und nachts auf -11 absinken. Morgige Höchsttemperatur -2 Grad,
morgends gegen 9 noch -5. Ich spüre im Fahrtwind 0 Kälte dank dieser tollen Klamotte.





Zurück am Yacdonalds darf ich mein Motorrad in der Garage übernachten lassen. Die Innenräume des Hotels/Restaurants - berühmt für seine Yacburger - sind mehr Museum als
sonstwas. Mit gemütlichem Kaminroom, an dem abends ein Gast mit seiner Gitarre für Stimmung sorgt.





Das Hotel hat auch einen Gebetsraum - am frühen Morgen schlägt die Hausherrin hier mehrmals den Gong (war es zum Sonnenaufgang oder um 6 Uhr :keine Ahnung)

187723628.jpg

2 Bilder von Agoda - beliebt ist das Hotel bei vielen Motorradtravellern, hauptsächlich viele geführte Gruppentouren finden hier Unterkunft und/oder eine Essenspause auf dem Weg nach Upper Mustang.

187647625.jpg

Für mich gibt es abends ein Yac Steak und natürlich das obligatorische Nepalbier, es gibt da ein paar verschiedene Sorten, alle trinkbar - für mich besser als Chang oder Singha in Thailand.
 
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Ajax

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Tag 18: Kagbeni, Muktinath, Jomsom u.a.

Kurz vor Sonnenaufgang wache ich auf, wenig später höre ich mehrere Gongs, da war ich schon unterwegs auf die Dachterrasse. Ich komme leider zu spät in den
Gebetsraum, mein Video, das die letzten Gongs aufzeichnet ist am Anfang verwackelt. :eek:

Es ist strahlend blauer, klarer Himmel, als ich das 1. Foto von einem der Annapurna Riesen mache.



Ich habe hier im Yacdonalds 2 Nächte gebucht und deshalb ein bißchen Zeit, die Umgebung zu erkunden. Zunächst durchstreife ich mal das Städtchen Kagbeni.









Da läuft doch schon das Abendessen vorbei...ach so, sind gar keine Yaks.;)



Zum nächsten Tempel ist es hier in Nepal nie weit, so steht dieser hier als nächstes auf dem Plan.
 

Ajax

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Die Kag Chode Monastery ist das 1. Ziel heute in Kagbeni.



Neu und alt nebeneinander.











Unten am Fluß findet gerade eine rituelle Waschung statt.


Morgenwaschung (Snana): Eine tägliche Ganzkörper- oder Teilwaschung nach dem Aufstehen. Sie bereitet den Gläubigen auf den Tag und die spirituellen Handlungen vor.
 

Ajax

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Scheint nur einer eine Waschung im Fluß durchgeführt zu haben.



Blick nach Süden



Deutschland ist hier auch vertreten: schwarz-rot-gold :bigg





Viele Steine sind beschriftet - und nein, ich kann es nicht übersetzen.:keine Ahnung

 

kupoa

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5 Juli 2012
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Viele Steine sind beschriftet - und nein, ich kann es nicht übersetzen.:keine Ahnung
Na da helfe ich doch gerne aus :bigsmile

Die am klarsten erkennbare Inschrift auf dem länglichen dunkleren Stein unten in der Mitte wirkt wie die klassische Sequenz:

ༀ མ ཎི པདྨེ ཧཱུྃ
Transliteration: Om Mani Padme Hum

Übersetzung (nicht wortwörtlich, sondern sinngemäß):

  • Om → heilige Anrufung / kosmischer Urlaut
  • Mani → „Juwel“
  • Padme → „im Lotus“
  • Hum → spirituelle Vollendung / Bekräftigung
Gesamtsinn:

„Das Juwel im Lotus“
oder spiritueller:

„Möge Mitgefühl und Weisheit sich vereinen.“
 

Ajax

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2 Oktober 2018
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Alle Motive zwischen Monastery und Fluß auf wenigen Metern







Ich laufe zurück zum Hotel und sattle die Pferde - ähhh, Pferde kommen doch erst später - nein, natürlich greife ich nach der Hero, die mich wieder nach oben, Muktinath, begleiten soll.



Die 1. große Sehenswürdigkeit ist wirklich groß - ein überdimensionales Steinmännchen, rechts hinten sind die in den Alpen oder norwegischen Bergen beliebten Steinaufschichtungen in Normalgröße:eek:




Daneben ein Selfie Restaurant mit Rundumblick auf etliche Berge. Hinten rechts führt ein abenteuerlicher Zick Zack Weg auf den Berg in geschätzt knapp 5000 m - von da oben hat man mit Sicherheit
gigantische Aussicht auf Daulaghiri und Annapurna.
 

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