Ob die LH bei der Maschine das Service Bulletin (SB) bereits bestellt hat ist offen bzw Spekulationen.
Also wie immer: Abwarten auf den offiziellen Bericht.
Grundsätzlich natürlich richtig.
Wenn das SB bei einer Maschine von 01.2026 nicht automatisch mit eingepflegt worden ist, dann sollte man grundsätzlich aber Boeing in Frage stellen. Die wissen nach 2021 ja selbst was passieren kann. Für Maschinen die vorher oder kurz danach produziert worden sind, mag ich es ja noch einsehen. Aber sowas gehört verpflichtend als Nachrüstsatz verkauft bzw. eigentlich sogar kostenlos angeboten. Bei neuen Flugzeugen muss sowas dann gleich mit reinkommen, allein um nicht wieder in Presse zu stehen wenn es wieder passieren sollte.
Die Airlines setzen den Stift ja nicht selbst ein, sondern dass macht das Flughafen Personal. Und da ich bezweifle dass dies immer die absoluten Fachkräfte sind, sollte man ohne zu zögern sämtliche Möglichkeiten minimieren, die das Flugzeug und die Passagiere gefährden könnte. Klar kann man LH (oder andere Airlines) dazu verdonnern... aber ich sehe hier den Hersteller in der Pflicht und nicht den Eigentümer.
Das Thema Sicherheit ist Boeing ja nicht das erste Mal um die Ohren geflogen. Zurecht natürlich. Aber dadurch muss Boeing nun massiv nachweisen, dass sie die Sicherheitsstandards einhalten... und es wird vlt. sogar genauer als bei Airbus hingeschaut. Dadurch wurden die 737-Max Modelle und aktuell die 777-X massiv verzögert. Kommt nun noch die 787 mit einer solchen "kleinen" Verwechslungsgefahr mit hinzu (mit großer Auswirkung) und beim nächsten Mal ist dann leider jemand unter dem Flugzeug gewesen, dann brennt der Baum wieder bei Boeing.