Das ist schon sehr optimistisch und führt mit großer Wahrscheinlichkeit zur Pleite.
Bei einer Rentenzeit von 20, 30 oder 40 Jahren sollte man lieber kleinere Brötchen backen. Das Depot muss in diesem langen Zeitraum ja auch die ein oder andere Krise überleben.
Realistische Entnahmeraten liegen eher bei 3-3,5% pro Jahr.
@ReneG hat hier erst einen Link zu einem sehr interessanten Blog, der sich mit Entnahmestrategien beschäftigt, gepostet:
www.finanzen-erklaert.de
Auch wenn bei mir die Entnahmephase noch das ein oder andere Jahrzehnt in der Zukunft liegt, kalkulier ich mit 3,5%.
Dementsprechend könnte man bei 500k "nur" knapp 1.500€ entnehmen, ohne an die Substanz zu müssen.
Das würde mir persönlich noch nicht reichen.
Wobei es diesbezüglich natürlich auch schwer ist, pauschale Aussagen zu treffen, weil bei vielen dann irgendwann noch andere Rentenansprüche (Betriebs- bzw. gesetzliche Rente, Lebensversicherung, usw.) hinzukommen.
Trotzdem würde ich diesbezüglich eher etwas konservativer planen.
Wenn wir schon auf so kurze Zeiträume schauen, kann ich sagen, dass mein langweiliges ETF-Portfolio seit Jahresbeginn knapp 11% gemacht hat.
Anhang anzeigen 1884760
Ein einfacher MSCI World ETF lief mit über 12% sogar noch etwas besser. (S&P 500 +18%, DAX +13%, Nikkei +25%)
Anhang anzeigen 1884761
Dementsprechend hat man in beiden Fällen auch inflationsbereinigt Geld gemacht.
Dass Aktien kurzfristig keinen Inflationsschutz bieten, stimmt natürlich. Hat man besonders gut 2022 gesehen.
Wenn man aber mittel- und langfristig dabei bleibt, sind sie ein sehr guter Schutz gegen Inflation.