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Borussia Park

Der Weg zur finanziellen "Freiheit"

MellowD

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25 November 2014
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Ich will jetzt nicht sagen, dass knapp 500.000€ wenig sind, aber bei einer Lebenswartung von ca. 80 Jahren, dürfte das noch nicht genug Kapital sein, um seinen Job an den Nagel hängen zu können.

Für eine Thailand-Auswanderung sollte das reichen. Man generiert ja mit den 500k monatliche Einnahmen. Mit einem Mix aus Dividenden, P2P-Krediten und Immos/REITs sind 7% drin, das sind 2900€/Mon. Plus Entnahme X aus den 500k.
 

lakmakmak66

Leben und leben lassen
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Für eine Thailand-Auswanderung sollte das reichen. Man generiert ja mit den 500k monatliche Einnahmen. Mit einem Mix aus Dividenden, P2P-Krediten und Immos/REITs sind 7% drin, das sind 2900€/Mon. Plus Entnahme X aus den 500k.
500.000€ in einem Alter von 50...eigentlich egal...bei einem "normalen" Lebensstil...und einigermaßen Zinsen,würde zumindest dieses Geld kaum anfassen.
 

Oberon1983

Gibt sich Mühe
   Autor
22 April 2017
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Berlin
Ich bin jetzt Anfang 30 und habe als nächstes Ziel die 100k im Depot.
Mich beschäftigt aktuell die Frage, wie sehr ich mich "einschränken" sollte um dieses Ziel schneller zu erreichen.
Mit einschränken meine ich hierbei zum Bsp nur eine Fernreise pro Jahr und nicht 2-3. Also eigentlich Luxusprobleme.

Schaut man sich den Zinseszinseffekt an und das sich das investierte Kapital (MSCI World ETF) historisch gesehen aller 10 Jahre verdoppelt, müsste ich mich jetzt sehr einschränken um dann später umso mehr zu profitieren.

Dagegen spricht, dass man vielleicht später gar nicht mehr sein Geld mit so viel Genuss ausgeben möchte / kann? Aufgrund mangelnder Energie oder Krankheit?
Ein Bekannter Anfang 60 sagte mir mal, dass ich mein Leben lieber jetzt in vollen Zügen auskosten soll und "nur" 10% vom Verdienst beiseite legen soll.
Auf meine Frage, dass er doch eine Frau hat mit der der jetzt (beide schon in Rente) doch viel reisen könnte, meinte er, dass man nach 30 Jahren zusammen sein nicht auch noch im Urlaub aufeinander hängen möchte und er jetzt auch nicht mehr die volle Energie hätte, solche Abenteuer in fernen Ländern zu erleben, wie es jetzt in meinen 30ern möglich ist.

Wie seht ihr das? Habt ihr dazu Erfahrungen / Meinungen?

Erstmal muss man sagen das du da ja schon eine sehr gute Vorarbeit geleistet hat. Gerade bei der mangelnden finanziellen Bildung in Deutschland. Das du überhaupt diese Frage stellen kannst zeigt das du da schon viel gemacht hast und auf einem super Weg bist.

Erfahrungsgemäß sind 100k eine gute psychologische Grenze die das weitere Investieren noch anfeuern kann. Eine solche Zielsetzung kann daher durchaus sinnvoll sein.

Das entscheidende Wort in deiner Frage ist "einschränken", nur du kannst dir beantworten was du als Einschränkung empfindest. Da würde ich auch empfehlen es hier nicht zu übertreiben und dir auch Dinge (gerade Urlaub) zu gönnen. So lange man gleichzeitig die Sparmotivation hält erreicht man ein gutes, individuelles, Gleichgewicht zwischen Sparen und Gönnen.

Wir sind ja hier in einem deutschen Forum also werden viele Leute Immobilien anpreisen. Du hast dich ja mit dem Investieren schon beschäftigt also wirst du dir das selber beantworten können ob das Sinn für dich macht.

Ich investiere zwar über mein Depot auch in den Immobiliensektor aber eine eigene Immobilie würde ich als pure Last empfinden aber in Deutschland ist ja die "emotionale Rendite" recht verbreitet bei Immobilienbesitzern.

Wer so einen Weg verfolgt, sollte das aber aus Überzeugung machen und den "frugalen" oder auch sparsamen Lebensstil nicht als Verzicht sehen.
Kann ich nur 100% zustimmen und unterstreichen. :daumen

Meine persönliche Sparquote liegt bei 50%-60% aber ich würde mich selber nie als frugal bezeichnen. Aus meiner Sicht kaufe und gönne ich mir alles was ich möchte aber ich bin vermutlich mit weniger zufrieden, gerade bei materiellen Dingen.

Mir gibt mein Depot ein unglaubliches Gefühl von Freiheit und Sicherheit. Mit jedem Euro, den ich zusätzlich investiere verfestigt sich dieses Gefühl.
Dadurch ergeben sich früher oder später auch diverse Möglichkeiten (Sabbatical, Teilzeit, Frührente, usw.)

Egal welchen Weg man einschlägt, ist es gerade in unserem Alter wichtig, dass man überhaupt investiert und beständig dabeibleibt.

Auch dem kann ich absolut zustimmen. Ich finde es super motivierend das Depot wachsen zu sehen und freue mich wenn ich am Monatsende nochmal ein paar Hundert EUR extra investieren kann.

Für mich ist das wachsende Depot gleichzeitig wachsende Freiheit und Flexibilität. Das geht schon beruflich los, wenn ich unzufrieden mit meinem Job wäre oder mir Vorgesetze auf Arbeit blöd kommen kann ich aufstehen und gehen (schon passiert vor ein paar Jahren) ohne irgendwelche Sorgen, denn mit meinem Depot im Rücken könnte ich aktuell 10 Jahre ohne Einkommen zu Hause bleiben. In meinem Arbeitsfeld hätte ich aber in 2 Wochen einen neuen Job.

Mein Depot hat mir auch bereits ein Sabbatical in Thailand ermöglicht und obwohl ich ein recht großügiges Budget geplant hatte habe ich Monat für Monat weniger ausgegeben, am Ende 1000 EUR pro Monat für Wohnen, Essen, Trinken, Party, Frauen ohne das ich das Gefühl hatte ich müsste mehr ausgeben um mehr zu erleben.

Am Ende ist da natürlich viel Psychologie und individuelle Gewohnheiten dabei. Erfahrungsgemäßg geben die meisten Menschen im Alltag einfach recht sinnlos Geld aus ohne das es Ihr Leben irgendwie verbessert (auch im eigenen Empfinden), wobei wir wieder beim Thema finanzielle Bildung sind.
 

Cabo

HEDONIST
   Autor
8 Juni 2009
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Süden
Es gibt einfach zu viele Unbekannte wie ich finde.
Das Leben, die Einstellung im Leben zum Leben ändert sich immer wieder. Klar keiner will im Ruhestand arm sein, jedoch wäre es schlimm im Alter zu sagen " Scheiße ich habe mein Leben mit Sparen vergeudet und nicht gelebt, jetzt kann ich nicht mehr wie ich will"
Etwas auf die Seite legen ja, am Leben will ich trotzdem teilhaben, den das Jetzt zählt für mich mehr als das Unbekannte.

Optimal wäre finanzielle Unabhängigkeit in der Blüte seiner Lebenszeit, so mit Anfang - Mitte 40. Als Alleinstehender noch "einfacher", als in einer Beziehung oder gar mit Kind. 1500 Euro monatlich sparen, dürfte unter Umständen nicht ganz einfach sein, für viele unmöglich, dafür benötigt man schon ein gutes Einkommen. Mit gutem Einkommen gehen oft höhere Ansprüche ans Leben einher, man will sein hart verdientes Geld auch ausgeben und leben.

Meine Eltern haben mich immer zum Sparen ermahnt. Ich wollte aber nicht so bescheiden wie meine Eltern leben, jede Mark dreimal umdrehen und jede Anschaffung abwägen. Daher habe ich in jungen Jahren die Kohle rausgehauen, wie sie reingekommen ist.

Mit Ende 20, also 1996 kam ich durch ein Business, das ich neben meiner Festanstellung betrieben habe, zu deutlich mehr Geld als der Durchschnittsverdiener. Die Ausgaben stiegen an. Mehr Urlaub, mehr Essen gehen, Kleidung, Auto, Motorrad etc.

Aber da mir das Sparen jetzt leichter fiel, fing ich an, an der Börse zu investieren. Ging auch gut, dann kam die Gier und ein schöner Batzen Geld wurde am Neuen Markt verbrannt. Hätte hätte ..... am Arsch. Das Geld war weg, nicht ganz, aber arg dezimiert.
Mein Business lief noch und die schöne Zeit mit meiner damaligen Frau und wie gut es uns ging kann mir niemand nehmen.

Ende der 2000er versiegte meine Zusatzeinnahmequelle und ich verbrauchte mein restliches Erspartes. Dann hieß es finanziell einige Gänge runter zu schalten. Machte mir aber gar nicht so viel aus, denn es lagen tolle Jahre hinter mir. Mein Leben hat sich nach einer Ehe, einer langjährigen Beziehung, einer neuen Ehe mit Kind verändert. Eine glückliche Fügung brachte mich vor nun bald 8 Jahren wieder zu einem Business.

Ich fing erneut an mir/uns zu gönnen. Investierte ins Kind und fing wieder an beiseite zu legen. Sparbuch ist und war noch nie was.
Also wieder die Börse. Nur dieses Mal nicht so kopflos wie beim ersten Mal. Klar ohne Risiko macht man an der Börse auch keine großen Sprünge, so sehe ich das zumindest. Daher investiere ich in ETF und Aktien mit langfristigem Anlagehorizont, gespickt mit kurzfristigen Aktien Trades und Optionsscheinen. Ein weiterer Teil ist physisches Gold.

Rente erwarte ich auch.
Diese möchte ich mit 63 antreten, evtl. vorher schon mit passiver Altersteilzeit aus dem Arbeitsleben treten.
Die Rente wird aufgestockt durch das Angesparte und irgendwann kommt noch ein bisschen Erbe hinzu, das wenn ich es versilbere und nicht den Kindern überschreibe, nochmal eine deutliche Aufwertung der Finanzen im Alter nach sich ziehen wird.

Meine Frau ist 16 Jahre jünger als ich, hat eine Festanstellung und für eine ungelernte Thai einen guten, sicheren Job hier in Deutschland.
Wie wir das lösen werden, wenn ich nicht mehr arbeite, weiß ich noch nicht.
Fest steht, dass ich nicht einer dieser Rentner sein möchte, der seine Frau arbeiten lässt und ich mich bei Bedarf über Monate nach Thailand absetze mit der Begründung " was sollen wir machen, Du musst ja leider noch arbeiten"

Den finalen Weg des Lebens inkl. Zieleinlauf möchte ich mit meiner Holden verbringen und das auf jeden Fall vom Spätherbst eines jeden Jahres bis Ende Februar/März des folgenden Jahres, immer in Thailand. Die große Unbekannte in diesem Plan ist meine eigene Gesundheit und der gesundheitliche Zustand meiner Eltern. Ich werde meine Eltern nie einfach für Monate alleine lassen, oder die Verantwortung auf meine Schwester schieben, sollten sie eines Tages unsere Hilfe benötigen. Dann wären die "Pläne" für die Katz und ich muss mich neu ausrichten.

Das Leben läuft im hier und jetzt ab. Jetzt bin ich vital kann vieles Erleben, was im fortgeschrittenen Alter nicht mehr möglich sein wird.
Bis Mitte 70 läuft es bei vielen gut, dann geht es langsam dahin, das selbst bestimmte Leben nimmt immer mehr ab.
Ausreichend Vermögen für den Zeitraum von 60 bis 75 zu haben, denke ich ist ein gutes Fundament. Werde ich älter und bin immer noch fit, schränke ich mich ein und bin dankbar das ich noch da bin. Erfreue mich an den Kleinigkeiten wie einem guten Bier, der Natur oder meinem vorhandenen Pinkelstrahl.

Noch geiler wäre, wenn meine Freunde die ich jetzt habe, dann immer noch da wären und wir uns sehen. Das wäre mehr Wert als jedes Geld der Welt.
 

HamburgerJung

Kennt eine Menge Lady Boys
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11 Mai 2020
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Sisaket, Thailand
500.000€ in einem Alter von 50...eigentlich egal...bei einem "normalen" Lebensstil...und einigermaßen Zinsen,würde zumindest dieses Geld kaum anfassen.

ist ja auch ne Frage, was will man erreichen. Die sparst und investierst....hörst mit 50 auf zur arbeiten, verjuckelst dann diese Kohle in 20 Jahren.
anschließend gehts du in dein Heimatort, meldest dich bei der Sozialbehörde , wirst in in ein (Pflege)Wohnheim gesteckt.

Da triffst du dann auf Deinesgleichen, alle kein Geld, alle müssen sich von der Pflege - und Sozialkasse das (Pflege)Wohnheim bis zum Ableben bezahlen lassen...

Der Unterschied, du hast die letzen 20 Jahre ein schönes Leben gehabt. Auf die, die du da triffst, die haben bis zur Rente geackert und sind dann irgendwann ins (Pflege)Wohnheim.
Haben gar nicht gelebt....

Ich kann jedem raten, sich rechtzeitig Gedanken zu machen. Wann und zu welcher Zeit man sein Leben geniessen möchte.

Ich bin nun seit über 10 Jahren überwiegend in TH, insgesamt 13 Jahre. Sollte mein Geld nicht reichen, geh ich im hohen Alter zurück und lass mich in ein (Pflege)Wohnheim einweisen.
und alle bekommen da das gleiche Taschengeld vom Sozialamt. Nur, wer hatte das bessere und schönere Leben, darauf kommt es an.
 
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Fritz2

Schreibwütig
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4 Februar 2013
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Deutschland
Angenommen du gibst die nächsten 15 Jahre Gas und sparst jeden Monat 1.500€ (kann natürlich jede andere im Verhältnis zum Einkommen hohe Sparrate sein), dann kommst du bei marktüblichen 7% auf 469.472,95€.

Lässt du dir aber bis Anfang 60 Zeit (Ansparzeit 30 Jahre), müsstest du für dasselbe Endkapital nur 399€ pro Monat investieren und könntest von der Differenz den ein oder anderen Flug nach Thailand finanzieren.

Pardon, aber dieses "klassische" Modell funktioniert leider(!) nicht mehr.

Die ca. 7% "marktübliche" Rendite (z. B. MSCI World ETF) funktioniert erstens nur sehr langfristig gesehen halbwegs sicher, und, wichtiger noch, sie liegt mittlerweile unter der realen Inflation!

D. h. man verliert zumindest derzeit effektiv Geld, und spart nichts an.

 

ReneG

Jeder Tag ist ein guter Tag.
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9 März 2019
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Pardon, die Daten von 2 Jahren (reale Inflationsraten 22/23) lassen ganz und gar keinen Rückschluss auf langfristige "klassische" Modelle zu. Die Aktiengewinne im MSCI-World der letzten 3 Jahre waren auch höher. Momentaufnahmen zu vergleichen ist eher wenig zielführend.

Die langfristige durchschnittl. Inflationsrate liegt in Dtl. bei ca. 2,7%. Und zwischendrin 7% Inflation ist kein Weltuntergang, hatten wir auch schon.

Quelle:
 

Alwaro

ツ ǝʌıʇʞǝdsɹǝd ɹǝp ǝƃɐɹɟ ǝuıǝ sǝllɐ
Verstorben
25 Juli 2011
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zu Hause
Einzigster Ausweg und Lösung für mich, als ich in deinem Alter war; Immobilie kaufen, selbst 3 Jahre nutzen und (derzeit noch) STEUERFREI MIT GEWINN veräußern. Den Gewinn in nächste Immobile und so weiter....

Verleg deinen Wohnsitz in die Schweiz. Da werden Kapitalgewinne nicht versteuert, jedoch die Gewinne auf den Grundstücken. Dies wird auch in DE in absehbarer Zeit geschehen, dann nur so lässt sich der Kochtopf kühlen.
 
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robbbbor

Hat nicht gepasst
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   Ex Member
Thread Starter
2 März 2019
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Für eine Thailand-Auswanderung sollte das reichen. Man generiert ja mit den 500k monatliche Einnahmen. Mit einem Mix aus Dividenden, P2P-Krediten und Immos/REITs sind 7% drin, das sind 2900€/Mon. Plus Entnahme X aus den 500k.
Das ist schon sehr optimistisch und führt mit großer Wahrscheinlichkeit zur Pleite.
Bei einer Rentenzeit von 20, 30 oder 40 Jahren sollte man lieber kleinere Brötchen backen. Das Depot muss in diesem langen Zeitraum ja auch die ein oder andere Krise überleben.

Realistische Entnahmeraten liegen eher bei 3-3,5% pro Jahr.

@ReneG hat hier erst einen Link zu einem sehr interessanten Blog, der sich mit Entnahmestrategien beschäftigt, gepostet:

Auch wenn bei mir die Entnahmephase noch das ein oder andere Jahrzehnt in der Zukunft liegt, kalkulier ich mit 3,5%.

Dementsprechend könnte man bei 500k "nur" knapp 1.500€ entnehmen, ohne an die Substanz zu müssen.
Das würde mir persönlich noch nicht reichen.

Wobei es diesbezüglich natürlich auch schwer ist, pauschale Aussagen zu treffen, weil bei vielen dann irgendwann noch andere Rentenansprüche (Betriebs- bzw. gesetzliche Rente, Lebensversicherung, usw.) hinzukommen.

Trotzdem würde ich diesbezüglich eher etwas konservativer planen.
D. h. man verliert zumindest derzeit effektiv Geld, und spart nichts an.

Wenn wir schon auf so kurze Zeiträume schauen, kann ich sagen, dass mein langweiliges ETF-Portfolio seit Jahresbeginn knapp 11% gemacht hat.

1691459504467.png

Ein einfacher MSCI World ETF lief mit über 12% sogar noch etwas besser. (S&P 500 +18%, DAX +13%, Nikkei +25%)

1691459721220.png

Dementsprechend hat man in beiden Fällen auch inflationsbereinigt Geld gemacht.

Dass Aktien kurzfristig keinen Inflationsschutz bieten, stimmt natürlich. Hat man besonders gut 2022 gesehen.
Wenn man aber mittel- und langfristig dabei bleibt, sind sie ein sehr guter Schutz gegen Inflation.
 
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lakmakmak66

Leben und leben lassen
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ist ja auch ne Frage, was will man erreichen. Die sparst und investierst....hörst mit 50 auf zur arbeiten, verjuckelst dann diese Kohle in 20 Jahren.
anschließend gehts du in dein Heimatort, meldest dich bei der Sozialbehörde , wirst in in ein (Pflege)Wohnheim gesteckt.

Da triffst du dann auf Deinesgleichen, alle kein Geld, alle müssen sich von der Pflege - und Sozialkasse das (Pflege)Wohnheim bis zum Ableben bezahlen lassen...

Der Unterschied, du hast die letzen 20 Jahre ein schönes Leben gehabt. Auf die, die du da triffst, die haben bis zur Rente geackert und sind dann irgendwann ins (Pflege)Wohnheim.
Haben gar nicht gelebt....

Ich kann jedem raten, sich rechtzeitig Gedanken zu machen. Wann und zu welcher Zeit man sein Leben geniessen möchte.

Ich bin nun seit über 10 Jahren überwiegend in TH, insgesamt 13 Jahre. Sollte mein Geld nicht reichen, geh ich im hohen Alter zurück und lass mich in ein (Pflege)Wohnheim einweisen.
und alle bekommen da das gleiche Taschengeld vom Sozialamt. Nur, wer hatte das bessere und schönere Leben, darauf kommt es an.
Soweit will es trotzdem nicht kommen lassen , insbesondere bei dem angenommenen finanziellen Background.Ich persönlich weiss was ich benötige um glücklich zu sein...da könnte ich auch länger damit leben...bestimmte Dinge muss ich einfach nicht haben... rausgeschmissenes Geld in meinen Augen.... für andere ein Muss.
 

lakmakmak66

Leben und leben lassen
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Das ist schon sehr optimistisch und führt mit großer Wahrscheinlichkeit zur Pleite.
Bei einer Rentenzeit von 20, 30 oder 40 Jahren sollte man lieber kleinere Brötchen backen. Das Depot muss in diesem langen Zeitraum ja auch die ein oder andere Krise überleben.

Realistische Entnahmeraten liegen eher bei 3-3,5% pro Jahr.

@ReneG hat hier erst einen Link zu einem sehr interessanten Blog, der sich mit Entnahmestrategien beschäftigt, gepostet:

Auch wenn bei mir die Entnahmephase noch das ein oder andere Jahrzehnt in der Zukunft liegt, kalkulier ich mit 3,5%.

Dementsprechend könnte man bei 500k "nur" knapp 1.500€ entnehmen, ohne an die Substanz zu müssen.
Das würde mir persönlich noch nicht reichen.

Wobei es diesbezüglich natürlich auch schwer ist, pauschale Aussagen zu treffen, weil bei vielen dann irgendwann noch andere Rentenansprüche (Betriebs- bzw. gesetzliche Rente, Lebensversicherung, usw.) hinzukommen.

Trotzdem würde ich diesbezüglich eher etwas konservativer planen.


Wenn wir schon auf so kurze Zeiträume schauen, kann ich sagen, dass mein langweiliges ETF-Portfolio seit Jahresbeginn knapp 11% gemacht hat.

Anhang anzeigen 1884760

Ein einfacher MSCI World ETF lief mit über 12% sogar noch etwas besser. (S&P 500 +18%, DAX +13%, Nikkei +25%)

Anhang anzeigen 1884761

Dementsprechend hat man in beiden Fällen auch inflationsbereinigt Geld gemacht.

Dass Aktien kurzfristig keinen Inflationsschutz bieten, stimmt natürlich. Hat man besonders gut 2022 gesehen.
Wenn man aber mittel- und langfristig dabei bleibt, sind sie ein sehr guter Schutz gegen Inflation.
Ab einem bestimmten Alter ist langfristig ein relatives Wort...da geht man irgendwann auf Nummer sicher,hat ja hart genug für die Kohle gearbeitet...da reichen die Zinsen oft aus um sein Leben zu finanzieren.
 
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Hammer67

Reisesüchtig
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hat ja hart genug für die Kohle gearbeitet...
Meist ist genau das der Weg zur finanziellen Freiheit und ich kenne genug Menschen die im Laufe des Prozesses hin zur vermeintlichen Freiheit komplett verlernt haben zu leben, die Zielsetzung von Summe X wurde (aus Sicherheitsdenken) immer weiter nach oben geschoben und selbst wenn Sie irgendwann am Ziel angekommen waren hatten Sie manchmal glatt verlernt etwas mit Freizeit anzufangen.

Was noch dazukommt, die Möglichkeiten die man in Jüngeren Jahren hat ersetzt kein Geld. Ich weiß das ich meinen Langzeitaufenthalt in Thailand mit um die 40 auch mit dem doppelten oder auch dreifachen Budget mit Mitte Ende 60 nicht mehr hinbekommen würde, wahrscheinlich jetzt schon nicht mehr mit 56. Von den Urlauben mit Mitte 20 mal ganz zu schweigen....

Finanzielle Freiheit ist ne klasse Sache für den der das schafft bis dahin trotzdem zu Leben. Die besten Jahre durch ständigen Verzicht zu beschneiden um die ,Biologisch gesehen, schlechtesten Jahre aufzuwerten... wirklich klug erscheint mir das nicht.

Wobei keine ausreichende Absicherung fürs Alter definitiv auch nicht empfehlenswert ist...
 

Otto Normalverbraucher

silent reader
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Ich denke auch, dass es da eine Mittelweg braucht, in jungen Jahren durchaus auch Spaß haben aber im Alter trotzdem noch einigermaßen abgesichert zu sein. Ich bin 58 und wenn ich ganz ehrlich bin setzt mir mein Alter beim manchen Dingen , für die man Geld ausgeben könnte, durchaus schon Grenzen. In den besten Jahren zu sein bedeutet schlicht und ergreifend die wirklich guten Jahre schon hinter sich gelassen zu haben.
 

MellowD

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Das ist schon sehr optimistisch und führt mit großer Wahrscheinlichkeit zur Pleite.
Bei einer Rentenzeit von 20, 30 oder 40 Jahren sollte man lieber kleinere Brötchen backen. Das Depot muss in diesem langen Zeitraum ja auch die ein oder andere Krise überleben.

Realistische Entnahmeraten liegen eher bei 3-3,5% pro Jahr.

Dementsprechend könnte man bei 500k "nur" knapp 1.500€ entnehmen, ohne an die Substanz zu müssen.
Das würde mir persönlich noch nicht reichen.

Ich empfehle jeden das kostenlose Trackingtool Portfolio Performance zu nutzen. Etwas Aufwand um es einmal einzurichten und mind. 1x am Monatsende muss man alle Erträge einfügen, aber dann sieht man bei der Entnahmephase ganz genau was man entnehmen kann ohne an die Substanz (Inflation mal nicht einkalkuliert) zu müssen. Nämlich alle Erträge abzüglich Steuern. Da ich beim Depotanteil großteils auf Dividenden-Aktien/ETFs setze ist der Kurs auch egal, ein Verkauf ist nie nötig.
 
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thebull

Hat nix anderes zu tun
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Ich empfehle jeden das kostenlose Trackingtool Portfolio Performance zu nutzen. Etwas Aufwand um es einmal einzurichten und mind. 1x am Monatsende muss man alle Erträge einfügen, aber dann sieht man bei der Entnahmephase ganz genau was man entnehmen kann ohne an die Substanz (Inflation mal nicht einkalkuliert) zu müssen. Nämlich alle Erträge abzüglich Steuern. Da ich beim Depotanteil großteils auf Dividenden-Aktien/ETFs setze ist der Kurs auch egal, ein Verkauf ist nie nötig.
Damit bei Dividendenaktien was übrigbleibt ist aber auch ganz schön viel Kapital notwendig.
 

thebull

Hat nix anderes zu tun
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22 Juli 2015
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Ich empfehle jeden das kostenlose Trackingtool Portfolio Performance zu nutzen. Etwas Aufwand um es einmal einzurichten und mind. 1x am Monatsende muss man alle Erträge einfügen, aber dann sieht man bei der Entnahmephase ganz genau was man entnehmen kann ohne an die Substanz (Inflation mal nicht einkalkuliert) zu müssen. Nämlich alle Erträge abzüglich Steuern. Da ich beim Depotanteil großteils auf Dividenden-Aktien/ETFs setze ist der Kurs auch egal, ein Verkauf ist nie nötig.

Das sieht gut aus, danke
 

Otto Normalverbraucher

silent reader
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Die Frage, die ist zuerst zu klären gilt, ist was bedeutet eigentlich finanzielle Freiheit?

Ich habe einen Bekannten, der vor vielen Jahren aus verschiedenen Gründen wirtschaftlich einen ziemlichen Bauchfleck hingelegt hat, die finanziellen Konsequenzen waren enorm, unterm Strich endete das Ganze in einer Privatinsolvenz.

Heute lebt er in einer bescheidenen kleinen Wohnung und bestreitet seinen Lebensunterhalt aus der bedarfsorientierten Mindestsicherung (österr. Gegenstück zu Hartz IV), durch diverse Sonderzahlungen bzw geldwerte Vorteile bleiben im nach Abzug seiner Fixkosten 500 bis 600 € im Monat zum Leben, er kommt damit einigermaßen gut über die Runden, unglücklich wirkt auf mich nicht, ganz im Gegenteil.

Ist das nicht auch eine Form von finanzieller Freiheit?
 

Hammer67

Reisesüchtig
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1 Juli 2015
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bleiben im nach Abzug seiner Fixkosten 500 bis 600 € im Monat zum Leben, er kommt damit einigermaßen gut über die Runden, unglücklich wirkt auf mich nicht, ganz im Gegenteil.
Damit ist er besser gestellt als die meisten Menschen mit Grundsicherung in D, allerdings ist Österreich auch definitiv nicht günstiger als Deutschland beim Einkauf etc, eher im Gegenteil. Existieren kann man damit, in D würde ich sagen ist 1000 EU nach allen Fixkosten aktuell das was man im Alter min. zum Leben zur Verfügung haben sollte plus inflationärem Ausgleich.

Mehr ist natürlich immer besser aber damit kann man aktuell (für mein Empfinden) ok leben aber da tickt ja jeder anders.

Ist das nicht auch eine Form von finanzieller Freiheit?
Eine nicht gewollte denke ich. Ist letztlich ne riesen Scheisse wenn man als Selbständiger eine Bauchlandung macht von der man sich nicht mehr erholt.
 

ReneG

Jeder Tag ist ein guter Tag.
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9 März 2019
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Ich empfehle jeden das kostenlose Trackingtool Portfolio Performance zu nutzen...
Ich nutze das Tool auch zur Portfolio-Verwaltung. Da ist es sehr gut!
Beim Thema "Entnahmestrategien" ist es dann sehr abhängig davon, welche Strategie man genau wählt.

LG
 

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