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Thailand Unsere Farm I

Iffi

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18 Oktober 2008
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Zu Yingluck Zeiten hätte es fast das 3-fache dafür gegeben.

Anfang vorigen Jahres 9 -11 Baht pro KG

Der General hat hier auf dem Lande total ausgeschissen. Unter seiner Regie ging es den Farmern von Jahr zu Jahr stetig schlechter.

Kein Wunder, dass er Schiss vor Neuwahlen hat. Könnten ja wieder die "Falschen" an die Regierung kommen.


 
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Riemen30

Unterleibdynamo
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18 September 2010
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Norden
Klasse Bilder ich finde den roten Stern auf dem Kettenmähdrescher irgendwie cool hat nen bissl was von Missing in action Filmen.
Grüsse auf die Farm
 
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TimBangkok

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7 Dezember 2015
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Bangkok
Daher sagte ich 1998, Thailand, beziehungsweise der Isaan ist das Deutschland aus den 60. Jahren. Nur hat sich Thailand in der Entwicklung förmlich überschlagen. Ein Zu-oder Umstand, der Vielen noch das Genick brechen wird.
Das sehe ich ähnlich. In den 60er Jahren waren viele kleine Bauernhöfe in Deutschland nicht mehr konkurrenzfähig. Glücklicherweise war Deutschland nicht so zentralistisch aufgestellt wie Thailand. Es gibt viele Städte mit Mittelstandsbetrieben in Deutschland und so konnten viele Bauern ihre Betriebe zu Nebenerwerbsfarmen umstellen. In Thailand gibt es diese Betriebe fast ausschließlich in Bangkok, so dass viele Familienmitglieder in Bangkok schuften oder irgendwo im Sexgewerbe arbeiten, nur um die Farm aufrecht zu erhalten.
Dazu kommt ja noch, dass die meisten Farmer nicht wie Iffi schuldenfrei sind, sondern auch noch teilweise mehrere 10.000 Baht an die Bank zahlen müssen. Ich habe das mal an der Familie der Frau die bei mir wohnt überschlagen, da buttert die Familie jährlich über 100.000 Baht dazu.Leider kann da auch keiner wirklich kalkulieren, denn oft ist es sinnvoller sich von Teilen des Landes zu trennen und weniger zu produzieren, dafür aber schuldenfrei.
Man hört aber immer wieder:" Meine Familie kann ihre Schulden bei der Bank nicht mehr bezahlen." Und? Wie willst du das Problem lösen? "Wir fragen die Bank ob wir mehr Schulden machen können."
 
Pattayareise

Iffi

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Mit mehr Schulden bei der Bank machen ist nicht so einfach, wenn man keine Zinsen und Tilgung mehr zahlen kann. Die chanots lassen sich dann auch nicht mehr beleihen. die liegen ja schon bei der Bank als Garantie.

So manche wenden sich dann an die Geldverleih-Mafia. Dort bezahlen sie dann mehr Zinsen im Monat als bei der Bank im Jahr. Das ist dann wirklich Ende der Fahnenstange.

Ich erspare mir meine Beurteilung dieses Verhaltens. Ist nicht jugendfrei. :mad:

Um ehrlich zu sein, auch wir sind nicht schuldenfrei. Meine Frau hat für den Erwerb der Farm IV einen Riesenkredit aufgenommen. über 1,5 Mio. Laufzeit 25 Jahre. OMB
 

Pungparamee

Seit mehr als 25. Jahren dabei
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NRW und โกสุมพิสัย
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Iffi

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Farm I: Reis Hauptsaison 2018


Der Reis der Nebensaison unserer Farm I ist nun fuer'n Appel und 'nen Ei verkauft. Die Vorbereitung fuer die Hauptsaison hat begonnen. Wie seit laengerem stemmt meine Frau die Kosten mitlerweise selber. Das geht so weit, dass sie mir gar nicht mehr von sich aus erzaehlt, wie viel sie gerade investiert.

Zunaechst mal eggen lassen...

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Die Aussaat wird dann wohl Anfang Juli folgen.

Auf dem Feldrand unserer 5 Rai Farm... die erste Farm, die wir erworben hatten...gedeihen die Bananen.

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Die Papayas sogar im Ueberfluss.

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Noch ist alles dran. Bin mal gespannt, wann die “Diebe” kommen und wie viel die mitgehen lassen...
 

Gast_13

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9 April 2015
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Keine Ahnung warum Royale behauptet "der Thai" sei faul und dann auch noch hier. Iffy's Berichte zeigen genau das Gegenteil. Ein schoenes Beispiel wie Vorurteile gepflegt werden und immun gegenueber der Realitaet sind. Eigentlich schade.

Hat mich ehrlich gesagt auch ein wenig gewundert. Aber gut vorurteile sind schnell ausgesprochen und wenn man Zeit hat etwas darüber nachzudenken ärgert man sich, das man das so geschrieben hat. Geht mir jedenfalls so.

Als ich später meine Frau fragte, was denn da los wäre. Ob ihre Schwester keine Lust hätte? Meinte sie nur kurz angebunden: „Keine Ahnung“

Wer weiss, was da wieder zwischen den beiden im Busch ist...

Vielleicht ist sie abergläubisch, weil es mit dem großen Reisfeld nicht geklappt hat.
 
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9 April 2015
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Eine Frage habe ich, die noch nie angesprochen wurde: da ihr ja ohne Chemie arbeitet, ist das ja quasi Bio-Reis, sofern alle um euch herum darauf verzichten. Bestände denn die Möglichkeit, den Reis des Dorfes eigenständig nach DACH zu exportieren und dort als BIO-Reis zu verkaufen, sei es in Thai-Läden oder Alnatura-Läden.

Die Idee hatte ich auch schon mal. ;) Wir in DACH sind sofort geschäftsmäßig drauf/Konditioniert. Aber wenn ich mich in iffi und dem örtlichen leben hineinversetze, wozu sich unnötig den Stress aussetzen, wenn alles was man zum Leben braucht im Überfluss da ist? (Geld sowieso).
 

Gast_13

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9 April 2015
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Hab gerade 18,6 kg Jasmin Reis gekauft.... Ernte 2018 (stand jedenfalls auf dem Sack), 30 € bei Vinh Loi, Berlin Müllerstraße. Ab 5 Säcken sind es dann 29 €.
6,6 Baht pro Kilo ist übel.

Also bei mir im Supermarkt 1,99 € das Kilo. Kann jetzt aber über den wirklichen Herkunft und Qualität nichts sagen. Schmeckt aber gut.

Tja, aus ca. 17 Cents werden fast 2 €! Da kannst mal Sehen was die Portugiesen angerichtet haben, als sie die einheimischen u.a. in China auf den Handel-Geld-Zinsen prinzip genötigt wurden. Aber jetzt bloß nicht politisch werden, das artet aus. Herzlichen Gruß

https://www.edekanord-shop.de/jens/products/gut-guenstig-jasmin-reis-1000-g-501462
 
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neitmoj

Ladydrink iss nicht!
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18 März 2009
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Die Portugiesen sind sicher nicht an allem schuld. :laugh

Momentan wirken 2 Kräfte gegen die Farmer:
Die "Gelben" Eliten, die den Handel bestimmen und die Regierung, welche die Preise bestimmt.
Eigentlich war es schon "immer" so, dass die Farmer, da nicht in Kooperativen organisiert und in chronischer Geldnot, den Großhändlern hilflos ausgeliefert waren, doch nun steht die Regierung nicht mehr als ausgleichender Puffer dazwischen, sondern fördert die Ungerechtigkeit.

Es wundert mich sehr warum sich die Farmer in der Vergangenheit kaum gegen ihre Situation gewehrt haben. Sicher gab es während der Regierungszeit von Abhisit Vejjajiva Demonstrationen der Bauern in Bangkok, aber so gut wie nie Maßnahmen gegen den eigentlichen Gegner.

Direkter Handel zwischen den Erzeugern und den Verbrauchern hätte geholfen, den Zwang zu Minimalpreisen an die Großhändler verkaufen zu müssen, zu lösen.
Einerseits weil damit unabhängige Grundeinkünfte entstanden wären, andererseits weil dadurch die Menge der zum "Großverkauf" anstehenden Ware verringert wäre (mehr Nachfrage als Angebot).
 

Alwaro

ツ ǝʌıʇʞǝdsɹǝd ɹǝp ǝƃɐɹɟ ǝuıǝ sǝllɐ
Verstorben
25 Juli 2011
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zu Hause
Angebot und Nachfrage machen den Preis. Als der Reis subventioniert (Mindastabnabepreis) wurde auf den Teufel raus produziert und in den überfüllten Lagerhäusern zum vergammeln liegengelassen.

Wenn ich sehe, dass keine 20 km von Pattaya entfernt die Ananas für 100 Bath je 30 kg verkauft werden, frag ich mich wovon die Leben.
 
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TimBangkok

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7 Dezember 2015
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Bangkok
Direkter Handel zwischen den Erzeugern und den Verbrauchern hätte geholfen, den Zwang zu Minimalpreisen an die Großhändler verkaufen zu müssen, zu lösen.
Einerseits weil damit unabhängige Grundeinkünfte entstanden wären, andererseits weil dadurch die Menge der zum "Großverkauf" anstehenden Ware verringert wäre (mehr Nachfrage als Angebot).
Für den Direktvertrieb werden Investitionen benötigt (Säcke, Müller, Transport etc.), dafür haben die Farmer kein Geld. Viele können sich ja nicht einmal die Ernte leisten und müssen dafür schon einen Teil des Ertrages hergeben.
Viele Farmer beherrschen keine Dreisatzrechnung oder können sie nicht anwenden, d.h. sie sehen zwar als Resultat dass sie arm sind, sie wissen aber nicht warum. Eine Farm zu kalkulieren ist auch schwieriger als z.B. ein Einzelhandelsgeschäft. Die Investitionen laufen über einen längeren Zeitraum und sind vielfältiger. Es müssten auch alle Summen mit in die Kalkulation fliessen, die von ausserhalb arbeitenden Familienmitgliedern geschickt werden. Damit sind die meisten Farmer überfordert.
Der Direktvertrieb ist auch politisch nicht gewollt, die Großhändler haben auch politischen Einfluss und verteidigen natürlich ihre Vorteile. Es ist ja in vielen Gebieten der Welt so, dass Farmer arm und in Abhängigkeit der Aufkäufer gehalten werden. Das sich daran in Thailand je etwas ändern wird, ist meiner Meinung nach, nicht einmal als Silberstreif am Himmel erkennbar.
 

Iffi

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Juni 2018 Farm II


Unsere Farm II am Dorfrand ist nur ein verschwindend kleiner Teil des ehemaligen Familienbesitzes meiner Frau. Gerade mal 2 Rai und ein paar Gequetschte gross. Frueher gehoerte ein sehr grosser Teil dieser Farmgegend am Dorfrand der Familie. soweit das Auge reicht. Das waren locker ueber 100 Rai und mehr.

Medium 453588 anzeigen

Nahe unserer Farm II wird der Reis vereinzelt auch gesetzt, aber in der Mehrheit einfach gesaet.

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Stolz zeigte meine Frau heute auf die Nachbarfelder, wo der junge Reis der Hauptsaison sehr gesund stand.

Medium 453589 anzeigen

„This is my rice“ sagte sie und meinte damit, dass sie das Saatgut verkauft hatte. Und ueberhaupt, der meiste Reis hier am Dorfrand stamme aus ihrem „Reisgeschaeft“. Ihre Kunden sind voll des Lobes, denn meine Frau hatte sie alle nach und nach besucht und sich erkundigt, ob denn der Reis „born already“ sei. Ob das Saatgut aufgegangen sei und mittlerweile saftig gruen spriesse.

Das waere ihnen noch nie passiert, meinten ihre Kunden, naemlich dass sich der „Reishaendler“ spaeter ueber die Qualitaet des Saatgutes erkundigt haette.

Zu mir meinte meine Frau: „I think for future.“ Ich denke an die Zukunft. Zufriedene Kunden kommen wieder. Nebenbei, sie verkauft immer noch Reis als Saatgut. Die Bestellungen sind zwar kleiner geworden, aber trudeln regelmaessig ein. Das Duengergeschaeft nimmt auch langsam Fahrt auf.

Die Schwester meiner Frau hatte diese 2 Rai Farm nach dem Tod der Mutter geerbt und bald verscherbelt. Das Geld war innerhalb von ein paar Monaten vergeudet. Farm weg, Geld weg. Gar nicht mal so untypisch bei so manchen Leuten auf dem Lande.

Vor etwas mehr als 2 Jahren hatte meine Frau dann diese Farm zurueckgekauft. Das letzte uebriggebliebene Familienstueck. Meine Frau brachte es einfach nicht ueber's Herz, diese Farm in fremden Haenden zu lassen.

Sie ueberliess anfangs diese Farm ihrer Schwester. Die pflanzte Melonen und Kuerbisse in der Nebensaison an. Die Ernte war riesig.

Kann man alles hier in diesem Thema nachlesen. Einfach zurueckblaettern.

Dann in der ersten Hauptsaison pflanzten wir Reis an. Seit Ende vorigen Jahres haben wir diese Farm wieder der Schwester ueberlassen. Aber das Land lag bis vor wenigen Wochen brach. Schwesterchen hatte keinen Trieb fuer irgendwas. Aber die Bauern ringsherum bauten derweil Mais an.

Medium 453595 anzeigen

Melonen und Kuerbisse anbauen war Schwesterchen dieses Jahr zu stressig. Reis in der Nebensaison anbauen ging auch nicht. Zu sehr lag ihr noch die Pleite vom Vorjahr im Magen, als sie auf unserer 5 Rai Farm I eine Katastrophe erlebte. Null Ertrag.

Seit wenigen Wochen spriesst es wieder gruen auf unserer Farm II. Der Reis der Hauptsaison macht sich bisher gut. Wir wuenschen Schwesterchen viel Glueck.

Medium 453590 anzeigen
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Wasser gibt es im Ueberfluss

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Die Teiche am Dorfrand sind gut gefuellt.

Medium 453594 anzeigen

toi, toi, toi...und „tschok dii“
 
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Iffi

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18 Oktober 2008
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Danke @TimBangkok :daume

Bin voll und ganz deiner Meinung und deckt sich 100% mit meiner Erfahrung
 
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