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Tagebuch eines Ruheständlers in Pattaya. Ich bereite es vor: in wenigen Monaten wird es starten

Klimbim

Hat nix anderes zu tun
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24 November 2024
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Für die 'Extension Of Stay' des OA Visums in Thailand(!) ist leider eine teure KV mit schwachen Leistungen aus einer Liste mit zugelassenen Anbietern notwendig. Vorteil ist Multple Entry (wenn man es nutzt), keine eingefrorenen Finanzen (bis 800000 THB), Aufenthaltsdauer bis zu 2 Jahren.

Die meisten benutzen die EOS mit dem O Visum, wenn das die Mehrheit macht muss es ja besser sein, mir graust es wenn ich nachrechne was die Inflation bei bis zu 800000 THB kostet.

Jeder muss nur eine Checkliste für sich selber machen und dann entscheiden was besser für seine Situation ist.

Der ADAC kostet im Monat in meinem Fall 58 Euro und ist voll OA tauglich. Zu teuer?

Die eigentliche Frage aber ist ja eine andere. Warum ein Glaubenskrieg? Finde ich schon verdächtig.
 

Klimbim

Hat nix anderes zu tun
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24 November 2024
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Ist aber relativ einfach.
Wer keinen Wohnsitz mehr in Deutschland hat,braucht halt ein Visa O.
Es braucht auch keine Agentur.
Kv sollte natürlich vorhanden sein.
Onnut

Danke, aber das meinte ich gar nicht. Ich behalte meinen Wohnsitz in D. Und ich sehe, was die meisten machen: sie nutzen Agenturen, um das O Visum am Leben zu erhalten.

Ich habe das für mich abgelehnt und denke, es ist in vielen Fällen nicht nötig. Nur: die Frage war bei mir: warum diese Emotionen...

Ich vermute eher so eine Art Revierverhalten. Die Thailandexperten und ihr innerer Stolz... sowas...

Ich kann das analog auf andere Fragen übertragen (wo ich bei anderen solche Glaubenskriege bemerkte in Foren und ich nichts je dazu schrieb, oder es nicht angegriffen wurde, warum auch immer nicht):

- Visafragen zum Schengenvisum
- oft Krankenversicherung
- Fragen zu Preisen bei Barfrauen (da äussere ich mich eh nie, weil die mir egal sind)
- Hausbau (was fliegen da manchmal die Fetzen... lese still mit... aber wozu?)
- "das wahre Thailand" - hab es zur Genüge verspottet...

...
 
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NOMAAM

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Saarland
Nein, das meine ich nicht. Meine ein völlig anderes Forum indem ich alles eher beiläufig am Rande erwähnte.

Okay, dann habe ich dich missverstanden - ich habe zwar deinen Hinweis auf ein "anderes Forum" in deinem ursprünglichen Post zu diesem Thema gelesen, aber ich habe das nicht wörtlich genommen.

Die korrekte Antwort auf deine Frage "Warum dieser quasi-religiöse Eifer in Visa-Angelegenheiten?" hast du ja bereits gefunden:

Ich vermute eher so eine Art Revierverhalten. Die Thailandexperten und ihr innerer Stolz... sowas...

Grundsätzlich liegt das Problem meiner Meinung nach aber noch wesentlich tiefer, denn viele Leute sind schlicht nicht in der Lage, sachlich zu diskutieren: Wenn sie Gegenargumenten ausgesetzt sind, wird sofort eine Verteidigungshaltung eingenommen, nach dem Motto: "Der will mir meine Überzeugungen ausreden, was fällt dem Kerl ein?" Damit ist die Sachebene dann bereits verlassen und es geht auf der emotionalen Ebene weiter und der Meinungs"austausch" wird entsprechend heftiger und persönlicher.

Das ist ja nicht anders als in deinen semi-fiktionalen Dialogen, die du hier regelmäßig schreibst - deine "Gesprächspartner" sind von ihrer Meinung zu den jeweiligen Themen (Krankenversicherung, Deutschland am Boden, etc.) derart eingenommen, dass du mit sachlichen Nachfragen und Argumenten dagegen schlicht nicht ankommst.
 
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Klimbim

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24 November 2024
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Nur mit Wohnsitz in Deutschland und auf 24 Monate begrenzt.

Oder gibt's da noch was anderes?


Da hast Du komplett recht. Wobei irgendeine etwas teurere das wohl auf 5 Jahre macht (Name vergessen). Nur: in meinem Fall komme ich einfach nach 2 Jahren, mache ein neues OA Visum und schliesse erneut den ADAC ab.

Ich begreife auch, warum das ohne Wohnsitz nicht geht. Und ich verstehe auch, warum manche keinen Wohnsitz in Deutschland halten können.

Aber wer das kann bzw. könnte, hat instabilen Grund in seinen Argumenten.

Wobei ich auch das hinnehmen kann. Was mich verwundert, ist indes manchmal die Sicht dieser Leute, die nur Plan A kennen wollen.
 

Klimbim

Hat nix anderes zu tun
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24 November 2024
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Okay, dann habe ich dich missverstanden - ich habe zwar deinen Hinweis auf ein "anderes Forum" in deinem ursprünglichen Post zu diesem Thema gelesen, aber ich habe das nicht wörtlich genommen.

Die korrekte Antwort auf deine Frage "Warum dieser quasi-religiöse Eifer in Visa-Angelegenheiten?" hast du ja bereits gefunden:



Grundsätzlich liegt das Problem meiner Meinung nach aber noch wesentlich tiefer, denn viele Leute sind schlicht nicht in der Lage, sachlich zu diskutieren: Wenn sie Gegenargumenten ausgesetzt sind, wird sofort eine Verteidigungshaltung eingenommen, nach dem Motto: "Der will mir meine Überzeugungen ausreden, was fällt dem Kerl ein?" Damit ist die Sachebene dann bereits verlassen und es geht auf der emotionalen Ebene weiter und der Meinungs"austausch" wird entsprechend heftiger und persönlicher.

Das ist ja nicht anders als in deinen semi-fiktionalen Dialogen, die du hier regelmäßig schreibst - deine "Gesprächspartner" sind von ihrer Meinung zu den jeweiligen Themen (Krankenversicherung, Deutschland am Boden, etc.) derart eingenommen, dass du mit sachlichen Nachfragen und Argumenten dagegen schlicht nicht ankommst.


Ich fand Deine Kritik an mir, auch wenn sie auf einem Missverständnis beruhte, ausgesprochen erquicklich. Widerspruch ist Gold wert.

Beim Condo Thema hat mir z.B. @Brokerxy mehrfach ziemlich energisch erklärt, warum ich falsch liege. Das war gelegentlich unerquicklich, aber rückblickend vermutlich einer der Gründe, warum ich heute genau die Wohnung habe, die ich habe. Und über die freue ich mich bis heute wie ein Schneekönig.

Tatsächlich mag ich die meisten Menschen, die bei mir satirisch vorkommen. Eigentlich fast alle. Es sind meist Dialoge, die ich aus dem Gedächtnis rekonstruiere, verdichte und an den Stellen zuspitze, an denen die Realität ohnehin schon leicht karikaturhafte Züge trug. Dass Du das erkannt hast, fand ich bemerkenswert. Inhaltlich liegen diese Rekonstruktionen oft näher am Original, als den Beteiligten lieb sein dürfte.

Schwierig wird es für mich nur bei einem bestimmten Menschenschlag: den Gotteskriegern. Interessanterweise begegnen sie mir meist bei Themen, die ich gar nicht behandelt habe.

Besonders zuverlässig tauchen sie bei Fragen auf wie:

„Ist meine Thai Freundin aus der Bar vielleicht doch die große Ausnahme?“

Kaum ist die Frage gestellt, marschiert jemand auf, der mit der Entschlossenheit eines mittelalterlichen Inquisitors beweisen möchte, dass die Wirklichkeit gefälligst seinen Wunschvorstellungen zu folgen hat.

Dieses eiserne Beharren darauf, dass der andere lediglich falsch gewickelt, falsch informiert und idealerweise auch noch falsch geboren wurde, hat manchmal etwas rührend Kleinkindhaftes. Fast embryonal. Als Satirematerial ist das natürlich ein Geschenk des Himmels.

Als Gesprächspartner halte ich diesen Typus allerdings nur begrenzte Zeit aus. Irgendwann beginnt man, den eigenen Puls als eigenständigen Gesprächsteilnehmer wahrzunehmen.

Und ehrlich gesagt erinnert mich diese Argumentationsform an eine Klimaanlage in einem 7 Eleven in Pattaya, die mitten in der Hitzezeit mit absoluter moralischer Überzeugung versucht, die Außentemperatur zu widerlegen.

Ganz anders Dachkante.

Der ist die Höflichkeit in Person. Er berichtet mir regelmäßig freundlich von Dingen, die ich weder gesagt noch gedacht noch auch nur in Sichtweite meiner Gedanken gehabt hätte. Aber er tut das mit einer solchen Liebenswürdigkeit, dass man ihm den Realitätsabstand kaum übelnehmen kann.
 

lakmakmak66

Leben und leben lassen
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Da hast Du komplett recht. Wobei irgendeine etwas teurere das wohl auf 5 Jahre macht (Name vergessen). Nur: in meinem Fall komme ich einfach nach 2 Jahren, mache ein neues OA Visum und schliesse erneut den ADAC ab.

Ich begreife auch, warum das ohne Wohnsitz nicht geht. Und ich verstehe auch, warum manche keinen Wohnsitz in Deutschland halten können.

Aber wer das kann bzw. könnte, hat instabilen Grund in seinen Argumenten.

Wobei ich auch das hinnehmen kann. Was mich verwundert, ist indes manchmal die Sicht dieser Leute, die nur Plan A kennen wollen.
Ja,so ist es halt ....manche kennen nur Plan A, beziehungsweise haben gar keine Möglichkeit einen anderen Plan anzuwenden aus verschiedenen Gründen.
Aber dennoch sollte man andere Argumente diskutieren können bzw.verstehen und daraus keine emotionale Diskussion zu machen.
Zu den Thema fällt mir noch der Spruch ein.
Nur weil jemand einen anderen Weg als du einschläfst ,ist er deswegen nicht auf dem falschen Weg!
 

MGiebel

Gibt sich Mühe
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Nein, das meine ich nicht. Meine ein völlig anderes Forum indem ich alles eher beiläufig am Rande erwähnte. Hier bei uns habe ich in der Tat wesentlich deutlicher meine Ansicht zum O Visum kundgetan als dort, wo ich es meine.

Und hier kann ich sehr wohl sagen: ich halte das O Visum für eine schlechte Lösung, aber geschenkt.

Ich denke es stecken Agenturinteressen dahinter.
Es geht darum eine Checkliste zu machen, und wie ich oben geschrieben habe, wenn die Mehrheit es macht kann es ja nicht so falsch sein 555.

Agenturen benutzt man wenn man z.B. zu wenig Englisch versteht oder viel Geld hat und der Zeitaufwand die Kosten nicht rechtfertigt oder man tricksen muss.

Ich war auch mal so schlau und habe es als Herausforderung angesehen mein zweites Bankkonto selbst zu eröffnen, hat mich ein vielfaches gekostet gegenüber wenn ich wieder einer Agentur 5000 THB in den Rachen geschmissen hätte.
 

lakmakmak66

Leben und leben lassen
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Es geht darum eine Checkliste zu machen, und wie ich oben geschrieben habe, wenn die Mehrheit es macht kann es ja nicht so falsch sein 555.

Agenturen benutzt man wenn man z.B. zu wenig Englisch versteht oder viel Geld hat und der Zeitaufwand die Kosten nicht rechtfertigt oder man tricksen muss.

Ich war auch mal so schlau und habe es als Herausforderung angesehen mein zweites Bankkonto selbst zu eröffnen, hat mich ein vielfaches gekostet gegenüber wenn ich wieder einer Agentur 5000 THB in den Rachen geschmissen hätte.
....oder wenn man zuwenig Mittel hat um es überhaupt zu bekommen.
 
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Klimbim

Hat nix anderes zu tun
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24 November 2024
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Teil 48: wie das eine zum anderen kam, oder besser: Der sanfte Abstieg in die finanzielle und körperliche Vernunft… bzw. noch genauer: Wie man in Thailand nicht König wird, aber immerhin nicht verhungert


Prolog. Nice / Frankreich 1995… oder warum man manche Orte falsch abspeichert

Ich weiß nicht mehr genau, wann mir das in Nice zum ersten Mal wirklich klar geworden ist. Vielleicht war es auch gar kein einzelner Moment. Eher so eine Summe aus Licht, Hitze und diesem merkwürdigen Gefühl, dass alles dort etwas weniger schwer wirkt.

1995, Côte d’Azur. Nice morgens ist so hell, dass man instinktiv erstmal nichts glaubt, was man spontan sieht.

Das Maison Blanche lag oberhalb dieser Felsen. Ein Haus, das nicht wichtig wirken wollte, aber trotzdem da war. Ein paar Stufen hoch, dann ist man plötzlich über der Küste. Unten diese kleinen Buchten zwischen den Steinen. Ich erinnere mich manchmal daran, auch heute noch, und frage mich dann kurz, ob das damals wirklich so ruhig war oder ob ich es im Nachhinein glätte.

Ich habe dort Französisch unterrichtet. Als Muttersprachler. In den Semesterferien. Jurastudium, kurz vor dem ersten Examen. Diese Phase, in der man eigentlich lernen sollte, aber plötzlich alles andere sich echter anfühlt als das Lernen selbst.

Der Unterricht war… naja. Kein System im klassischen Sinn. Eher ein permanenter Zustand zwischen Kontrolle und leichtem Kontrollverlust.

Jugendliche aus ganz Europa, erste Freiheit, viel Energie, wenig Richtung. Einer saß immer hinten und hat Chips gegessen, sehr konsequent, als wäre das eine Art Kommentar zur Pädagogik. Zwei haben ernsthaft diskutiert, ob Französisch überhaupt noch Zukunft hat. Einer hat die Fensterbank gewählt, weil Stühle ihm zu „institutionell“ waren. Solche Dinge bleiben hängen, warum auch immer.

Ich habe versucht zu führen. Ich sage bewusst „versucht“. Mehr nicht.

Und dann Thierry.

Thierry war nicht nur Freund, sondern auch Chef der Sprachschule dort. Mein Vorgesetzter auf dem Papier, im Alltag eher jemand, der Dinge laufen lässt und dabei sehr genau beobachtet, wann sie kippen.

Und jetzt fällt mir gerade ein: er hatte diese Ruhe, die nicht beruhigt, sondern eher abwartet. Das trifft es besser.

Pattaya-Einschub (späterer Gedanke, der sich damals noch nicht ergeben hat)

Wenn ich heute daran denke, wirkt Nice fast wie das Gegenmodell zu Orten, an denen Realität bewusst etwas lauter eingestellt ist.

In Pattaya zum Beispiel. Ich war damals noch nicht in dieser Phase meines Lebens, aber später schon – hätte derselbe Unterricht dort im Seebad wahrscheinlich komplett anders ausgesehen:

Ein Schüler hätte garantiert erklärt, dass er „morgen sicher kommt“, während er gleichzeitig bereits sichtbar im Zustand von „morgen eher nicht“ existiert.

Einer hätte den Unterricht vermutlich aus einem Plastikstuhl an der Straße verfolgt, nicht weil er Stühle nicht mag, sondern weil der Stuhl dort eher etwas Temporäres ist, kein Besitz, eher Zufall mit Sitzfläche.

Und irgendwo wäre immer dieses Geräusch gewesen, das in Nice eher völlig fehlt:

Motorroller, Musikfetzen, und diese Art von Stadtgeräusch, das nie endet, sondern nur die Lautstärke wechselt, wenn man weghört.

Thierry hätte dort vermutlich denselben Satz gesagt, nur lauter:

„Das ist gefährlich, weil es sich dort nicht nur gut anfühlt... sondern komplett egal.“

Zurück zu Nice

Es gab diese Mittage, die sich später wichtiger anfühlen als sie waren.

Wir lagen im Meer in einer Art Badebecken unten nahe der Felsen an der Küste. Pause. Wasser kühl genug, um wach zu bleiben, warm genug, um nichts zu tun. Neben uns ein kleiner improvisierter Tisch im Kies, zwei Gläser Pernod, dieses milchige Weiß im Glas, und Sonne, die sich nicht interessiert.

Man redet da nicht richtig. Eher so halbe Sätze.

Thierry sagte irgendwann: „Weißt du, das hier ist bedenklich. Nicht weil es schlecht ist, sondern weil es sich so endgültig gut anfühlt.“

Ich habe gesagt: „Dann ist es vermutlich genau richtig.“

Er hat kurz gelächelt, dann: „Das sagen viele genau vor dem Punkt, an dem sie nichts mehr verändern. Du bist ein Spiesser.“

Und das ist so ein Satz, der hängen bleibt, ohne dass man ihn sofort versteht.

Später, vielleicht am selben Tag oder auch an einem anderen ...die Zeiten verschwimmen dort leicht... kam dieses Gespräch:

Klimbim: „Weißt du… hier könnte ich mir irgendwann meine Altersresidenz vorstellen, ruhig und entspannt.“

Thierry: „Hier? Mon dieu! Im Sommer vielleicht. Im Winter wirst du dich vor allem daran erinnern, dass du das gesagt hast.“

Klimbim: „Im Winter ist das relativ. Es ist ja nicht dauerhaft Winter, irgendwie geht das schon.“

Thierry: „Hier bleibt der Winter. Und es dauert verdammt lang und wird nass.“

Klimbim: „Und was wäre die Alternative… wenn du neu anfangen würdest? Irgendwo etwa im eiskalten Norden? Nahe den Briten am Kanal, wo es nahezu ununterbrochen regnet und das 364 / 365 Tagen im Jahr?“

Thierry: „Neeeee...Asien. Thailand. Immer warm. Kein Winterdenken. Du lebst dort anders.“

Klimbim: „Das klingt fast zu einfach.“

Thierry: „Die einfachen Dinge halten. Müsste Dir doch gefallen bei Deinem Sicherheitsdenken.“

Klimbim: „Dann müsste man genau dafür investieren. Ruhig, ohne Drama.“

Thierry: „Wofür genau?“

Klimbim: „Für Gesundheit, für ein funktionierendes Leben und ein bisschen Sicherheit im Hintergrund.“

Thierry: „Die meisten machen genau das Gegenteil, ohne es zu merken.“

Dann und dort setzte sich der Zug in Bewegung, "das Projekt"... (Thierry wird mir in einigen Monaten folgen. Er sucht gerade eine Wohnung zum kaufen, in Pratumnak...)

Aber...

...ich sortiere dann mal nach, was sich dann für mich aus diesem Gespräch so ergab... das recht praktisch aber entspannt über die ganze lange Zeit bis heute sozusagen...so einfach ist es bei mir eigentlich nie...


Teil 1 – Vermögen: Dinge, die sich irgendwann selbst erklären sollen

Wenn ich heute auf meine finanzielle Struktur schaue, wirkt das ehrlich gesagt dann doch wieder weniger wie ein Plan und mehr wie eine Sammlung von Entscheidungen, die sich irgendwann ergeben haben. War es so? Vielleicht.

Fest steht Folgendes:

Ich habe früh angefangen mit Versicherungen. Damals sinnvoll, heute teilweise überstrukturiert, aber gut ...so ist das eben.

Fünf Rentenbausteine inzwischen: drei private Rentenversicherungen, eine betriebliche Altersvorsorge, Versorgungswerk und gesetzliche Rente.

Das klingt klarer als es sich im Alltag manchmal anfühlt. Ich ertappe mich gelegentlich dabei, dass ich nachdenken muss, wo eigentlich was liegt. Nicht dramatisch, aber eben auch nicht so glatt, wie es in Tabellen aussieht.

Gold ist auch da. Krügerrand. Damals gekauft, heute einfach Bestandteil der Landschaft. Hat sich absolut gelohnt. Bin heute selbst verblüfft.

Anleihen sind eher das langsame Kapitel. Stabil, aber mit diesen kleinen Kostenstellen, die sich nicht laut melden, sondern später wirken.

Die Immobilie in Thailand ist dagegen fast banal konkret. Sie ist einfach da. Leben drin, Familie drin, Alltag drin. Letztes Jahr durchgezogen, @Brokerxy hat es hier zwar nicht bewirkt, aber mich manchmal so genervt, dass ich dann schneller durchzog und das ist auch gut so, besten Dank.

Ich hatte mal kurzfristig sogar über eine zweite nachgedacht. Hat sich erledigt. Ich weiß nicht mehr genau, wann.

Ein Bankberater meinte: Immobilien sind illiquide. Ich habe gesagt: stimmt. Aber ich wohne darin.

Er hat genickt. Mehr nicht.

Mein Fundament steht. Bars in der Soi 6 brauche ich nicht als Investition und auch keine gigantischen Spa Anlagen, die @OnkelToto wohl demnächst im Isaan aufziehen möchte.

Mitsamt lauter Suppenküchen im Hinterhof, wie er mir verriet. Zwischen Mücken und Sumpfvipern, have FUN.

Virtuell kann er ja dann dort Bitcoin zählen, er wird es geniessen. :biggrin:


Teil 2 – Gesundheit: Routine, die sich irgendwann normal anfühlt

Gesundheitlich ist das Ganze inzwischen ziemlich regelmäßig geworden.

Alle zwei Jahre Magen-Darm, Haut, Prostata, Herz, Blutwerte. Nichts Spektakuläres, aber beruhigend. Vielleicht ist genau das der Punkt.

Ich laufe viel. Zehn Kilometer am Tag im Schnitt, würde ich sagen. Schwimmen ebenfalls regelmäßig. Fitnessstudio war nie mein Ding, das habe ich irgendwann akzeptiert und dann gelassen.

Meine Frau Theresa kommt von den Philippinen. Krankenschwester. Und ich habe manchmal das Gefühl, ich bin für sie eine Art dauerhaft laufender Beobachtungsfall mit begrenzter Selbstverwaltung.

Ich: "Ich gehe laufen.“

Theresa: „Wie lange, wo genau, genug Wasser?“

Ich: „Ich wollte eigentlich nur laufen.“

Theresa: „Genau deshalb frage ich.“ (kennt ihr Loriot und "Herrmann", der einfach nur "da sitzen will"... ?)

Meine Tochter (19): „Papa ohne Bauch ist kein Papa.“

Ich: „Das ist keine medizinische Kategorie.“

Sie: „Doch, eine familiäre.“

Im Moment 89 Kilo bei 1,83. Obergrenze 90. Das pendelt sich so ein, irgendwie.


Teil 3 – Thailand mit Knirps

Und dann ist da noch die Gegenwart, die Realität.

Der Sohn meiner Frau, den ich Knirps nenne, war schon kurz in Ko Samui und ganz kurz in Pattaya. Aber eher oberflächlich. Wirklich kennen tut er Thailand hauptsächlich aus meinen Erzählungen, Bildern und Geschichten. Und ich merke manchmal, dass daraus so eine Art zweite Realität entsteht, die sich echt anfühlt, aber eigentlich erzählt ist.

Und genau dort werden wir bald unterwegs sein. Roller, Strecke, Hitze, kleine Wege, größere Wege, einfach unterwegs.

Knirps: „Ich habe das Gefühl, ich kenne die Straßen schon ein bisschen, auch wenn ich noch nicht dort war.“

Ich: „Das passiert. Du baust dir im Kopf eine Karte, die draußen erst geprüft werden muss.“

Knirps: „Dann sehe ich ja, was davon stimmt.“

Ich: „Genau.“

Er hat schon eine gewisse Erwartung, aber eben noch keine Erfahrung. Das ist vermutlich die beste Mischung.

Seine Mutter Theresa ist in dieser Zeit weit weg. Kein permanenter Kontakt im Hintergrund, kein ständiges Abstimmen. Einfach zwei unterwegs.

Und ich merke, dass das alles leichter wirkt, als man vorher denkt. Nicht großartig, eher normal, aber anders normal.

Knirps: „Mit dir ist es einfacher. Du machst nicht aus allem gleich ein Thema.“

Ich: „Ich mache schon Themen draus. Du hörst nur früher auf zuzuhören.“

Er lacht: „Das stimmt.“

Mehr braucht es eigentlich nicht.

Und wenn ich alles zusammennehme ... Nice, Thierry, Vermögen, Gesundheit und jetzt diese Zeit mit Knirps – dann wirkt das weniger wie ein Plan, sondern eher wie etwas, das sich erst im Nachhinein sortiert.

Ob man Pattaya und Ruhestand planen kann, bzw. sogar Ruhestand in Pattaya, da habe ich inzwischen Zweifel.

Ich überlege mal, wie ich die maximal komplizierten Vorgänge dort, die ich noch einmal dann on top oft zusätzlich maximal kompliziere (meine Natur), die sich dann am Ende aber wiederum maximal lustig-gelungen lösen (und das meistens wie von selbst, was meine ganzen Überlegungen nutzlos machen) einordnen kann.

Dieses "Mai pen rai" oder so ähnlich, ist mir persönlich zu abgedroschen.

Vielleicht eher: "erstens: es kommt meist anders und 2. als man denkt".

Pattaya.jpg

Nice.jpg
 
Pattayareise

Klimbim

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24 November 2024
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P.S. Fair sein: die Geschichte über die Spa - Pläne vom @OnkelToto , sind ein Scherz von mir. Überwiegend, nicht komplett. Wer weiss, wer weiss...
 
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Klimbim

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24 November 2024
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Um Deine Fanta weiter anzuheizen: Ein Short-Time-Hotel.

Short-Time-Hotel? Dein Ernst? Zahlen die Fernfahrer da dann in echtem Geld oder in Fanatsiewerten? Alles extra gemacht für die Experten, die "das wahre Thailand" im Isaan dort suchen und finden sollen? :biggrin:
 
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Faulo

Freund der Ignorfunktion!
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4 Oktober 2022
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Short-Time-Hotel? Dein Ernst? Zahlen die Fernfahrer da dann in echtem Geld oder in Fanatsiewerten? Alles extra gemacht für die Experten, die "das wahre Thailand" im Isaan dort suchen und finden sollen? :biggrin:
Solche Hotels gibt es reichlich in der Prärie. Werden auch gut genutzt, allerdings sind die Eingeborenen die Zielgruppe.
Die Zahlen in Baht, nicht mit Murmeln...
 

Klimbim

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24 November 2024
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Solche Hotels gibt es reichlich in der Prärie. Werden auch gut genutzt, allerdings sind die Eingeborenen die Zielgruppe.
Die Zahlen in Baht, nicht mit Murmeln...

Murmeln wären ja noch irgendwie greifbar. Immerhin.
 
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