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Tagebuch eines Ruheständlers in Pattaya. Ich bereite es vor: in wenigen Monaten wird es starten

Klimbim

Hat nix anderes zu tun
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24 November 2024
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Teil 44 „Wenn die Dachkante schreibt, hält das Forum kurz inne und überprüft die Statik der Realität“



Es gibt im Forum einen Mann, den ich eigentlich sehr gern habe. Er lebt in Pattaya. Wir schätzen uns; er überschätzt mich gelegentlich finde ich, geschenkt.

Ein skurriler Kauz.

Schnurrbart wie aus einer anderen Zeit.

Haarschnitt irgendwo zwischen „ich wollte nur kurz zum Bäcker“ und „ich habe mich beim Schneiden selbst überrascht“.

Er trägt eine Art permanent wache Skepsis im Gesicht, als würde er jederzeit damit rechnen, dass hinter der nächsten Nachricht ein Professor auftaucht, der irgendetwas Grundsätzliches in Frage stellt.

Nennen wir ihn hier einfach die Dachkante.

Er selbst würde das vermutlich sofort als Teil eines größeren Musters betrachten.

Und genau darin liegt sein Charme.

Die Dachkante hat eine besondere Gabe:

Er findet zu jedem Thema mindestens drei Professoren, die irgendetwas gesagt haben könnten, was irgendjemand irgendwann falsch interpretiert hat.

Besonders beliebt:

Corona.

Und Herr Drosten.

Den ich persönlich als fachlich sehr seriösen Experten wahrnehme.

Die Dachkante hingegen sieht das etwas… freier.

Oder sagen wir: globaler.

Er selbst ist dabei kein klassischer Dauerposter.

Eher das Gegenteil.

Er taucht auf wie ein Gegenstand, den niemand bestellt hat und der trotzdem plötzlich mitten im Raum steht.

Ein Kommentar von ihm wirkt manchmal so, als wäre irgendwo eine schwere Kiste aus dem Nichts gefallen und alle schauen sich kurz um und fragen sich, ob das gerade wirklich passiert ist.

Dann ist er wieder weg.

„Du wirst sehen, Klimbim“, sagt er gelegentlich zu mir, völlig aus dem Nichts heraus, „die fünfte Impfung war der Wendepunkt.“

„Für was genau?“

„Für alles.“

„Aha.“

Kurze Pause.

„Also alles im Sinne von… alles?“

„Ja. Alles hängt zusammen.“

Ich nicke dann meistens langsam.

So, wie man nickt, wenn jemand erklärt, dass WLAN eigentlich eine Form von Gedankensteuerung ist, die nur noch nicht offiziell bestätigt wurde.

„Und Drosten?“

Er verzieht das Gesicht, als hätte ich gerade eine sehr persönliche Erinnerung beleidigt.

„Teil des Systems.“

„Welchen Teil genau?“

„Den unsichtbaren.“

„Ah.“

Ich mache mir innerlich eine Notiz:

Unsichtbarer Systemteil = vermutlich nicht im Inhaltsverzeichnis auffindbar.

Die Dachkante lehnt sich dann zurück, zufrieden mit der Weltlage.

„Du wirst noch sehen. Alles kommt raus.“

„Was genau?“

„Alles.“

Ich nicke erneut.

„Das scheint ein sehr produktives Wort in deiner Theorie zu sein.“

Er überhört das freundlich.

Das ist auch eine Fähigkeit.

Manchmal frage ich ihn, wie er morgens eigentlich aufsteht, ohne sofort eine globale Kette von Ereignissen zu rekonstruieren.

Er lacht dann.

„Du wirst auch noch verstehen.“

Ich sage meistens:

„Ich hoffe erst mal auf Kaffee.“

Damit endet die Diskussion dann vorerst.

Später taucht er wieder irgendwo im Thread auf, ohne Vorwarnung.

Ein Satz.

Kein Kontext.

Kein Übergang.

Wie eine schwere Kiste, die plötzlich wieder aus der Luft fällt.

Mehr braucht es meist nicht.

Ich lese das.

Und denke mir:

Es gibt Menschen, die sehen die Welt wie ein Puzzle.

Und es gibt Menschen wie die Dachkante.

Die glauben, das Puzzle bewege sich heimlich während man hinschaut.

Ich persönlich bleibe lieber bei Kaffee.

Und gelegentlicher Beobachtung.


P.S. das Lied finde ich übrigens genial. Es summt in meinem Kopf, wenn mir etwas zu viel wird und gleich geht es mir besser...


ZSK - Ich habe Besseres zu tun (Official Video) Drosten
 
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MGiebel

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Im Prinzip gut beschrieben, ausser das mir Titel, Positionen, Hierarchien, ... überhaupt nichts bedeuten. Damit mussten schon frühere Bosse ihre Erfahrungen sammeln. Ich bin auf der Suche nach der Wahrheit, was ich wahrscheinlich niemals erreichen werden, also gilt 'Der Weg ist das Ziel'. Deswegen wird alles hinterfragt und nichts einfach geglaubt, weil irgendjemand etwas gesagt hat. Dadurch fühlt man sich permanent so als müßte man einen Fluss auf Eisschollen überqueren und weiß nicht wann man wieder ins kalte Wasser fällt. Gesundheitlich geht es mir in der Hitze Thailands sehr gut, nächstes Ziel ist 95 Jahre alt werden nach dem Motto 'Das Beste kommt zum Schluss' oder 'To live means to fight'
 

Klimbim

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24 November 2024
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Im Prinzip gut beschrieben, ausser das mir Titel, Positionen, Hierarchien, ... überhaupt nichts bedeuten. Damit mussten schon frühere Bosse ihre Erfahrungen sammeln. Ich bin auf der Suche nach der Wahrheit, was ich wahrscheinlich niemals erreichen werden, also gilt 'Der Weg ist das Ziel'. Deswegen wird alles hinterfragt und nichts einfach geglaubt, weil irgendjemand etwas gesagt hat. Dadurch fühlt man sich permanent so als müßte man einen Fluss auf Eisschollen überqueren und weiß nicht wann man wieder ins kalte Wasser fällt. Gesundheitlich geht es mir in der Hitze Thailands sehr gut, nächstes Ziel ist 95 Jahre alt werden nach dem Motto 'Das Beste kommt zum Schluss' oder 'To live means to fight'

Da Du ein Jungspunt bist, wird das was und ich will ebenfalls 95 werden.

Das werden noch lustige Diskussionen!

Ich möchte es einmal klar sagen und stehe dazu: dass Du meinen Spott so souverän aufnimmst, ist nicht selbstverständlich und es zeigt viel Charakter - ganz unabhängig davon, dass ich was Du so als Verschwörer von Dir gibst nicht nachvollziehen kann.

Aber mich stört das nicht. Du bist ein feiner Mensch Giebel.

Du warst ja erleichtert, dass ich Dachkante anstatt "Giebel" schrieb und nicht Dachschaden... sagtest Du mir.

Meine Antwort darauf hat Bestand:

Für die Bezeichnung Dachschaden fehlen mir belastbare Langzeitstudien.

Dachkante hingegen ist bereits durch zahlreiche Forumsbeiträge hinreichend dokumentiert.

Oder besser:


Lieber Dachkante, selbstverständlich nenne ich dich Dachkante.

Dachschaden wäre eine medizinische Bewertung.

Dachkante ist lediglich eine bauliche Beschreibung.

Ich bemühe mich schließlich um Sachlichkeit. :biggrin: :biggrin: :biggrin:
 
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Klimbim

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24 November 2024
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Teil 45 „Klimbim und Rainer Freimarkt“


(
auch ein Forenfreund von mir und auch der lebt in Pattaya)


Bevor die eigentliche Unterhaltung beginnt, schulde ich dem Leser eine kurze Erklärung.

Der Mann heißt natürlich nicht wirklich Rainer Freimarkt.

Aber manche Menschen tragen ihre Weltanschauung derart offen vor sich her, dass man früher oder später automatisch einen passenden Namen für sie findet.

Und bei ihm war es eben Rainer Freimarkt.

Nicht aus Bosheit.

Eher aus Beobachtung.

Ich bin bis heute überzeugt, dass Rainer seine Geburtsurkunde privatisieren lassen würde, wenn man ihm glaubhaft erklären könnte, dass dadurch die Bearbeitungszeit um 12 Prozent sinkt und die Verwaltungskosten um 7,3 Prozent fallen.

Vermutlich würde er anschließend noch einen Wettbewerb zwischen drei Geburtsurkundenanbietern fordern.

Nur um den Markt nicht zu verzerren.

Wenn irgendwo auf der Welt ein Problem auftaucht, fragt der normale Mensch:

„Wer löst das?“

Rainer fragt:

„Warum löst das nicht der Markt?“

Das ist ein feiner Unterschied.

Aber ein wichtiger.

Bemerkenswert finde ich dabei vor allem, dass ausgerechnet Rainer seinen neuen Lebensmittelpunkt in Pattaya gewählt hat.


Also in einer Stadt, die in ungefähr jedem Bereich des täglichen Lebens das Ergebnis von Regeln, Improvisation, Ausnahmen, Sonderregelungen, Grauzonen, Kompromissen und gelegentlichem kollektivem Wegschauen ist.

Für einen Libertären ist Pattaya ungefähr das, was für einen Vegetarier ein Schlachthof mit All-inclusive-Buffet wäre.

Und trotzdem liebt er den Laden.

Vielleicht gerade deshalb.

Getroffen haben wir uns im La Ferme.

Sehr gutes Essen. Eines meiner absoluten Lieblingsrestaurants im Seebad.

Sehr angenehme Atmosphäre.

Weiße Tischdecken.

Gute Weinkarte.

Und Personal, das seinen Job derart entspannt beherrscht, dass man unwillkürlich darüber nachdenkt, ob man nicht einige europäische Dienststellen für ein paar Wochen zur Fortbildung hierher schicken sollte.

Kurz gesagt:

Nicht unbedingt der Ort, an dem man einen Mann vermuten würde, der beim Blick auf einen Steuerbescheid ungefähr dieselbe Mimik entwickelt wie andere Menschen beim Zahnarzt.

Wobei „Restaurant“ die Sache nur unvollständig beschreibt.

Es ist eher eine Mischung aus gehobener Gastronomie, Varieté, leichter Verwirrung und einem Traum, den vermutlich jemand nach drei Gläsern Rotwein entworfen hat.

Während wir aßen, schritten Künstlerinnen und Künstler durch den Saal, sangen, tanzten und lieferten eine Show ab, bei der ich nach zehn Minuten aufhörte zu überlegen, in welcher Schublade meines Gehirns ich das eigentlich ablegen soll.

An einem Tisch saß ein pensionierter Engländer in einer Jacke, die vermutlich teurer war als sein erstes Auto.

Am Nebentisch ein Franzose, der aussah, als hätte er seit 1987 ausschließlich Austern, Rotwein und starke Meinungen konsumiert.

Weiter hinten saß ein deutsches Paar, das sich mit der Ernsthaftigkeit einer Eigentümerversammlung darüber stritt, ob die Suppe nun lauwarm oder lediglich charakterlich zurückhaltend sei.

Und mitten durch diese Gesellschaft glitten die Künstler der Show mit einer Eleganz, die jeden Versuch zunichtemachte, die Realität dieses Abends logisch zu sortieren.

Pattaya kann das.

Man sitzt in einem Nobelrestaurant.

Vor einem steht ein hervorragendes Filet.

Neben einem diskutiert ein Libertärer die Zukunft der Zivilisation.

Im Hintergrund läuft eine Gesangsshow.

Und niemand im Raum scheint daran irgendetwas ungewöhnliches zu finden.

Nicht einmal Rainer.

Der betrachtete das Ganze nur kurz und sagte:

„Eigentlich müsste Unterhaltung vollständig marktwirtschaftlich organisiert werden.“

Ich antwortete:

„Rainer, ich glaube, genau das passiert hier gerade.“

Daraufhin nickte er zufrieden und widmete sich wieder seinem Wein.

Wir saßen dort erstaunlich gediegen.

Fast kultiviert.

Zwischen Wein, gutem Essen und gepflegter Umgebung diskutierten wir dann über die Zukunft der Zivilisation.

Oder genauer gesagt:

Rainer diskutierte.

Ich stellte Fragen.

Das hat sich über die Jahre als die deutlich sicherere Strategie erwiesen.

Rainer:

Der Staat ist das Problem.

Klimbim:

Welcher?

Rainer:

Jeder.

Klimbim:

Auch der, der die Straße vor deinem Haus gebaut hat?

Rainer:

Das hätte der Markt geregelt.

Klimbim:

Wie?

Rainer:

Effizient.

Klimbim:

Du wärst also bereit, Maut zu bezahlen, wenn du zum Briefkasten läufst?

Rainer:

Wenn der Markt das verlangt.

Klimbim:

Interessant.

Rainer:

Freiheit hat ihren Preis.

Klimbim:

Und wer baut die Straße?

Rainer:

Unternehmer.

Klimbim:

Und wenn keiner Lust hat?

Rainer:

Dann entsteht Bedarf.

Klimbim:

Du meinst also, die Leute robben bei Regen durch den Schlamm, bis ein Investor auftaucht?

Rainer:

Jetzt wirst du polemisch.

Klimbim:

Nein, ich versuche nur mitzuhalten.

Rainer:

Steuern sind Raub.

Klimbim:

Gut.

Rainer:

Endlich verstehst du es.

Klimbim:

Wer entscheidet dann vor Gericht?

Rainer:

Private Schiedsgerichte.

Klimbim:

Und wenn der reichste Mann der Stadt das beste Schiedsgericht kauft?

Rainer:

Dann geht man zu einem anderen.

Klimbim:

Du stellst dir Justiz ungefähr so vor wie die Auswahl eines Friseurs.

Rainer:

Wettbewerb schafft Qualität.

Klimbim:

Das sagt mein Friseur auch.

Der hat mir vor drei Wochen versehentlich eine Geheimratsecke verkauft.

Rainer:

Der freie Markt löst fast alles.

Klimbim:

Was löst er nicht?

Rainer:

Das muss ich überlegen.

Klimbim:

Dann hat er offenbar noch Kapazitäten frei.

Rainer:

Der Mensch regelt das selbst.

Klimbim:

Hast du jemals fünf Menschen beim Aussteigen aus einem Flugzeug beobachtet?

Rainer:

Ja.

Klimbim:

Und?

Rainer:

Katastrophe.

Klimbim:

Das war die erste ehrliche Antwort des Tages.

Rainer:

Der Staat mischt sich überall ein.

Klimbim:

Ja.

Rainer:

Viel zu viel.

Klimbim:

Auch da stimme ich teilweise zu.

Rainer:

Siehst du!

Klimbim:

Aber zwischen „etwas weniger Staat“ und „lasst uns die Kanalisation privatisieren“ liegt noch ein kleiner Bereich.

Rainer:

Welcher?

Klimbim:

Die Zivilisation.


Rainer:

Du bist nicht konsequent liberal.

Klimbim:

Nein.

Rainer:

Warum nicht?

Klimbim:

Weil ich schon einmal erlebt habe, was passiert, wenn Menschen völlig unreguliert handeln.

Rainer:

Und?

Klimbim:

Es entstehen Foren.

Rainer:

Du machst dich über mich lustig.

Klimbim:

Nein.

Rainer:

Doch.

Klimbim:

Ein bisschen.

Rainer:

Warum?

Klimbim:

Weil du einer der wenigen Menschen bist, die einen Feuerlöscher vermutlich erst dann akzeptieren würden, wenn er an der Börse gehandelt wird.


Rainer:

Eines Tages wirst du verstehen.

Klimbim:

Das sagen auch Leute, die ihre eigene Zahnpasta herstellen.

Rainer:

Was hat das damit zu tun?

Klimbim:

Nichts.

Rainer:

Siehst du.

Klimbim:

Genau das macht mir Sorgen.

Am Ende tranken wir gemeinsam noch ein Glas Wein.

Rainer bezahlte seins selbst.

Natürlich.

Ich bezahlte meins selbst.

Auch natürlich.

Für einen kurzen Moment herrschte Frieden.

Dann klappte Rainer die Speisekarte zu und sagte:

„Eigentlich müsste man Staaten wie Internetanbieter wechseln können.“

Ich legte die Gabel weg.

„Du möchtest also Thailand kündigen?“

„Nein.“

„Deutschland?“

„Nein.“

„Welchen Staat denn?“

„Jeden Monat den besten.“

Kurze Stille.

Irgendwo servierte ein Kellner ein Dessert.

Eine Sängerin setzte zum nächsten Lied an.

Ich betrachtete meinen Wein.

Dann betrachtete ich Rainer.

Da wusste ich:

Manche Menschen haben politische Ansichten.

Rainer hat ein Betriebssystem.

Und genau deshalb mag ich ihn.


La Ferme French 🇫🇷 Restaurant with cabaret show in Pattaya 2024



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Klimbim

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24 November 2024
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Teil 46 „Die feindliche Übernahme von Klimbim – oder wie drei Familienmitglieder versuchten, meinen Pattaya-Aufenthalt unter sich aufzuteilen“


Es gibt Familien, die planen gemeinsam Urlaub. Bei uns hat sich inzwischen ein anderes Modell etabliert. Deutlich effizienter.

Jeder möchte mich einzeln. Ich stelle gewissermaßen die touristische Kernressource dar. Eine Art wandelndes Familienzeit-Kontingent.

Und erstaunlicherweise haben sich sämtliche Beteiligten unabhängig voneinander entschieden, genau dieses Kontingent exklusiv buchen zu wollen.

Zuerst meldete der Knirps Ansprüche an. Der Knirps ist inzwischen 13.


Ursprünglich Philippiner. Seit 2021 in Berlin. Heute spricht er Berlinerisch in einer Reinheit, die gelegentlich sogar mich überrascht.

Seine Lehrer mögen ihn. Seine Noten sind gut. Viel zu gut. Wenn ich meine Zeugnisse aus demselben Alter danebenlege, wirkt der Vergleich ungefähr wie der direkte Wettbewerb zwischen einem Schweizer Uhrwerk und einer Kartoffel.

Das nehme ich sportlich. Man muss auch gönnen können. In wenigen Wochen stößt er zu mir nach Pattaya.

Motorradtour.

Männerurlaub.

Zumindest theoretisch.

Praktisch vermute ich bereits jetzt, dass ich hauptsächlich damit beschäftigt sein werde, Fragen zu beantworten.

Der Knirps besitzt eine bemerkenswerte Eigenschaft: Er stellt Fragen so lange, bis die Physik, die Geschichte oder die betreffende Person freiwillig aufgibt.

Neulich beim Abendessen. Knirps: „Wie alt bist du eigentlich?“

Klimbim: „Alt genug.“

Knirps: „Das ist keine Zahl.“

Klimbim: „Absichtlich.“

Knirps: „Du weichst aus.“

Klimbim: „Lebenserfahrung nennt man das.“

Knirps: „Klingt nach Ausweichen.“

Teresa verschluckte sich beinahe am Wasser.

Meine Tochter lachte. Ich beschloss, den Kampf einzustellen. Man muss seine Niederlagen erkennen. Der Knirps wiederum freut sich auf Pattaya.

Allerdings nicht wegen Stränden. Nicht wegen Tempeln. Nicht wegen Kultur.

Sondern wegen der Aussicht, dass seine Mutter mehrere tausend Kilometer entfernt sitzt und nicht alle zehn Minuten fragt, ob er genug Wasser getrunken hat.

Das führt uns direkt zu Teresa. Teresa ist Krankenschwester. Nicht beruflich. Das auch. Aber vor allem existenziell.

Sie ist Krankenschwester bis in die letzte Faser ihres Wesens. Wenn ich huste, entstehen innerhalb von Minuten Diagnosen.

Wenn ich nieste, wird irgendwo innerlich bereits ein Untersuchungsplan erstellt. Wenn ich schweige, wird präventiv überwacht.

Nun hat Teresa ebenfalls beschlossen, dass sie Zeit mit mir alleine verbringen möchte. Motorradfahren. Wasserfälle. Strände.

Ein bisschen so wie damals auf den Philippinen nachdem sie aus Saudi Arabien zurück auf die Philippinen kam. Dort verbrachten wir viel Zeit auf Cebu.

Romantisch. Abenteuerlich. Frei. Naja... ;) So könnte es durchaus wieder einmal sein, fernab der verrückten liebenswerten Patchworkfamilie...

...zumindest bis zu dem Moment, an dem sie beschließt, meinen Blutdruck zu kontrollieren. :biggrin:

Darüber diskutieren wir gelegentlich.

Klimbim: „Schatz, Abenteuer bedeutet nicht, alle drei Stunden medizinisch überwacht zu werden.“

Teresa: „Abenteuer ist gut.“

Klimbim: „Siehst du.“

Teresa: „Aber gesundes Abenteuer.“

Klimbim: „Das klingt bereits verdächtig.“

Teresa: „Du möchtest alt werden.“

Klimbim: „Eigentlich wollte ich nur Motorrad fahren.“

Teresa: „Beides möglich.“

Mit Teresa diskutiert man nicht. Man wird versorgt. Das ist etwas anderes.

Und dann gibt es noch meine Tochter.

Nennen wir sie Isabella.

Isabella sorgt regelmäßig für Verwirrung auf Fotos. Wegen ihrer langen dunklen Haare, der leicht asiatisch wirkenden Augen (Mutter indigen aus Brasilien) und ihrer Amazonas-Wurzeln halten viele sie zunächst für die Tochter meiner Frau Teresa.

Das funktioniert exakt bis zu dem Moment, in dem Isabella temperamentvoll auf Portugiesisch loslegt. Dann wird innerhalb von drei Sekunden klar, dass hier gerade nicht Südostasien spricht, sondern eine sehr energiegeladene Latina, deren Augen gleichzeitig funkeln, diskutieren und vermutlich bereits die nächsten drei Argumente vorbereitet haben.

Eine ausgesprochen liebe junge Frau. Gefühle in sämtlichen verfügbaren Lautstärken.

Gerade hat sie ihr Abitur hinter sich gebracht. Und seitdem bewegt sie sich emotional ungefähr zwischen Weltuntergang und Weltmeisterschaft.

Manchmal kommt sie strahlend ins Zimmer. Fällt mir um den Hals. Küsst mich zwanzigmal auf dieselbe Wange. Erzählt fünf Dinge gleichzeitig.

Und verschwindet wieder. Drei Stunden später sieht sie aus, als sei die Menschheit gescheitert. Warum? Weiß niemand.

Vermutlich nicht einmal sie selbst. Nun hat Isabella ebenfalls Ansprüche angemeldet.

Und zwar sehr klar.

„Papi.“

„Ja?“

„Ich möchte mit dir alleine fahren.“

„Okay.“

„Komplett alleine.“

„Okay.“

„Wirklich alleine.“

„Ich verstehe.“

„Ohne Teresa.“

Kurze Stille. Teresa hob langsam den Kopf.

Jeder im Raum wusste sofort: Jetzt wird es interessant.

Teresa:

„Warum ohne mich?“

Isabella: „Weil ich meinen Papa brauche.“

Teresa: „Du hast ihn doch.“

Isabella: „Nicht alleine.“

Teresa: „Ich störe doch nicht.“

Isabella: „Doch.“

Stille. Jene Art von Stille, die man normalerweise nur kurz vor diplomatischen Zwischenfällen erlebt.

Ich betrachtete mein Essen. Der Knirps betrachtete sein Essen.

Wir beide verfügten über ausreichend Lebenserfahrung, um zu erkennen, wann man besser nichts sagt.

Teresa seufzte. Isabella blieb standhaft. Und am Ende gewann sie.

Mit anderen Worten: Ich verlor. Wie meistens. Zwei Wochen Vater-Tochter-Zeit. Beschlossen. Genehmigt. Durchgesetzt.

Isabella verbuchte den Vorgang innerlich als historischen Sieg. Teresa nahm ihn mit bemerkenswerter Größe hin.

Und ich wurde offiziell zum Familienprojekt erklärt. Was mich zu einer interessanten Beobachtung bringt.

Früher fuhr man als Familie gemeinsam in Urlaub.

Heute scheint die moderne Variante darin zu bestehen, denselben Familienvater nacheinander in einzelnen Zeitfenstern zu buchen.

Wie eine besonders beliebte Ferienwohnung. Nur mit schlechterer Ausstattung.

Neulich saßen wir alle zusammen am Tisch. Ich hörte zu. Die drei planten. Diskutierten. Verhandelten. Optimierten. Koordinierten.

Teresa plante Sicherheit.

Isabella plante Gefühle.

Der Knirps plante Abenteuer.

Und ich saß daneben wie ein stiller Aktionär ohne Stimmrecht.

Knirps: „Dann machen wir Motorrad.“

Isabella: „Nicht in meinen zwei Wochen.“

Teresa: „Helm tragen.“

Knirps: „Natürlich.“

Teresa: „Immer.“

Knirps: „Ja.“

Teresa: „Auch wenn es heiß ist.“

Knirps: „Man Mama!!! ich bin nicht fünf.“ :mad:

Teresa:

„Zur Sicherheit.“ ;)

Isabella: „Papi gehört zuerst mir.“ :love:

Knirps: „Danach mir.“ :D

Teresa: „Danach mir.“ :LOL:

Ich saß daneben. Aß mein Abendbrot. :confused:

Und stellte fest: Es gibt schlechtere Probleme im Leben. :biggrin:

Wenn sich drei Menschen darum streiten, Zeit mit einem verbringen zu wollen, sollte man vermutlich einfach dankbar sein.

Auch wenn man dabei gelegentlich den Eindruck bekommt, man sei ein seltenes Ausstellungsstück, das wochenweise reserviert wird.

Der Knirps fasste die Lage schließlich perfekt zusammen. Er sah von seinem Handy auf. Blickte einmal in die Runde. Dann auf mich.

Dann sagte er trocken: „Papa, eigentlich bist du gar kein Mensch.“

„Ach nein?“

„Nein.“

„Was bin ich denn?“

Kurze Pause. „Ein Familienprojekt.“

Ich musste lachen. Teresa auch. Isabella ebenfalls.

Und damit war die Sache im Wesentlichen geklärt... ich vermute ohnehin, dass ich weniger die Hauptfigur bin als der gemeinsame Treffpunkt.

Wasserfall.jpg
 
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Tischtennis Pattaya

Klimbim

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24 November 2024
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Teil 47 „Der Mann, der sich eine Auswanderung leisten konnte, aber keine Krankenversicherung“


Es gibt in Südostasien Diskussionen, die tauchen mit einer solchen Zuverlässigkeit auf, dass man seine Uhr danach stellen könnte.

Eine davon lautet: „Krankenversicherung? Viel zu teuer.“

Meistens vorgetragen von Menschen, die im selben Atemzug erklären, dass sie nun dauerhaft auswandern möchten.

Ich höre mir das seit Jahren an. Nicht einmal ungern. Es hat etwas Beruhigendes. Andere beobachten Vögel. Ich beobachte Diskussionen.

Jeder braucht schließlich ein Hobby. Der Ablauf ist fast immer derselbe. „Wenn ich die Versicherung noch bezahlen muss, kann ich mir Thailand gar nicht leisten.“

Nun ja. Dann kann man sich Thailand möglicherweise nicht leisten. Das ist keine moralische Bewertung. Das ist Mathematik.

Und Mathematik ist ein bemerkenswert kaltherziger Gesprächspartner. Ich persönlich kann mir auch keinen Porsche leisten.

Deshalb besitze ich keinen. Ich sitze allerdings nicht in Autoforen und erkläre dort, dass die Regierung, meine ehemaligen Kollegen, die Europäische Zentralbank und vermutlich noch die Illuminaten schuld daran sind.

Ich habe schlicht kein Geld für einen Porsche. Das Thema war damit überraschend schnell erledigt. Irgendwann sitzt man einfach vor einem Taschenrechner und stellt fest: Der diskutiert nicht zurück.

Und spätestens jetzt kommt zuverlässig der Thailand-Experte aus dem Gebüsch. Jene faszinierende Unterart des Homo sapiens, die nach einigen Monaten Aufenthalt gleichzeitig Immigration, Versicherungsrecht, Steuerrecht, Weltwirtschaft, Geopolitik und gelegentlich Herzchirurgie erklärt.

Einer erklärte mir einmal mit der Überzeugung eines Mannes, der gerade neue Naturgesetze entdeckt hatte: „Der ADAC wird für das OA-Visum gar nicht anerkannt.“

Interessant.

Da ich mein eigenes OA-Visum mit genau dieser Versicherung beantragt habe, war ich über diese Neuigkeit fast ebenso überrascht wie vermutlich der ADAC selbst.

Die Realität ist deutlich langweiliger. Thailand verlangt für das OA-Visum bestimmte Bedingungen. Erfüllt die Versicherung diese Bedingungen, bekommt man ein Zertifikat.

Mit dem Zertifikat beantragt man das Visum. Fertig.

Kein Mysterium.

Kein Geheimwissen.

Keine Schriftrolle, die nachts hinter einer Bar in Soi Buakhao weitergereicht wird. Okay, Agenturen machen auf die Weise weniger Umsatz, stimmt. So what?

Nun kommt meistens der nächste Einwand. „Ja, aber der ADAC verlangt einen Wohnsitz in Deutschland.“

Ja, auch das stimmt. Und selbstverständlich gibt es Fälle, in denen das tatsächlich schwierig oder gar unmöglich ist. Darüber kann man vernünftig sprechen.

Nur beobachte ich regelmäßig eine andere Variante. Die klingt ungefähr so:

„Deutschland geht unter.“

„Deutschland ist fertig.“

„Da funktioniert überhaupt nichts mehr.“

„Alles kaputt.“

„Alles vorbei.“

Diese Menschen wirken manchmal wie professionelle Endzeitbeobachter. Mich nerven sie in ohrenbetäubender Lautstärke.

Wenn morgen früh die Sonne aufgeht, betrachten sie das vermutlich lediglich als eine weitere Verzögerung des Zusammenbruchs.

Manche führen ihren persönlichen Niedergang Deutschlands inzwischen mit einer Ausdauer vor, die ich fast bewundere.

Jeden Tag.

Seit Jahren.

Teilweise seit Jahrzehnten.

Und erstaunlicherweise hält sich das Land trotzdem recht hartnäckig. Besonders faszinierend wird es, wenn dieselben Menschen anschließend erklären, warum sie gern eine deutsche Versicherung hätten.

Oder ihre deutsche Rente. Oder deutsche Konsulatsleistungen. Oder irgendeine andere Leistung, die aus genau jenem angeblich bereits kollabierten System stammt.

Dann erinnert mich das immer an jemanden, der eine Kneipe lautstark für ungenießbar erklärt, den Wirt beleidigt, die Einrichtung verachtet und anschließend fragt, ob er noch ein Bier auf Kredit bekommen könne.

Irgendwann hat man dann nicht mehr ein Versicherungsproblem. Man hat eine langjährige emotionale Beziehung zu einer Untergangserzählung entwickelt. Und diese Beziehung wirkt deutlich stabiler als manche Ehe.

Ich bin bei solchen Dingen vermutlich zu pragmatisch. Wenn etwas funktioniert, benutze ich es. Wenn etwas sinnvoll ist, benutze ich es ebenfalls.

Und wenn mir jemand erklärt, Deutschland sei seit 15 Jahren im Endstadium des Verfalls, während gleichzeitig seine Rente pünktlich eintrifft, die Krankenversicherung zahlt und der Reisepass verlängert wird, dann fehlt mir ehrlich gesagt ein wenig die Dramatikbegabung, um da vollständig mitzugehen.

Ein bestimmter Youtuber so um die 30 fällt mir dazu in extremer Weise auf... man nervt mich das...dieses Deutschlandbashing...

Vielleicht bin ich dafür einfach nicht apokalyptisch genug veranlagt. Und spätestens dort steige ich gedanklich aus.

Denn ich bin bei solchen Dingen erstaunlich langweilig. Wenn etwas funktioniert, benutze ich es. Wenn etwas die Anforderungen erfüllt, benutze ich es ebenfalls.

Wenn etwas mir Ärger erspart, umso besser. Ich weiß. Eine schockierende Haltung. Große politische Leidenschaft wird man aus mir an dieser Stelle nicht herausprügeln können. Besonders unterhaltsam wird es übrigens, wenn dieselben Leute gleichzeitig in Thailand leben.

Also in einem Land, das sie mögen. Mit einer Versicherung aus Deutschland, die sie nicht mögen. Für medizinische Leistungen in Thailand.

Die sie wiederum mögen. Finanziert aus einem System, das sie angeblich ablehnen. Irgendwann sitzt man vor solchen Gedankengängen wie vor moderner Kunst.

Man betrachtet sie. Man läuft einmal darum herum. Man kneift die Augen zusammen. Und am Ende nickt man höflich, obwohl man nicht den leisesten Schimmer hat, was der Künstler eigentlich mitteilen wollte.

Nun höre ich regelmäßig: „Wenn ich noch die Versicherung zahlen soll, kann ich mir Thailand gar nicht leisten.“

Das mag hart klingen. Aber dann sollte man vielleicht noch einmal rechnen. Denn die Alternative lautet nicht:

„Keine Versicherung.“

Die Alternative lautet:

„Hoffentlich passiert nichts.“

Und das ist kein Finanzplan. Das ist ein Stoßgebet. Ich halte ohnehin wenig von dieser Haltung. Nicht nur wegen der betreffenden Person.

Sondern auch wegen aller anderen. Denn wenn die Sache schiefgeht, landet die Rechnung fast immer irgendwo.

Bei Angehörigen.

Bei Freunden.

Bei Verwandten.

Bei irgendwelchen Bekannten.

Beim Gesundheitssystem.

Oder irgendwann wieder bei Steuerzahlern. Die Grundidee lautet dann oft:

Freiheit für mich (wie wird da der Begriff Freiheit gedehnt... als wäre Deutschland eine Art "all inklusive Betrieb, bei dem man ein Grundrecht auf eine gediegene Reinigung beim Toilettengang hätte...

Verantwortung für alle anderen. Und da endet mein Verständnis recht abrupt. Man könnte es auch weniger höflich formulieren.

Ich bemühe mich aber um Selbstbeherrschung.

Ja, jetzt werden wieder einige Schnappatmung bekommen. Das gehört inzwischen zum Ritual.

Aber ich sehe nicht ein, warum jemand dauerhaft in einem Land leben möchte, ohne wenigstens nachweisen zu können, dass er für medizinische Notfälle halbwegs vorbereitet ist.

Wer ein Auto zulassen möchte, braucht schließlich ebenfalls eine Versicherung.

Niemand sagt: „Falls ich jemanden anfahre, schauen wir später, wer zahlt.“

Zumindest hoffe ich das. Für mich bleibt die Sache ziemlich einfach. Wer dauerhaft auswandern möchte, sollte die Krankenversicherung irgendwie auf die Reihe bekommen.

Nicht perfekt.

Nicht luxuriös.

Aber vorhanden.

Alles andere erinnert mich an Leute, die voller Begeisterung ein Boot kaufen und anschließend feststellen, dass Liegeplatz, Wartung, Treibstoff und Reparaturen ebenfalls Geld kosten.

Und wie so oft in diesen Fällen war am Ende überraschenderweise wieder die Realität schuld.


Einschub: Dieter, die Krankenversicherung und ein Regenguss in Jomtien

Vor vier Wochen. Jomtien Night Market. Kurz nach einem Regenguss. Die Luft angenehm, der Boden noch nass. Überall brutzelte irgendetwas auf kleinen Grills, irgendwo zwischen Fisch, Fleisch und Dingen, die man besser nicht zu genau hinterfragt. Musik aus einer Ecke, Karaoke aus der anderen. Dazwischen Plastikstühle, Bier, Nachtmarktleben.

Dort saß Dieter. Sandalen mit langer Lebensgeschichte, ein T-Shirt, das jede Hoffnung auf neue Sauberkeit längst aufgegeben hatte. Vor ihm ein Bier. Natürlich.

Ich setzte mich. Nach drei Minuten waren wir bei der Krankenversicherung.

Wie immer. „Braucht kein Mensch“, sagte Dieter.

„Interessante Theorie.“

„Ich hab seit zehn Jahren nichts gehabt.“

„Ich hab seit zehn Jahren auch kein Haus angezündet.“

„Siehst du.“

„Das war kein Argument gegen die Feuerwehr.“

Kurze Stille. Dieter trank.

„Die meisten Rentner können sich das sowieso nicht leisten.“ „Dann können sie sich Thailand vielleicht auch nicht leisten.“

„Jetzt wirst du elitär.“ „Nein. Mathematisch.“ „Dasselbe.“ „Nur unbeliebter.“


Dieter schüttelte den Kopf.

„Früher ging das alles.“ „Früher durfte man auch im Flugzeug rauchen.“

„Das war schön.“

„Für wen?“

„Für Raucher.“

„Die anderen erinnern sich vermutlich anders.“

Wieder Stille.

Ein Motorrad fuhr vorbei, klang wie eine lose verhandelte Betriebserlaubnis.

„Wenn was passiert, findet sich immer eine Lösung“, sagte Dieter.

„Das klingt nicht nach einem Plan.“

„Doch.“

„Das klingt nach Hoffnung.“

„Hoffnung ist wichtig.“

„Fallschirme auch.“

Dieter ignorierte das.

„Thailand hilft den Leuten.“

„Warum sollte Thailand die Krankenhausrechnung eines deutschen Rentners übernehmen?“

„Menschlichkeit.“

„Schönes Wort.“

„Eben.“

„Nehmen Krankenhäuser inzwischen Menschlichkeit oder noch Baht?“

Selbst Dieter musste kurz lachen. Nicht lange, aber ehrlich.

„Du bist anstrengend.“

„Das höre ich öfter.“

„Man kann doch nicht alles absichern.“

„Nein.“

„Na also.“

„Aber die großen Sachen würde ich versuchen.“

Dieter zeigte mit der Bierflasche in meine Richtung.

„Du denkst zu deutsch.“

„Möglich.“

„Zu viel Sicherheit.“

„Und du zu viel Optimismus.“

„Hat mir bisher nicht geschadet.“

„Das sagen Menschen meistens kurz bevor sie merken, dass es doch geschadet hat.“

Am Nebentisch kicherte jemand. Dieter bemerkte es, ich auch.

Dann dieses kurze Nachtmarkt-Schweigen, in dem plötzlich alle Geräusche lauter wirken.

Am Ende gingen wir freundlich auseinander.

Der dicke Dieter mit seiner gefälschten Rolex... eigentlich recht sympathisch auf seine Art. Wirklich. Anständiger Kerl, hilfsbereit, humorvoll, liebenswürdig.

Nur seine Art, Risiken zu bewerten, erinnert mich gelegentlich an einen Mann, der ohne Regenschirm durchs Leben geht und irgendwann daraus schließt, Wolken seien eher ein Gerücht der Versicherungswirtschaft.

Und genau dort trennen sich unsere Ansichten. Nicht unser wecheselseitiges Gesamtbild voneinander - das ist gut und stabil.

Unsere Mathematik ´geht hier getrennte Richtungen... und Drops helfen halt auch nicht gegen Krebs oder Schwerstunfälle. Leider leider leider auch dann nicht, wenn sie von Verschwörern gespendet werden...

Später noch einmal, beim Aufstehen vom Plastikstuhl, sagte er halb grinsend:

„Du machst dir einfach zu viele Gedanken.“

„Möglich.“

„Ich seh das entspannter.“

„Ich weiß.“

„Und bisher bin ich damit gut gefahren.“

Ich sah ihn an.

„Dieter, deine Finanzplanung erinnert mich an jemanden, der ohne Bremse einen Berg hinunterrollt und dann stolz feststellt, dass die ersten paar hundert Meter erstaunlich ruhig waren.“

Er lachte.

„Kann man so sehen.“

„Muss man aber nicht.“

Kurze Pause.

Dann dieses typische gegenseitige Nicken von Leuten, die sich nicht einigen, aber auch nicht streiten wollen.

Er grinste wieder.

Ich auch.

Dann ging jeder seiner Wege.

Ich mag Dieter.

Ehrlich.

Aber manchmal habe ich das Gefühl, er behandelt Risiko wie ein Gerücht und Absicherung wie eine europäische Übertreibung.

Aber was soll ich sagen... er ist halt Dieter, ich bin Klimbim.


Auslandskrankenversicherung Langzeit
 

Klimbim

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P.S.

Ich würde gerne mal einen richtig fetten Porsche fahren, ausfahren.

ABER SEHR EHRLICH ZU 100%:

Nur:

Meine neue Honda 160 PCX in metallic rot in Pattaya, sie gefällt mir 100x besser. Warum das so ist, weiss ich nicht.

Geht es einem (euch) ähnlich in ähnlichen Dingen? Oder gar bei eurem Roller? Was stimmt bei mir nicht?

Vielleicht wenn viele weniger auf Statussymbole und Aussenwirkung wert legen, vielleicht haben sie dann mehr für eine wichtigere KV im Ärmel?
 
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lakmakmak66

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P.S.

Ich würde gerne mal einen richtig fetten Porsche fahren, ausfahren.

ABER SEHR EHRLICH ZU 100%:

Nur:

Meine neue Honda 160 PCX in metallic rot in Pattaya, sie gefällt mir 100x besser. Warum das so ist, weiss ich nicht.

Geht es einem (euch) ähnlich in ähnlichen Dingen? Oder gar bei eurem Roller? Was stimmt bei mir nicht?

Vielleicht wenn viele weniger auf Statussymbole und Aussenwirkung wert legen, vielleicht haben sie dann mehr für eine wichtigere KV im Ärmel?
Denke da ähnlich...diese emotionales Fahren eines teueren Autos hat mir in jungen Jahren etwas mehr gegeben...aber nicht so wirklich...fahre die selbe Honda... für mich/uns in Thailand absolut ausreichend...und das in schönem Night blue😍
 
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lakmakmak66

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Bin ja auch in der Planung,es geht im nächsten Frühjahr los...sämtliche To Does sind schon so einigermaßen abgehackt...immer wieder kreisen Gedanken,dass ich nichts vergesse.
Die Vorraussetzungen und Umstände sind da schon sehr verschieden,aber das Ziel ist das Gleiche.
 

Klimbim

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Bin ja auch in der Planung,es geht im nächsten Frühjahr los...sämtliche To Does sind schon so einigermaßen abgehackt...immer wieder kreisen Gedanken,dass ich nichts vergesse.
Die Vorraussetzungen und Umstände sind da schon sehr verschieden,aber das Ziel ist das Gleiche.

Du kannst nicht alles bedenken. Frage noch einmal bevor alles durch ist

- einen Dir vertrauten Rechtsanwalt hier und dort, was Du bedenken solltest und vergleiche
- selbiges was einen Steuerberater betrifft
- mache viele Gesundheitschecks und versorge Dich mit einem Medikamentenvorrat, soweit Du das brauchst
- besuche in Europa noch mal je 2-3 Tage Deine besten Freunde (bei mir ist das überschaubar, zumal mein bester Freund mir folgt: ein Franzose aus Nice / Nizza, den ich seit 35 Jahren kenne... mein Ex Chef
- gehe noch mal gut türkisch und französisch essen, richtig gut.
- Deine Bank aufsuchen und alles mit denen absprechen
- Versicherungen prüfen (brauch ich? Brauche ich nicht? - ggf. kündigen)
- Papiere ordnen, einscannen, in Cloud lagern und die Orginale ins Bankschliessfach

Gut ausschlafen. Wenig mitnehmen. Vor dem Flug einen langen Spaziergang in Deiner Gegend machen...

Abflug!

Mehr kannst Du denke ich kaum machen...
 

lakmakmak66

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Du kannst nicht alles bedenken. Frage noch einmal bevor alles durch ist

- einen Dir vertrauten Rechtsanwalt hier und dort, was Du bedenken solltest und vergleiche
- selbiges was einen Steuerberater betrifft
- mache viele Gesundheitschecks und versorge Dich mit einem Medikamentenvorrat, soweit Du das brauchst
- besuche in Europa noch mal je 2-3 Tage Deine besten Freunde (bei mir ist das überschaubar, zumal mein bester Freund mir folgt: ein Franzose aus Nice / Nizza, den ich seit 35 Jahren kenne... mein Ex Chef
- gehe noch mal gut türkisch und französisch essen, richtig gut.
- Deine Bank aufsuchen und alles mit denen absprechen
- Versicherungen prüfen (brauch ich? Brauche ich nicht? - ggf. kündigen)
- Papiere ordnen, einscannen, in Cloud lagern und die Orginale ins Bankschliessfach

Gut ausschlafen. Wenig mitnehmen. Vor dem Flug einen langen Spaziergang in Deiner Gegend machen...

Abflug!

Mehr kannst Du denke ich kaum machen...
Hört sich gut an..
Beim Essen gehen unsere Meinungen ziemlich auseinander ,ist ja auch Geschmackssache...und für mich das kleinste "Übel",da ich ohne Probleme auf europäisches Essen verzichten kann bzw. Thaifood mein absoluter Favorit ist...MeineThaifrau kocht perfekt...und dazu sehr gute sortierte und günstige Märkte in unmittelbarer Nähe...halbe Stunde außerhalb Pattayas... ausschlafen ist gut,aber auch nicht zwingend,wenn man in ein "zweites Leben"fliegt...in Thailand wartet ein weiches Bett 🤣
Absolut das Wichtigste in meinen Augen:
Sämtliche,wichtigen Unterlagen ,analog und digital ordnen/speichern.
Dazu gehören vor allem Versicherungen, Geburtsurkunde...etc. und die pünktliche Kündigung von Verträgen,die man nicht mehr benötigt,wie etwa Handyvertrag etc.
Mit der Bank wurde das Wichtigste abgeklärt...
Was mich besonders fordern wird kurz vor Abflug ist das organisieren der Wohnungsauflösung... vielleicht mache ich mir da zu viele Gedanken,weil ich noch nie damit zu tun hatte.
VISA, Flugbuchung oneway und stornierbares Weiterflugticket ist die vermutlich einfachste Übung....wird schon klappen 🙏
 
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Klimbim

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Beim Essen gehen unsere Meinungen ziemlich auseinander ,ist ja auch Geschmackssache...und für mich das kleinste "Übel",da ich ohne Probleme auf europäisches Essen verzichten kann bzw. Thaifood mein absoluter Favorit ist...MeineThaifrau kocht perfekt...und dazu sehr gute sortierte und günstige Märkte in unmittelbarer Nähe...halbe Stunde außerhalb Pattayas... ausschlafen ist gut,aber auch nicht zwingend,wenn man in ein "zweites Leben"fliegt...in Thailand wartet ein weiches Bett 🤣

...richtig mein Lieber...ich würde das kulinarisch nicht so sehen wie Du.

Thailand kann beim Essen richtig stark sein. Currys zum Beispiel. Da sitze ich dann ganz ruhig, kaue, nicke und denke: ja, das ist solide Küche...auch wenn sie geschmacklich gelegentlich so tut, als hätte sie vorher kurz diskutiert, ob heute wirklich jemand schlafen oder sterben soll, weil zu scharf.

Was bei mir aber zuverlässig endet: Fisch aus asiatischen Gewässern. Komplett. Bei fermentiertem Zeug (riecht für mich total verfault), müsste ich mich übergeben wie eine Kleinkind, dem du Buttermilch reinschaufelst (in Kindergarten meiner Tochter damals mal gesehen, weil das Kind es zunächst nicht begriff und erst nach einer Weile bemerkte, was es da schleckte... das war dann ein Gereier)...

Mittelmeerfisch dagegen: völlig okay. Wunderbar! Gegrillt.

Asienfisch hingegen, den meine Frau oft isst, ist bei mir kulinarisch ungefähr wie ein streunender Kater um drei Uhr morgens auf dem Dach: man hört ihn, man akzeptiert seine Existenz, aber man lädt ihn nicht freiwillig zum Abendessen ein.

Meeresfrüchte gehen dafür problemlos. Garnelen, Krabben, Tintenfisch ... alles gut. Da kann ich sogar echt begeistert sein, springe durch die Küche und meine Frau feiert ohne Anlass Geburtstag...

Ich esse in Thailand ungefähr 30–50 % Thai, der Rest ist eine Art kulinarisches Rudel aus Europa: italienisch, französisch, spanisch, türkisch...gelegentlich deutsch ...meist dann, wenn jemand „Schnitzel“ sagt und meine innere Stimme dann kurz aufsteht und sagt: gut, das kennen wir, das ist ungefährlich.

Lamm ist gesetzt. Guter Wein auch. Ohne für mich undenkbar. Das beste Lamm machen Türken und Griechen, wenn sie aus Kreta sind.

Und ein kleiner Obstschnaps...so ein bisschen wie der liebe aber nervige Nachbar ohne Hobby, der immer kurz reinkommt, aber weiß, wann er wieder gehen muss. Kleine Mengen... dann wunderbar.

Was ich wirklich absurd finde: Einige der besten italienischen, französischen und libanesischen Restaurants, die ich kenne, stehen ausgerechnet in Pattaya.

Das ist kulinarisch ungefähr so logisch wie eine Katze, die freiwillig im Wasser schwimmt, aber dabei sichtbar glücklich wirkt. Wenn ich darüber nachdenke sehr sehr skurril...aber so ist Pattaya halt...

Zum Thema Wohnung auflösen: Das ist für mich auch der eigentliche Endgegner.

Ich habe das konsequent ausgelagert. Die Kinder sollen entscheiden. Ich halte mich da raus. Die Wohnung in Europa bleibt, solange sie gebraucht wird.
 
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Ajax

Luftbildfetischist
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Lamm ist gesetzt. Guter Wein auch. Ohne für mich undenkbar. Das beste Lamm machen Türken und Griechen, wenn sie aus Kreta sind.
Das beste Lamm meines Lebens hatte ich auf einer Finca auf Zypern, in der Nähe von Paphos. Zur damaligen Zeit - 80-er Jahre - leider noch ohne Drohne, daher kein Luftbild der geilen
Grillanlage. :biggrin:
 

Klimbim

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24 November 2024
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Frage in die Runde, was ist da los?


Könnt ihr mir erklären, woher das kommt?


OA Visum statt O Visum, eine Todsünde?


Ich habe kürzlich in einem Thailand-Forum den Fehler meines Lebens begangen: Ich habe vorsichtig angemerkt, dass das OA-Visum für mich persönlich die bessere Lösung sein könnte als das O-Visum.

Was dann folgte, war keine Diskussion. Es war kein Meinungsaustausch. Es war auch kein Erfahrungsaustausch.

Es war ein religiöses Ereignis.

Innerhalb weniger Minuten hatte ich den Eindruck, nicht über Visa zu sprechen, sondern die Grundfesten des Universums infrage gestellt zu haben. Man hätte meinen können, ich hätte im Vatikan vorgeschlagen, den Papst durch einen Getränkeautomaten zu ersetzen.

Plötzlich erschienen sie alle: die Hohe Priesterschaft des O-Visums. Menschen, die jede Änderung der Regularien seit 1997 auswendig kennen, aber gleichzeitig erklären, dass alles ganz einfach sei. Menschen, die monatlich zur Immigration fahren, drei Agenturen beschäftigen und zwei Ordner voller Dokumente besitzen...und das als den unkomplizierten Weg bezeichnen.

Je mehr ich erklärte, dass das OA-Visum für mich rechtssicherer, planbarer und letztlich bequemer erscheint, desto energischer wurde verteidigt, warum man stattdessen einen komplizierteren Weg wählen sollte.

Irgendwann hatte ich den Eindruck, die Frage "OA oder O?" wird von manchen nicht als Verwaltungsentscheidung verstanden, sondern als existenzielle Frage. So als würde man einem Rollerfahrer wie mir erklären, dass ein Auto bei diesem typischen Starkregen in Thailand den ich da oft erlebte vielleicht ausnahmsweise praktischer sein könnte.

Besonders faszinierend war die Geschwindigkeit, mit der aus einer persönlichen Präferenz eine Art Glaubenskrieg wurde. Ich hatte nie behauptet, das O-Visum abschaffen zu wollen - höchstens das Ausbleiben der Pflicht zur KV, betrachte ich kritisch. Ich hatte lediglich gewagt zu sagen: "Für mich passt OA besser."

In etwa vergleichbar mit dem Satz: "Ich mag Lammfleisch."

Und plötzlich stehen 40 Menschen vor dir und erklären, warum Fisch aus sagen wir dem Wochenmarkt in Bangkok die einzige legitime Lebensentscheidung ist.

Mein Fazit nach dieser Erfahrung: Über Religion, Politik und Visa sollte man in Internetforen ungefähr gleich vorsichtig sprechen. Wobei ich inzwischen den Verdacht habe, dass das Thema Visa in manchen Kreisen emotional deutlich vor Religion und Politik rangiert.


Aber was veranlasst diesen Fanatismus? Wenn ich den schon verspotte möchte ich mal erfahren, was ich genau verspotte.


Helft mir auf die Sprünge, die Wut auf mich in diesem Forum ist grenzenlos, das material explodiert...


Ich habe eine Vermutung: Das O Visum ist für viele eine Art Codierung: "die wahren Thailandauswanderer" und wenn ich sage. "fein, aber ich gehe einen anderen Weg" empfinden sie das als Infragestellung ihres gesamten Lebensmodells, eine maßlose Respektlosigkeit die ich wiederum spöttisch kommentiere, was sie noch mehr befeuert ihren eigenen Pinkelberg zu verteidigen - es geht "ums Ganze"...
 
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MGiebel

Gibt sich Mühe
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Für die 'Extension Of Stay' des OA Visums in Thailand(!) ist leider eine teure KV mit schwachen Leistungen aus einer Liste mit zugelassenen Anbietern notwendig. Vorteil ist Multple Entry (wenn man es nutzt), keine eingefrorenen Finanzen (bis 800000 THB), Aufenthaltsdauer bis zu 2 Jahren.

Die meisten benutzen die EOS mit dem O Visum, wenn das die Mehrheit macht muss es ja besser sein, mir graust es wenn ich nachrechne was die Inflation bei bis zu 800000 THB kostet.

Jeder muss nur eine Checkliste für sich selber machen und dann entscheiden was besser für seine Situation ist.
 

MGiebel

Gibt sich Mühe
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27 Januar 2024
254
676
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Und hier ein bisschen Wasser auf Klimbims Mühlen warum eine KV empfehlenswert ist (ist keine Empfehlung für den Wochen Blitz):
 

NOMAAM

GC-Tester
   Sponsor 2026
19 November 2023
3.329
69.105
3.565
49
Saarland
@Klimbim: Ich vermute, du beziehst dich vor allem auf die Diskussion in diesem Thread:


Eines vorweg: Ich habe mich nicht im Detail mit den verschiedenen Visa-Arten und ihren Unterschieden befasst und schreibe daher die nachfolgenden Zeilen ausschließlich aus der Perspektive eines interessierten Beobachters, der zum Thema "Welches Visum?" sachlich nichts beitragen kann.

Und aus Sicht dieses neutralen Beobachters muss ich sagen, dass deine Aussage ...

Ich hatte lediglich gewagt zu sagen: "Für mich passt OA besser."

... nicht wirklich zutrifft, denn du hast im verlinkten Thread sehr wohl versucht, Überzeugungsarbeit für "dein" OA-Visum zu leisten, z.B. hier:

Bitte nicht dieses O Visum. Mach ein OA mit Mehrfacheinreise - deutlich besser und rechtssicherer!

Andere Forenmitglieder teilen deine Ansicht diesbezüglich wohl nicht und aufgrund dessen hat sich dort eine etwas heftigere Diskussion entwickelt - an der du dich auch rege beteiligt hast.

Versteh mich hier nicht falsch, ich möchte für keine Seite Partei ergreifen - aber die Fakten sollten schon korrekt sein, bevor man die Frage stellt, warum dieses Thema so heftige Reaktionen auslöst.
 

Klimbim

Hat nix anderes zu tun
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24 November 2024
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@Klimbim: Ich vermute, du beziehst dich vor allem auf die Diskussion in diesem Thread:


Eines vorweg: Ich habe mich nicht im Detail mit den verschiedenen Visa-Arten und ihren Unterschieden befasst und schreibe daher die nachfolgenden Zeilen ausschließlich aus der Perspektive eines interessierten Beobachters, der zum Thema "Welches Visum?" sachlich nichts beitragen kann.

Und aus Sicht dieses neutralen Beobachters muss ich sagen, dass deine Aussage ...



... nicht wirklich zutrifft, denn du hast im verlinkten Thread sehr wohl versucht, Überzeugungsarbeit für "dein" OA-Visum zu leisten, z.B. hier:



Andere Forenmitglieder teilen deine Ansicht diesbezüglich wohl nicht und aufgrund dessen hat sich dort eine etwas heftigere Diskussion entwickelt - an der du dich auch rege beteiligt hast.

Versteh mich hier nicht falsch, ich möchte für keine Seite Partei ergreifen - aber die Fakten sollten schon korrekt sein, bevor man die Frage stellt, warum dieses Thema so heftige Reaktionen auslöst.


Nein, das meine ich nicht. Meine ein völlig anderes Forum indem ich alles eher beiläufig am Rande erwähnte. Hier bei uns habe ich in der Tat wesentlich deutlicher meine Ansicht zum O Visum kundgetan als dort, wo ich es meine.

Und hier kann ich sehr wohl sagen: ich halte das O Visum für eine schlechte Lösung, aber geschenkt.

Ich denke es stecken Agenturinteressen dahinter.
 

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