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Andere Nepal - 1 Monat mit Motorrad durch Nepal

Ajax

Luftbildfetischist
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2 Oktober 2018
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...doch bevor es dorthin geht - zum Pashupatinath Tempel - kommen hier die allerletzten Bilder vom vorletzten Abend der Nepalreise.











 

Ajax

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2 Oktober 2018
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Tag 29: Patan - Kathmandu

Bevor ich die riesige Strecke von Patan zu meinem Hotel in Kathmandu, dem Hotel Jampa, das ich ja am Anfang der Reise schon gebucht hatte
und das meinen Koffer und Kabinentrolley aufbewahrte sowie einen Flughafentransfer im Preis inkludiert hatte, in Angriff nehme, schaue ich nachts
gegen 4 nochmals aus meinem Hotelfenster...



...und da sind doch tatsächlich bereits oder immer noch einige Menschen vor dem Museum unterwegs oder sitzen da immer noch???

Knapp 5 Stunden später, als ich mein Gepäck fertigmache für die riesige Strecke von 7,1 km durch die Stadt, sehe ich leuchtende Farben durchs Fenster
und werde Zeuge eines Hochzeitpaares, das sich auf dem Durbar Square fotografieren lässt.

DSC04231.jpg DSC04232.jpg



DSC04235.jpg DSC04237.jpg

Nachdem das Pärchen mich lange genug aufgehalten hat :bigsmile schnappe ich mein Gepäck, verabschiede mich von der netten Rezeptionistin, packe das Motorrad
mit den 3 Gepäckstücken und schon bin ich unterwegs zur letzten Bleibe in Nepal für die letzte Nacht.
Durch die Stadt geht es sehr flott - einchecken, meine aufbewahrten Koffer abholen und dann geht es zunächst zum Motorradvermieter, die Hero dort abgeben.
Ohne Probleme, alles in bester Ordnung.

Zum Abschluß meines Nepalbesuchs hatte ich mir noch ein weiteres Highlight ausgesucht: das größte Heiligtum Nepals und eines der größten Heiligtümer für Hindus
weltweit: der Pashupatinath Tempel am Bagmati River.

 

Ajax

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2 Oktober 2018
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Ich organisiere mir über eine App (ähnlich Bolt in Thailand) ein Taxi und fahre nun zum letzten Ziel meiner Nepalreise.
Das Taxi lässt mich am Tor, das am weitesten entfernt ist vom Haupttempel raus. Die ganze Anlage ist riesig, finde gerade aber nicht die
Flächengröße, die ich gestern beim Schmökern entdeckt hatte, ich glaube es waren ca. 235 Hektar oder 2,35 Millionen Qm. Der Eintritt
beträgt wie bei fast allen großen Sehenswürdigkeiten 1000 Nepalesische Rubel , ca. 6 €.
Nachtrag: hab die Größe der Tempel Anlage wieder gefunden: es sind 246 Hektar.

Als erstes erreiche ich wohl den Verbrennungsort der niederen Kasten, der durch eine Brücke vom Ort der höheren Kasten getrennt ist,
Beißender Rauch zieht durch die Lüfte, Gestank von verbranntem Fleisch liegt über dem Ort, mehrere Tote sind auf Scheiterhaufen aufgebahrt
und werden hier zu Asche.





"They arrive here to find shelter for the last several weeks of their lives, to meet death, be cremated on the banks of the river and travel their last journey with the waters of the sacred river Bagmati, which later meets the holy river Ganges. Hinduists from every corner of Nepal and India are arriving here to die."

Dieses Zitat und das nächste habe ich aus



entnommen.

"It is believed that those who die in Pashupatinath Temple are reborn as a human, regardless of any misconduct that could worsen their karma. The exact day of their death is predicted by astrologers of the temple. If you are attracted to the places where the spirit of death can be felt, then consider Pashupatinath as your first destination. It is a temple with special atmosphere of death; death is present in almost every ritual and every corner of it."



Es scheint, als ruhe sich dieses Rindvieh auf den Resten von vielen toten Seelen aus - seelenruhig am heiligen Fluß Bagmati. Eine goldene Statue, eine der beeindruckendsten
Dekorationen innerhalb des heiligen Tempels, ist Shivas Bulle Nandi - fast ein Abbild liegt hier auf Sand - oder der Asche der Verstorbenen.





Der Tod ist hier fast greifbar, er lugt aus allen Ecken, auch hier um die Ecke ist er zu finden...

 
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Ajax

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Von der Brücke über den Basmati River schaue ich zunächst nach links, wo mehrere Verbrennungen stattfinden...



...dann auf die rechte Seite, wo der Haupttempel die Szenerie überragt, natürlich in Gold gekleidet. (Vergoldete Kupferdächer)







Hier ist einer von sehr vielen Lingams zu sehen auf dem ganzen Tempelgelände - der Hauptlingam steht allerdings inmitten des Haupttempels, ist 1,8 m hoch und im Durchmesser 1,1 m. Er hat 4 Gesichter, je eins in jede Windrichtung, sowie ein fünftes nach oben gerichtet. Da der Haupttempel nur für Hindus offen ist, konnte ich natürlich
kein Bild davon machen, hier eines von Wikipedia:

16594364251258139643.jpg




Über dem Fluß gehen einige Treppen den Hügel hoch, man hat von mehreren Plätzen hier einen guten Blick über die ganze Tempelansammlung sowie
das Geschehen am Fluß.
 

Ajax

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Während der eine Leichnam vom Wasser weggetragen wird...







...und von einem Priester noch letzte Weihen erhält...



...formiert sich auf der anderen Seite des Flußes eine ganze Armeemannschaft...



...während der Bulle hinten nach ca. 1 St. sich keinen Zoll bewegt hat und einige Scheiterhaufen weiter kokeln. Die Verbrennungen finden übrigends
zu jeder Tages- und Nachtzeit statt.

Hier interessantes zum Ablauf aus der deutschen Wikipedia:


Der Bagmati teilt die Anlage in zwei große Bereiche. Auf dem rechten Ufer des Bagmati liegen der Pashupatinath-Tempel und die Verbrennungsstätten, die Arya Ghats (Verbrennungsstätten der höheren Kasten) und die Surya Ghats (Verbrennungsstätten der niederen Kasten). Dieser Ort hat für viele Gläubige als Platz für die „letzten Riten“ besondere Bedeutung: es gilt als erstrebenswert, seine Leiche hier verbrennen zu lassen.


Die meist in gelbe Tücher gehüllte Leiche wird zu den Verbrennungsstätten getragen, wo ein Scheiterhaufen errichtet wird. Vor der Verbrennung bespritzt man die Leiche mit dem Wasser des heiligen Flusses oder wäscht die Füße im Wasser. Die Leiche wird dann von oben mit feuchtem Stroh bedeckt. Wenn die Familie es sich leisten kann, verwendet man zur Verbrennung neben normalem Holz zusätzlich das kostbare, duftende Sandelholz. Der älteste Sohn umschreitet dann den Scheiterhaufen fünfmal im Uhrzeigersinn (pradakshina), entsprechend der heiligen Zahl fünf, die im Hinduismus die fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Wind und Akasha, den Äther, repräsentiert. Danach zündet er (ersatzweise die älteste Tochter oder ein Priester) mit einem in flüssiger Butter (ghee) getränkten Strohbüschel den Scheiterhaufen in der Nähe des Kopfes an. Aber auch andere Stellen des Scheiterhaufens werden angezündet. Die Familie und Freunde des Toten bleiben während der Verbrennung der Leiche in der Nähe, während ein Mann in weißem Gewand mit einem Stock den Scheiterhaufen immer wieder so richtet, dass alles verbrennt. Die Füße des Toten stehen zunächst etwas über den Scheiterhaufen hinaus und werden dann bei fortschreitender Verbrennung in das Feuer geschoben. Nach etwa vier Stunden ist die Leiche zu Asche verbrannt. Die Asche und unvollständig verbrannte Scheite werden in den Fluss geschoben. Nicht verbrannter Schmuck etc. wird zuvor aus der Asche entfernt.
 

Ajax

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Hier wird wohl der Scheiterhaufen für einen hohen Dienstgrad der Armee hergerichtet.



Die Füße wurden mit dem heiligen Wasser des Bagmati benetzt.



Interessierte...



...und weniger Interessierte als Zaun/Fensterzuschauer.



Oben stehen Armeeangehörige in fast dreistelliger Anzahl mit Gewehr in Reih und Glied, auch ein Musikkorps ist dabei.
Für mich Zeit, den Platz zu wechseln - es geht von der Brücke hoch hinter die Reihen der Camouflage Gewandeten.
 

Ajax

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Bevor ich meinen Platz hinter der Armeegruppe erreiche, komme ich an den Votivschreinen des Pandra Shivalaya Komplexes vorbei.
Dieser besteht aus 15 Votivschreinen, die jeweils einen Shiva Lingam beinhalten und als Erinnerungsstätten für Persönlichkeiten errichtet wurden.

DSC04288.jpg DSC04289.jpg





Letzte Vorrichtungen werden getroffen...







...dann wird der Leichnam auf den Scheiterhaufen gebracht.
 

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Das dürfte die Familie des Verstorbenen sein - sie legen kurz darauf ihre Blumengebinde am Fußende des Verstorbenen nieder...



...während die orangenen Blumengirlanden am Kopfende niedergelegt werden...



...lezte Holzscheite werden über dem Leichnam angebracht...


Anhang anzeigen VID_20260311_145923.mp4

Laut Wikipedia "Der älteste Sohn umschreitet dann den Scheiterhaufen fünfmal im Uhrzeigersinn (pradakshina), entsprechend der heiligen Zahl fünf, die im Hinduismus die fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Wind und Akasha, den Äther, repräsentiert. Danach zündet er (ersatzweise die älteste Tochter oder ein Priester) mit einem in flüssiger Butter (ghee) getränkten Strohbüschel den Scheiterhaufen in der Nähe des Kopfes an"
...sollte der Sohn fünfmal den Scheiterhaufen umrunden - bei 3 kommt er wohl mit dem Zählen nicht ganz mit und zündet das Stroh am Kopf an - während hinten einer mit blauer Tüte andeutet, das er noch weiter umrunden müsste. :rolleyes:
Das Musikkorps spielt ein Abschiedslied? nachdem zunächst die Trompete beim Anzünden des Scheiterhaufens den Ton angibt.





Der Mönch läuft mir mitten durchs Bild...
 

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Ein paar Meter weiter sind schon die nächsten Toten bei den letzten Ritualen, bevor es zum Verbrennungsort geht.





Bei dem Promi sind erst wenige Minuten vorbei - insgesamt soll eine Verbrennung ca. 4 Stunden dauern.

Ich mache mich nun auf den Weg nach ganz oben, wo man die beste Sicht auf die Tempellandschaft hat. Weit komme ich erstmal nicht, denn auf dem Weg
nach oben sitzen da plötzlich 5 Saddhus mit sehr interessanten Gesichtern. Gegen eine kleine Spende darf ich sie fotografieren.



DSC04314.jpg DSC04316.jpg



 

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Einer fehlt noch vom Saddhu Quintett

DSC04318.jpg

Der mittlere Saddhu vom 5-er Bild schnappt sich dann meine Kamera und macht ein paar Bilder mit mir im Zentrum der Saddhus.
Nach 10 oder 15 weiteren Bildern und der 1. Kontrolle danach stelle ich mit Erschrecken fest, das alle Fotos, auch die mit mir zwischen den Saddhus,
mit ISO 51200 , Blende 22 und 1/4000 belichtet wurden. Wie der Saddhu das hingekriegt hat, meine ISO - Einstellung, die meist, wie heute schon den ganzen Tag
auf ISOautomatik eingestellt war, auf diesen Wert zu ändern bleibt mir ein Rätsel - er hat vermutlich einige Drehknöpfe und Schnellstelltasten bewegt, um das zu erreichen.
Folgendes Bild war dann das letzte mit dieser ISO Einstellung - hier hatte ich das Bild kontrolliert...






In einem entfernten Tempelbereich sind an einer der "Kronen" wohl noch die Auswirkungen des großen Erdbebens von 2015 zu sehen.



Die Armeeangehörigen sind längst verschwunden, das Feuer brennt noch ein paar Stunden und von hier oben sieht man ein wenig in den Vorhof vom Haupttempel...



...und auch eine der 4 wunderschön gestalteten Silberfassaden des Tempels.

 

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Im Tempelbereich leben auch unzählige Affen...



...und hier kommt doch tatsächlich kurz vor Sonnenuntergang aus dem Dunst des Kathmandutales ein kleiner Lichtblick der Sonne hervor.



Weniger Lichtblicke hat wohl dieser Affe rechts - erst nach mehrerem Anschauen, was diese Hand links zu suchen hat, habe ich festgestellt, das dem rechten
Affen die linke Hand fehlt. :eek: Ob da David Copperfield oder die Ehrlich Brothers in der Nähe sind??? Scheint wohl die Hand von dem kleinen Affen zu sein, der größtenteils verdeckt ist.



Immer wieder ist Shiva zu finden und auch sein Dreizack...

DSC04408.jpg DSC04271.jpg



 

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Langsam begebe ich mich Richtung Westtor...





...hinter der nächsten Ecke wird gerade eine weitere Leiche vom Leichenwagen auf eine Trage übergeben, die dann zunächst zum Flußufer getragen wird.

DSC04420.jpg DSC04423.jpg

Links dieses großartig gestaltete Tor führt zum heiligsten Heiligtum, kommt paar Bilder später, da ja hier geschlossen ist...





Die erdbebengeschädigte Spitze eines Turmes ist hier fast unsichtbar - Foto 1 oder 2 Stunden früher von der anderen Seite war es zu sehen - der linke
hintere Turm ist verdeckt...



...dann wird es laut und ein Musikzug kommt vom Haupttempel mit Pauken und Trompeten (letztere dürft ihr euch dazudenken :biggrin:). Sie haben wohl eine heilige
Reliquie dabei. Komisch finde ich, das alle hier in dieser Area Schuhe ausziehen mußten, die in Orange gekleideten aber nicht. Ich lief bestimmt 1 Stunde lang ohne
Schuhe über 1 km weit...
 

Ajax

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So langsam muß ich jetzt mal zum Ende kommen denn nächsten Samstag zu dieser Zeit bin ich bereits - hoffentlich - in einer neuen, atemberaubenden,
unvergleichlichen Lokation - und nein, es ist nicht Thailand - da schlage ich 5 Wochen später auf! :bigsmile





Als dieser Paukenzug micht passiert hat...



...und ein paar Rindviecher die Straße blockiert hatten...



...kehrte ich um und richtete mein Augenmerk auf das heiligste Heiligtum im ganzen Nepal.



Dieser Giebel gehört nicht dazu - ist an einer Seitenstrasse...
 

Ajax

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Die Faehre nach Mallorca?
Die Fähre (Kreuzfahrt von Mauritius) ist doch erst im Mai/Juni nächstes Jahr - davor geht es 7 Monate lang auf eine kleine (manche sagen große) Reise -
5 Wochen hier, 3 Monate da, 6 Wochen woanders, 1 Woche jenseits der Mauer und nochmal 5 Wochen weiter westlich :biggrin: ...