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Bevor ich die riesige Strecke von Patan zu meinem Hotel in Kathmandu, dem Hotel Jampa, das ich ja am Anfang der Reise schon gebucht hatte
und das meinen Koffer und Kabinentrolley aufbewahrte sowie einen Flughafentransfer im Preis inkludiert hatte, in Angriff nehme, schaue ich nachts
gegen 4 nochmals aus meinem Hotelfenster...
...und da sind doch tatsächlich bereits oder immer noch einige Menschen vor dem Museum unterwegs oder sitzen da immer noch???
Knapp 5 Stunden später, als ich mein Gepäck fertigmache für die riesige Strecke von 7,1 km durch die Stadt, sehe ich leuchtende Farben durchs Fenster
und werde Zeuge eines Hochzeitpaares, das sich auf dem Durbar Square fotografieren lässt.
Nachdem das Pärchen mich lange genug aufgehalten hat schnappe ich mein Gepäck, verabschiede mich von der netten Rezeptionistin, packe das Motorrad
mit den 3 Gepäckstücken und schon bin ich unterwegs zur letzten Bleibe in Nepal für die letzte Nacht.
Durch die Stadt geht es sehr flott - einchecken, meine aufbewahrten Koffer abholen und dann geht es zunächst zum Motorradvermieter, die Hero dort abgeben.
Ohne Probleme, alles in bester Ordnung.
Zum Abschluß meines Nepalbesuchs hatte ich mir noch ein weiteres Highlight ausgesucht: das größte Heiligtum Nepals und eines der größten Heiligtümer für Hindus
weltweit: der Pashupatinath Tempel am Bagmati River.
Ich organisiere mir über eine App (ähnlich Bolt in Thailand) ein Taxi und fahre nun zum letzten Ziel meiner Nepalreise.
Das Taxi lässt mich am Tor, das am weitesten entfernt ist vom Haupttempel raus. Die ganze Anlage ist riesig, finde gerade aber nicht die
Flächengröße, die ich gestern beim Schmökern entdeckt hatte, ich glaube es waren ca. 235 Hektar oder 2,35 Millionen Qm. Der Eintritt
beträgt wie bei fast allen großen Sehenswürdigkeiten 1000 Nepalesische Rubel , ca. 6 €.
Als erstes erreiche ich wohl den Verbrennungsort der niederen Kasten, der durch eine Brücke vom Ort der höheren Kasten getrennt ist,
Beißender Rauch zieht durch die Lüfte, Gestank von verbranntem Fleisch liegt über dem Ort, mehrere Tote sind auf Scheiterhaufen aufgebahrt
und werden hier zu Asche.
"They arrive here to find shelter for the last several weeks of their lives, to meet death, be cremated on the banks of the river and travel their last journey with the waters of the sacred river Bagmati, which later meets the holy river Ganges. Hinduists from every corner of Nepal and India are arriving here to die."
"It is believed that those who die in Pashupatinath Temple are reborn as a human, regardless of any misconduct that could worsen their karma. The exact day of their death is predicted by astrologers of the temple. If you are attracted to the places where the spirit of death can be felt, then consider Pashupatinath as your first destination. It is a temple with special atmosphere of death; death is present in almost every ritual and every corner of it."
Es scheint, als ruhe sich dieses Rindvieh auf den Resten von vielen toten Seelen aus - seelenruhig am heiligen Fluß Bagmati. Eine goldene Statue, eine der beeindruckendsten Dekorationen innerhalb des heiligen Tempels, ist Shivas Bulle Nandi - fast ein Abbild liegt hier auf Sand - oder der Asche der Verstorbenen.
Der Tod ist hier fast greifbar, er lugt aus allen Ecken, auch hier um die Ecke ist er zu finden...
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