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Myanmar Myanmar - ein Bilderbogen aus 1993 und 2017

Ajax

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2 Oktober 2018
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Vielen Dank, das du uns mitnimmst nach Myanmar.

Die Veränderungsprozesse vor Ort habe ich auf 2 Myanmar Reisen Anfang 1993 und Anfang 2017 erleben können. Ich war 1992 - 1994 insgesamt 18 Monate in SO-Asien. Für mich am Beeindruckensten waren damals 4 Wochen auf Bali
sowie die 2 Wochen in Myanmar.
Als ich damals einreiste, konnte man nach langer, langer Zeit wieder als Individualtourist einreisen. Nur wenige Tage vorher konnte man
lediglich als Gruppe einreisen für lediglich 1 Woche. Nun waren 2 Wochen erlaubt und am Airport mußten 200 $ Zwangsumtausch (6 Kyat = 1 $) gemacht werden. Man bekam ein Formularheftchen, wo alle Ausgaben von Reisen (Flug, Zug, Bus)
und Unterkünften eingetragen wurden als Nachweis. Für eine Flasche Whiskey Red Label bekam man ebenso 1200 Kyat (=200 $), das hatte ich zuvor als Tip irgendwo aufgeschnappt - Internet gab es damals ja nicht. Ebenso auf dem florierenden
Schwarzmarkt gab es für 1 $ das 20-fache wie vom Staat = 120 Kyat. So war fast alles im Land spottbillig, bis auf die "Zwangsausgaben" fürs Formularheft.
Es gab nur einen begrenzten Raum im Land, den man bereisen konnte, viele Randgebiete und auch der ganze Norden, NO, NW und der ganze Süden waren Sperrgebiete und nicht zu bereisen. Man konnte kein Fahrzeug selbst mieten, sondern
Fahrzeug mit Fahrer - man durfte nicht selbst fahren.
In den 2 Wochen war ich in Yangoon, Mandalay und Bagan. In Bagan auf einem Pferdefuhrwerk sitzend, stand ich 12 Uhr mittags vor einer Schule, als Hunderte von Schülern herausstürmten und auf mich zuliefen. Alle mit lachenden Gesichtern - ich
glaube, sie hatten wohl noch nie einen Fremden gesehen - ich kam mir vor wie ein Alien. Ich machte einige Bilder, leider damals alles auf Diamaterial, denn digital gab`s noch nix.

2017 dann war es tatsächlich möglich, ein Moped zu mieten und damit rumzureisen. Diesesmal war ich 4 Wochen vor Ort. In Mandalay 1 Woche mit Ausflügen zu der berühmten Eisenbahn-Stahlbrücke nach Osten und zu dem schönsten Tempel Myanmars neben der Shwedagon, 100 km im Westen, Monywa mit dem zweithöchsten Buddha der Welt, nach Sagaing und Amarapura. Danach Bagan, wegen schlechtem Wetter zunächst von 3 auf 6 Tage verlängert, Yangoon, danach zum golden Fels
und schließlich noch nach Mawlamyaing.

Ich träumte davon, mit dem eigenen Motorrad beim nächsten Mal einreisen zu können - dann kam Covid und dann das Militär.
Für mich wird es wohl keine 3. Reise geben - es sei denn, es ändert sich die nächsten Jahre gewaltig. Schade für dieses großartige Land mit vielen tollen Menschen.😍
Als ich Rivas neuen aktuellen Bericht aus Myanmar las, fiel mir ein, das ich jede Menge an "ganz brauchbaren" Fotos in der Schublade hatte, die langsam anfingen zu verstauben. Dazu noch einige Dias aus der Zeit vor der digitalen Fotorevolution.
Ich suchte lange nach dem Foto aus Bagan, das ich oben beschrieb - ein Umzug von einer größeren in eine kleinere Wohnung und die verblassende Schrift auf den Diakästen machten es mir nicht einfach. Dann entdeckte ich doch 2 Kästen mit
"Burma" als Beschriftung. Leider waren diese nicht vollständig, anscheinend fehlten die besten Dias der Reise.

Parallel war ich mit dem Problem der Überspielung von Dia auf Speicherkarte beschäftigt. Ich hatte vor ca. 15 - 18 Jahren einen Diascanner gekauft, aber noch kein einziges Dia damit gescannt. Es war alles da, bis auf den Netzstecker. 15V und 1A habe ich sonst nirgends, also bei Ebay bestellt. Als das Teil 2 Tage später da war konnte ich den Scanner nicht in Windows 10/11 installieren, da die Treiber und SW für Windows 2000/XP oder Vista konzipiert waren. Der Versuch auf einem alten Laptop mit Windows 7 schlug auch fehl.
Ich fand im Netz dann einen Anbieter, dessen SW auf die neuesten Windows Versionen umgemodelt waren. Mein Scanner funktionierte nun zwar, aber brauchte eine Ewigkeit, um ein Dia zu scannen. (hatte nur 3600 statt 7200 DPi eingestellt zum Testen). Als ich das gescannte Dia dann speichern wollte, kam die Meldung, das die Vollversion der SW 99€ kosten solle, ansonsten erfolgt der Scan mit Wasserzeichen. :frown: o_O

Schaute dann bei Ebay nach besseren, schnelleren Diascannern. Ein Minolta Dimage 5400 war für 299 € Anfangsgebot drin, ging gestern für 450 über den Tisch. Das optimale Gerät aber, die Reflecta Digitdia 5000, 6000 und 7000 kosten um die 2000 €, oder 89 € Leihe/Woche. Ein gebrauchter war bei Ebay für 600 € Anfangsgebot drin. Überlegte mir tatsächlich, den zu "holen", ein paar Dias zu scannen und dann wieder zu verkaufen. Der Vorteil dieses Gerätes: er nimmt Diamagazine auf und verarbeitet die darin befindlichen 50 Dias automatisch, allerdings benötigt er dazu einige Stunden.

Schließlich fand ich die Standalone-Geräte der Firma Sumikon, die unabhängig von PC die Scans auf SD-Karte speichern und zwar mit atemberaubender Geschwindigkeit im Vergleich zu den anderen vorhin erwähnten Scannern. Ich bestellte bei Pearl dann ein weiteres Teil von Sumikon, das man als Vorsatz auf eine Spiegelreflexkamera schrauben kann und die Dias damit abfotografieren. Man braucht dazu ein Objektiv mit 52mm Gewinde oder einen Adapterring, den ich auch bestellen mußte.

Heute dann alles angekommen und mehrere Tests gemacht. Der Vorsatz ist zwar sehr preiswert, aber in der Qualität ungenügend - ich hatte Probleme mit der Schärfe als auch mit zu wenig Licht, man muß die Bilder wohl manuell belichten.
Ich schicke den Vorsatz zurück und behalte den Standalone, der die Dias in ca. 1 Sekunde scannt und vernünftige Qualität bietet.

Die fehlenden besten Dias in den Diakästen hatte ich irgendwann mal aussortiert und in Sichtkästen gelagert - hatte ich heute dann wiederentdeckt. ;)

Im Folgenden nun mein Bilderbogen aus Myanmar, beginnend mit der Szene aus Bagan, im Winter vor über 30 Jahren, Februar 1993.

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Ich saß auf einer Pferdekutsche gegen 12 Uhr mittags in Bagan, als die Schule aus war und 100 oder 200 Schüler-innen auf mich zustürmten.
 
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Ajax

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Als kleine Einstimmung zum Bilderbogen bringe ich ein paar Gesichter Myanmars, bevor es dann richtig losgeht.
Die Bilder sind alle aus 1993 - vor 30 Jahren, mit Diamaterial fotografiert und gestern von einem Somikon Diascanner digitalisiert.

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Ajax

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Ende November 2017 fliege ich mit Air Asia nach Mandalay. Ich erreiche meine Unterkunft, die etwas außerhalb liegt (ca. 5 km vom Palast), erst am Abend.

Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück auf der Dachterasse, leihe ich mir ein Fahrrad und fahre zum Fuß des Mandalay Hill. Was für ein gewaltiger Unterschied
zwischen meinem Besuch 1993 und 2017. Mandalay hatte damals eher dörflichen Charakter und war eher Kleinstadt als Großstadt, kaum motorisierter Verkehr. (fast gleich mit dem Riesenwachstum in Thailand
auf z.Bsp. Ko Samui oder Phuket, Pattaya, Chiang Rai, Chiang Mai in den letzten 30 Jahren)
Und nun eine richtige Großstadt mit viel Verkehr, teils neue Autos und Motorräder. Die Demokratiebewegung hat das Land richtig voran gebracht.

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Ein Hochzeitspaar in einem der Tempel

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Blick vom Mandalay Hill 2017...

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...und 1993 zweimal

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1993

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2017

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Bering

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12 Dezember 2015
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Zeitreisen sind immer geil. :smile:
Die Porträts sind super
 
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Mein Plan vor der Myanmar Reise war: Mandalay und Umgebung ca. 1 Woche mit der Zugfahrt zum Gotheik Viadukt, ein paar Tage Bagan, ein paar Tage Yangoon, zum goldenen Fels
und dann noch ein Stück nach Süden - Rückflug nach 4 Wochen aus Yangoon.

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Kyauktawgyi Pagoda vor dem östlichen Graben, rechts innerhalb des riesigen, von Mauern umgebenen Areals, befindet sich der Mandalay Palace, Hauptschauplatz
des folgenden Buchtipps.

Vor meiner Abreise letztes Jahr nach Thailand schenkte mir eine gute Freundin ein sehr interessantes Buch, das ich am Pool meines Condos verschlang:
"Mandalay" von Alexandra Jones - der Roman einer geheimnisvollen Stadt in Burma. (Mandalay ist eine leidenschaftlich mitreißende Liebeserklärung an die versunkene
Welt des alten Burma. Das Burma der Jahrhundertwende 18./19.Jh ist ein Land von traumhafter exotischer Schönheit - aber es ist zerrissen von Korruption, Intrige und
Grausamkeit) - also hat sich in den knapp 150 Jahren (das Buch spielt in den Jahren ab 1878 bis 1945) praktisch nichts verändert.

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Ecke östlicher und nördlicher Graben - die Mauern um das Areal des Palastes sind jeweils 2 km lang, 8m hoch und der Wassergraben 52 m breit.

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Am nächsten Tag steht dann der Palast auf meinem Besuchsprogramm

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Das königliche Bett aus Glas - der Königspalast wurde auch Glaspalast genannt.

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Insgesamt bestand die Palastanlage aus 130 Gebäuden

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Rechts der Wachturm aus Holz mit interessanten Aussichten

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Ajax

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@Riva
Danke für das Lob - dafür ist deine Schreibe für mich von unerreichbarer Qualität. Mir machte es auch riesigen Spaß, dort zu fotografieren - sowohl 1993 als auch 2017.
 
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Die Ausblicke auf dem Wachturm waren wirklich sehr schön;)

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Blick auf den Mandalay Hill von der Ostbrücke des Palastes

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An der Strasse am westlichen Graben entlang

Ich wollte ja ursprünglich mit dem Zug zum Gotheik Viadukt fahren, 1900 bei der Fertigstellung die größte Eisenbahnbockbrücke der Welt. Als ich aber in Myanmar in
meinem Hotel ankam, gab es dort doch tatsächlich kleine Motorräder (100 er und 125 er) zum ausleihen ganz im Gegensatz zu meinem aktuellen Loose von 2016, wo
es noch keine Möglichkeit gab, Motorräder zu leihen. Ich nutzte deshalb die Gelegenheit, leihte mir das einzige einigermaßen funktionierende (3 getestete waren nicht gerade
in fahrtauglichem Zustand), eine Huwei 100 (chinesische Kopie einer Honda) und machte mich auf den Weg in den Shan State. (Der Zug dorthin fuhr übrigends in Mandalay um
4 Uhr morgends los, braucht 3 Stunden zur Brücke und weitere 4 bis zum Wendepunkt, also 7 Stunden einfach für knapp 200 km. Durchschnittsgeschwindigkeit anscheinend
24 km/h)
Ich hatte natürlich nicht damit gerechnet, das es auf über 1000 m Höhe geht und war dazu auch nicht ausgerüstet - ich hatte unterwegs mehrmals Schüttelfrost.
Dummerweise passierte mir das bereits das 2. Mal - in Laos 2016 fuhr ich auf einen über 1400 m hohen Pass, wo es auch bitter kalt war (15 oder 16 Grad)

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Auf den Zug, der auf dem Rückweg von Lashio nach Mandalay war, musste ich dann noch knapp 1 Stunde warten - Verspätungen sind hier gang und gebe.
Die Höhe über Grund wird mit knapp 100 Metern, in manchen Berichten (z.Bsp. bei Stern) mit 250 Metern angegeben. Um die 100 sind realistisch. Ich habe es nicht
nachgemessen, da der Boden unterhalb des Viadukts vermint war (ist?), da mit Anschlägen auf die Brücke gerechnet wurde.:frown:

Ich nahm mir damals vor, beim nächsten Myanmarbesuch doch noch die Zugfahrt zu unternehmen.
 

Ajax

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Am nächsten Tag besuchte ich die Mahamuni Pagode in Mandalay, für die Einheimischen nach Shwedagon Pagode und dem Goldenen Fels das drittwichtigste Pilgerziel in
Myanmar.

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Warum an diesem Tag soviele Einheimische im Festagsstaat anwesend waren? Hätte mal besser dort jemand fragen sollen.:)
Ich hatte ja mal die Vermutung, das es mit Vollmond zusammenhängen könnte - als ich jetzt mal nach dem Vollmond im Dezember 2017 googelte, war da sogar ein Supervollmond, nur
358 000 km von der Erde entfernt, quasi um die Ecke.
 

Ajax

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Am nächsten Tag leihe ich mir für 2 Tage ein "größeres" Motorrad, diesesmal eine 125-er, wieder eine chinesische Kopie einer Honda.
Ich hatte in einem Reiseführer ein tolles Foto eines außergewöhnlichen Tempels gesehen - dem Thanbodday-Tempel mit 580 000 Buddhaabbildungen in Monywa - dort wollte ich hin.
Frühmorgends mache ich mich auf den Weg, zunächst nach Süden, Amarapura mit der U-Bein Holzbrücke, der ältesten und längsten Teakholzbrücke der Welt, die mit ihren 1.2 km
über den Taungthaman-See führt.

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Unterwegs jede Menge an für uns ungewöhnlichen Transportmitteln

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Der See ist frühmorgends noch von Morgennebel eingedeckt

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Tempel am Wegesrand

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Neben der Brücke werden die Felder in Tierarbeit bestellt

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Am Ende der Brücke wartet ein schöner Tempel, auf der Weiterfahrt nach Sagaing ein weiterer

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Ajax

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An Sagaing vorbei, wo ich auf dem Rückweg morgen gegen Nachmittag mehr Zeit einplane, halte ich nur kurz an.
Hier gab es vor ein paar Wochen einen schweren Luftangriff der Junta mit mindestens 50, manche sprechen von über 100 Toten.

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150 km weiter bin ich schließlich in Monywa, hier steht ein riesiger Buddha, mit 90 m der Größte Myanmars, und der liegende Buddha gleich daneben ist auch riesig

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Im letzten Licht am Abend komme ich an dem wunderschönen Thanbodday-Tempel an...

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...und genieße den Blick vom Aussichtsturm im Tempelgelände

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Ajax

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Am nächsten Morgen - ich hatte in Monywa übernachtet - fahre ich nochmals zu dem farbenfrohen Tempel, um die Buddhas im Inneren zu zählen ;) - mein Reiseführer damals
meinte, es seien über 1 Million.

Heute schreibt Wikipedia über den Tempel:
"Die Pagode wurde zwischen 1939 und 1951 mit Hilfe von Spendengeldern erbaut; treibende Kraft war der Abt Moe Nyin Sayadaw U Kyauk Lon. Die gesamte Menschheit sollte von dem Heiligtum profitieren. Am Eingang sind deshalb die Gründungsdaten in 16 Sprachen verzeichnet. Der deutsche Text lautet:


„Der Bau dieser Sambuddha Kat Kyaw Pagoda wurde begonnen durch den ehrwürdigen Sayadaw aus Mohnyin Tawya im Jahre 1301 der burmesischen Zeitrechnung und beendet im Jahre 1313 der burmesischen Zeitrechnung als er sein 80. Lebensjahr erreichte.“

Der Aussichtsturm darf nur barfuß von Männern über eine Wendeltreppe bestiegen werden und bietet einen Blick über 471 Stupas verschiedener Größe.

Die Wände im Inneren des Tempel sind mit Buddhastatuen von winzigen Abmessungen bis zu meterhohen Maßen übersät: es sind genau 582.357 Bildnisse Buddhas vorhanden. Zahlreiche bunt bemalte und üppig ausgeschmückte Andachtsstellen laden den gläubigen Buddhisten zum Verweilen ein. Auf westliche Besucher wirkt die Ausstattung des Tempels eher überladen und verwirrend."

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Nach dem morgendlichen Tempelbesuch fahre ich die 150 km zurück nach Mandalay - mache noch einen kleinen Stop in Sagaing und fahre mit Hilfe von Map.Me
einige Sträßchen in Sagaing ab zu einigen der unzähligen Pagoden und Tempeln.

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im Hintergrund die sich ausbreitende, inzw. über 1 Million große Stadt Mandalay

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Ein letzter Blick auf die prächtig geschnitzten Giebel eines Tempels auf einem der vielen Hügel Sagaings, dann geht`s im letzten Abendlicht zurück nach Mandalay.
 

Ajax

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Am nächsten Morgen beginnt meine Reise nach Bagan, dem absoluten Höhepunkt meiner Myanmar Reisen. Es sind knapp 200 km dorthin, die ich mit dem Bus zurücklege, für 6 €.
Kurz vor dem Ziel hält der Bus - ich sehe eine Art "Zollstation", ein Beamter betritt den Bus und steuert zielgerichtet auf mich zu. Da ich der einzige Touri im Bus bin, darf ich als
einziger auch die Eintrittsgebühr von 16 € bezahlen.
In Nyaung U hatte ich für 3 Nächte ein GH gebucht, in der Nähe des Irrawaddy und der Shwezigon Pagode. Da es bereits später Nachmittag ist, mache ich mich zu Fuß auf zur Shwezigon.

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Aus PlanettoGo:

"Die vergoldete Shwezigon-Pagode gilt als Prototyp birmanischer Baukunst. Die Pagode beherbergt mehrere Reliquien, darunter Knochenteile und Zähne Buddhas. Begonnen wurde der Bau der Shwezigon-Pagode 1059 unter König Anawratha, vollendet jedoch erst nach dessen Tod im Jahr 1090 unter seinem Sohn König Kyanzittha.

Der Sockel der Shwezigon-Pagode besteht aus drei quadratischen Terrassen mit insgesamt mehr als 500 Terrakotta-Tafeln. Auf den Tafeln werden Geschichten aus dem Leben des Gautama Buddhas dargestellt. Auf allen vier Terrassenseiten befinden sich jeweils mittig Treppenaufgänge. Die Ecken der Terrassen sind mit kleineren Stupas verziert. Die Shwezigon-Pagode hat die Form einer Glocke mit mehreren sich nach oben hin verjüngenden Ringen. Die Spitze wird durch einen Schirm (Hti) gekrönt.
Die Shwezigon-Pagode ist ein Wallfahrtsort für Pilger aus aller Welt. Rund um die Zedi befinden sich zahlreiche Nebengebäude, darunter die Tazaung (Gebetshallen) mit Buddha-Statuen aus dem 12. Jahrhundert, Schreine für Planeten, Wochentage und Nats (Geister). Die Zugänge zur Pagode werden von Souvenirständen gesäumt."

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Leider ist es meist bewölkt, was sich auch am nächsten Morgen fortsetzen sollte.

Ich leihe mir um die Ecke meiner Unterkunft einen der hier inzwischen üblichen Elektroroller für 4,5 €/Tag und begebe mich auf Erkundungstour. Es wäre natürlich auch möglich,
ein Fahrrad zu leihen oder aber ein Pferdefuhrwerk.

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Von vorne eine malerische Szene...

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...entpuppt sich das ganze als Touriausfahrt:cool:
 

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Am Abend gibt es einen enttäuschenden Sonnenuntergang, da unter Wolken nicht zu sehen.

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Am nächsten Tag ist es wieder bewölkt, so das ich erstmal das Bagan Museum aufsuche.

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Im 1. Stock befindet sich eine riesige Ansammlung von Buddha Statuen.

Aus Myanmartours.Us
"The new Bagan Museum glorifies the golden age of Burman culture, those 250 years during which thousands of temples were built in and around the Myanmar capital of Bagan. The builders of Bagan apparently reserved brick for religious monuments for nothing remains of the other buildings, that must have been wooden, in this great capital.
The Bagan Archaeological Museum is situated within Old Bagan city near the Gawdawpalin Temple was established in 1998. On entering the museum, one will first view bronze statue of four famous Kings of Bagan period namely Anawyahta, Kyansitthar, Alaungsethu and Kjaswa and large three dimension of mural painting on the wall depicted Bagan Archaeological Site. Many masterpieces of excavated objects and concrete evidences are stored in this building. It has a collection of more than 2500 items including Buddha statues, stucco pieces, terra-cotta cups and pots. Museum also houses stone sculptures, wood carvings, metal works, lacquer works, and many more.
Different postures of Buddha images (Mudra) made of gold, silver, bronze, stone and wood are also displayed. Among them, one can see the significant bronze lotus Bud, a masterpiece of bronze sculpture of Bagan period.
Myazedi lithographed inscription of four languages in Pali, Pyu, Mon, and Myanmar is an astonishing literature and cultural heritage."

Nach dem Museum weiter auf Erkundungstour

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Eines der Prunkstücke in Bagan ist der Ananda Tempel

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Auch am 3. Tag ist es mehr bewölkt als sonnig - ich entschließe mich, 3 Tage dranzuhängen und eine bessere Unterkunft zu buchen.
Dann fahre ich wieder mit dem E-Roller los.

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Im August 2016 gab es ein schweres Erdbeben mit 6.8 - mit Schäden an vielen Tempeln in Bagan, deshalb sind manche der Tempel mit Gerüsten versehen,
einige für Besucher gesperrt.

Zitat Focus Online:
"So war das auch vor einem Jahr - zum Glück. Denn sonst hätte es wohl auch Tote gegeben, als die größte Touristenattraktion des südostasiatischen Landes am Nachmittag des 24. August 2016 von einem Erdbeben der Stärke 6,8 erschüttert wurde. Noch Hunderte Kilometer weiter zitterten die Häuser. In Bagan, wo die Erde auch früher schon immer mal wieder bebte, wurden fast 400 Pagoden beschädigt. Bei vielen Ziegelbauten brach die Spitze ab wie Zuckerwerk."

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Die gespendeten Speisen finden reißenden Absatz
 

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Das Wetter bleibt be...scheiden - nach wie vor bewölkt, aber ab morgen soll es besser werden.

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Das Luxushotel, das vor Jahren auch die Hauptrolle im "Traumhotel" spielte hat einen eigenen Aussichtsturm

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Am Abend bleibt es duster und der Sonnenuntergang fällt das 3. Mal flach.

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Am nächsten Morgen ziehe ich um - mit dem E-Roller

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Die neue Unterkunft liegt inmitten eines schönen großen Garten mit vielen Sitzgelegenheiten

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...und hat nette und hübsche Bedienstete

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Bei strahlendem Sonneschein schaut jetzt alles viel schöner aus

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