Außer Karma nix gewesen – oder so
Wie immer war heute jemand als Erster wach …
Hmmmm … wer kann das wohl gewesen sein?


Richtig! Derjenige, der hier offensichtlich als persönlicher
Sonnenaufgangsbeauftragter eingeteilt wurde. Also ich.
Das übliche Morgenprogramm: Erstmal Bohnenpulver heiß und nass machen …
Hmm … irgendwie kommt mir diese Vorgehensweise aus einem ganz anderen Lebensbereich bekannt vor.
Könnte das eventuell etwas mit Frauen zu tun haben?


Aber lassen wir das lieber. Wir wollen ja nicht gleich morgens philosophisch werden.
Also erstmal ein Tässchen Kaffee geschnappt und die herrliche morgendliche Ruhe genossen.
Und heute kam sogar mal ein anderer Besucher zum Kaffee vorbei.

☕️
Offensichtlich hatte sich herumgesprochen, dass es bei uns etwas zu trinken gibt.
Der große Plan: Autowäsche
Für heute gab es genau
einen großen Plan:
Das Auto sollte in unserer favorisierten Location einmal rundum auf Vordermann gebracht werden – innen wie außen.
Dort kann man es sich während der Wartezeit gemütlich machen, eine Kleinigkeit essen, etwas trinken und die Betreiber sind auch noch ausgesprochen nett.
Also eigentlich ein perfekter Plan.
Eigentlich.
Denn was soll ich sagen …
Anscheinend war
Karma bereits vorausgefahren. 
Der Laden hatte geschlossen.
Natürlich.
Warum sollte auch ausgerechnet
der eine Plan des Tages funktionieren?
Cousine hatte glücklicherweise direkt eine andere Location parat und schickte uns den entsprechenden Hinweis.
Also hin da.
Nur leider gab es dort weit und breit keinen KFZ-Waschbetrieb. Zumindest haben wir keinen gefunden.
Ich hatte zu diesem Zeitpunkt innerlich bereits den
Waschgang beendet, obwohl das Auto noch genauso dreckig war wie vorher.
Also kurzerhand beschlossen:
„Scheiß drauf. Wir fahren nur noch tanken. Dann geht’s in den 7/11 und anschließend noch zum Streetfood dort.“
Ein einfacher Plan. Überschaubar. Kaum Fehlerquellen.
Dachte ich.
Und dann kam Madame …
Unterwegs meinte Madame plötzlich:
„Da hinten kann man noch waschen lassen.“
Okay …
Also
Thai-Style-Manöver quer über die Straße und rein da.

Natürlich nur, um anschließend festzustellen:
Geschlossen. 
Ich glaube, Karma hatte mittlerweile nicht nur vorausgefahren, sondern irgendwo am Straßenrand einen festen Wohnsitz angemeldet.
Also gut.
Tankstellen-Sightseeing und Schlemmen it is.
Auf dem Heimweg dann noch schnell bei CJ's vorbei, um eine Flasche Hong Thong für den Geburtstag heute Abend zu ergattern.
Und siehe da:
Bei CJ's gibt es mittlerweile Bier von der
German Tawandang Brewery Bangkok.
Na sowas.
Also kurzerhand zwei Dosen eingepackt. Man muss ja schließlich kulturell aufgeschlossen bleiben.

Auf der Terrasse dann erstmal getestet.
Das Bier hat einen leicht fruchtigen Beigeschmack, was laut meiner hochwissenschaftlichen Internet-Recherche wohl am verwendeten Aromahopfen liegt.
Ich persönlich finde es ganz ok.
Was ich allerdings richtig cool fand – und das, obwohl ich eigentlich überhaupt nicht gerne aus Dosen trinke – war die Öffnung.
Für eine Bierdose tatsächlich mal eine ziemlich coole Idee. Nicht so ein kleines Löchlein. Wenn anderweitig eng auch schön sein mag ...
Man lernt eben nie aus. Selbst eine Getränkedose kann einen noch überraschen.

Also nicht im engen sondern nutzbare. Sinne
Und dann kam die Drohne …
Da die Sonne langsam dem Feierabend entgegenging und zumindest ein bisschen davon zu sehen war,
dachte ich mir:
Schnell noch einen Request über die UAS-App eintüten.
Gedacht hatte ich so bis 18:30 Uhr.
Tja …
Pustekuchen.
Bei Standardflügen lässt sich nach 18:00 Uhr offenbar keine Zeit mehr eintragen.
Also um 17:50 Uhr abgeschickt …
Zack – sofort approved.
Läuft. Beine in die Hand und runter vom FamilienGrundstück ...
Naja …
irgendwie habe ich dann versehentlich ungefähr
acht Minuten überzogen.
Keine Ahnung, was da passiert ist.
Meine Uhr muss wohl kurz stehen geblieben sein.

Aber immerhin hat Karma heute nicht auch noch die Drohne abgeholt.
Und damit wären wir auch schon am Ende …
Nach diesem ausgesprochen ereignisreichen Tag bleibt eigentlich nur noch ein bisschen
Isaan-Romantik übrig.
Oder anders gesagt:
Außer Karma nix gewesen.
Jetzt steht allerdings erstmal der Tawandang-Geburtstag auf dem Programm.
Sollte ich diesen
kulturellen Selbstversuch mit Hong Thong und Bier überleben, gibt es davon morgen sicherlich noch das eine oder andere Update.
Falls nicht …
war es schön mit euch.


