Am Ende ist die Fluggesellschaft verantwortlich fĂŒr alle VorgĂ€nge. Erschwerend kommt hinzu, dass dies an einem Hub der Airline passiert ist, wo eine eigene OPS besteht.
FĂŒr mich ergeben sich hier folgende Fragen:
Wann wurde entschieden, dass der Flug nicht mehr rausgeht und wann wurden die entsprechenden Services geordert?
Auch unklar ist, ob die Maschine einen Slot hatte, was die Wetterbedingungen aber nahelegen. Sollte dieser immer weiter nach hinten verlegt werden trotz Readymessage hĂ€tte das HOC den Flug bereits frĂŒher absagen können. Denn Off-Block scheint der Airbus nie gegangen zu sein. Dann ist fĂŒr mich die Beurteilung der Wetterlage auch fraglich. Zum geplanten Abflug war folgende Wetterlage geboten:
EDDM 192020Z AUTO 05002KT 2600 SN BR BKN003 00/M00 Q1006 TEMPO 1400
Es gab als fast keinen Wind, Schnee und Nebel mit Sicht zwischen 2600 und zeitweise 1400 Metern. Die erste Meldung ĂŒber Schneefall wurde gegen 13:40 erfasst. Auch die Vorhersage gab keinen Anlass auf Verbesserung zu hoffen. Das HOC hĂ€tte also auch hier bereits frĂŒhzeitig Vorbereitungen treffen können.
Das Lufthansa nun erstmal versucht die diversen Dienstleister zu verantworten ist klar. Man will sich von etwaigen Regressen freihalten. Ich hoffe wirklich dass dieser Fall aufgearbeitet wird. Ich vermute nĂ€mlich, dass aufgrund operativer Erfordernisse, nĂ€mlich den Flieger am nĂ€chsten Morgen in CPH zu haben fĂŒr die erste Welle, maximal lange gewartet wurde. Und dies zu Lasten der Paxe.