Ich bin 44,
Erfahrung:
Seit dem ich arbeite 2007 bis etwa 2019 (also etwa 12 Jahre) habe ich sehr viel für Urlaube ausgegeben, meistens Thailand, hin und wieder Business Class Flüge gehabt, etc...
Ich bereue kaum etwas und bin froh die Erfahrung gemacht zu haben. Raten würde ich es niemandem, mir dies nachzumachen.
Meinung:
Es wäre sinnvoller, dass ich mich zuerst damit beschäftige wie ich mit dem Geld umgehen soll, damit ich es so ausgebe, dass diese Urlaube zu einem oder vollem Teil von den investments (assets) bezahlt werden.
Überlegungen:
Ich würde keine Ratschläge von Personen akzeptieren, die selber nicht "erfolgreich" (bzw. reich geworden) sind. Wie das Beispiel von Deinem Bekannten.
Ich gebe selber keine Ratschläge wie einer mit seinem Geld umgehen soll.
Wenn man weniger ausgibt, bleibt einem auch mehr über.
Wenn Dein Ziel 100k sind, dann wann willst Du diese beisamen haben? Auf den Zinseszins Effekt würde ich mich da nicht so fokusieren. Das kann sehr in die Hose gehen. Es reicht, dass FITCH das Rating von USA runterstuft und Du hast die Hälfte verloren. Der Zinseszinseffekt relativiert sich auch mit der Inflation. Das was heute 50k "wert" ist muss nicht unbedingt 50k wert sein in 10 Jahren. Die Steuern darf man auch nicht vergessen.
Zum Schluß möchte ich nur empfehlen, sich selber damit zu beschäftigen, wie man das Ziel von 100k erreichen möchte. Wenn einem beim Überlegen, wie diese 100k erreicht werden sollen (außer vom Gehalt) dann ist das ein gutes Zeichen dafür, dass man zuerst in sich selbst investieren muss und vor allem in richtige finanzielle Bildung. Sonst kann das ganze schnell schief gehen, wenn man nicht weiß, was man da genau tut und verliert am Ende meistens viel oder alles.
Beispiel:
Bei mir war das nicht anders, die ach so angepriesene Fond-gebundene Lebensversicherung warf statt den "in Aussicht gestellten" 10% jährlich einen Verlust von 30%. Meine Lehre draus war, dass gemanagte Fonds nur eine Verdienstmöglichkeit deren Manager ist, aber nicht für mich. Weiters, ich bekomme nie das "erträumte" Geld, weil ich immer dann das Geld brauchen könnte, gerade wenn es ungünstig ist.
Mit Aktien habe ich (der Broker und der Staat auch, bei Dividenden sogar 2 Staaten) gut Geld gemacht (durch die "Kronen"-pandemie) manchmal um die 80%. Dies habe ich eingesetzt, um eine Wohnung kaufen zu können (mit und für meine Mutter). Die Wohnungspreise sind (hier) natürlich in 2022/23 massiv gestiegen (bezogen auf die Wohnung so ist diese um 25% mehr Wert), also doppelt gut gefahren. "Leider" nur Glück gehabt.
Mit Bitcoin habe ich auch Geld gemacht, allerdings sind über 60% vom "Gewinn" an den Staat gegangen.
In den beiden "guten" Fällen habe ich eines erkannt, der Staat greift massiv mit Steuern ein. Die Investments wurden von bereits versteuertem Geld getätigt. Mit anderen Worten, habe ich von meinem Gehalt Steuern abgeführt (also habe ich weniger Bitcoin kaufen können) und auch von dem Gewinn, der sich realisiert hat, hat der Staat über 50% Steuern bekommen, da der Gewinn aus Spekulationsgeschäften in 2021 noch zu meinem Gehalt hinzugezählt wurde und daraus die Steuer bezahlt. Sprich wenn ich kein Gehalt hätte (also nicht für Geld arbeiten würde), hätte ich den Wertzuwachs anders besteuern können (und da ich kein Gehalt hätte würde ich natürlich auch keine Gehaltssteuer zahlen müssen).
Viel Spass beim Ziel Erreichen!
LG Filip