Junge, junge Donlord, Du hast ja radikale Ansichten.
Es kann schon sein, das es Teil der asiatischen Kultur ist, dass der Mann allein die Kohle ran schaft, aber
1. Sind wir in D und hier leben wir in unserer Kultur. Wer hier leben will, muss sich anpassen oder verschwinden. So wie die Thais das mit uns auch machen.
Ehrlich gesagt, habe ich in Thailand noch kaum einen Farang gesehen, der sich wirklich kulturell angepaßt hätte. Die wichtigste kulturelle Anpassung ist ja wohl die Sprache und selbst der dämlichste Türke in Kreuzberg spricht besser deutsch, als die meisten Residenten hier thailändisch. Nach Deinen Vorgaben müßten die dann wohl alle verschwinden. Auf jeder Ausländerbehörde wird erwartet, daß die Ausländer deutsch sprechen. Ich würde mal gerne erleben, daß die das in der Thai Immigration fordern.
Den Thais ist unsere kulturelle Anpassung ziemlich schnuppe. Die schmeissen uns nur dann raus, wenn wir kein Geld mehr haben oder zu viel Geld verdienen, sprich zu groß werden.
2. Ich heirate eine Frau und keine Familie
Sorry, ich kenne Deine persönlichen Verhältnisse nicht, aber mit dieser Einstellung wirst vermutlich Du mit einer Nordeuropäerin als Partnerin besser fahren, da Du mit einer Thai oder jeder anderen Ausländerin mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Probleme bekommen wirst. In praktisch allen Kulturen (auch in unserer, vor der Zeit des Sozialsystems) war es üblich, daß die Kinder eines Tages die Eltern unterstützen.
Speziell in der Thai Kultur ist es so, daß die Kinder den Eltern sehr verpflichtet sind. Die jungen Männer gehen alle für einige Zeit ins Kloster, womit sie ihren Eltern im jenseits sehr viele merits verschaffen. Eine Frau kann nach buddhistischem Glauben dergleichen nicht tun, da weibliche Mönche nicht anerkannt sind. Daher muß sie stattdessen im Diesseits durch materielle Hilfe ihre Schuld begleichen. Wer das nicht tut, versündigt sich und wird im nächsten Leben bestraft.
Das mag für Dich und mich lächerlich klingen, aber Du kannst nicht wirklich erwarten, daß eine Thai, die in diesem Glauben groß geworden ist, plötzlich alles über Bord wirft, bloß weil ihr die Ehre zuteil wurde in Farangland leben zu dürfen.
3. Wer nach der thailändischen Kultur seine Familie unterstützen will und so auf seine Kultur pocht, braucht nicht hierher kommen. Dann kann sie ihre Familie von Thailand aus unterstützen und braucht auch keinen Farang heiraten.
Vollkommen richtig!
Aber es sind doch immer die Farangs, die nicht schnallen wollen, daß die Kleine nur deswegen anschaffen geht, um ihre Familie zu unterstützen. Die Masse der Frauen schafft in irgendwelchen Fabriken und kann monatlich so 3000 bis 4000 Baht heimschicken. Aber eine halbwegs erfolgreiche Schwutte verdient im Schnitt das Zehnfache davon, einige sogar noch viel mehr als das. Und wenn der Farang nun unbedingt mit einer Schwutte einen auf Liebe machen muß und heiraten will, dann muß ihm auch klar sein, daß er ihr damit die Einnahmequelle genommen hat und daher für Ersatz sorgen muß. Eine Schwutte (und vor allem ihre Dank ihrer hohen Einnahmen ständig besoffene und faule nichtznützige Verwandschaft), die sich erst einmal an diesen Lebensstandard gewöhnt hat, wird sich kaum mit einem Taschengeld abspeisen lassen.
4. Wer als Thailänder Geld braucht, muss es wie alle auf der Welt machen: ARBEITEN!
Das kann ja nicht das Problem der Ausländer sein. Wenn das verlangt wird, sollen sie sich einen Thaischwiegersohn besorgen. Das ist das Problem der Politik und der Regierung in Thailand.
Richtig, es ist nicht unser Problem.
Aber wer eine Thai heiratet, macht dies zu seinem Problem, ob er will oder nicht.
Wer das nicht akzeptiert, bloß weil seiner Ansicht nach etwas so oder zu sein hat und basta, der hat sich die Probleme vorprogrammiert. Beispiele gibts hierfür genug und einige wurden ja sogar hier erwähnt.
Keine Mißverständnisse:
Wer meine Artikel von früher kennt, weiß daß ich der letzte bin, der es gutheißen würde, daß sich Farangs von ihren siamesischen Sexzwergen ausbeuten lassen, aber mit der "Das hat so zu sein und basta" Einstellung habe ich leider schon viele Schiffbruch erleiden sehen.
Im Gegensatz zu den Thais, haben wir in der Schule logisches Denken gelernt.
Jeder Farang, der sich auf eine Beziehung mit einer Thai einläßt, sollte hiervon reichlich Gebrauch machen und sich mit der Kultur der Thais im allgemeinen sowie mit dem Charakter seiner Auserwählten im Besonderen gründlich auseinandersetzen und alles, wie Liggi vorgeschlagen hat, vorher abklären.
Eine Erfolgsgarantie ist das auch nicht, aber zumindest vielleicht die richtige Marschrichtung.
Doc