Tierschutz ist ohne Frage extrem wichtig. Aber damit Menschen – und vor allem Jugendliche – ein echtes Bewusstsein für Tiere entwickeln, müssen sie sie manchmal auch sehen, spüren und hautnah erleben.
Es ist das eine, ein Nashorn im Fernsehen zu sehen und zu hören, dass man es schützen soll. Es ist aber etwas völlig anderes, wenn das „Schnitzel“ plötzlich als neugieriges Minischwein auf dem eigenen Schoß sitzt. Solche Begegnungen verändern den Blickwinkel. Da überlegt man sich beim nächsten Burger ganz von allein, ob es nicht vielleicht doch die Veggie-Variante sein darf.
Wenn die Haltungsbedingungen stimmen, der Stresspegel für die Tiere gering ist und das Tierwohl an erster Stelle steht, spricht aus meiner Sicht absolut nichts gegen diese Art der „anschaulichen Fortbildung“. Echter Tierschutz beginnt oft mit einer persönlichen Bindung – und dafür braucht es manchmal genau solche Begegnungen.