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Andere Nepal - 1 Monat mit Motorrad durch Nepal

Ajax

Luftbildfetischist
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2 Oktober 2018
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Viele Hotels beweisen, das es hier nicht nur Tagesausflügler gibt...







Das Prunkstück im Städtle ist der Bindhyabashini Tempel im Newari Stil - gewidmet der Göttin Durga. In kleineren Schreinen wird auch den Hindu Göttern Ganesh und Bhairav gehuldigt.

 

Ajax

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2 Oktober 2018
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Auf dem Weg zurück zum Motorrad passiere ich einen winzigen Tempel/Shrein, den ich vorhin beim Hinweg gar nicht gesehen hatte - wird wohl Zeit, mal wieder einen Augenarzt aufzusuchen.
(was ich hiermit, Stand heute, ausgiebig erledigt habe - inzwischen war ich dort fünfmal und habe zwei neue Linsen bekommen ;) )



Nach dem Besuch mache ich mich auf, den 2. Punkt meiner heutigen Liste anzufahren. Es geht wieder den Berg runter, nach Osten ein paar km und dann bei Abukhaireni Bazar auf die NH44 nach Norden.



Bei Abuwa geht es nun ab nach Osten, dann wieder Süden. Nach ca. 3 km Berg hoch und runter auf einer schwer befahrbaren Piste erzählt mir Gugele Maps, das für die restlichen 15 km bis zum Tempel weitere 70 Minuten
Fahrzeit nötig wären. Tja, das war`s dann mit dem Manakamana Tempel - ich breche ab, fahre zurück zur NH44 und weiter nach Gorkha. Ich kann nur noch eines der beiden Ziele anfahren und entscheide mich für Gorkha.


Gorkha_Manakamana_Temple_(cropped).jpg Bild aus Wikipedia

Das wäre der Tempel gewesen - hinterher hatte ich gelesen, das dort inzwischen eine Seilbahn von der NH17 aus zum Tempel hochfährt - merke: nächstesmal den neuesten Reiseführer mitführen,
nicht den billigsten aus dem letzten Jahrhundert:keine Ahnung
 

Ajax

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2 Oktober 2018
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Die knapp 40 000 Einwohner von Gorkha sind über viele Hügel verstreut, die Stadt ist von ca. 800 m bis 1200 m über 400 HM verteilt auf insgesamt 86 qkm - es ist
ein stetiges auf und ab. Von 1996 bis 2009 hieß die Stadt Gorkha Prithvinarayan, benannt nach dem hier geborenen König - er gilt als Gründer des Staats Nepal.



Damit ich Drohni nicht den ganzen Tag mit mir rumschleppe, packe ich sie kurz bevor das Licht ausgeht, am frühen Abend doch noch aus und flattere über den Palast.



Auf einer Hügelspitze oberhalb von Gorkha, der Distrikthauptstadt, liegt dieser Komplex, bestehend aus Palast, Festung und 2 Tempeln mit großer religiöser
Bedeutung. Der Palst war das Heim von König Prithvi Narayan Shah, der Gründer des modernen Nepal.



Bei gutem Wetter hätte man hier eine tolle Sicht auf den Himalaya, Manaslu und Annapurna.



Der in Bildmitte zu sehende Dreizack ist nicht nur von Poseidon aus der griechischen Mythologie bekannt - hier in der indischen Mythologie ist der
Dreizack, ein Attribut Shivas, aus Strahlen der Sonne geformt worden.

 

Ajax

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2 Oktober 2018
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Ich wäre gerne hoch zur Burg gelaufen und dort herumgestreunt und hätte auch noch gerne das Museum in der Stadt besucht - aber diese verdammt schnell laufende Uhr -
es kommt mir hier vor, als liefe sie doppelt so schnell wie normal.
Drohni zeigt mir noch die Umgebung und Rückseite des Hügels mit dem Palast.







Die Stadt ist auch durch die berühmten Gorkha-Soldaten bekannt.
"If a man says he is not afraid of dying, he is either lying or he is a Gurkha." Der indische Generalstabschef Manekshaw.

Bei beginnender Dämmerung mache ich mich auf den Rückweg nach Pokhara. Da die NH17 größtenteils 4-spurig ist, ist es weniger gefährlich als eine
unbekannte Landstraße im Nirgendwo...und die fahre ich normalerweise nie im Dunkeln.

Recht flott komme ich voran und erreiche Pokhara ohne Probleme.
Ein Problem gibt es allerdings, als ich abends nach dem Essen noch ein Bierchen in einem Tante Emma Laden holen will: hier sind die Biere bzw. der Kühlschrank
mit Alkoholika abgedeckt, so ähnlich wie in Thailand. Die Nepalesen sind genauso bescheuert wie die Thais mit ihren Verboten an Feiertagen oder zu Wahlen.
Die Nepalesen setzten noch eines drauf: anscheinend 5 Tage lang vor der Wahl gibt es keinen Alkohol zu kaufen. :eek:
Im nächsten Laden ist auch alles mit Alkohol abgedeckt, ich bekomme aber ein Bierchen, eingepackt in eine undurchsichtige Plastiktasche.:biggrin:
Am nächsten Abend habe ich meinen kleinen Rucksack dabei und bekomme auch im 1. Laden ein Bier - sie hat wohl gesehen, das ihre Nachbarin kein so großes
Problem mit dem Verbot hatte.;)
 
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Ajax

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Tag 22: Pokhara

1 Tag vor der wichtigen Wahl in Nepal durchstreife ich die Stadt und schaue mir einige Sehenswürdigkeiten an und auch weniger Sehenswürdiges wie mein 1. Ziel, ein kleiner Tempel, den ich
bei Google Maps auserkoren hatte. Komischerweise heißt der genauso, wie jener, den ich gestern wg. Zeitnot gecancelt hatte: Manakamana Tempel.



Danach fahre ich weiter zur Vhalam Suspension Bridge, die mehrere Ortsteile per Fuß über eine Schlucht mit der Stadt verbinden.





Wer diese kleinen Felsbrocken abbekommt, braucht sich mit der Zukunft nicht mehr auseinanderzusetzen.👻




Ein paar Hundert Meter weiter finde ich einen Startplatz für Drohni, nahe einem weiteren kleinen Tempel.



Hier verengt sich die Schlucht des Seti River auf knapp 1 m und fließt so fast 1 km durch Pokhara.
 

Ajax

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2 Oktober 2018
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Der milchig weiße Seti Fluß schlängelt sich durch die Schlucht - mitten in Pokhara





Anschließend fahre ich nur wenige Hundert Meter weiter, parke direkt vor dem Aufzug zum Shree Bindhyabasini Tempel und fahre für wenige Cent hoch zur
Tempelplattform.






Der Haupttempel ist nur für Hindus zugänglich



Ein gepflegter kleiner Park befindet sich direkt unterhalb des Tempels, der auch durch einige Treppen über 3 Seiten erreicht werden kann.
 

Ajax

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Im Shiva Tempel...

IMG_20260304_150459.jpg IMG_20260304_150506.jpg

symbolisiert der Lingam die männliche Schöpfungskraft Shivas, als Phallussymbol

Mein nächstes und letztes Ziel des Tages wird das International Mountain Museum - und dreimal dürft ihr raten, um was es hier geht :bigsmile :keine Ahnung



Zunächst trifft man hier im Garten auf einen Gedenkstein für alle verunglückten Bergsteiger.



Danach werden 3 Annapurna Legenden geehrt...



...und weiter im Garten befindet sich ein größeres Modell des Fishtails, dem Machhapuchare, dessen Anblick ich vor ca. 10 Tagen genießen konnte

 

Ajax

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Das Museum beherbergt eine riesige Fülle an Infos über den Himalaya, die Völker Nepals, Flora und Fauna, berühmte Bergsteiger und ihre Ausrüstungen
zu damaligen Zeiten, Bilder der 8000-er und einiges mehr.






Laut dem Wikipedia Artikel ist das Bergmodell im Garten übrigends nicht der Machhapuchare sondern der Manaslu.

IMG_20260304_160721.jpg IMG_20260304_160707.jpg


Der einzige Abenteurer, der alle Achttausender, alle 7 Summits und Nord + Südpol besucht hat ist ein Südkoreaner, von dem ich bisher noch nie gehört hatte.
Er ist der Einzige, der dies weltweit geschafft hat - im Oktober 2011 war er mit 2 Kollegen auf einer neuen Südroute zum Annapurna, ein Schneesturm überraschte
sie und beim Abstieg fielen sie wahrscheinlich in eine Gletscherspalte...




Auch ein Thema sind natürlich Klimaänderung und Luftverschmutzung - letzteres hatte ich zur Genüge selbst erfahren...
 

Ajax

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2 Oktober 2018
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Als ich folgendes Relief in einem Schaukasten sehe, weiß ich genau, wohin die Reise übermorgen geht.



Die Annapurna Range von oben. Die Strecke links, das Kali Gandaki Tal, war ich ja vor ein paar Tagen gefahren, jetzt werde ich doch noch die rechte Strecke fahren,
bis Manang und Khangsar, da hört die Straße in 3800 m Höhe auf und nun könnte man zu Fuß über den Thorang La Pass nach Muktinath trekken, wenn man Zeit hat
und gut zu Fuß ist - was ich ja leider beides nicht habe :eek: .

Die letzte Stunde im Museum kann ich nichts mehr fotografieren, da der Akku des Handys sich zu Ende neigt und ich ja noch Maps brauche, um zurück zum Hotel zu finden.



Tag 23: Pokhara

Der Tag ist schnell erzählt: da heute Wahl in Nepal stattfindet herrscht Fahrverbot. Ich bin also nach dem Frühstück erstmal im Home Office.;)
Zwischendurch besuche ich den Rooftop und stelle fest, das es unglaublich ruhig ist, kein Moped, kein Auto ist zu hören.




Natürlich ist es wieder dunstig und man erkennt gerade noch die Friedenspagode und weiter hinten die Shiva Statue. Ich laufe mal zur Hauptstraße runter...



...und fühle mich wie zu Corona Zeiten: alles zu außer wenigen Cafes und Restaurants, kein motorisiertes Fahrzeug unterwegs, kein Lärm - gespenstische Stille.
Es ist 16:30 und ich gehe einen Cappu trinken.
Gegen 17 Uhr höre ich vereinzelt Motorradlärm und am Abend kehrt dann Normalität zurück. Ich fahre dann auch mit dem Motorrad zum Essen - eine große
Laufrunde am Tag ist genug für mich.



Tag 24: Pokhara - Chame

Ich hatte am Abend schon größtenteils gepackt, so geht es nach dem Frühstück gleich los. Leider erst gegen 9 Uhr (oder war es 10???), denn ich brauche ja wieder
eine ACAP, die ich wieder bei Devi machen lasse, der mich schon wie einen Freund begrüßt. (Nepal Academy Treks and Expedition) 20 $ und 5 oder 6 $ für seine
Arbeit. Ich hatte zuvor eine Mail geschrieben, wann sein Büro öffnet, aber die Antwort kam erst, als ich schon fast an seinem Büro ankam. Ca. 15 Minuten später bin ich dann
auch schon on Tour.



Ich nehme natürlich die obere, hellblaue Strecke, die 27 km kürzer und 1 Minute (laut Guggele) schneller sein soll. 7 Stunden für 175 km, sind im Schnitt 25 km/h.
Die Strecke bis kurz vor Besisahar läuft super, ich brauche ca. 1 Stunde für fast 70 km, dann allerdings gibt es einen Umweg, da die Hauptstrecke gesperrt ist. Hier verliere
ich entscheidende 2 Stunden für die 30 km Umweg.:mad:



Fotografieren tue ich kaum, da eh schon in Zeitnot und auch noch sehr dunstig.



Den Tal Wasserfall möchte ich auf der Rückfahrt mit Drohni befliegen, jetzt wird der Himmel immer dunkler und kurz darauf fängt es zu nieseln an. Zu wenig, um den Regenponcho
rauszuholen, aber genug um die schlechte Piste noch schlechter und ab und zu auch rutschig werden zu lassen. Dann wird es auch noch sehr früh dunkel - die hohen Berge links und rechts
sowie geradeaus und die Regenwolken schlucken das letzte vorhandene Tageslicht.

Beim nächsten Dorf mit Internetzugang suche ich ein Hotel - in Chame wähle ich das Eagle Eye Hotel, das wenige km weiter ist. Kurz davor werde ich noch an der ACAP-Kontrollstelle
aufgehalten. Endlich im Hotel bin ich auch schon wenig später im Speiseraum, der von einem Holzofen gewärmt wird. Die Zimmer sind ohne Heizung oder Klimaanlage, aber auszuhalten,
da es inzwischen fast 10 Grad wärmer ist als vor 10 Tagen in Kagbeni/Muktinath.
 

Ajax

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Tag 25: Chame - Manang - Khangshar

Ein wunderschöner Morgen mit blauem Himmel und klarer Sicht erwartet mich am 25. Tag der Nepalreise.
Voller Vorfreude fahre ich los und schon nach wenigen km habe ich geniale Ausblicke auf die ringsum vorhandenen Eisriesen.









Könnte man hier von einer Abrißkante sprechen?



Ein kleines Dorf im Manang Valley taucht auf, wie die meisten hier oben inzwischen größtenteils mit Hotels und Guest Houses bebaut.
 
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Ajax

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Bitte schön, die Fortsetzung...









Manchmal gibt es solche Tage - vorgestern 2 Bilder den ganzen Tag und heute 200 Bilder in 2 Stunden oder morgen früh 300 in 2 Stunden :eek: .



Das einzige, was mir am heutigen Morgen nicht passt ist der Annapurna Range im Gegenlicht - aber man kann ja nicht alles haben:keine Ahnung:biggrin:
 

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Bin ich froh, das ich diese Strasse nicht zu Fuß und schwer bepackt entlangpilgern muß...



...einen Teil des Gepäcks habe ich im Hotel in Chame zurückgelassen, mit leichtem Gepäck fährt es sich angenehmer.



Im Hintergrund Bildmitte dieser ungewöhnlich geformte Berg liegt genau gegenüber Chame, wo ich übernachtet hatte.





Hier bin ich in Upper Pisang, um eine weitere Runde mit der Drohne zu fliegen. Zuvor war ich in Lower Pisang und sah dort auf der Karte, das es auch eine Straße
nach Upper Pisang gibt. Ich fuhr also ein paar km zurück, über den Fluß und hoch nach Upper Pisang, wo ein schöner Tempel am Berghang thront. (3. Bild bei #300)

 

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Ansichten eines Berges (3) in der Annapurna Range...







...und der nächste Tempel aus Drohnensicht





Das müsste der Gangapurna sein, der später aus anderer Perspektive aus meinem Hotelzimmer zu sehen ist - 7455 m hoch - und momentan (heute im August) mieses Wetter,
die 3 nächsten Tage je 8 Grad und Regen :biggrin: - da hatte ich ja mehr Glück an jenem Tag. Wie zuvor schon erwähnt: es war 10 Grad wärmer als 10 Tage zuvor in
Kagbeni/Muktinath auf gleicher Höhe (3000 - 3800m).
 

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