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Info Krankenversicherung für Expats in Thailand

Karljogi

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Es können sogar Ansprüche, die nicht mit der Erkrankung in Zusammenhang stehen, geprüft werden.

Und genau hier könnte der Unterschied liegen - das ist oben mit "Kausalität" gemeint. Im Schadensfall (nicht in der Antragsprüfung) könnte es entscheidende Unterschiede geben mit denen viele nicht rechnen (war leider genau so in meinem Bekanntenkreis).

Ich habe mal die KI gebeten einige Beispiel aufzuführen und den Unterschied zum DACH Raum herauszuarbeiten.

Beispiel 1: Der unverschuldete Auffahrunfall und die Schilddrüsenerkrankung

Ein Versicherungsnehmer steht an einer roten Ampel und ein anderes Fahrzeug fährt ihm hinten auf. Im Krankenhaus wird eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt, die im Versicherungsantrag nicht angegeben wurde.

In Deutschland (VVG): Die Versicherung muss die Behandlungskosten für die Unfallfolgen übernehmen. Da die Schilddrüsenerkrankung in keinem kausalen Zusammenhang mit dem Auffahrunfall steht, darf die Leistung nicht verweigert werden.

In Thailand (CCC 865): Die Versicherung kann die Zahlung komplett verweigern. Da eine wesentliche Tatsache im Antrag verschwiegen wurde, ist der gesamte Vertrag anfechtbar. Es spielt keine Rolle, dass die Schilddrüse den Unfall nicht verursacht hat.

Beispiel 2: Der Sturz mit dem Motorroller und psychische Vorerkrankungen

Ein Fahrer stürzt aufgrund von Rollsplitt in einer Kurve und muss am Knie operiert werden. Er hat im Antrag eine frühere Behandlung wegen Depressionen verschwiegen.

In Deutschland (VVG): Die Versicherung ist zur Leistung verpflichtet. Eine frühere Depression hat keinen kausalen Einfluss auf das Wegrutschen auf Rollsplitt, weshalb der Unfallschutz für diesen Sturz bestehen bleibt.

In Thailand (CCC 865): Die Versicherung kann die Übernahme der Operationskosten ablehnen. Nach thailändischem Recht führt die Verletzung der Offenlegungspflicht zur Anfechtbarkeit des gesamten Vertrages, unabhängig von einer Kausalität zum Unfallereignis.
 
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Dr. Ramin

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Ein kurzer Kommentar zu deinen beiden Beispielen:

beim ersten Beispiel wird die Versicherung nur dann die Zahlung verweigern dürfen, wenn sie nachweisen kann, dass der Versicherte über seine Schilddrüsenerkrankung Bescheid wusste und deswegen auch schon in Behandlung war.

Ich müsste wirklich nochmal nachlesen, aber ich meine in meinem Vertrag gelesen zu haben, daß Erkrankungen, die zwar vor Versicherungsabschluss aufgetaucht sind aber bereits 5 Jahre zuvor erfolgreich und abschließend behandelt wurde und keine weiteren Folgebehandlungen ausgelöst haben, nicht angegeben werden müssen.

Du hast immer ein bisschen Spielraum dahingehend, ob dir die besagte Krankheit überhaupt bekannt war. Der Typ mit der Schilddrüsenunterfunktion hat dies möglicherweise überhaupt nicht gewußt.

Allerdings ist es möglich daß es dann zu so einer Art Beweislastumkehr kommt, also nicht mehr, daß die Versicherung beweisen muss, dass die Krankheit bereits vorher bestanden hat sondern der Patient, indem man ihn auffordert seine bisherigen Ärzte um eine Bescheinigung dahingehend zu bitten.

Beim zweiten Beispiel liegt ganz klar eine bekannte vorausgehende Krankheit vor. Diese zu verschweigen kann tatsächlich in Thailand dazu führen, dass der Versicherer den kompletten Vertrag auflöst.
 

Dr. Ramin

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Nein, seit fast 25 Jahren nicht mehr.

NEEEIIIIN!

Obwohl, vielleicht besser so. Als ich mal vor gut 18 Jahren einen Freund aus der guten alten Zeit traf, sind wir in Erinnerungen schwelgend die Königsstrasse raufspaziert und irgendwann im "New York" gelandet, eine Disko am oberen Ende der Strasse.

Wir schauten uns um und sagten Dinge wie: "Schau mal, der DJ ist immer noch am gleichen Platz" oder "Die Bestuhlung war früher gemütlicher" und bemerkten garnicht die verstörten Blicke der Anwesenden, alle gut halb so alt wie wir.

Als ich dann 2 hübsche Dinger bemerkte, setzte ich wieder wie einst mein freches Grinsen auf und sagte laut genug, daß die Damen es auch hören konnten: "Wow, die Chicks sind genauso scharf wie früher."

Jetzt erwartete ich entweder ein Wegschauen, das bedeutete, "Alter ich hab nen Freund" oder ein Zurücklächeln, was meist ein "vielleicht wird ja noch was aus uns" signalisierte.

Aber mit der Reaktion hatte ich nicht gerechnet: die eine tat so, als müßte sie kotzen und die andere sagte "Jetzt kommen die schon zum Sterben in die Disko."
 
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Karljogi

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Ich müsste wirklich nochmal nachlesen, aber ich meine in meinem Vertrag gelesen zu haben, daß Erkrankungen, die zwar vor Versicherungsabschluss aufgetaucht sind aber bereits 5 Jahre zuvor erfolgreich und abschließend behandelt wurde und keine weiteren Folgebehandlungen ausgelöst haben, nicht angegeben werden müssen.
Ich hoffe das ist jetzt nicht zu speziell, aber ich beschäftige mich "aus gegebenem Anlass" gerade auch mit diesem Thema - und die Systematik der Fragen bei der Risikoprüfung ist bei den meisten Anbietern ähnlich. Und nach meinem Verständnis sind die Antragsformulare bewusst so gestaltet, dass viele diese falsch verstehen.

Ein Beispiel: In dem mir vorliegenden Antragsformular der AllianzCare https://www.allianzcare.com/content...allianzcare/en/docs/FRM-MedQ-Euro-EN-0220.pdf steht unter 3.4. "Have you undergone a surgical intervention or medical treatment (medicinal or otherwise) in the last 10 years?" schön mit Kästchen zum ausfüllen....

Aber 3.4. dürfte durch Punkt 2 "PRE-EXISTING CONDITIONS" faktisch ausgehebelt werden ""Pre-existing conditions are medical conditions for which one or more symptoms have appeared at some point during your or your dependants' lifetime, regardless of whether a medical consultation had taken place." - Interessanterweise fehlt bei diesem Punkt in dem Antragsformular der Platz um hier Angaben zu machen. Was zumindest in Deutschland von Gerichten zugunsten des Verbrauchers ausgelegt werden dürfte. In Thailand eher nicht. Hier könnten Angaben auf einem gesonderten Blatt erwartet werden.

Ein KI Bespiel, welches leider ziemlich realitätsnah ist (kein Bezug zur Allianz Ayudhya)

Das Szenario: Ein Versicherter wird mit einem akuten Herzinfarkt in ein Krankenhaus in Thailand eingeliefert. Während der Notfall-Operation am Herzen sieht der Chirurg Narbengewebe von einer Ablation, die vor 12 Jahren durchgeführt wurde. Im Antrag der Allianz Ayudhya hatte der Versicherte bei Punkt 3.4 (Behandlungen der letzten 10 Jahre) „Nein“ angekreuzt und die lebenslange Definition der „Pre-existing conditions“ unter Punkt 2 ignoriert, da er die Ablation für erledigt hielt.

Rechtsfolgen Allianz Ayudhya / CCC 865):
  • Sobald der Chirurg die Narben der alten Ablation im Operationsbericht dokumentiert, kann die Versicherung die gesamte Kostenübernahme verweigern.
  • Nach thailändischem Recht (Section 865 CCC) führt das Verschweigen einer wesentlichen Tatsache zur Anfechtbarkeit des gesamten Vertrages.
  • Die Versicherung argumentiert, dass die Ablation gemäß der lebenslangen Definition unter Punkt 2 hätte angegeben werden müssen.
  • Die Versicherung muss nicht beweisen, dass die alte Ablation den neuen Infarkt verursacht hat (keine Kausalität erforderlich); die bloße Falschangabe im Antrag reicht aus, um den Schutz rückwirkend zu löschen.
 
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buddy2020

Lady Bar Flüsterer
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Interessant finde ich das eine große thailändische Krankenversicherung, ab Alter 75, die Beiträge bis um 45% erhöht!

Bei vielen ist es ja so,das die Beiträge nach einem Schadensfalle,sowieso bis um zu 30% erhöht werden können!

Also da muss mann schon einigermaßen finanzstark sein,um sich das im Alter noch leisten zu können!

Deswegen bieten die Th. Krankenversicherungen auch "Lebenslange" Krankenversicherungen an, die vom Unternehmen nicht kündbar sind!

Wenn die z.B. 5000.-€ = z.B. 185.000.-THB Beitrag dann einfach um 45 % ( ca. 268.000.-THB ) angepasst werden,werden wohl sehr viele von sich aus kündigen ;-)

Weil ca. 22.000.-THB im Monat für die KV bei so einigen wohl das Limit übersteigt!

Ein Freund zahlt jetzt ca. 7000.-€ im Jahr, und er ist erst 72 Jahre alt!

Trägt sich auch mit dem Gedanken der Kündigung,was aber mit jetzt schon 3 Bypässen,nicht so einfach ist! Nächte OP selber zahlen..... ;-(
 

Thaihunter

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Interessant finde ich das eine große thailändische Krankenversicherung, ab Alter 75, die Beiträge bis um 45% erhöht!

Bei vielen ist es ja so,das die Beiträge nach einem Schadensfalle,sowieso bis um zu 30% erhöht werden können!

Also da muss mann schon einigermaßen finanzstark sein,um sich das im Alter noch leisten zu können!

Deswegen bieten die Th. Krankenversicherungen auch "Lebenslange" Krankenversicherungen an, die vom Unternehmen nicht kündbar sind!

Wenn die z.B. 5000.-€ = z.B. 185.000.-THB Beitrag dann einfach um 45 % ( ca. 268.000.-THB ) angepasst werden,werden wohl sehr viele von sich aus kündigen ;-)

Weil ca. 22.000.-THB im Monat für die KV bei so einigen wohl das Limit übersteigt!

Ein Freund zahlt jetzt ca. 7000.-€ im Jahr, und er ist erst 72 Jahre alt!

Trägt sich auch mit dem Gedanken der Kündigung,was aber mit jetzt schon 3 Bypässen,nicht so einfach ist! Nächte OP selber zahlen..... ;-(
Nur mal so was glaubt Ihr was die deutsche Private im Alter von 72 Jahren kostet? oder auch die gesetzliche?
 

buddy2020

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Keine Ahnung?

Habe aber diese Zahlen im Internet gefunden...Schon sehr teuer!

Die Kosten für eine private Krankenversicherung (PKV) mit 75 Jahren sind stark vom gewählten Tarif abhängig.

Im Schnitt liegen die monatlichen Beiträge für einen Vollversicherten (ohne Selbstbeteiligung) bei 820 bis 1.200 Euro.

Für mich wäre es erheblich günstiger!

Die Kosten für eine private Restkostenversicherung (PKV) mit 75 Jahren liegen bei einem Beihilfeberechtigten im Durchschnitt zwischen 200 und 350 Euro im Monat.

Die genauen Kosten hängen stark vom gewählten Tarif (z.B. Höhe des Beihilfesatzes, bei mir 70%.
 
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Interessant finde ich das eine große thailändische Krankenversicherung, ab Alter 75, die Beiträge bis um 45% erhöht!

Bei vielen ist es ja so,das die Beiträge nach einem Schadensfalle,sowieso bis um zu 30% erhöht werden können!

Diesbezüglich habe ich andere Informationen:

Zunächst einmal ist es gerade eine Besonderheit der Gruppenversicherung, und hier in Thailand gibt es fast nur Gruppenversicherungen, daß eben die Prämie nicht durch individuelle Krankheitsfälle erhöht wird sondern nach Alter und Geschlecht und der allgemeinen Entwicklung der Krankenhauskosten.

Tatsächlich hat auch Thailand eine Aufsichtsbehörde, die OIC und die schreibt vor, dass auch bei sehr hohen Steigerungen der allgemeinen Arztkosten die Erhöhung der Prämien 22% pro Jahr nicht übersteigen darf.

Allerdings hat Thailand weltweit einer der höchsten medizinischen Inflationsraten verursacht durch die überalterte Bevölkerung und immer neuere medizinische Technologien.

Übrigens der von mir gewählte Tarif heißt Beyond Care.

Auch da lohnt es sich ins Kleingedruckte zu schauen.

Chronische Krankheiten die 5 Jahre vor und 3 Jahre nach Versicherungsabschluß aufgetreten sind bzw. auftreten sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

In dem Fragebogen haben die auch nachgefragt, ob beim Antragsteller bereits hoher Blutdruck oder hohe Blutfettwerte festgestellt worden sind.

Die Versicherung endet beim Tod des Versicherten oder wenn er ins Gefängnis kommt.

Die Versicherung zahlt nicht bei gesundheitlichen Problemen verursacht durch Drogen, Alkohol, während der Ausübung eines Verbrechens, psychische Krankheiten, Zahnbehandlungen, selbstverschuldete Verletzungen, Suizidversuch aber auch beim Boxen, Fallschirmspringen, Bungee Jump, Heißluftballon, Paragliding oder im Falle von Krieg oder Terror.

Letztlich ist meine persönliche Philosophie die: solange ich noch fit bin und arbeiten kann, mache ich mir keine großen Sorgen aber wenn ich eines Tages schwer krank sein sollte und machen wir uns nichts vor, abgesehen von den wenigen Glücklichen, die Zack, Bumm in ihrem Schlaf sterben, steht das uns allen bevor und für diesen Fall möchte ich so gut es geht versichert sein.

Mit dem Paket bei der Allianz Ayudhya habe ich eine für mich sehr gut passende Lösung gefunden und dass ich mich da lebenslang weiter versichern kann, ist ein sehr wichtiger Punkt für mich.

Aber machen wir uns nichts vor, die Versicherungen können jederzeit ihre Versicherungsbedingungen ändern und dann hat man eben die Wahl dabei zu bleiben oder freiwillig zu gehen und wenn man an die Glaspaläste denkt, die so manche Versicherung sich weltweit hingestellt hat, dann weiß man, wo die meisten Beiträge hinfließen.

Für den Fall werde ich mir ein kleines Exit Paket zusammenstellen.

Generell muss ich aber auch sagen, dass ich im Gegensatz zu vielen überhaupt nicht scharf darauf bin ewig alt zu werden.

Ich meine, wie viele Leute jenseits der 80 kennt man, die noch ein halbwegs lebenswertes und leidensfreies Leben führen?

Als ich jung war und die Möglichkeiten, die mir ein hochmodernes Land wie Deutschland bezüglich Ausbildung, Berufswahl aber auch persönlicher Entwicklung im Bereich Sport bot, entdeckte, gab es für mich nur eine Richtung: aufwärts.

Und bis 30 oder 40 ist man ja auch, wenn man es ein bißchen geschickt anstellt, in so einer Art Dauerzugewinnphase in allen Lebensbereichen.

Aber ab dann lässt das ein oder andere nach, man braucht eine Sehhilfe, irgendwann machen die Knochen nicht mehr so mit und dann braucht man vielleicht eine Gehhilfe und möglicherweise auch eines Tages im Bett eine Stehhilfe.

Darüber kann man noch lächelnd hinwegsehen und vielleicht sogar ein paar Witze über sich selbst reißen.

Aber irgendwann bemerkt man, daß das soziale Umfeld langsam verschwindet. Es sind geliebte Menschen, die wegsterben. Es sind aber auch liebgewonnene Orte, die plötzlich einfach abgerissen werden und irgendeinem gewinnbringenden Moloch Platz machen müssen.

Und wenn dann eines Tages von den Menschen und der Umgebung, die man ein Leben lang kannte und die einem vertraut waren, nichts mehr übrig ist, dann wird irgendwann die Frage aufkommen:

„Was soll ich hier noch?“
 
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Baerziege

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Ich meine, wie viele Leute jenseits der 80 kennt man, die noch ein halbwegs lebenswertes und leidensfreies Leben führen?
Da stellt sich dann die grundsätzliche, fast philosophische Frage, warum man sich um die eher unerfreuliche, letzte Phase im Leben überhaupt so viele Gedanken macht und für diese Phase dann auch noch einen Teil seines Geldes investiert.

Wenn das Leben seinen Zenit überschritten hat, der Spaß weniger wird, stattdessen tägliche Schmerzen zum Alltag gehören, und der kleine Bruder nur noch zum Pinkeln dient, dann ist es doch eigentlich Zeit für einen gepflegten Suizid. Ich habe großen Respekt vor Gunther Sachs, der sich mit der Schrotflinte die Schädeldecke gelüftet hat, schnell, final, schmerzfrei - nur der "Tatort" sieht danach nicht so appetitlich aus.

Selbst werde ich wohl, wenn ich die eher unerfreuliche Phase erreiche, mit der entsprechenden Chemie friedlich und selbstbestimmt einschlafen. Das, was man einem Hund gönnt, sollte doch auch für den Menschen möglich sein.
 

buddy2020

Lady Bar Flüsterer
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Was ich darüber gefunden habe,und das auch meiner Erfahrung in Thailand nach so ist.

Das letzte Schreiben der LUMA an mich, hat genau das bestätigt. Deswegen eben keine Vollversicherung mehr!

In Thailand gibt es keine gesetzlich festgelegte Obergrenze für Prämienerhöhungen nach einem Schadensfall.

Erhöhungen richten sich nach den Bestimmungen der Aufsichtsbehörde (OIC) und den individuellen Vertragsbedingungen.

Die Praxis sieht folgendermaßen aus:

  • Individuelle Erhöhungen (Underwriting-Zuschlag): Wenn Sie einen oder mehrere Schadensfälle hatten, kann die Versicherung die Prämie im darauffolgenden Jahr um bis zu 20 % bis 50 % anheben oder sogenannte Selbstbeteiligungs-Modelle (Co-Payment) einführen.

  • Extreme Fälle: Bei sehr hohen, dauerhaften Kosten kann die Prämie um das 1,5- bis 2,5-fache des ursprünglichen Betrags steigen.

  • Kollektive Anpassungen (Medical Inflation): Unabhängig von Ihren eigenen Ansprüchen erhöhen fast alle Versicherer in Thailand die Prämien jährlich um rund 10 %. Dies geschieht, um die stark steigenden medizinischen Kosten auszugleichen.

  • Altersbedingte Erhöhungen: Zusätzlich steigen die Beiträge in der Regel in festgelegten Schritten (oft alle 5 Jahre, z.B. bei Personen ab 61 Jahren) drastisch an.

Das ist ein wesentlicher Aspekt bei der Absicherung.

Im Gegensatz zu den meisten europäischen Systemen kalkulieren viele thailändische oder regionale asiatische Versicherer reine Jahresverträge (Renewable Policies).

Hier sind die wichtigsten Details zu den Beitragserhöhungen (Loading):
  • Risikozuschläge: Hatten Sie im Vorjahr hohe Kosten durch einen Schadensfall, kann der Versicherer bei der anstehenden Erneuerung den Beitrag um 20 % bis 30%, in manchen Fällen sogar noch mehr erhöhen.

  • Risiko der "Unkündbarkeit": Oft ist die Erneuerungsgarantie nicht unkonditioniert. Bei schweren oder chronischen Erkrankungen kann der Versicherer den Vertrag entweder extrem verteuern oder die Verlängerung ganz ablehnen.
 
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Dr. Ramin

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Da stellt sich dann die grundsätzliche, fast philosophische Frage, warum man sich um die eher unerfreuliche, letzte Phase im Leben überhaupt so viele Gedanken macht und für diese Phase dann auch noch einen Teil seines Geldes investiert.

Wenn das Leben seinen Zenit überschritten hat, der Spaß weniger wird, stattdessen tägliche Schmerzen zum Alltag gehören, und der kleine Bruder nur noch zum Pinkeln dient, dann ist es doch eigentlich Zeit für einen gepflegten Suizid. Ich habe großen Respekt vor Gunther Sachs, der sich mit der Schrotflinte die Schädeldecke gelüftet hat, schnell, final, schmerzfrei - nur der "Tatort" sieht danach nicht so appetitlich aus.

Selbst werde ich wohl, wenn ich die eher unerfreuliche Phase erreiche, mit der entsprechenden Chemie friedlich und selbstbestimmt einschlafen. Das, was man einem Hund gönnt, sollte doch auch für den Menschen möglich sein.

100%ige Zustimmung!

Das ist meiner Meinung nach längst überfällig!

Ich finde es erstaunlich, das es hier so eine Resonanz dazu gibt, ist dies doch bei uns ein Tabuthema und möglicherweise verstoße ich jetzt gerade auch gegen irgendwelche Forenregeln, was nicht meine Absicht ist.

Mein Großonkel, also der jüngere Bruder meiner Großmutter, hat gemeinsam mit ihr und dem älteren Bruder als Kleinkind den Ersten Weltkrieg überlebt, um dann als junger Erwachsener die Schrecken des Zweiten Weltkrieges mitzubekommen.

Meine Kindheit und Teenagerzeit verlief so völlig anders als seine und ich konnte auch so recht nichts mit ihm anfangen. Er war ein Mann von Prinzipien und Disziplin und ja, ich vermute er war auch zumindest in seiner Zeit bei der Wehrmacht in der NSDAP.

Ich hatte in der Schule von linksorientierten Ex Hippie Lehrern immer wieder eingebleut bekommen, vor allen Dingen die Männer seiner Generation aufs Tiefste zu verachten, denn aus irgendeinem Grund, den sie mir jedoch nie erklärten, waren diese Männer allesamt abgrundtief böse, hatten furchtbare Dinge getan, weswegen man sie hassen und sich ihrer Schämen sollte.

Das Einzige, wofür ich mich heute schäme, ist dass ich diesen Lehrer geglaubt habe.

Dennoch fiel es mir schwer ihn zu hassen oder mich wegen ihm zu schämen, denn er war eigentlich ein anständiger Mann, hat mir auch gelegentlich bei den Hausaufgaben geholfen, wo er immer strenger war als meine Lehrer, was ich doof fand, allerdings habe ich bei ihm auch das meiste gelernt, was ich wiederum klasse fand.

Bewundert habe ich seine Willenskraft; er hatte im Zweiten Weltkrieg beide Beine verloren und wenn er zu meiner Oma zu Besuch kam, die damals in Kassel Sandershausen im 2. Stock eines Mehrfamilienhauses wohnte, wo es natürlich keinen Fahrstuhl gab und Begriffe wie behindertengerecht noch völlig unbekannt waren, hat er sich beide Stockwerke allein hochgeschleppt und seinen Rollstuhl hinter sich hergezerrt.

Und er hat es gehaßt, wenn man ihm Hilfe anbot, was ich als Kind natürlich gelegentlich provokativ machte und was mir regelmäßig eine Schimpftirade einbrachte, von der ich das meiste nicht verstand:

„Haderlump, Lausebengel, Tunichtgut, Flitzpiepe, Pimpf.“

Für die Art und Weise, wie er sich durchs Leben gekämpft hat, habe ich ihn respektiert, bewundert habe ich ihn dafür, wie er gestorben ist.

Er muss so Mitte Ende 70 gewesen sein als er die fatale Krebsdiagnose von seinem Arzt bekam und als dieser anfing rumzustottern, man könne ja dies oder jenes machen, ist er dem Arzt ins Wort gefallen und hat ihm gesagt er soll endlich aufhören um den heißen Brei herumzuschleichen und Tacheles reden, womit er jetzt zu rechnen hat.

Dieser sagte dann, daß er zunehmend zum Pflegefall und immer mehr auf fremde Hilfe angewiesen sein wird bis er eines Tages elendig sterben würde.

Er hat sich dann noch ein paar schöne Tage mit seiner Frau gemacht, die er schon vor dem Zweiten Weltkrieg geheiratet hatter, sich dann ein heißes Bad eingelassen und aus dieser Welt verabschiedet.

Der letzte Satz in dem Abschiedsbrief an seine Frau beschert mir heute noch gelegentlich eine Gänsehaut.

Er bedankte sich für all die schönen Jahre und die wunderbare gemeinsame Zeit ebenso wie für all die ihm entgegengebrachte Liebe, bat um ihr Verständnis für seine Entscheidung und beendete den Brief mit folgendem Satz:

„Der deutsche Mann fällt niemandem zur Last!“
 

takeshi59

Cheers!
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9 September 2009
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1.373
Früher Rhein-Main; jetzt Huai Yai
Sein letzter Satz hat gesessen!
Ich hatte etwas dazu geschrieben, aber wieder gelöscht da Politik hier verständlicherweise nicht erwünscht ist.

Was die meisten so sagen ist: „Ich möchte niemanden zur Last fallen“.

Wenn es dann soweit ist, dann wird der Begriff „Last“ weit gedehnt.

Schwieriges Thema!

Übrigens. Ich möchte auch niemanden zur Last fallen. Mal sehen …
 

buddy2020

Lady Bar Flüsterer
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18 April 2020
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Die Angst, anderen zur Last zu fallen, führt oft dazu, dass man die eigenen Bedürfnisse völlig ignoriert und sich so selbst psychisch und körperlich ruiniert!

Das gibt es öfter als man denkt!
 
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