Ursula von der Leyen ist demokratisch legitimiert, da sie vom Europäischen Rat, also den gewählten Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten, nominiert und anschließend vom Europäischen Parlament gewählt wurde. Da dieses Parlament direkt von den EU-Bürgern gewählt wird, ergibt sich eine indirekte demokratische Legitimation – ähnlich wie in vielen parlamentarischen Demokratien, in denen der Regierungschef nicht direkt vom Volk, sondern vom Parlament bestimmt wird. Zwar war von der Leyen keine Spitzenkandidatin, doch das Spitzenkandidatenprinzip ist in der EU nicht bindend, und es gibt bislang keinen festen Mechanismus zur Direktwahl der Kommissionspräsidentin.