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Thailand Unsere Farm I

ZauberEr

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20 Februar 2018
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Ich habe deinen Bericht über Ostern regelrecht verschlungen.
Ein toller Bericht mit ganz tollen Fotos, die dazugeführt haben, dass ich mir vorstelle, wie es wäre, so ein Farmerleben zu führen.

Schade, dass man als Farang kein eigenes Land besitzen darf und eine Thai-Ehefrau gibt es nicht, da in DACH glücklich verheiratet.

Eine Frage habe ich, die noch nie angesprochen wurde: da ihr ja ohne Chemie arbeitet, ist das ja quasi Bio-Reis, sofern alle um euch herum darauf verzichten. Bestände denn die Möglichkeit, den Reis des Dorfes eigenständig nach DACH zu exportieren und dort als BIO-Reis zu verkaufen, sei es in Thai-Läden oder Alnatura-Läden.
Der Transport nach DACH und Vertrieb wäre eventuell eine Herausforderung, würde sich wahrscheinlich auch erst ab zig Tonnen lohnen. Wenn ich mir aber vorstelle, dass hier der etwas bessere normale Jamin-Reis schon 2€ das Kilo kostet...gibt bestimmt manche, die für BIO-Reis 3-4 € zahlen würden.

Und eine Idee,die beim Schreiben kommt...wie weit genau bist du denn ab vom Schuss (Bangkok)? Bin Newbie, was TH betrifft, also nicht wundern.

Hintergrund der Frage ist, ob denn Nachfrage bei (deutschen) Touris bestehen würde, als Ganztagsausflug mal so eine Reisfarm zu besichtigen.

Alles Gute euch (unbekannterweise) weiterhin.
 
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Blackmicha

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22 Oktober 2008
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Pak Kret
Ja die lieben Thais und zu Fuss gehen - i am a Lady ,I can not !
Eigentlich ist der Thai stinkend faul was Bewegung anbelant, maximal dem Winken der Grinsekatze zuschauen. Lol
Ich bin auch immer wieder viel zu Fuss unterwegs - Begleitung meist ausgeschlossen.
 
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Iffi

In Memoriam
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18 Oktober 2008
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@ZauberEr vielen dank für deinen Beitrag.

Du bist nicht der einzige, der Ideen bekommt, wenn er meine Farm-Beiträge liest. Freut mich, denn es zeigt mir, dass ich damit bei einigen Interesse erwecke.

Um es kurz zu sagen. We take it easy. Natürlich könnten wir einen eigenen "Reisvertrieb" aufmachen. Wenn wir dann noch unsere Farmen III und IV dazunehmen, kämen noch Gemüse-, Fisch- und Holzkohlevertrieb dazu, wie in meinen separaten Themen für diese zwei Farmen beschrieben.

Wir gehen es einfach locker und stressfrei an.
 

thaiguy

Mister Universe
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25 Dezember 2013
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Keine Ahnung warum Royale behauptet "der Thai" sei faul und dann auch noch hier. Iffy's Berichte zeigen genau das Gegenteil. Ein schoenes Beispiel wie Vorurteile gepflegt werden und immun gegenueber der Realitaet sind. Eigentlich schade.

Ich hab seit den Andeutungen in Richtung Pommesbude (Farm 4?) auch schon gedacht, dass Ihr den Reis und andere Produkte nun bald selbst verbrauchen werdet. Damit koennt ihr dann hochwertiges Essen zu guten Preisen anbieten. Miete faellt keine an und der Sohn, der noch im dreckigen Baowin ist zurueck. Damit haette die Kleine auch den Papa wieder daheim. Die Luftverschmutzung in Baowin fand ich uebelst und das war noch 2006.

Wirtschaftlich wuerde sich die Verwertung lokaler Produkte positiv auf das Dorf auswirken. Vielleicht entstehen so auch noch 2-3 weitere Jobs. Der Neffe kann sicherlich auch jeden Satang brauchen. Keine Ahnung, wann der Betrieb nahebei aufmacht und eine Mittagskantine gebraucht wird. Vielleicht lohnt sich ja eine kleine Investition um alles ein wenig schneller auf die Beine zu stellen. Ich schreibe das hier, weil es doch schade waere, wenn ihr den guten Reis billig abgebt und spaeter dann fuer teures Geld anderen Reis hinzukaufen muesst. Du kennst die Zahlen vermutlich und kannst Dir ein fundiertes Bild verschaffen. Bielleicht ist ja bald der Moment gekommen, wo der Taschenrechner einmal zum Einsatz kommt.

Danke fuer die anregenden Beitraege. Ziemlich viel Unsinn auf dem Forum, was natuerlich OK ist. Fuer Leute, die sich fuer das Land interessieren, sind Deine Infos richtige Perlen.
 

Iffi

In Memoriam
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18 Oktober 2008
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@thaiguy du kommst unseren Gedankengängen schon näher, was unsere Farm IV betrifft. Der ungenutzte, inzwischen aufgeschüttete und planierte Teil der Farm ist satt gross genug für zwei Gebäude und ausgiebigen Gemüse-, vielleicht auch Obstanbau. Die Farm III, Fischfarm, ist ja auch nur ein paar hundert Meter entfernt. Mit anderen Worten, falls wir dort eine "Pommes Bude" aufmachen würden, kämen die Grundnahrungsmittel von uns selber.

Die Familie meiner Frau hätte dann auch eine Beschäftigung.

Spätestens im nächsten Jahr werden dann Tatsachen geschaffen.

Für mich heisst es bis dahin frei nach Kölshe Art: "Et kütt wie et kütt."
 

Pungparamee

Seit mehr als 25. Jahren dabei
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21 Mai 2009
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Der Nachteil bei guten, beziehungsweise erträglichen Geschäften in Thailand ist der, dass dann diese Idee im Nu von anderen kopiert wird. Leider ist meist auch der Einbezug von Familienangehörigen keine gute Idee, da man im Falle eines Falles nicht so handeln kann, wie es eigentlich notwendig wäre. Aus kaufmännischer Sicht betrachtet, fast schon Wahnsinn (Anschreiben, später bezahlen Haha, er ist arm und hat Hunger usw. usw.) Doch zuverlässige und dazu auch noch freundliche Mitarbeiter zu finden, ist sowieso ein großes Problem in Thailand.

Würde die thailändische Moral, Arbeits- und Sichtweise auch nur im Ansatz mit der Europäischen übereinstimmen, könnte man dort auch als Ausländer gutes Geld verdienen.

Zum Glück macht Iffi dort alles zum Spaß, beziehungsweise mehr oder weniger zum persönlichen Vergnügen da er seine Existenz ausreichend gesichert hat.
 

thaiguy

Mister Universe
   Autor
25 Dezember 2013
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Ich bin recht zuversichtlich, dass Iffy's Frau die Sache voll im Griff behalten wird. Nach allem, was ich hier gelesen habe, ist die Gute bestimmt nicht auf den Kopf gefallen und weiss auch, wie man sich bei Verwandschaft und Nachbarn durchsetzt. Das Kopieren wird wohl kommen - nur: Nicht jeder hat ein Grundstueck in idealer Lage, eigenen Anbau, bereits "angestellte" Verwandschaft, einen Sohn in der Branche. Der wuerde durch den Umzug seine Lebensbedingungen spuerbar verbessern. Ich weiss nun nicht, wieviele Mitarbeiter der neue Betrieb, fuer den das Restaurant praktisch die Mittagskueche waere, hat. Kann mir aber durchaus vorstellen, dass da dann noch ein paar kleinere Jobs fuer andere im Dorf herausspringen. Bezahlte Arbeit, und dies regelmaessig durch das ganze Jahr, auf dem Land ist in manchen Gegenden nicht ausreichend vorhanden. Also insgesamt wird das Projekt das Dort staerken. Geld bleibt oder kommt in's Dorf. Der Anbau wird stabilisiert und vielleicht auch diversifiziert. Probleme, wie sie Farangs haben, erwarte ich bei Iffy's Frau weniger. Die wird sich schon richtig in die Sache reinknien, schliesslich kann dann ein Sohn aus dem Moloch Baowin zurueck in die Heimat. Iffy's Frau wartet vermutlich ab, wie sich die Sache mit der neuen Firma entwickelt. Wenn sie genug Infos hat, wird's dann losgehen. :)
Wir werden auch profitieren durch die vielen neuen threads wie etwa Farm V, Farm VI, das Restaurant etc. Iffy's anvisierter Besuch im Krematorium wird er sich nun doch recht lange verkneifen muessen. Gut fuer uns (fuer natuerlich auch).
 

Pungparamee

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@thaiguy, mir ist völlig bewusst, dass Iffis Frau ein gutes Händchen hat und von daher wünsche ich den Beiden auch weiterhin ein gutes und friedliches Gelingen. Mit ihren bisher getätigten Geschäften und Aktionen macht sie sich aber nicht nur Freunde in der Umgebung, denn Neid und Missgunst gehören nun mal dazu. Federn lassen, ob nun physisch oder finanziell, ebenso.

Einen lieben Gruß in die Runde
 

asiafan

GELD oder Liebe? Ich hoffe GELD
   Autor
28 März 2018
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Hallo,

also der Bericht gehört zu den besseren Berichten die ich hier gelesen habe.

Das ist ein Erfahrungsbericht von jemanden der es Erlebt hat und nicht irgendwo abgeschrieben hat.

Also Super Story und hoffe das noch mehr kommt.

tschau
 
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pattaya23leech

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23 Mai 2018
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Echt super wie sich dein Leben und die Farmen entwickeln. Die vielen Berichte sind wirklich wunderbar, gerade deine ehrlichen Worte zum Umgang mit Prostituierten und deren Lebensmodell, das öffnet einem die Augen. So ein nachhaltiges Projekt ist mir tausendmal lieber, als vulgärer Sex-Tourismus. Top!
 
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TimBangkok

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7 Dezember 2015
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Bangkok
Würde die thailändische Moral, Arbeits- und Sichtweise auch nur im Ansatz mit der Europäischen übereinstimmen, könnte man dort auch als Ausländer gutes Geld verdienen.
Diesen Gedanken hatte ich vor einiger Zeit auch. Jedoch beruht er meiner Meinung nach auf den Fehler, dass man sich in einen anderen Kulturkreis und eine andere Gesellschaftsform begeben kann und dort die Arbeits- und Sichtweise seines Kulturkreises umsetzen kann. Passt man sich jedoch den Geflogenheiten an, kann man sehr wohl auch erfolgreich sein. Schließlich gibt es auch sehr viele erfolgreiche und reiche Thais, die ihr Geld nicht unter Anwendung der europäischen Arbeitsweise verdient haben.
 
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Iffi

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Farm I - Reisernte 2018


Das ist unsere 1. Farm, die wir vor 3 Jahren gekauft hatten. Anbaufläche etwas weniger als 5 Rai.

Am 28. Mai war es soweit. Der Reis der Nebensaison war reif zur Ernte. Wir hatten Jasmin Reis ausgesät und nicht Khao Niau (Sticky Rice) wie zur Hauptsaison im Vorjahr.

Es hatte zwar die letzten Tage viel geregnet, aber dem Reis hat es nicht geschadet und er lag nicht im Wasser.

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Und dann waren wir heute an der Reihe und der Mähdrescher kam.

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Iffi

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Farm I - Reisernte 2018 Ertrag


Die Jungs arbeiteten zügig und in ungefähr einer Stunde war alles gemäht.

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Dann wurde noch verladen...

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...und abgerechnet.

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Hat sich wiedermal bestätigt, dass der
Khao Niau leichter als der Jasminreis ist

2015: 3,000 KG Jasminreis Hauptsaison

2016: 2,500 KG Khao Niau Hauptsaison

2017: 2,500 KG Khao Niau Hauptsaison

2018: 3,600 KG Jasminreis Nebensaison


Von der Menge her war es eine sehr sehr gute Nebensaison, aber die Reispreise sind im Keller. Nur 6,6 Baht pro KG. Da kommen so manchem die Tränen.:weinen

Vorher zum Trocknen auslegen, ist in dieser Jahrezeit nich möglich. Da regnet es zu viel. Der Reis geht gleich von der Farm zum Grosshändler.


3,595 KG Jasminreis

6,6 Baht pro KG

23,691 Baht total


Über die Unkosten bin ich dieses mal nicht im Bilde. Meine Frau hat mich nicht um Vorschuss oder dergleichen gebeten. Sie hat die gesamte Finanzierung alleine gestemmt. Mit anderen Worten: das Reisgeschäft hat sich eingependelt und trägt sich selber.

Gute Mädel :daume
 

wumme

Hat nix anderes zu tun
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25 September 2015
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da wo es schön ist
Ca 640€ für eine Ernte und dann gehen auch noch die Unkosten ab .

Für 5 Rai braucht es 5 Säcke Saatgut plus die Arbeiter die Säen wie ich von dir gelernt habe .

Bei diesen Beträgen ist es kein Wunder geht es vielen Farmern schlecht .


Was wäre in guten Jahren als Erlös rausgesprungen , kennst du die Zahlen ?
30 oder 40000THB ?
 
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Pungparamee

Seit mehr als 25. Jahren dabei
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21 Mai 2009
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NRW und โกสุมพิสัย
Ca 640€ für eine Ernte und dann gehen auch noch die Unkosten ab .

Für 5 Rai braucht es 5 Säcke Saatgut plus die Arbeiter die Säen wie ich von dir ge...

Den Bauern geht es nicht viel anders wie unseren Bauern in den 70. Jahren. Viel Arbeit und wenig Gewinn. Kostete 1970 ein Kopf Salat 1 DM auf dem Markt, hat der Bauer vielleicht 10 Pfennig erhalten. Von den 10 Pfennigen musste die Kistenmiete/das Kistenpfand (24 Köpfe pro Kiste) bezahlt werden, der Dünger, die Aufzucht usw. usw. Von einem realistischen Stundenlohn war da auch nicht zu sprechen. Die Bauern hier wie dort, sind wenn einzig und alleine bei einem guten Landverkauf zu Geld gekommen.

Daher sagte ich 1998, Thailand, beziehungsweise der Isaan ist das Deutschland aus den 60. Jahren. Nur hat sich Thailand in der Entwicklung förmlich überschlagen. Ein Zu-oder Umstand, der Vielen noch das Genick brechen wird.
 

neitmoj

Ladydrink iss nicht!
Inaktiver Member
18 März 2009
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35.748
5.215
Den Bauern geht es nicht viel anders wie unseren Bauern in den 70. Jahren. Viel Arbeit und wenig Gewinn. ...

off topic:
Das es den deutschen Bauern seit der Nachkriegszeit jemals schlecht ging bezweifle ich Aber, wie gesagt, off topic

on topic:
6,6 Baht/Kg ist natürlich so gut wie gar nichts.
Insbesondere passt das überhaupt nicht mehr zu den Löhnen und Lebenshaltungskosten.

Ich hatte erwartet das frischer Jasminreis gerade zur Klebreis-Saison hochpreisig ist.
Ende der 1990er Jahre kostete 1Kg grüner Jasminreis (grün = unreif geerntet) auf dem JJ Markt in Bangkok deutlich über 100 Baht/KG und war nur während der Regenzeit erhältlich.
Ich erinnere mich noch sehr gut daran weil es zu der Zeit ständig Skandale gab, wo grün eingefärbter alter Reis als Unreifer verkauft wurde. Bin auch selbst mehrfach auf dieser Scam hereingefallen.

"Echter" grüner Reis ist es eindeutig auf den Bildern von @Iffi
Eine kulinarische Delikatesse. Allerdings nur wenige Tage haltbar (wenn man ihn trocknet ist er nicht mehr grün und unreif / feucht lagern geht auch nicht, dann verschimelt er).

Echt eine traurige Geschichte, daß das ehemals beste/teuerste Produkt der Farmer nun nicht mal mehr die Arbeitslöhne wert ist.
 

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