Am Wochenende habe ich eine ziemlich zweifelhafte Erfahrung mit Edelweiss / Swiss gemacht. Es gibt zwar keinen direkten Thailand-Bezug, aber das Ganze hätte genauso gut auf einem Flug nach oder von Thailand passieren können – daher ist es vielleicht auch hier ganz interessant.
Ich wollte mit meiner Freundin von Heraklion über Zürich nach Stuttgart fliegen. Bereits in Heraklion teilte uns der Kapitän mit, dass wir mit ca. 90 Minuten Verspätung in Zürich eintreffen würden. Noch während des Fluges wurde uns mitgeteilt, dass wir unseren Anschluss nicht mehr erreichen und entsprechend umgebucht werden.
Nach der Landung musste ich allerdings feststellen, dass wir eben nicht umgebucht worden waren. In der App tat sich nichts, und sowohl im Online-Chat als auch bei der Hotline hatte man angeblich keinen Zugriff auf unsere Buchung.
Also zum Transfer Desk: Dort standen Tausende Menschen an, teilweise zog sich die Schlange über mehrere Hundert Meter. Allein bei den Business-Schaltern war die Schlange riesig, die Eco-Schlange dürfte locker einen Kilometer lang gewesen sein. Geöffnet waren lächerliche drei Schalter für Business und vier für Eco.
Wir standen zwei bis drei Stunden in der Schlange. Währenddessen habe ich parallel versucht, selbst Alternativen zu organisieren – wie schon erwähnt über Hotline und Chat, außerdem habe ich selbst nach verfügbaren Flügen gesucht.
Irgendwann kamen dann auch Durchsagen, dass man sich selbst um ein Hotel kümmern und versuchen solle, online oder telefonisch selbst umzubuchen. Hahaha! Hätte ich ja gerne gemacht, aber eure Schrott-IT wollte nicht und die Hotline war ohnehin komplett überfordert bzw. inkompetent.
Irgendwann wurde noch eine Palette Wasser für die Wartenden hingestellt. Das war's dann aber auch.
Man hatte wirklich den Eindruck, die Situation hätte alle Beteiligten völlig unvorbereitet getroffen und es hätte noch nie zuvor Flugausfälle oder Unwetter gegeben – so unprofessionell sind die Airline bzw. der Flughafen mit den gestrandeten Passagieren umgegangen.
Nachdem sich die Schlange irgendwann praktisch überhaupt nicht mehr bewegt hat, habe ich selbst ein Hotel gebucht und die Weiterflüge für den nächsten Tag organisiert. Im Übrigen haben mich zwei Business-Class-Tickets One Way von Zürich nach Stuttgart knapp 2.000 Euro gekostet – für einen Flug von etwa 25 Minuten.
Von unserem Gepäck natürlich ebenfalls keine Spur. Es bestand auch praktisch keine Chance, es am Lost-Baggage-Schalter zu bekommen, da die Schlange dort ähnlich aussah wie an den Transfer-Schaltern. Also musste ich zusätzlich noch Hygieneartikel kaufen.
Mit dem Uber ging es dann ins Hotel. Wir waren noch in einem Restaurant etwas essen und sind am nächsten Morgen mit dem Uber wieder zum Flughafen gefahren. Dort gab es erneut ewig lange Schlangen am Swiss Ticket Office. Im Terminal lagen außerdem jede Menge Passagiere, die dort offensichtlich die Nacht verbracht hatten.
Mir haben vor allem die Leute leidgetan, die entweder ihre Rechte nicht kennen und/oder finanziell gar nicht in der Lage sind, kurzfristig größere Summen für Hotel, Verpflegung und neue Flüge vorzustrecken.
Ich habe der Airline inzwischen eine Rechnung über knapp 3.000 Euro geschickt. Darin enthalten sind auch 2 × 400 Euro EU-Ausgleichszahlung. Ich bin gespannt, ob das ohne Anwalt funktioniert – ich vermute eher nicht. Ich werde hier berichten, wie es weitergeht.
Für mich ist das auf jeden Fall mal wieder ein Beweis dafür, was für ein mieser Laden die gesamte Lufthansa Group sein kann, wenn in einer solchen Situation derart mit Passagieren umgegangen wird.
Die EU-Ausgleichszahlungen sollten meiner Meinung nach noch deutlich höher sein als die ohnehin maximal vorgesehenen 600 Euro (bzw. in meinem Fall nur 400 Euro pro Person). Denn offensichtlich kann es sich für Airlines eher lohnen, in solchen Situationen praktisch keinen Service anzubieten, wenn ein großer Teil der Passagiere seine Ansprüche anschließend gar nicht geltend macht bzw. seine Rechte gar nicht kennt.
Wenigstens für das Gepäck sieht es gut aus, hier kam mittlerweile eine Meldung dass es gefunden wurde, und mir zeitnah zugestellt wird.
Hier noch ein Link zu dem Vorfall:
Gewitter: Swiss mittlerweile bei 85 gestrichenen Zürich-Flügen | aeroTELEGRAPH
Ich wollte mit meiner Freundin von Heraklion über Zürich nach Stuttgart fliegen. Bereits in Heraklion teilte uns der Kapitän mit, dass wir mit ca. 90 Minuten Verspätung in Zürich eintreffen würden. Noch während des Fluges wurde uns mitgeteilt, dass wir unseren Anschluss nicht mehr erreichen und entsprechend umgebucht werden.
Nach der Landung musste ich allerdings feststellen, dass wir eben nicht umgebucht worden waren. In der App tat sich nichts, und sowohl im Online-Chat als auch bei der Hotline hatte man angeblich keinen Zugriff auf unsere Buchung.
Also zum Transfer Desk: Dort standen Tausende Menschen an, teilweise zog sich die Schlange über mehrere Hundert Meter. Allein bei den Business-Schaltern war die Schlange riesig, die Eco-Schlange dürfte locker einen Kilometer lang gewesen sein. Geöffnet waren lächerliche drei Schalter für Business und vier für Eco.
Wir standen zwei bis drei Stunden in der Schlange. Währenddessen habe ich parallel versucht, selbst Alternativen zu organisieren – wie schon erwähnt über Hotline und Chat, außerdem habe ich selbst nach verfügbaren Flügen gesucht.
Irgendwann kamen dann auch Durchsagen, dass man sich selbst um ein Hotel kümmern und versuchen solle, online oder telefonisch selbst umzubuchen. Hahaha! Hätte ich ja gerne gemacht, aber eure Schrott-IT wollte nicht und die Hotline war ohnehin komplett überfordert bzw. inkompetent.
Irgendwann wurde noch eine Palette Wasser für die Wartenden hingestellt. Das war's dann aber auch.
Man hatte wirklich den Eindruck, die Situation hätte alle Beteiligten völlig unvorbereitet getroffen und es hätte noch nie zuvor Flugausfälle oder Unwetter gegeben – so unprofessionell sind die Airline bzw. der Flughafen mit den gestrandeten Passagieren umgegangen.
Nachdem sich die Schlange irgendwann praktisch überhaupt nicht mehr bewegt hat, habe ich selbst ein Hotel gebucht und die Weiterflüge für den nächsten Tag organisiert. Im Übrigen haben mich zwei Business-Class-Tickets One Way von Zürich nach Stuttgart knapp 2.000 Euro gekostet – für einen Flug von etwa 25 Minuten.
Von unserem Gepäck natürlich ebenfalls keine Spur. Es bestand auch praktisch keine Chance, es am Lost-Baggage-Schalter zu bekommen, da die Schlange dort ähnlich aussah wie an den Transfer-Schaltern. Also musste ich zusätzlich noch Hygieneartikel kaufen.
Mit dem Uber ging es dann ins Hotel. Wir waren noch in einem Restaurant etwas essen und sind am nächsten Morgen mit dem Uber wieder zum Flughafen gefahren. Dort gab es erneut ewig lange Schlangen am Swiss Ticket Office. Im Terminal lagen außerdem jede Menge Passagiere, die dort offensichtlich die Nacht verbracht hatten.
Mir haben vor allem die Leute leidgetan, die entweder ihre Rechte nicht kennen und/oder finanziell gar nicht in der Lage sind, kurzfristig größere Summen für Hotel, Verpflegung und neue Flüge vorzustrecken.
Ich habe der Airline inzwischen eine Rechnung über knapp 3.000 Euro geschickt. Darin enthalten sind auch 2 × 400 Euro EU-Ausgleichszahlung. Ich bin gespannt, ob das ohne Anwalt funktioniert – ich vermute eher nicht. Ich werde hier berichten, wie es weitergeht.
Für mich ist das auf jeden Fall mal wieder ein Beweis dafür, was für ein mieser Laden die gesamte Lufthansa Group sein kann, wenn in einer solchen Situation derart mit Passagieren umgegangen wird.
Die EU-Ausgleichszahlungen sollten meiner Meinung nach noch deutlich höher sein als die ohnehin maximal vorgesehenen 600 Euro (bzw. in meinem Fall nur 400 Euro pro Person). Denn offensichtlich kann es sich für Airlines eher lohnen, in solchen Situationen praktisch keinen Service anzubieten, wenn ein großer Teil der Passagiere seine Ansprüche anschließend gar nicht geltend macht bzw. seine Rechte gar nicht kennt.
Wenigstens für das Gepäck sieht es gut aus, hier kam mittlerweile eine Meldung dass es gefunden wurde, und mir zeitnah zugestellt wird.
Hier noch ein Link zu dem Vorfall:
Gewitter: Swiss mittlerweile bei 85 gestrichenen Zürich-Flügen | aeroTELEGRAPH










