Kleines Abenteuer mit Suuai und ein bisschen Sok Ga Prok - Teil 2
Da wir mittlerweile einen Koffer hatten, den wir dank der ausgefallenen Hochzeit eigentlich gar nicht mehr benötigten, dafür aber keine kleine Reisetasche oder einen Rucksack, hatten wir unsere Wechselsachen für den Fall einer Übernachtung kurzerhand in Plastiktüten gepackt.
Nicht Gucci – aber auf ihre ganz eigene Art durchaus stylisch. 
oder gar Thai Stylisch
Und da ich unterwegs irgendwann keine Lust mehr hatte, abends noch weiterzufahren, suchte Madame während der Fahrt nach einer günstigen Bleibe irgendwo in der City.
Gefunden wurde das
Chaipat Hotel (โรงแรมชัยพัช).
Das Hotel lag in einer kleinen Straße, war innen schon etwas in die Jahre gekommen und insgesamt sehr einfach.
Aber was will man für
zwei Zimmer à 600 Baht auch erwarten? Einen Butler mit Champagner vermutlich eher nicht.
Es war halt zweckmäßig für eine Nacht. 2 Flaschen Wasser ,aber kein Wasserkocher .
Kaffee konnte man im Eingangsbereich bis 12 Uhr kostenfrei nehmen ... natürlich löslichen
Ob die Lage gut oder schlecht war, kann ich nicht beurteilen – dafür kenne ich mich in Khon Kaen einfach zu wenig aus.
Die Matratzen hatten auf jeden Fall einen leichten
Wasserbett-Effekt.
Wenn sich einer gedreht hat, hat der andere es auch ein bisschen gemerkt.
Gemeinsames Schaukeln verbindet.
Wenn wir nun schon einmal hier waren und ich keine Lust mehr hatte zu fahren, musste Grab herhalten.
Also zunächst etwa zehn Minuten Fahrt zum
Wat Nong Waeng Phra Aram Luang (วัดหนองแวง พระอาราม).
Anschließend ging es hinten hinaus zum Park am
Kaen Nakhon Stadtsee (แก่นนคร).
Auf dem Weg musste aber erstmal noch ein leckeres Kokuseis verdrückt werden.
Wir hatten uns das Ganze ähnlich wie in Udon vorgestellt – wurden allerdings ziemlich schnell eines Besseren belehrt.
Der Park auf dieser Seite war größtenteils Baustelle. Allerdings nicht unbedingt im Sinne von „Hier wird gerade etwas schöner gemacht“, sondern eher im Stil von
„Hier hat jemand irgendwann angefangen und dann beschlossen, dass Feierabend ist.“
Es wirkte teilweise ziemlich heruntergekommen und überall lag Müll herum.
Schade eigentlich, denn die Lage am See hätte deutlich mehr hergegeben.
Also gingen wir weiter am See entlang. Dort sollte später ein beliebter Street-Food-Markt entstehen, der gerade fleißig aufgebaut wurde.
Laut Recherche einer der beliebten Treffpunkte der Locals.
Nur leider sah auch hier die Umgebung nicht unbedingt nach
„Komm, wir setzen uns gemütlich hin und genießen den Abend“ aus.
Also: nächster Grab.
Diesmal ging es zum
Ton Tann Market (ตลาดต้นตาล).
Und siehe da – das sah schon wesentlich besser aus.
Street-Food-Markt, normaler Markt, teilweise Live-Musik und jede Menge Plätze zum Sitzen und Verweilen.
Leider hatte ich erst später mitbekommen, dass
genau einen Tag zuvor Sek Loso dort gespielt hatte.
Scheiße aber auch! 
Da wäre ich definitiv schon am Montag hingefahren.
Aber gut … passt irgendwie wieder zum Karma.
Also machten wir das Beste daraus, schlenderten über den Markt, probierten verschiedene Thai-Gerichte und – genau – die Mädels mussten natürlich wieder ein bisschen bummeln.
Ich hingegen suchte mir schon einmal einen strategisch günstigen Platz.
Denn irgendwann tauchte die
Chang-Promotion auf.
Eigentlich wollten wir zwei Flaschen Chang bestellen.
Aber wenn ein nettes Lächeln plötzlich
4 für 3 inklusive Nam Keng anbietet …
Wer bin ich, dass ich mich einem solchen Angebot in den Weg stelle? 
Also wurde aus zwei Flaschen spontan eine kleine mmathematische Erweiterung.
Ein Foto gab es natürlich auch noch – wie immer
für einen Freund.
Neben leichter Thai-Live-Musik wurde auf zwei riesigen Bildschirmen Fußball übertragen:
Thailand gegen Singapur.
Tja … was soll ich sagen?
Unser Karma hatte offenbar beschlossen, sich ebenfalls einzumischen.
Nach dem Ausgleich gewann Singapur am Ende doch noch
2:1.
Khon Kaen hatte also nicht nur Stadt technisch sondern auch fußballerisch noch etwas Sok Ga Prok für uns übrig.
Da wir dann irgendwann auch die fünfte Flasche erfolgreich vernichtet hatten, hieß es mit dem dritten Grab des Tages:
Ab in die Schlafbude und gegenseitig in den Schlaf schaukeln.
Die Anders-Weichen-Matratzen waren schließlich noch nicht ausreichend getestet.
Natürlich wurde unterwegs für Stieftochter auch noch ein obligatorischer
7/11-Stopp eingelegt.
Denn egal wie spät es ist, egal wo man ist und egal wie voll der Magen bereits ist:
7/11 findet immer statt.
War ein sehr netter Fahrer.
Ich muss ehrlich sagen: Als Stadt gefällt mir
Udon Thani insgesamt wesentlich besser.
Irgendwie ist es dort einfach mehr
Suuai.
Khon Kaen hatte zwar auch seine schönen Seiten, aber teilweise war doch etwas viel
Sok Ga Prok dabei.

Oder sagen wir mal so, die Stadtteile wo wir unterwegs waren haben mich jetzt nicht vom Hocker gerissen.
Wenigstens hatten wir von Udon aus jetzt endlich alle Himmelsrichtungen vollständig.
Nord, Süd, Ost, West – einmal Thailand-Kompass komplett durchgespielt.
Und damit war unser kleines Abenteuer auch schon fast wieder vorbei. Um 12 mussten wir raus , also war schlafen bis 11 möglich.
Madame war nach 2 Minuten wieder im Land der Träume wärend ich für euch noch Fingergymnastik auf dem Smartphone versucht habe ... das ging etwas träge nach dem Bier ... aber was macht man nicht alles für's Forum
Bis denne …

