Die Blockchain ist auch öffentlich einsehbar, jeder Bitcoin nachverfolgbar. Also wenn es da eine Abweichung gäbe, das wär garantiert aufgeflogen bzw in nem dezentralen System erst gar nicht möglich.
Achso, dann ist ja kein scam möglich.

Beim missglückten Short Squeze gegen Varta waren teilweise mehr als 100% der Aktien zeitgleich geshortet, was eigentlich nicht möglich sein sollte, jedoch irgendwie funktionierte ohne das der oder die Betrüger ermittelt werden konnten.
Wenn also im Blockchain jeder Bitcoin jederzeit nachverfolgbar ist, dann muss man sich das wohl so vorstellen:
Du,
@Pattaya1988 besitzt unter anderem den Bitcoin mit der Seriennummer 1234567, der am 12. Februar 2016 in New York von Frank Feinbein geschürft wurde. Gekauft hast du diesen Bitcoin bei Biance am 16. April 2020 und mit 380 Etherium bezahlt. Seitdem befindet er sich in deinem Ledger mit der Seriennummer abcdefyou ...
Doch stop! - So kann es nicht funktionieren, denn dann wäre die Anonymität nicht gegeben.
Zudem werden nicht komplette Bitcoin am Stück gesurft, sondern nur "Blöcke". Wobei ich nicht weiß wie ein Block definiert ist und welchen Bruchteil eines BTC ein Block entspricht.
Scheinbar gibt es überhaupt keine Untereinheit zum Bitcoin, sondern stattdessen beliebig und willkürlich kleine Stücke. Denn wie könnte es sonst möglich sein das man z. B. für exakt 1€ 0,00000000xxxx Bitcoin kaufen kann, statt dass das kleinstmögliche Bruchstück z. B. 0,86€ oder 1,34€ kostet.
Und wie sieht es mit der Zuordnung aus wenn ich zum Beispiel jeden Monat 1/10 Bitcoin kaufe? Habe ich dann nach 10 Monaten 1 Bitcoin oder 10 1/10 Bitcoin oder etwa 1 Million millionstel Stücke von unzähligen verschiedenen Bitcoin?
Am letzten Beispiel kannst du als Ingenieur oder Mathematikkundiger unschwer erkennen das ein Datenabgleich bei sovielen Pfaden
völlig unmöglich ist.
Insbesondere die Komplexität der dezentralen Datenspeicherung macht es unmöglich zu prüfen ob ein und derselbe BTC mehrfach existiert oder aus mehr als 1 Millionen millionstel Stücken besteht.
Etwa so wie während des II. Weltkriegs die USA mittels gefälschter Reichsmark Banknoten versuchte die deutsche Wirtschaft zu schwächen, könnte zum Beispiel Nordkorea massenweise gefälschte Bitcoin (oder irgendwelche Meme Coins) in den Umlauf bringen.
Sofern die Behauptungen über die Unfehlbarkeit der Blockchain stimmen, könnte man vielleicht noch feststellen welche Coins echt sind und welche Fälschungen sind. Aber dies ginge nur während die Coins "online" sind, aber nicht während sie offline auf einem Ledger liegen.
Ebenso logisch das nicht bei jedem Mikro-Zahlvorgang weltweit auf jedem angeschlossen Computer geprüft werden kann ob die Coins in echt existieren und in wessen Besitz sie gerade sein müssten.
Das funktioniert nicht einmal mit Banknoten:
Du könntest theoretisch an 1 Tag in Pattaya in 1000 Bier-Bars 1000 Tausend täuschend echt aussehende 1000 Baht Banknoten mit exakt der gleichen Seriennummer in Umlauf bringen ohne das es auffällt.
Wie denkst du (oder andere) das dies bei Bruchstücken von Bitcoin verhindert werden kann?