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- 24 November 2024
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Pattaya-Naturkunde – Teil 9
Enrico und das Weltvisaamt
Eine satirische Beobachtung. Alle Figuren sind frei erfunden. Sollten sich irgendwo Ähnlichkeiten ergeben, handelt es sich selbstverständlich um einen bedauerlichen Zufall.
In der freien Wildbahn Pattayas gibt es eine besonders robuste Unterart des deutschen Langzeit-Expats: den Selbstjuristen.
Sein Lieblingssatz lautet:
„Ich mach das alles selber. Ist überhaupt kein Problem.“
Komischerweise fällt dieser Satz meistens kurz vor dem Problem.
Der Selbstjurist braucht grundsätzlich keinen Fachmann. Visa? Kein Problem. Immigration? Kein Problem. Aufenthaltsrecht? Auch kein Problem.
Warum? Er hat das Internet. Google.
Einen Bekannten.
Und natürlich Erfahrung.
Das ist wichtig.
Denn Erfahrung ersetzt in Pattaya offenbar Studium, Berufszulassung und ungefähr 25 Jahre Berufspraxis.
Ein besonders schönes Exemplar heißt Enrico.
Mitte sechzig, kurze Hose, Sandalen und ein Hemd, dessen Farbe irgendwo zwischen Ferienanlage und Warnweste liegt.
Die Haare kurz und akkurat nach hinten gekämmt.
Nicht weil es besonders gut aussieht.
Sondern weil es seit 1998 so gemacht wird.
Dazu eine Sonnenbrille, die auch bei Regen auf der Nase bleibt.
Und einen Bauch, der den Raum ungefähr zwei Sekunden vor ihm betritt.
Enrico lebt schon lange in Thailand und kennt sich aus.
Mit allem. Vor allem mit Dingen, von denen er keine Ahnung hat.
„Visa?“
Enrico lacht: „Mach ich selber.“
„Immigration?“
„Mach ich selber.“
„Schengen-Visum?“
Enrico schaut kurz zur Seite.
„Auch kein Problem.“
An dieser Stelle wird es für die Naturwissenschaften interessant.
Enrico hat nämlich die Frau seines Lebens gefunden. Sie ist ganz anders. Natürlich.
Nennen wir sie Pim.
Pim ist Anfang zwanzig und arbeitet gelegentlich in einer Bar. Lange Haare, viel Glitzer und ein Smartphone, das wahrscheinlich mehr kostet als die Einrichtung ihrer Wohnung.
Enrico ist verliebt.
Sehr.
„My wife.“
Pim nennt ihn „Enriiiico“.
Und Enrico hat große Pläne.
Pim soll nach Deutschland.
Nicht nur nach Deutschland.
Ins Erzgebirge.
Er möchte ihr Sachsen zeigen.
„Da ist Natur.“
Pim schaut ihn an.
„Nature?“
„Ja.“
„Many people?“
„Nein.“
Sie überlegt.
„Why go there?“
Enrico lächelt.
„Das ist meine Heimat.“
Pim lächelt zurück.
„Okay, baby.“
Sie weiß nicht, was das Erzgebirge ist.
Aber sie weiß jetzt, dass es in Deutschland liegt.
Damit ist die Reiseplanung im Wesentlichen abgeschlossen.
Enrico beginnt mit dem Visum.
Einen Anwalt braucht er nicht.
„Warum soll ich dafür einen Anwalt bezahlen? Ich weiß doch, wie das geht.“
Er hat schließlich schon einmal ein Visum bekommen.
Das ist ungefähr die gleiche Argumentation wie: „Ich bin einmal mit einem Flugzeug geflogen. Ich kann jetzt auch Pilot werden.“
Also sammelt Enrico Informationen.
Foren, Facebook, YouTube.
Ein Rolf schreibt irgendwo: „Meine Freundin war 2019 mit Schengen hier. Ging problemlos.“
Enrico speichert den Beitrag.
Damit ist die Rechtslage geklärt.
Dann geht er doch zu einem Fachanwalt für Ausländerrecht. Irgendwie ist ihm nämlich alles zu viel Aufwand (die Sorte kenne ich selbst nur zu gut...)
Der Anwalt hört sich alles an.
„Es geht also um ein Schengen-Visum für Ihre Partnerin?“
„Ja.“
„Dann müssen wir zunächst klären, wie der Reisezweck dargestellt wird, wie die Finanzierung nachgewiesen werden kann und welche Unterlagen die Rückkehrbereitschaft Ihrer Partnerin belegen.“
Enrico lehnt sich zurück.
„Das weiß ich.“
Der Anwalt blinzelt.
„Ach so.“
„Ich hab mich informiert.“
„Sehr gut.“
„Die Botschaft macht da immer denselben Quatsch.“
„Welchen Quatsch genau?“
„Na, diesen ganzen Papierkram.“
Der Anwalt bleibt ruhig.
„Eine Verpflichtungserklärung kann erforderlich sein. Dann wird unter anderem Ihre finanzielle Leistungsfähigkeit geprüft.“
Enrico runzelt die Stirn.
„Meine was?“
„Ihre finanzielle Leistungsfähigkeit.“
„Die wissen doch, dass ich Geld habe.“
„Dann dürfte der Nachweis ja kein Problem sein.“
„Ich muss denen meinen Gehaltsnachweis geben?“
„Je nach Fall sind entsprechende Nachweise über Einkommen und finanzielle Mittel erforderlich.“
Enrico schaut ihn an.
„Also jetzt mal langsam.“
Der Anwalt wartet.
„Ich will meine Freundin nach Deutschland holen.“
„Sie möchten, dass sie Deutschland für einen Kurzaufenthalt besucht.“
„Ja.“
„Dann müssen die Voraussetzungen für das Schengen-Visum erfüllt und nachgewiesen werden.“
„Und dafür soll ich beweisen, was ich verdiene?“
„Unter anderem.“
„Warum?“
„Weil die Finanzierung des Aufenthalts geklärt sein muss.“
„Ich kann die doch bezahlen.“
„Genau dafür gibt es die Verpflichtungserklärung.“
„Ja, aber warum muss ich das beweisen?“
Der Anwalt schaut ihn kurz an.
„Weil Sie es zugesagt haben.“
Enrico nickt.
„Aha.“
Dann kommt der Moment.
„Wir sind doch hier nicht in der DDR.“
Der Anwalt schaut irritiert.
Enrico legt nach:
„Sind Sie von der Stasi?“
Stille.
Der Anwalt legt seinen Kugelschreiber hin.
„Herr Enrico.“
„Ja?“
„Ich bin Rechtsanwalt.“
„Na und?“
„Und kein Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit.“
„War doch nur eine Frage.“
„Nein, das war keine besonders sinnvolle Frage.“
„Man wird ja wohl noch fragen dürfen.“
Der Anwalt schaut ihn an.
Das ist vermutlich der erste Moment in seiner beruflichen Laufbahn, in dem er sich fragt, ob eine Visumberatung eigentlich als Extremsport anerkannt werden kann.
Er versucht es noch einmal.
„Zusätzlich brauchen wir eine gültige Reisekrankenversicherung. Und wir müssen uns mit der Frage beschäftigen, ob nachvollziehbar ist, dass Ihre Partnerin nach dem Besuch wieder nach Thailand zurückkehrt.“
Enrico: „Natürlich kommt die zurück.“
„Das muss entsprechend plausibel gemacht werden.“
„Warum?“
„Weil genau das im Visumverfahren geprüft wird.“
„Die arbeitet doch.“
„Dann sollten entsprechende Nachweise vorgelegt werden.“
„Die arbeitet in einer Bar.“
Der Anwalt macht eine kleine Pause.
„Dann wird man prüfen müssen, welche Bindungen an Thailand tatsächlich nachweisbar sind.“
Enrico: „Das ist doch alles Quatsch.“
„Nein. Das ist das Verfahren.“
„Das ist deutsche Bürokratie.“
„Das ist europäisches Visarecht.“
Enrico nickt.
„Sehen Sie. Genau das meine ich.“
Der Anwalt schaut kurz aus dem Fenster.
Pim sitzt daneben und versteht ungefähr die Hälfte.
„Enrico. Why lawyer ask many paper?“
„Germany.“
„Why Germany ask?“
„Because they don't trust.“
„Trust who?“
„You.“
Pim schaut den Anwalt an.
Dann Enrico.
„Why he no trust me?“
Enrico:
„Because Germany.“
Pim nickt.
Das scheint ihr zu reichen.
Dann fragt sie: „How much money lawyer?“
Enrico:
„Too much.“
„Visa come?“
„Don't know.“
„Money come back?“
„No.“
Pim denkt kurz nach: „Then lawyer very clever.“
Der Anwalt hebt eine Augenbraue.
Enrico tut so, als hätte er es nicht gehört.
Dann kommt die Rechnung.
Der Anwalt möchte sein Honorar.
Nicht nur, wenn das Visum erteilt wird.
Sondern für die Beratung.
Enrico ist fassungslos.
„Aber Sie wissen doch gar nicht, ob das Visum klappt.“
„Das ist richtig.“
„Und dafür soll ich bezahlen?“
„Ja.“
„Auch wenn die Botschaft ablehnt?“
„Ja.“
„Das ist doch kein Erfolg.“
„Nein.“
„Dann bezahle ich für Misserfolg?“
„Nein. Sie bezahlen für meine Tätigkeit.“
Enrico lehnt sich zurück.
„Das ist doch unglaublich.“
„Warum?“
„Weil Sie keine Garantie geben.“
„Ein Rechtsanwalt kann Ihnen keine Garantie für die Entscheidung einer Behörde geben.“
Enrico: „Na wunderbar.“
„Ich kann Ihnen sagen, wie die Rechtslage ist, welche Unterlagen erforderlich sind und welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen.“
„Das weiß ich selber.“
Der Anwalt schaut ihn an.
„Dann verstehe ich nicht ganz, warum Sie hier sind.“
Enrico: „Weil ich dachte, Sie wissen vielleicht was.“
„Das war auch mein Eindruck.“
Enrico zieht die Sache jetzt selbst durch.
Er kennt schließlich die Vorschriften.
Er hat sie gelesen.
Zumindest die Überschrift.
Dann kommt die Botschaft.
Dort sitzt ein Mitarbeiter und fragt nach Unterlagen.
Enrico erklärt ihm zunächst, wie das Verfahren funktioniert.
Der Mitarbeiter hört zu.
„Wir benötigen diese Unterlagen.“
Enrico: „Nein.“
„Doch.“
„Ich habe mich informiert.“
„Das mag sein.“
„Im Internet steht das anders.“
„Das kann sein.“
„Dann machen Sie es falsch.“
Der Mitarbeiter schaut ihn an.
„Wir bearbeiten diese Anträge beruflich.“
Enrico: „Ich auch.“
„Was genau?“
„Ich hab Erfahrung.“
Der Mitarbeiter schweigt.
Für einen kurzen Moment ist selbst die Bürokratie sprachlos.
Pim sitzt daneben.
„Enrico.“
„Ja?“
„Why man angry?“
„Der versteht das nicht.“
„What he not understand?“
„Das Visum.“
Pim schaut Enrico an.
„You understand?“
„Natürlich.“
„Then why no visa?“
Stille.
Enrico schaut zur Decke.
Der Himmel bleibt unbeteiligt.
Irgendwann kommt der Bescheid.
Das Visum wird nicht erteilt.
Enrico liest ihn.
Noch einmal.
Dann: „Die sind doch alle bescheuert.“
Pim: „No visa?“
„Nein.“
„Why?“
„Deutschland.“
„Germany bad?“
„Ja.“
„But you want me Germany.“
„Ja.“
Pim denkt nach.
„Germany bad but you want me there?“
Enrico: „Das ist kompliziert.“
Pim nickt.
„Europe very complicated.“
Damit hat sie die Angelegenheit erstaunlich gut zusammengefasst.
Enrico beschließt, nie wieder einen Anwalt zu nehmen.
„Die haben doch keine Ahnung.“
Auch die Botschaft hat keine Ahnung.
Die Ausländerbehörde hat keine Ahnung.
Die Visaabteilung hat keine Ahnung.
Eigentlich hat niemand Ahnung.
Nur Enrico.
Das Problem ist lediglich: Es funktioniert trotzdem nicht.
Einige Wochen später sitzt Enrico wieder in Pattaya.
Chang auf dem Tisch.
Pim daneben.
Das Visum noch immer nicht da.
Enrico erklärt einem anderen Deutschen:
„Ich sag dir, die in Deutschland machen alles falsch.“
„Was hast du denn gemacht?“
„Alles selbst.“
„Und?“
„Hat nicht geklappt.“
„Warum?“
Enrico nimmt einen Schluck Chang.
„Deutschland.“
Pim nickt.
Sie versteht zwar nicht genau, was Deutschland damit zu tun hat.
Aber solange Deutschland irgendwann eine Menge Geld bedeutet, findet sie Deutschland grundsätzlich hervorragend.
Und das Erzgebirge würde sie sich zur Not auch ansehen.
Wenn dort irgendwo eine Bar ist.
In der freien Wildbahn Pattayas ist Enrico kein Einzelfall.
Diese Tiere brauchen grundsätzlich keinen Fachmann.
Außer wenn etwas schiefgeht.
Dann brauchen sie sehr schnell einen.
Der aber bitte nichts kosten darf.
Und eine Erfolgsgarantie sollte er natürlich trotzdem geben.
Enrico hat seine eigene Rechtsabteilung.
Sie besteht aus Google, Facebook, einem YouTube-Video von 2018 und Rolf aus dem Forum.
Das einzige Problem ist, dass diese vier gelegentlich unterschiedliche Rechtsauffassungen vertreten.
Aber daran soll Deutschland schuld sein.
Natürlich.
Fortsetzung folgt.
Wenn Enrico das nächste Mal seinen eigenen Pass verlängert.
______________________________________________
Kleiner Exkurs: Der Rückkehrwille
Und bevor jetzt die Enricos dieser Welt völlig zu Unrecht geschlossen in den Sack gesteckt werden, noch ein kleiner persönlicher Exkurs.
Ich habe mit einer Visa-Abteilung selbst schon ausgesprochen interessante Erfahrungen sammeln dürfen. Und deshalb muss ich an dieser Stelle fairerweise sagen: Es liegt nicht immer am Enrico.
Manchmal liegt es auch daran, dass die Realität bei der Visa-Abteilung nur unter Vorbehalt Zutritt erhält.
Nehmen wir den berühmten Rückkehrwillen.
Ein bemerkenswertes Wort.
Der Antragsteller soll glaubhaft machen, dass er zurückkehren will.
Das Problem dabei ist nur: Ein Wille ist zunächst einmal ein Wille.
Man kann ihn äußern.
Man kann ihn erklären.
Man kann ihn beteuern.
Man kann sogar sehr überzeugend dabei aussehen.
Aber beweisen?
Schwierig.
Ich kann schließlich auch zum Schalter gehen und sagen:
„Ich habe den festen Willen, in drei Wochen wieder auszureisen.“
Daraufhin müsste eigentlich jemand prüfen, ob ich wirklich den festen Willen habe.
Wie genau man einen Willen allerdings amtlich vermisst, ist mir bis heute nicht vollständig klar.
Vielleicht gibt es dafür inzwischen ein Formular.
Rückkehrwille, Anlage B, dreifach.
Juristisch betrachtet ist die Sache allerdings etwas weniger mystisch, als sie im Behördenalltag gelegentlich wirkt.
Maßgeblich ist nicht, ob ein Antragsteller seine innere Gefühlslage in einer Weise offenbart, die selbst einem mittelalterlichen Beichtvater imponieren würde. Entscheidend ist vielmehr, ob aus den konkreten Umständen eine hinreichend belastbare Prognose für die fristgerechte Rückkehr abgeleitet werden kann.
Das klingt nüchtern, ist aber in der Praxis durchaus anspruchsvoll. Denn eine Prognose bleibt eine Prognose.
Sie ist keine Zeitmaschine, kein Orakel und schon gar kein amtlich beglaubigter Blick in die Zukunft. Die Behörde muss den Einzelfall würdigen, darf sich also nicht in bloßen Allgemeinplätzen erschöpfen; zugleich muss ihre Entscheidung nachvollziehbar, sachgerecht und rechtlich überprüfbar bleiben.
Mit anderen Worten: Der Rückkehrwille darf nicht einfach behauptet, aber auch nicht nach Belieben wegfantasiert werden.
Und genau deshalb kann ich die Frustration mancher Enricos durchaus ein Stück weit verstehen.
Wenn ein Mensch das Gefühl bekommt, dass am Ende nicht seine tatsächliche Situation betrachtet wird, sondern ein ziemlich pauschales Raster darübergelegt wird, ist es nachvollziehbar, dass irgendwann der Satz fällt:
„Die haben doch alle keine Ahnung.“
Das ist dann zwar nicht unbedingt die juristisch hilfreichste Reaktion.
Aber menschlich verständlich.
Rechtlich kommt es eben nicht nur darauf an, ob eine Entscheidung ärgerlich ist, sondern auch darauf, ob sie auf einer tragfähigen Tatsachengrundlage beruht, die einschlägigen gesetzlichen Maßstäbe korrekt angewendet wurden und die Begründung erkennen lässt, dass der konkrete Antrag tatsächlich geprüft worden ist.
Das ist weniger spektakulär als ein empörter Auftritt am Schalter, aber erfahrungsgemäß deutlich erfolgversprechender.
Und genau deshalb gibt es Fachanwälte für Ausländerrecht.
Die beschäftigen sich beruflich damit, diese wunderbare Schnittstelle zwischen Mensch, Gesetz, Behörde und Realität zu überleben.
Manchmal ist es deshalb tatsächlich klüger, einem guten Fachanwalt zu vertrauen, statt nach drei YouTube-Videos selbst zum internationalen Visaexperten zu werden.
Wobei auch hier eine gewisse Vorsicht angebracht ist.
Denn wie in jedem Beruf gibt es Menschen, die wirklich ihren Job machen.
Und Menschen, die vor allem sehr genau wissen, was sie dafür berechnen können.
Beides existiert.
Auch Anwälte sind schließlich nur Menschen.
Enrico übrigens auch.
Allerdings sollte man bei der Auswahl eines Rechtsbeistands nicht ausschließlich darauf achten, ob jemand besonders entschlossen „Das kriegen wir schon hin!“ sagen kann.
Entscheidend sind vielmehr Fachkenntnis, eine realistische Einschätzung der Erfolgsaussichten, eine saubere Prüfung der Unterlagen und eine transparente Kommunikation über Kosten, Risiken und mögliche Rechtsbehelfe. Ein seriöser Anwalt verkauft keine Gewissheit, wo das Recht nur Wahrscheinlichkeiten zulässt.
Das ist vielleicht weniger beruhigend als ein vollmundiges Versprechen.
Dafür ist es meistens ehrlicher.
Und wenn man ehrlich ist, hat er bei einer Sache sogar recht:
Ein Visumverfahren kann verdammt frustrierend sein.
Nur ist die Lösung vermutlich nicht, dass Enrico selbst das Ausländerrecht neu schreibt.
Das hat Deutschland bereits erledigt.
Und genau deshalb ist es ja so kompliziert.








