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Blumenbringdienst in Thailand

Dr. Ramin

Hat nix anderes zu tun
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4 Dezember 2008
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Ihr habt sicherlich alle diesen Begriff Turnbeutelvergesser gehört.

Die Steigerung dazu ist der Geburtstagevergesser. Da ist der Familienärger schon vorprogrammiert. Die Schwestern verzeihen möglicherweise noch das Vergessen ihrer Geburtstage, aber wenn man die Geburtstage ihrer Kinder vergißt, Oje.

Aber vielleicht ist das alles auch nicht mehr so wichtig, vor allem seit die Ältere von meinen beiden Schwestern letztes Jahr ihrem 22-jährigen Sohn erlaubt hat mich in Pattaya zu besuchen.
Sie hatte ausdrücklich Sehenswürdigkeiten gesagt, ihre Worte.

Naja, vielleicht hätte ich ihn nicht in die Soi 6 schubsen sollen. Aber dazu bei Interesse später mehr, da OT.


Die oberste Kategorie, und da gehöre ich leider dazu, ist die Hochzeitstagevergesser.

Dabei hatte ich letztes Jahr extra einen Hochzeitstermin ausgesucht, den ich mir leicht merken kann: 02.05.2025.

Und als ich gestern nacht gerade dabei war, einer meiner Stammdamen Nachhilfe in griechisch zu geben fiel es mir plötzlich wieder ein.

„S C H E I S S E !“

Sie sagte noch: „Waat. Nixe Scheisse. Ick extra habe sauber gemacht Popo für Scheissi äh Schatzi.“

Ich: „Was? Ach du warst nicht gemeint. Egal, ok anziehen, zack zack, ich habe fertig.“

Sie: „Eeeckt? Aber Popo isse noche ganz sauber“.

Ich: „War ein schottischer Orgasmus: one drop only. Hier Geld. Da Tür. Du Raus.“

Daheim angekommen war es schon nach Mitternacht und alle Blumenläden hatten zu.

Und da bin ich per Zufall auf diese Seite Blumenbringdienst gestossen und war mehr als beeindruckt.




Flower service.JPG


Man kann den Anlass wählen: Geburtstag, Besserungswünsche, Geburt eines Babies, ja sogar „Sorry flowers“ haben die.

Mal im Ernst, wer entschuldigt sich per Blumenbringdienst? Ich wurde so aufgezogen, daß man sich persönlich entschuldigt oder gar nicht. Pff, am Ende wird die Entschuldigung nicht angenommen, weil das olle Kraut nicht vegan war.

Egal, dann kann man die Blumenart wählen, also Rosen, Lilien, Tulpen, etc.

Dann die Farbe. Rot. Pink. Gelb, usw.

Dann ein Geschenk ergänzen. Z.B. Früchtekorb, Wein, Parfüm, Kuchen.

Am Schluss noch das Verpackungsmaterial und falls erforderlich eine Vase dazu.

Dann Name, Adresse, Tel., E-Mail, bevorzugte Lieferzeit und Zahlungsmethode eingeben.

Gestern per CC nach Mitternacht bestellt, heute um 14:00 geliefert.


20260502_221822.jpg


Ach ja, Eine kleine Tretmine gab es dann doch noch. Die haben heute morgen bei meiner Sunny angerufen um die Lieferung anzukündigen und die Adresse zu bestätigen.

Nun hatte sie natürlich keine Ahnung davon und meinte vehement, daß sie nichts bestellt hätte aber zum Glück saßen wir gerade beim Frühstück und ich sagte nur: „Doch hast du.“

Long story short: die Blumen kamen, die Freude war groß und Sunny gab sich beim Nachmittagsschläfchen viel Mühe.

Natürlich konnte ich mir nicht verkneifen ihr zu berichten welch Ozeane ich durchschwommen und welch Berge ich erklommen hatte, damit Sie zu unserem Hochzeitstag diese schönen Blumen bekommt.

Und Sunny konnte es sich nicht verkneifen, zu kontern „Das wäre doch gar nicht nötig gewesen Schatzi, der Goldshop ist doch gleich um die Ecke.

Wie man’s macht, macht man’s falsch.
 
Zuletzt bearbeitet:

Lunatic

Hat nix anderes zu tun
   Autor
27 April 2023
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:ROFLMAO: Super geschrieben, herrlicher, einmal mehr. Ende gut alles gut. :bigsmileDie Blumen waren sicherlich "günstiger", als ein Besuch im Goldshop ums Eck.

Trotzdem würde mich folgende Story sehr interessieren. :bbs72

Naja, vielleicht hätte ich ihn nicht in die Soi 6 schubsen sollen. Aber dazu bei Interesse später mehr, da OT.

Bitte hau in die Tasten.
 

Dr. Ramin

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:ROFLMAO: Super geschrieben, herrlicher, einmal mehr. Ende gut alles gut. :bigsmileDie Blumen waren sicherlich "günstiger", als ein Besuch im Goldshop ums Eck.

Trotzdem würde mich folgende Story sehr interessieren. :bbs72



Bitte hau in die Tasten.

Na gut, nachdem hier nichts mehr kommt, können wir auch OT werden und ich kann deinem Wunsch entsprechen.

Dazu muss ich ein wenig ausholen:

Ich habe 2 Schwestern, die eine 3 und die andere 8 Jahre jünger als ich. Unser Verhältnis zueinander war gut im Sinne von gegenseitige Hilfestellung und keine großen Probleme miteinander aber auch nicht wirklich eng.

Dazu kam, daß die beiden auch später die normale Entwicklung durchliefen, wie es in unserem Kulturkreis üblich ist, also Schule, Ausbildung oder Studium, Heirat, Kinder, Scheidung, nicht unbedingt in dieser Reihenfolge.

Ich dagegen war so ein bißchen der Ausreißer, also Schule, Studium, ja, aber ansonsten nur das gemacht, was ich wollte und nicht irgendwelche anderen mir vorgeschrieben hatten.

Soll heißen, 80iger Leichtkraftrad statt Fahrrad, Fitneßstudio statt lokaler Schützenverein, später Corvette statt Volvo, Fallschirmspringen statt Golf und was die Mädchen betraf, trifft der Spruch „öfter gewechselt als die Unterhosen“ nicht so ganz zu, weil man für gewöhnlich immer nur eine trägt und nicht 2 oder 3 gleichzeitig.

Die beiden hatten immer gehofft, daß ich mir irgendwann mal die Hörner abgestoßen habe und endlich ein normales Leben führen würde.

Als ich dann Thailand für mich entdeckte gaben sie mich als verloren auf.

Trotzdem gab es immer wieder hinterhältige Versuche mich zu „domestizieren“, die natürlich jedes Mal kläglich scheiterten.

Hinterhältig, weil sie immer meine niederen Instinkte ausnutzen, um mich in die Falle zu locken, wie zum Beispiel vor gut 5 Jahren, als mich die ältere Schwester zum Mohnkuchenessen eingeladen hatte. Sie backt den fast genausogut wie einst unsere Omi und wußte genau, daß ich nicht widerstehen konnte.

Was für ein Zufall aber auch, daß genau an diesem Wochenende das monatliche Treffen der veganen Hausfrauen bei ihr stattfand.

Ihr perfider Plan bestand darin, daß ich den normalen braven Alltag deutscher Erwachsener erleben sollte, um zu sehen, wie schön das doch ist und möglicherweise war ja die eine oder andere Dame dabei, die mir gefallen und mich vielleicht sogar eines Tages von meinen Thailand Plänen abbringen würde.

Die Katastrophe war unvermeidbar.

Dabei hatte ich mir so sehr vorgenommen, dieses eine Mal keinen Skandal zu erzeugen, nur ein einziges Mal.

Aber wenn man sich einen wirklich leckeren Mohnkuchen mit Schlagsahne und frischem Bohnenkaffee 2 Stunden lang verderben lassen muss, weil man den veganen Weisheiten in die Jahre gekommener Matronen zuhören muss, die Omnivore, also Leute, die wie ich Pflanzen und Fleisch essen, als „Aasfresser“ bezeichnen, dann endet auch das ehrlichste Schweigegelübde, vor allem nachdem mich eine der Damen mit Mohnkrümeln zwischen den Zähnen fragte:

„Sagen Sie mal, sie sind so schön ruhig, meinen Sie nicht, daß frau Sie eines Tages davon überzeugen könnte, sich von einem auf grausame Tierquälerei basierenden Lebensstil, der unserem Planeten das Leben aussaugt, abzuwenden und zu uns zu stoßen?“

Oh Mann, gleich 2 Steilvorlagen in einem Satz.

„Im Prinzip hab ich nichts dagegen, nur bevor ich mich für eine radikale Änderung meiner Ernährungsgewohnheiten entscheide, ist es wichtig, daß ich den veganen Lebensstil auch wirklich komplett verstehe.“

Mohnkuchen-Fresse wandte sich meiner Schwester zu und sagte: „Sag mal, dein Bruder ist doch ganz nett und vernünftig, gar nicht der Macho, den du beschrieben hast.“

Aber meine Schwester hörte sie gar nicht, denn sie starrte mich mit weit aufgerissenen Augen an, als würde sie sagen „Sag jetzt bloß nichts falsches!“

Die Dame wandte sich wieder mir zu, während sie sich den Mohn zwischen den Zähnen raus pulte.

„Da sind Sie bei mir an der richtigen Adresse. Was verstehen Sie denn nicht; ich erkläre es Ihnen gerne.“

„Nun ja woher weiß ich denn was vegan ist und was nicht.“

„Ach, das ist doch ganz einfach, Vegan ist eine Lebensweise, ja geradezu eine umfassende Philosophie, die Tierleid vermeiden will, weswegen wir auf alle tierischen Produkte verzichten, wie Fleisch, Fisch, Milch, Eier, Honig aber auch Leder, Wolle, Pelz, und Kosmetik mit tierischen Inhaltsstoffen.“

„Aber was ist mit tierischen Produkten, deren Gewinnung kein Leid erzeugt?“

„Na, Sie wollen mir aber nicht erzählen, daß Sie glauben, daß Kühe sich gerne melken lassen. Die Aasfresser saufen deren Kindern die Muttermilch weg.“

„Nein, das war mir jetzt gerade nicht in den Sinn gekommen.“

„Also bitte, erleuchten Sie uns. Da bin ich aber gespannt.“

Ich blickte unschuldig auf den Tisch und stocherte in meinen Kuchenresten rum. Dann blickte ich mit verschmitztem Grinsen hoch und sagte:

„E … j …t.“ „NEIN!“

Meine Schwester hatte mich genau beobachtet, mein plötzliches Grinsen gesehen, es richtig gedeutet und war mir auf die Sekunde genau ins Wort gefallen, so dass die anderen es nicht verstanden haben.

Unter den anwesenden Damen machte sich Verwirrung breit.

„Wie was hat er gesagt?“

„Hast du das verstanden?“

„Können Sie das bitte wiederholen?“

„Nein, kann er und wird er nicht!“ fuhr meine Schwester dazwischen.

„ Also jetzt übertreib mal nicht. So schlimm wird es ja wohl nicht sein.“

„Sperma.“ warf ich in die Runde.

Jetzt war es plötzlich totenstill.

„Ejakulat. Ist das vegan?“

Die Damen waren schockiert.

„Also das darf ja wohl …“

„Ist das ihr Ernst?“

„Wenn es um einen Blowjob geht, mache ich keine Witze.“

Aus Verwirrung wurde Empörung und schließlich Ekel.

„So, das reicht jetzt.“ meine Schwester war aufgestanden und packte mich am Arm, um mich aus dem Raum zu entfernen.

Brav wie ich bin, leistete ich keinen Widerstand, konnte es mir aber nicht verkneifen im Vorbeigehen ein paar Bemerkungen loszulassen:

„Das Sperma wird freiwillig abgegeben, ja sogar mit Freude und Begeisterung. Das muss doch vegan sein.“

Und während meine Schwester versuchte hinter mir die Tür zu schließen rief ich noch durch den Türspalt „Außer bei Boris Becker, da war es Samenraub.“

Mission accomplished!

Das würde zumindest für 2 oder 3 Jahre sämtliche Domestizierungs- und Verkupplungsversuche meiner Schwestern unterbinden.

Vor knapp 2 Jahren rief sie mich unerwartet an und sagte mit ruhiger, aber besorgter Stimme:

„Du weißt ja, daß mein Mann und ich gerade durch die schwierigste Phase der Scheidung gehen und die beiden Jungs nehmen sich das sehr zu Herzen. Vor allem der Ältere.

„Ja Mensch das tut mir echt leid, aber Ich weiß nicht, wie ich dir da helfen kann.“

„Was ihm jetzt wirklich fehlt ist eine Vaterfigur.“

„Kein Wunder, wo du den Vater rausgeschmissen hast.“

„Also jetzt Wechsel nicht das Thema. Wie schon gesagt, er braucht dringend eine Vaterfigur, vor allem da er gerade so Probleme mit seiner Freundin hat, weil die ihn ständig unter Druck setzt und ausnutzt.“

„Mir will jetzt auch niemand einfallen.“

„Ich hatte eigentlich an dich gedacht.“

Für gut 30 Sekunden war in der Leitung Totenstille.

Dann sagte ich: „Habe ich richtig gehört? Ich soll den Vaterersatz für ihn geben? Ausgerechnet ich?“

Sie krächzte ein kurzes „Ja“

Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen „Schwester, mußt DU verzweifelt sein.“



Fortsetzung folgt
 

Schwarzwaldbua

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Wenn es um einen Blowjob geht, mache ich keine Witze.“

Aus Verwirrung wurde Empörung und schließlich Ekel.

„So, das reicht jetzt.“ meine Schwester war aufgestanden und packte mich am Arm, um mich aus dem Raum zu entfernen.
Absolute Klasse deine Storys,die bringen mich immer zum Lachen. Bitte bitte mehr davon:daumen
 

NOMAAM

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Was für ein Zufall aber auch, daß genau an diesem Wochenende das monatliche Treffen der veganen Hausfrauen bei ihr stattfand.

Ihr perfider Plan bestand darin, daß ich den normalen braven Alltag deutscher Erwachsener erleben sollte, um zu sehen, wie schön das doch ist und möglicherweise war ja die eine oder andere Dame dabei, die mir gefallen und mich vielleicht sogar eines Tages von meinen Thailand Plänen abbringen würde.

Also so wirklich gut scheint deine Schwester dich ja wohl doch nicht zu kennen, wenn sie dich ausgerechnet mit einer militanten Veganistin verkuppeln will ... :ROFLMAO:

Und um mal den Threadtitel aufzugreifen: Hast du den "Damen" wenigstens Blumen mitgebracht? Wäre doch bestimmt eine perfekte kulinarische Ergänzung zum Mohnkuchen gewesen. :bigsmile

„Ejakulat. Ist das vegan?“

Nein, aber zumindest vegetarisch. :weg
 
Pattayareise

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Also so wirklich gut scheint deine Schwester dich ja wohl doch nicht zu kennen, wenn sie dich ausgerechnet mit einer militanten Veganistin verkuppeln will ... :ROFLMAO:

Und um mal den Threadtitel aufzugreifen: Hast du den "Damen" wenigstens Blumen mitgebracht? Wäre doch bestimmt eine perfekte kulinarische Ergänzung zum Mohnkuchen gewesen. :bigsmile

Das musst Du wohl überlesen haben.

Meine Schwester hat mir natürlich nie vorher Bescheid gegeben. Sie fragte immer nur wann ich mal wieder auf ein Wochenende vorbei käme, was ich dann auch alle paar Monate mal gemacht habe - immerhin sind es von München nach Sinzig weit über 500 Kilometer.

Tja und dann waren ab und zu ganz zufällig irgendwelche Aktionen angesagt, wo ihre Freundinnen plötzlich dabei waren.


Nein, aber zumindest vegetarisch. :weg
Hier irrst Du leider. Laut Peta, People for the Ethical Treatment of Animals, Ist Sperma tatsächlich vegan, Voraussetzung ist die freiwillige Abgabe.

 

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