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Blumenbringdienst in Thailand

Dr. Ramin

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4 Dezember 2008
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Ihr habt sicherlich alle diesen Begriff Turnbeutelvergesser gehört.

Die Steigerung dazu ist der Geburtstagevergesser. Da ist der Familienärger schon vorprogrammiert. Die Schwestern verzeihen möglicherweise noch das Vergessen ihrer Geburtstage, aber wenn man die Geburtstage ihrer Kinder vergißt, Oje.

Aber vielleicht ist das alles auch nicht mehr so wichtig, vor allem seit die Ältere von meinen beiden Schwestern letztes Jahr ihrem 22-jährigen Sohn erlaubt hat mich in Pattaya zu besuchen.
Sie hatte ausdrücklich Sehenswürdigkeiten gesagt, ihre Worte.

Naja, vielleicht hätte ich ihn nicht in die Soi 6 schubsen sollen. Aber dazu bei Interesse später mehr, da OT.


Die oberste Kategorie, und da gehöre ich leider dazu, ist die Hochzeitstagevergesser.

Dabei hatte ich letztes Jahr extra einen Hochzeitstermin ausgesucht, den ich mir leicht merken kann: 02.05.2025.

Und als ich gestern nacht gerade dabei war, einer meiner Stammdamen Nachhilfe in griechisch zu geben fiel es mir plötzlich wieder ein.

„S C H E I S S E !“

Sie sagte noch: „Waat. Nixe Scheisse. Ick extra habe sauber gemacht Popo für Scheissi äh Schatzi.“

Ich: „Was? Ach du warst nicht gemeint. Egal, ok anziehen, zack zack, ich habe fertig.“

Sie: „Eeeckt? Aber Popo isse noche ganz sauber“.

Ich: „War ein schottischer Orgasmus: one drop only. Hier Geld. Da Tür. Du Raus.“

Daheim angekommen war es schon nach Mitternacht und alle Blumenläden hatten zu.

Und da bin ich per Zufall auf diese Seite Blumenbringdienst gestossen und war mehr als beeindruckt.




Flower service.JPG


Man kann den Anlass wählen: Geburtstag, Besserungswünsche, Geburt eines Babies, ja sogar „Sorry flowers“ haben die.

Mal im Ernst, wer entschuldigt sich per Blumenbringdienst? Ich wurde so aufgezogen, daß man sich persönlich entschuldigt oder gar nicht. Pff, am Ende wird die Entschuldigung nicht angenommen, weil das olle Kraut nicht vegan war.

Egal, dann kann man die Blumenart wählen, also Rosen, Lilien, Tulpen, etc.

Dann die Farbe. Rot. Pink. Gelb, usw.

Dann ein Geschenk ergänzen. Z.B. Früchtekorb, Wein, Parfüm, Kuchen.

Am Schluss noch das Verpackungsmaterial und falls erforderlich eine Vase dazu.

Dann Name, Adresse, Tel., E-Mail, bevorzugte Lieferzeit und Zahlungsmethode eingeben.

Gestern per CC nach Mitternacht bestellt, heute um 14:00 geliefert.


20260502_221822.jpg


Ach ja, Eine kleine Tretmine gab es dann doch noch. Die haben heute morgen bei meiner Sunny angerufen um die Lieferung anzukündigen und die Adresse zu bestätigen.

Nun hatte sie natürlich keine Ahnung davon und meinte vehement, daß sie nichts bestellt hätte aber zum Glück saßen wir gerade beim Frühstück und ich sagte nur: „Doch hast du.“

Long story short: die Blumen kamen, die Freude war groß und Sunny gab sich beim Nachmittagsschläfchen viel Mühe.

Natürlich konnte ich mir nicht verkneifen ihr zu berichten welch Ozeane ich durchschwommen und welch Berge ich erklommen hatte, damit Sie zu unserem Hochzeitstag diese schönen Blumen bekommt.

Und Sunny konnte es sich nicht verkneifen, zu kontern „Das wäre doch gar nicht nötig gewesen Schatzi, der Goldshop ist doch gleich um die Ecke.

Wie man’s macht, macht man’s falsch.
 
Zuletzt bearbeitet:

Lunatic

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27 April 2023
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:ROFLMAO: Super geschrieben, herrlicher, einmal mehr. Ende gut alles gut. :bigsmileDie Blumen waren sicherlich "günstiger", als ein Besuch im Goldshop ums Eck.

Trotzdem würde mich folgende Story sehr interessieren. :bbs72

Naja, vielleicht hätte ich ihn nicht in die Soi 6 schubsen sollen. Aber dazu bei Interesse später mehr, da OT.

Bitte hau in die Tasten.
 

Dr. Ramin

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:ROFLMAO: Super geschrieben, herrlicher, einmal mehr. Ende gut alles gut. :bigsmileDie Blumen waren sicherlich "günstiger", als ein Besuch im Goldshop ums Eck.

Trotzdem würde mich folgende Story sehr interessieren. :bbs72



Bitte hau in die Tasten.

Na gut, nachdem hier nichts mehr kommt, können wir auch OT werden und ich kann deinem Wunsch entsprechen.

Dazu muss ich ein wenig ausholen:

Ich habe 2 Schwestern, die eine 3 und die andere 8 Jahre jünger als ich. Unser Verhältnis zueinander war gut im Sinne von gegenseitige Hilfestellung und keine großen Probleme miteinander aber auch nicht wirklich eng.

Dazu kam, daß die beiden auch später die normale Entwicklung durchliefen, wie es in unserem Kulturkreis üblich ist, also Schule, Ausbildung oder Studium, Heirat, Kinder, Scheidung, nicht unbedingt in dieser Reihenfolge.

Ich dagegen war so ein bißchen der Ausreißer, also Schule, Studium, ja, aber ansonsten nur das gemacht, was ich wollte und nicht irgendwelche anderen mir vorgeschrieben hatten.

Soll heißen, 80iger Leichtkraftrad statt Fahrrad, Fitneßstudio statt lokaler Schützenverein, später Corvette statt Volvo, Fallschirmspringen statt Golf und was die Mädchen betraf, trifft der Spruch „öfter gewechselt als die Unterhosen“ nicht so ganz zu, weil man für gewöhnlich immer nur eine trägt und nicht 2 oder 3 gleichzeitig.

Die beiden hatten immer gehofft, daß ich mir irgendwann mal die Hörner abgestoßen habe und endlich ein normales Leben führen würde.

Als ich dann Thailand für mich entdeckte gaben sie mich als verloren auf.

Trotzdem gab es immer wieder hinterhältige Versuche mich zu „domestizieren“, die natürlich jedes Mal kläglich scheiterten.

Hinterhältig, weil sie immer meine niederen Instinkte ausnutzen, um mich in die Falle zu locken, wie zum Beispiel vor gut 5 Jahren, als mich die ältere Schwester zum Mohnkuchenessen eingeladen hatte. Sie backt den fast genausogut wie einst unsere Omi und wußte genau, daß ich nicht widerstehen konnte.

Was für ein Zufall aber auch, daß genau an diesem Wochenende das monatliche Treffen der veganen Hausfrauen bei ihr stattfand.

Ihr perfider Plan bestand darin, daß ich den normalen braven Alltag deutscher Erwachsener erleben sollte, um zu sehen, wie schön das doch ist und möglicherweise war ja die eine oder andere Dame dabei, die mir gefallen und mich vielleicht sogar eines Tages von meinen Thailand Plänen abbringen würde.

Die Katastrophe war unvermeidbar.

Dabei hatte ich mir so sehr vorgenommen, dieses eine Mal keinen Skandal zu erzeugen, nur ein einziges Mal.

Aber wenn man sich einen wirklich leckeren Mohnkuchen mit Schlagsahne und frischem Bohnenkaffee 2 Stunden lang verderben lassen muss, weil man den veganen Weisheiten in die Jahre gekommener Matronen zuhören muss, die Omnivore, also Leute, die wie ich Pflanzen und Fleisch essen, als „Aasfresser“ bezeichnen, dann endet auch das ehrlichste Schweigegelübde, vor allem nachdem mich eine der Damen mit Mohnkrümeln zwischen den Zähnen fragte:

„Sagen Sie mal, sie sind so schön ruhig, meinen Sie nicht, daß frau Sie eines Tages davon überzeugen könnte, sich von einem auf grausame Tierquälerei basierenden Lebensstil, der unserem Planeten das Leben aussaugt, abzuwenden und zu uns zu stoßen?“

Oh Mann, gleich 2 Steilvorlagen in einem Satz.

„Im Prinzip hab ich nichts dagegen, nur bevor ich mich für eine radikale Änderung meiner Ernährungsgewohnheiten entscheide, ist es wichtig, daß ich den veganen Lebensstil auch wirklich komplett verstehe.“

Mohnkuchen-Fresse wandte sich meiner Schwester zu und sagte: „Sag mal, dein Bruder ist doch ganz nett und vernünftig, gar nicht der Macho, den du beschrieben hast.“

Aber meine Schwester hörte sie gar nicht, denn sie starrte mich mit weit aufgerissenen Augen an, als würde sie sagen „Sag jetzt bloß nichts falsches!“

Die Dame wandte sich wieder mir zu, während sie sich den Mohn zwischen den Zähnen raus pulte.

„Da sind Sie bei mir an der richtigen Adresse. Was verstehen Sie denn nicht; ich erkläre es Ihnen gerne.“

„Nun ja woher weiß ich denn was vegan ist und was nicht.“

„Ach, das ist doch ganz einfach, Vegan ist eine Lebensweise, ja geradezu eine umfassende Philosophie, die Tierleid vermeiden will, weswegen wir auf alle tierischen Produkte verzichten, wie Fleisch, Fisch, Milch, Eier, Honig aber auch Leder, Wolle, Pelz, und Kosmetik mit tierischen Inhaltsstoffen.“

„Aber was ist mit tierischen Produkten, deren Gewinnung kein Leid erzeugt?“

„Na, Sie wollen mir aber nicht erzählen, daß Sie glauben, daß Kühe sich gerne melken lassen. Die Aasfresser saufen deren Kindern die Muttermilch weg.“

„Nein, das war mir jetzt gerade nicht in den Sinn gekommen.“

„Also bitte, erleuchten Sie uns. Da bin ich aber gespannt.“

Ich blickte unschuldig auf den Tisch und stocherte in meinen Kuchenresten rum. Dann blickte ich mit verschmitztem Grinsen hoch und sagte:

„E … j …t.“ „NEIN!“

Meine Schwester hatte mich genau beobachtet, mein plötzliches Grinsen gesehen, es richtig gedeutet und war mir auf die Sekunde genau ins Wort gefallen, so dass die anderen es nicht verstanden haben.

Unter den anwesenden Damen machte sich Verwirrung breit.

„Wie was hat er gesagt?“

„Hast du das verstanden?“

„Können Sie das bitte wiederholen?“

„Nein, kann er und wird er nicht!“ fuhr meine Schwester dazwischen.

„ Also jetzt übertreib mal nicht. So schlimm wird es ja wohl nicht sein.“

„Sperma.“ warf ich in die Runde.

Jetzt war es plötzlich totenstill.

„Ejakulat. Ist das vegan?“

Die Damen waren schockiert.

„Also das darf ja wohl …“

„Ist das ihr Ernst?“

„Wenn es um einen Blowjob geht, mache ich keine Witze.“

Aus Verwirrung wurde Empörung und schließlich Ekel.

„So, das reicht jetzt.“ meine Schwester war aufgestanden und packte mich am Arm, um mich aus dem Raum zu entfernen.

Brav wie ich bin, leistete ich keinen Widerstand, konnte es mir aber nicht verkneifen im Vorbeigehen ein paar Bemerkungen loszulassen:

„Das Sperma wird freiwillig abgegeben, ja sogar mit Freude und Begeisterung. Das muss doch vegan sein.“

Und während meine Schwester versuchte hinter mir die Tür zu schließen rief ich noch durch den Türspalt „Außer bei Boris Becker, da war es Samenraub.“

Mission accomplished!

Das würde zumindest für 2 oder 3 Jahre sämtliche Domestizierungs- und Verkupplungsversuche meiner Schwestern unterbinden.

Vor knapp 2 Jahren rief sie mich unerwartet an und sagte mit ruhiger, aber besorgter Stimme:

„Du weißt ja, daß mein Mann und ich gerade durch die schwierigste Phase der Scheidung gehen und die beiden Jungs nehmen sich das sehr zu Herzen. Vor allem der Ältere.

„Ja Mensch das tut mir echt leid, aber Ich weiß nicht, wie ich dir da helfen kann.“

„Was ihm jetzt wirklich fehlt ist eine Vaterfigur.“

„Kein Wunder, wo du den Vater rausgeschmissen hast.“

„Also jetzt Wechsel nicht das Thema. Wie schon gesagt, er braucht dringend eine Vaterfigur, vor allem da er gerade so Probleme mit seiner Freundin hat, weil die ihn ständig unter Druck setzt und ausnutzt.“

„Mir will jetzt auch niemand einfallen.“

„Ich hatte eigentlich an dich gedacht.“

Für gut 30 Sekunden war in der Leitung Totenstille.

Dann sagte ich: „Habe ich richtig gehört? Ich soll den Vaterersatz für ihn geben? Ausgerechnet ich?“

Sie krächzte ein kurzes „Ja“

Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen „Schwester, mußt DU verzweifelt sein.“



Fortsetzung folgt
 

Schwarzwaldbua

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Wenn es um einen Blowjob geht, mache ich keine Witze.“

Aus Verwirrung wurde Empörung und schließlich Ekel.

„So, das reicht jetzt.“ meine Schwester war aufgestanden und packte mich am Arm, um mich aus dem Raum zu entfernen.
Absolute Klasse deine Storys,die bringen mich immer zum Lachen. Bitte bitte mehr davon:daumen
 

NOMAAM

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Was für ein Zufall aber auch, daß genau an diesem Wochenende das monatliche Treffen der veganen Hausfrauen bei ihr stattfand.

Ihr perfider Plan bestand darin, daß ich den normalen braven Alltag deutscher Erwachsener erleben sollte, um zu sehen, wie schön das doch ist und möglicherweise war ja die eine oder andere Dame dabei, die mir gefallen und mich vielleicht sogar eines Tages von meinen Thailand Plänen abbringen würde.

Also so wirklich gut scheint deine Schwester dich ja wohl doch nicht zu kennen, wenn sie dich ausgerechnet mit einer militanten Veganistin verkuppeln will ... :ROFLMAO:

Und um mal den Threadtitel aufzugreifen: Hast du den "Damen" wenigstens Blumen mitgebracht? Wäre doch bestimmt eine perfekte kulinarische Ergänzung zum Mohnkuchen gewesen. :bigsmile

„Ejakulat. Ist das vegan?“

Nein, aber zumindest vegetarisch. :weg
 
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Dr. Ramin

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Also so wirklich gut scheint deine Schwester dich ja wohl doch nicht zu kennen, wenn sie dich ausgerechnet mit einer militanten Veganistin verkuppeln will ... :ROFLMAO:

Und um mal den Threadtitel aufzugreifen: Hast du den "Damen" wenigstens Blumen mitgebracht? Wäre doch bestimmt eine perfekte kulinarische Ergänzung zum Mohnkuchen gewesen. :bigsmile

Das musst Du wohl überlesen haben.

Meine Schwester hat mir natürlich nie vorher Bescheid gegeben. Sie fragte immer nur wann ich mal wieder auf ein Wochenende vorbei käme, was ich dann auch alle paar Monate mal gemacht habe - immerhin sind es von München nach Sinzig weit über 500 Kilometer.

Tja und dann waren ab und zu ganz zufällig irgendwelche Aktionen angesagt, wo ihre Freundinnen plötzlich dabei waren.


Nein, aber zumindest vegetarisch. :weg
Hier irrst Du leider. Laut Peta, People for the Ethical Treatment of Animals, Ist Sperma tatsächlich vegan, Voraussetzung ist die freiwillige Abgabe.

 

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Ich muss dazu sagen, dass ich mich mit den beiden Söhnen meiner älteren Schwester schon immer gut vertragen habe.

Seit ihrer Geburt war ich eben irgendwie der verrückte Onkel, dessen Leben so viel interessanter und spannender war als das der eigenen Eltern.

Die ältere Schwester lebt wie schon gesagt in Sinzig im biederen Einfamilienhaus und die Jüngere von den beiden ebenso nur eben in Rimsting am Chiemsee. Alle Gärten gleich getrimmt und alle achten darauf bloß die ungeschriebenen Regeln einzuhalten, um nicht bei den Nachbarn in Ungnade zu fallen oder ins Gerede zu kommen.

Keine Ahnung, manche Leute fühlen sich vielleicht wohl, bestimmte Regeln, die Ihnen aufgedrückt wurden, brav zu befolgen, weil sie dadurch das Gefühl haben in einer Gemeinschaft gut und sorgenfrei aufgehoben zu sein. Ich könnt nur kotzen.

Irgendwann saßen wir gemeinsam beim Abendessen und die Jungs fingen an über Raumschiff Enterprise und Star Wars mit mir zu sprechen und waren begeistert, daß ich offensichtlich über ein fundiertes Wissen verfügte.

Mein Schwager meinte seine Söhne auch ein wenig beeindrucken zu müssen und fiel ins Gespräch ein: „Der Captain Kirk das ist doch der Bruder von diesem Hans Solo und die haben dann gegen den „Dad Vater“ gekämpft.

Die Jungs rollten zuerst mit den Augen, konnten sie sich aber vor lachen nicht halten, als ich antwortete: „Ja genau, und dann hat der Kirk die Prinzessin LEA geheiratet und sie wollten einen genetisch hochbegabtes Kind bekommen und dann kam nur so ein kleiner hässlicher grüner Zwerg raus namens Yoda. Danach haben Darth Vader und Hans Solo ihre Homosexualität entdeckt und ihre Schwerter gekreuzt, also die Lichtschwerter.“

Und dann zu meinem Neffen gewandt: „Also eure Eltern sind ja völlig ungebildet. Das ist ja peinlich. Mit denen könnt ihr euch ja nirgendwo blicken lassen.“

„Wir haben uns die auch nicht ausgesucht“ meinten dann die Neffen.

„Da müssen wir Abhilfe schaffen.“

Meine Schwester hat natürlich das Wort Homosexualität gehört und mir wie üblich sofort eine Standpredigt gehalten, von wegen über Schwule macht man keine Witze und schon gar nicht vor ihren kleinen Kindern.

Der ältere Neffe rief dazwischen: „Als wüsste ich nicht, was ne Schwuchtel ist.“

„Nein das weißt du nicht und das hast du auch nicht zu wissen.“

„Ich weiß das doch. Das ist wenn Männer sich gegenseitig an die Pippis gehen.“

Was soll ich sagen, der Abend wurde noch lustig und meine Schwester fragte sich wieder einmal, warum sie den mißratenen Bruder eingeladen hatte.

Einige Wochen später wollte ich es dann wiedergutmachen aber natürlich endete auch dieses Mal in einem Eklat.

Ich hatte vor meinem Besuch noch einige Einkäufe bei Amazon erledigt und zur größten Freude meiner Neffen mit den beiden ein Krieg der Sterne Duell veranstaltet.

Screenshot_20260505_213002_Gallery.jpg

Danach waren die Jungs so fertig, daß sie früh ins Bett gingen. An dem Wochenende war sogar meine zweite Schwester nebst Ehemann angereist und wie aus Kinderzeiten üblich, steckten die beiden ihre Köpfe zusammen und baldowerten irgendwas aus, was in der Regel übel für mich ausging.

Screenshot_20260505_213006_Gallery.jpg

Ich saß mit den Ehemännern zusammen und hatte mir schon mal vorsichtshalber 2 Bier rein gezischt, sofern man Kölsch als Bier bezeichnen kann, um den anstehenden Spießrutenlauf - und ich war sicher da würde einer kommen - halbwegs zu überstehen.

Irgendwann kam dann ein „Ach Bruderherz, möchtest du dich nicht kurz zu uns gesellen?“

Ich trottete widerspruchslos zu Ihnen, während mir meine Schwäger mitleidig hinterher schauten und natürlich wollten die beiden mich mal wieder auf den Pfad der Tugend zurückbringen und mit einer ihrer langweiligen Freundinnen verkuppeln.

„Sag mal, die Cornelia, die hat doch schon 2 Scheidungen hinter sich, die wär doch was für dich.“

„Ist das nicht die mit dem Oberlippen Bärtchen, wo sich der erste Mann umgebracht hat?“

„Also du mit deinen Äußerlichkeiten immer und mit dem ersten Mann, hatte sie halt großes Pech.“

„Meint ihr nicht das vielleicht er es war, der Pech mit ihr hatte? Immerhin hat er das Jenseits der Ehe mit ihr vorgezogen? “

„Mein Gott, warum musst du immer so negativ sein. Na gut. Wie wärs denn mit Dorothea, die war noch gar nicht verheiratet. Das wär doch was für dich.“

„Warum glaubt ihr, dass eine Frau Mitte Fünfzig, die noch keiner haben wollte, etwas für mich ist?“

Dann setzte ich einen verängstigten Gesichtsausdruck auf.

„Und überhaupt, die sind ja alle über 50. Ich hab sowas noch nie gesehen. Wie sieht das denn aus? So eine 50-jährige, na ihr wißt schon, da unten zwischen den Beinen, wie sieht das überhaupt aus?“

„Also, du mit deinem Sex immer, du bist doch auch schon über 50, und überhaupt, ab einem bestimmten Alter sollte Sex auch nicht mehr so wichtig sein und anderen erwachseneren Dingen Platz machen.“

Jetzt hatte ich sie da, wo ich sie haben wollte.

„Ach ja“ fragte ich mit verschmitztem Lächeln „hatten da eure Männer ein Wörtchen mitzureden oder habt ihr das einfach über deren Köpfe entschieden?“

„Also jetzt werd mal nicht persönlich, das ist ja schlimm mit dir, wir wollen doch nur, daß du glücklich wirst.“

„Schwestern, auch wenn ihr euch das nicht vorstellen könnt, daß ein Mann das ohne so eine Schreckschraube an seiner Seite sein kann, aber ich bin glücklich.“

Ich öffnete eine weitere Bierflasche, gesellte mich wieder zu den beiden Ehemännern und hatte mich kaum hingesetzt als ich ein geflüstertes „hatten wir nicht“ hörte.

„Wie bitte?“

„Hatten wir nicht.“

„Was?“

„Na, Mitspracherecht“

„Oh, mein Beileid.“

Kurz darauf als die beiden Schwestern wieder miteinander tuschelten, fragte mich einer von den beiden:

„Sag mal, ist es da wirklich so toll mit den Frauen, da in Thailand und so.“

„Kann nicht klagen.“

„Und machen die auch so, na ja so, Blowjobs?“

Ich hatte ihn fast nicht verstanden weil er das letzte Wort extrem leise aussprach, während er ständig angstvoll in Richtung seiner Frau blickte.

„Du meinst blasen? Na klar blasen die.“

„Echt? Und wie lange?“

„Ich verstehe die Frage nicht?“

„Na, wie lange machen die das, das blasen meine ich?“

„Ich versteh die Frage immer noch nicht, natürlich solange du willst.“

„Was? Solange ich will? Also auch bis zum Schluß?“

“Natürlich, nur zwischendurch bumsen wir auch ein bisschen und am Schluß gibts den Mundschuss.“

„Was? Das ist ja wie im Porno.? Du willst behaupten, daß du da mit einer richtigen Porno Sex hattest?“

„Mit einer? Mit jeder. Hunderte, wenn nicht Tausende im Laufe der Jahre.“

„Na klar“ sagte der eine Schwager während er auf den anderen blickte „und als nächstes erzählst du uns noch, dass du mit mehreren Frauen Sex hattest“.

Ich öffnete den sicheren Ordner in meinem Handy und zeigte Ihnen ein Bild auf dem ich und 3 Landpomeranzen von der Soi 6 zu sehen war.

„Das ist ja irre. Das gibts ja gar nicht“. Sagte der eine während der andere ergänzte „Wow, von sowas kann man ein Leben lang zehren, das ist wirklich ein Once in a Lifetime Experience.“

„So würde ich es nicht nennen. Ich glaube niemand in Pattaya würde das so nennen.“

„Ach ja, und wie nennt man sowas bei euch in Pattaya?“

„Dienstag.“

Dann drückte ich auf „Diashow starten“.

Das eine ist sicher. Für die beiden war dieser Abend wirklich eine Once in a Lifetime Experience. Die haben den Rest des Abends keinen zusammenhängenden Satz mehr rausgebracht.

Leider konnte ich mich nicht lange in deren Bewunderung sonnen, denn meine Schwestern hat natürlich mittlerweile mitbekommen, wie gut ich die beiden unterhielt und wenn es irgendwas gibt, was eine Ehefrau nicht leiden kann, dann dass der Ehemann Spaß hat und sie ist nicht dabei.

Die Ehemänner wurden zum Schlafen beordert und ich erhielt eine Standpredigt, daß ich gefälligst die Kinder und die Ehemänner nicht in meinen unmoralischen Sumpf runter ziehen solle.

Den Rest der Nacht verbrachte ich allein im Wohnzimmer mit ein paar Flaschen Bier und einem gelegentlichen Blick auf meinem Handy. Nein, nicht etwa auf die vielen Bilder der hübschen Nackedeien, sondern auf den Kalender und ein Ereignis das in wenigen Tagen bevorstehen sollte:

Da stand nur: TG 925.

Aber all das ist schon viele Jahre her. Die Neffen sind mittlerweile erwachsen und ich ein ganzes Stück älter geworden.

An diesem Tag vor knapp 2 Jahren konnte ich noch gar nicht ahnen, welch alte Erinnerungen wieder hochkommen würden und wie sehr ich es genießen würde wieder einmal dieses das erste Mal in Pattaya Gefühl wenn auch nicht selbst aber zumindest durch die Augen eines anderen zu erleben, als es an der Tür läutete und mein Neffe durch die Sprechanlage sagte:

„Onkel, ich bin angekommen.“
 

Lunatic

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„So würde ich es nicht nennen. Ich glaube niemand in Pattaya würde das so nennen.“

„Ach ja, und wie nennt man sowas bei euch in Pattaya?“

„Dienstag.“
:jerry

Dienstag, einfach geil.

Ich gebe zu, in Pattaya weiss ich den Wochentag meist gar nicht, aber dies hat nichts zur Sache, Montag, Dienstag, Mittwoch, was auch immer.

Freue mich auf die Fortsetzung.
 

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Das eine ist sicher. Für die beiden war dieser Abend wirklich eine Once in a Lifetime Experience. Die haben den Rest des Abends keinen zusammenhängenden Satz mehr rausgebracht.

Leider konnte ich mich nicht lange in deren Bewunderung sonnen, denn meine Schwestern hat natürlich mittlerweile mitbekommen, wie gut ich die beiden unterhielt und wenn es irgendwas gibt, was eine Ehefrau nicht leiden kann, dann dass der Ehemann Spaß hat und sie ist nicht dabei.

Laut Statistik leben verheiratete Männer im Durchschnitt länger als Singles ....







... wollen aber früher sterben!

:weg
 

Lunatic

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Laut Statistik leben verheiratete Männer im Durchschnitt länger als Singles ....







... wollen aber früher sterben!

:weg
“Herr Pfarrer, ich habe den Wunsch ewig zu leben. Was soll ich tun?“

“Heiraten!“

“Und dann werde ich ewig leben?“

“Nein, aber der Wunsch verschwindet.“

Sorry für OT @Dr. Ramin
 

Dr. Ramin

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Die ersten Tage verliefen nicht wirklich spannend.

Ich machte mit ihm die übliche Pattaya Zivilisten Tour, also ein paar Shoppingcenter abklappern, vielleicht mal auf den Markt in der Thepprasit Road oder zu irgendwelchen Touristenattraktionen und natürlich jeden Tag in einem anderen schicken Restaurant Essen, wie zum Beispiel dem Glasshouse oder dem tollen Italiener, dem Wine and Grill Restaurant am Silver Lake.

Mir fiel auf, daß er dauernd auf sein Handy schaute und auch ansonsten recht gequält lächelte.

„Sag bloß meine Schwester macht dir Stress, die olle Helikoptermutter.“ frag ich ihn

„Ach, wenn es nur die wäre.“

Anfangs musste ich es ihm noch regelrecht aus der Nase ziehen, aber irgendwann kam er dann raus mit der Sprache.

Er hat eine Freundin, recht hübsches Ding übrigens, und angeblich in der Schule sehr begehrt, die ihn aber ziemlich drangsaliert.

Sie kontrolliert ihn ständig und auch daheim muss er dauernd bereitstehen, wenn sie etwas braucht. Dabei nimmt sie noch nicht einmal darauf Rücksicht, wenn er für irgendwelche wichtigen Prüfungen lernen muss. Da setzt ihn erst recht unter Druck.

Beispielsweise ruft sie ihn irgendwann am Abend an und beordert ihn sie von irgendwo weit weg abzuholen und nach Hause zu fahren.

Was er dann auch immer macht.

Und sollte er sich doch mal trauen, Sie darauf hinzuweisen, daß es gerade gar nicht paßt, weil er in Zeitdruck ist und sich auf eine Prüfung vorbereiten muss, dann kommt von ihr keine Unterstützung sondern nur „meinetwegen, aber du weißt schon, es gibt genug andere Jungs, die dankbar wären, wenn sie mich jetzt abholen könnten. Beschwer dich hinterher nicht.“ und legt auf, woraufhin er alles stehen und liegen läßt und mit Vollgas zu ihr fährt.

Ich will etwas sagen, aber tue es doch nicht. Meine Zeiten anderen Leuten Ratschläge zu geben sind lange vorbei. Selten hat einer drauf gehört, meistens sind sie genau deswegen auf die Schnauze gefallen, und daraus gelernt haben sie auch nichts.

Naja, einmal hat einer auf mich gehört und ist genau deswegen böse auf die Schnauze gefallen und war hinterher obdachlos, aber das ist eine andere Geschichte.

Aber dann erzählt er mir, daß er schon seit einiger Zeit davon träumt auf die EDHEC Universität in Nizza zu gehen. Das ist eine Busineß School, die regelmäßig in den Top 10 der besten Busineß Schools in Europa vertreten ist. (z.B. Platz 6 im Financial Times Ranking 2024), aber mit extrem rigorosen Aufnahmeverfahren, wo bestenfalls 20% der Bewerber angenommen werden aber wo man hinterher in der großen Welt des Busineß keine Probleme hat eine gute Anstellung zu finden und sich später sogar selbständig zu machen. Seine Abiturnoten passen, sein Lehrer scheint einen guten Draht zur Uni zu haben und hat seiner Bewerbung ein Empfehlungsschreiben beigefügt und ein paar Gefallen eingefordert und bisher sind die Reaktionen der Uni positiv. Es sieht also ganz danach aus, als würde sein Traum in Erfüllung gehen.

Aber seine Freundin hatte es ihm verboten, weil dann wäre er ja ständig in Nizza und er braucht sich bloß nicht einbilden, daß sie ihn da besuchen würde, sondern er müßte dann jedes Wochenende heimfahren, aber so unter der Woche niemanden zu haben, der für sie da ist (mit anderen Worten den Chauffeur spielt) findet sie doof, also kommt das gar nicht in Frage. Sie erwartet von ihm, dass er die Bewerbung zurückzieht und sich irgendwo in Sinzig einen Job sucht und ansonsten ihr bei den Schulaufgaben hilft oder mit anderen Worten diese für sie schreibt.

Da platzt es aus mir heraus: „Sag mal, eindeutiger geht es doch nicht mehr. Du bist für sie nur der Hilfstrottel. Die nutzt dich nur aus, tritt dich später in den Arsch und du darfst dich den Rest deines Lebens darüber ärgern, wegen ihr eine tolle Karriere aufgegeben zu haben, während sie sich von dem Dorftrottel flachlegen läßt, der zwar dumm wie Brot ist, aber dessen Vater nun mal die lokale Metzgerei gehört.“

„Ich will sie bloß nicht verlieren.“

"Jetzt lass dir mal was von deinem alten Onkel sagen: es gibt da so n paar eiserne Regeln und eine davon ist, dass man jemanden, den man wirklich liebt, niemals vorsätzlich weh tun kann.

Aber genau das macht sie, sie nutzt deine Liebe aus um dich emotionell zu erpressen, für Sie den Diener abzugeben. Wenn sie dich wirklich lieben würde, würden Sie das niemals machen. Ich weiß genau, was du denkst. Du denkst wenn du noch lange genug, alles für sie opferst und alles für Sie tust, wird sie dich eines Tages genauso lieben wie du sie jetzt.“

„Boah. Stimmt. Woher weißt du das?“

„Ich weiß noch mehr und das ohne Kristallkugel. Dieser Tag wird niemals kommen. Sie wird dich so lange emotionell erpressen und ausnutzen, bis entweder du nicht mehr kannst oder sie einen besseren gefunden hat.“

„Das darf niemals passieren. Sie soll keinen anderen haben.“

„Jede Frau will respektiert werden und jede Frau wünscht sich einen Mann, der von anderen respektiert wird. Du respektierst dich noch nicht einmal selber. Du bist für sie genauso interessant wie eine halbvolle Tasse Kaffee. Und überhaupt, warum willst du sie denn auf keinen Fall verlieren? Stell dir mal folgende Frage: seit du mit ihr zusammen bist, fühlst du dich da die meiste Zeit richtig gut oder eher schlecht und deprimiert.“

„Ja du hast recht, aber ich komme nicht weg von ihr. Ich kann nicht ohne sie.“

„Das Gefühl kenne ich. Möchtest du den weg von ihr, ich meine vom Kopf her.“

„Natürlich, mein Kopf sagt, ich soll nach Nizza gehen und dort studieren, aber ich weiß das kann ich nicht.“

„Möchtest du es denn können?“

„Ja, verdammt.“

„Kennst du den Film Matrix?“

„Was? ja natürlich alle 3 Teile“

„Was ist wenn ich dir sage, daß der gewissermaßen der Wahrheit entspricht. Du lebst in einer Matrix. Du weißt es nur nicht. Nicht so wie in dem Film mit irgendwelchen Maschinen und Raumschiffen. Nein, deine Matrix ist dein soziales Umfeld, deine Eltern, deine Freunde, deine Schule und alle, die die aktiv oder passiv immer wieder eintrichtern wollen, wie du zu leben hast. Und das Schlimmste, was Sie tun, Sie sorgen dafür, daß du glaubst, daß dieses Leben alternativlos ist. Das ist die größte Lüge unserer Gesellschaft. Ebenso wie die Matrix die Menschen als lebendige Batterien benutzt hat, benutzt unsere Gesellschaft dich als Batterie, als Nährstoff. Von klein auf ist dein Leben vorbestimmt: Kindergarten, Schule, Ausbildung und dann Geld verdienen, Steuern zahlen, konsumieren, noch mehr Steuern zahlen. Sie erzeugt künstliche Bedürfnisse und Mode Trends, für die du noch mehr Geld ausgeben musst und jedes Mal wenn Geld den Besitzer wechselt, verdient der Staat daran. Er verspricht dir eine Sicherheit, die es nicht gibt, und wenn du ein Alter erreicht hast, wo du ihm nicht mehr viel nützt, spuckt der Staat dich aus, wie ein Kaugummi, das seinen Geschmack verloren hat und sein Versprechen, für ein finanziell abgesichertes Leben im Ruhestand zu sorgen, hält er auch nicht ein und du kannst niemanden dafür zur Rechenschaft ziehen. Und selbst wenn du im Gegensatz zu den meisten das große Glück hast, im Alter finanziell abgesichert zu sein, gibt es keinen Platz für dich. Achte mal drauf, ältere Leute werden kaum noch wahrgenommen. Sie führen ein Schattendasein. Die meisten sind viel zu beschäftigt, die künstlich geschaffenen Probleme zu lösen und haben daher keine Zeit für die Älteren, die dann irgendwann ganz von alleine verschwinden.

Aber es gibt einen Ausweg und nur du kannst dich entscheiden, welchen Weg du gehen willst.“

Ich hatte angestrengt nach blauen und roten Pillen gesucht, die ich ihm wie im Film präsentieren wollte, hatte aber keine gefunden und das Einzige, was farblich halbwegs paßte, war eine Tomate und eine Gurke aus dem Obstfach.

„Ich kann dir den Weg weisen, aber gehen mußt du ihn selber.“ sagte dich mit majestätischer Stimme und dann hielt ich ihm das Gemüse entgegen, rechts die Tomate links die Gurke.

„Du willst mir zeigen, wie man Salat macht?“

„Trottel!“

Minuten später saßen wir im Auto und ich hielt ihm eine letzte Predigt

„Denk dran, einige Männer kommen nach Thailand, machen hier den typischen Touristen Urlaub, meist mit Frau und Kind und verschwinden wieder. Aber nicht wenige kommen hierher und entdecken etwas, was sie nie für möglich gehalten hätten. Aber diese Entdeckung hat ihren Preis.“

„Und was soll das sein, also der Preis?“

Ich schaute ihm tief in die Augen, während ich auf dem großen Parkplatz neben dem Markt hinter der Soi 6 parkte.

„Keiner von diesen Männern ist jemals zurückgekehrt.“

„Du willst mich doch bloß wieder verarschen.“

Wir gingen wortlos zur Second Road und wenige Meter vor der Soi 6 hielt ich an und drehte ihn mit dem Rücken zum Eingang der Soi 6.

Dann hielt ich ihn an den Schultern und schubste ihn rückwärts langsam an den Anfang der berühmten Straße, so daß er noch nichts davon sehen konnte.

„Jetzt hör mir gut zu. Das ist kein Scherz. In weniger als 15 Sekunden wirst du einen Schock erleiden. Das ist normal. Sieh zu, daß du an meiner Seite bleibst. Da bist du sicher. Rede mit niemand. Lass dich von niemand anreden. Konzentriere dich auf meine Stimme. Auf keinen Fall darfst du mich verlieren, denn dann bist du verloren und ich muss deiner Mutter sagen, Pattaya has him now.“

„Ja genau, mich schockiert nichts so leicht.“

Dann drehte ich ihn um und schubste ihn voll in die weiblichen Menschenmassen hinein und das Letzte, was ich von ihm hörte war:

„Ohhhh Gooooooooott!!“
 

Dr. Ramin

Hat nix anderes zu tun
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4 Dezember 2008
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Pattaya
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Ich muss gestehen was in den nächsten Minuten geschah erfüllte mich mit Neid und Bewunderung gleichermaßen.

Bei den Damen in der berühmten Lotterstraße zeigte sich ein irrationales Verhalten wie man es vielleicht noch von alten Beatles Konzerten kannte. Von allen Seiten kamen sie angerannt und versuchten sich meine Neffen zu schnappen. So einen Zuspruch hatte ich noch nicht mal in meinen ersten Jahren hier in Thailand.

Ebenso wenig war ich in meinem Leben jemals so flink. Die Geschwindigkeit mit denen er sich vor den fordernden Umarmungen duckte und den grabschenden Händen auswich, war beachtlich.

Eigentlich sah ich ihn nur noch von rechts nach links und dann wieder zurück rennen mit panikartig aufgerissenen Augen. Dann verirrte er sich einmal in die kleine Querstraße, die die Soi 6 mit der Soi 6/1 verbindet und zu den aufgerissenen Augen gesellte sich hysterisches Kreischen. Es war ein Spektakel.

Irgendwann, nachdem ich gemütlich ungefähr 2 Drittel der Straße abspaziert hatte, während er in der gleichen Zeit mindestens die 7-fache Strecke zurückgelegt hat, klammerte er sich an mich und ächzte, „Ich kann nicht mehr“.

Ich sagte ihm: „Bei Deinem Gerenne muss ich grad an einen Witz denken. Also da war ein Hügel und auf dem standen 2 Bullen, also männliche Kühe und nicht das, was deine Rapper Idole so als Bullen bezeichnen. Ein junger Bulle und ein etwas Älterer. Und weiter unten auf einer Wiese ein ganzer Haufen Kühe.„

Bevor er wieder los rannte schrie er noch. „Machst du Witze? Ich renne hier um mein Leben und du willst mir Witze erzählen?“

„Was? Genau, rennen, also der junge Bulle sagt zu dem älteren, „warum rennen wir nicht den Hügel runter und bumsen ein paar von den Kühen?“

„Hilfe. Hiiilfe. Hiiiilfe.“

„Was? Jetzt brüll doch nicht doch nicht so rum, du verstehst sonst den Witz nicht.“

„Du hast gut reden. Du stehst ja hier nur gemütlich rum“

„Was? Genau, gemütlich, also der ältere Bulle lächelt den Jüngeren an und sagt nur „warum spazieren wir nicht ganz gemütlich den Hügel runter und bumsen sie alle?““

Ich fing an über meinen eigenen Witz zu lachen, was er gar nicht lustig fand.

„Hey Digga, ich kann wirklich nicht mehr.“

„Na meinetwegen.“ sage ich und schnappte ihn am Kragen, um ihn direkt in die Red Point Bar zu schubsen.

„Der war doch lustig oder, also der Witz?“

„Nein nicht unbedingt.“

„Hast du ihn denn überhaupt verstanden? Du hast ja eh nur die Hälfte mitbekommen.“

„Na klar, irgendwas mit 2 Bullen und nem Hügel und bumsen. Also du lebst ja schon lange in Thailand und kriegst das vielleicht nicht mehr so mit, also was in Deutschland jetzt so okay ist und was nicht aber Witze über Homosexuelle sind eigentlich nicht ok, auch nicht wenn es sich dabei um Paarhufer handelt.“

„Das war doch kein Witz über Schwuchteln.“

„Übrigens, Schwuchteln sagt man auch nicht mehr.“

"Mal schauen, wie lange ihr überhaupt noch reden dürft."

Wir spazieren am Tresen vorbei zu den beiden kleinen Sofas mit einem Tisch dazwischen, die im hinteren rechten Bereich der Bar etwas erhöht platziert sind und setzen uns.

Die Chefin, von den Mädels „Mä Lud“ genannt, und ich kennen uns schon lange.

Sie fragt „das Übliche?“

Und ich antworte „das Übliche.“

Sie dreht sich um und brüllt den ungefähr 15 Mädchen, die an der Bar rumlümmeln, zu:

„2 Bier und 2 Ladies für die Herren und einen Lady Drink für mich.“

Nachdem jeder von uns ein Bier und eine Lady geliefert bekommen hat und die Damen anfingen sich an unseren Weichteilen zu schaffen zu machen, prostete die Chefin mir zu und sagte: „Ich wußte gar nicht, daß du einen Sohn hast.“

„Ich auch nicht.“

„Gewisse Ähnlichkeiten habt ihr aber schon.“ Dann schaut sie zu meinem Neffen rüber und dann wieder zu mir und sagt mit einem enttäuschten Gesichtsausdruck „aber offensichtlich nur äußerlich“.

Ich verstehe erst nicht, was sie meint und drehe mich zu meinem Neffen, nur um festzustellen, daß dieser Lümmel kaum daß ich die erste Bar mit ihm betrete, schon Schande über mich bringt.

Sitzt er doch komplett aufrecht da wie eingefroren und hält die Hände vor den Schoß, um seiner hübschen Begleitung den Zugang zu den Kronjuwelen zu verwehren, während er mich mit knallrotem Gesicht anschaut.

„Was mach ich denn jetzt?“

Während die Chefin kopfschüttelnd zum Tresen zurück geht ruf ich ihr noch hinterher „Der ist adoptiert“ und dann zu meinem Neffen:

„Du willst mir wirklich weismachen, daß du das nicht weißt.“

„Im Ernst was mach ich denn jetzt.“

„Gar nichts, du Depp, lass sie einfach machen“

„Aber die will mir an die Nüsse.“

„Und? Ist doch viel schöner, als es selbst zu tun.“

Dann deutete ich meiner Begleitung um der alten Zeiten willen kurz die Glocke zu läuten. Die Freude war groß und wenige Minuten später stand die gesamte Belegschaft um unseren Tisch herum und wollte uns zuprosten.

Ich sagte den Ladies zugewandt auf englisch: „Meine Damen ich möchte offiziell um Eure Hilfe bitten. Wir haben hier einen medizinischen Notfall.“

„Ja worum geht es denn?“ fragten Sie fast schon wie im Chor.“

„Es geht um meinen armen gebeutelten jungen Neffen, der an einer unerträglichen, aber heilbaren Unpäßlichkeit leidet. Die Not ist groß“

„Was hat denn das Zuckerschwänzchen?“

Ich stand auf und sagte zu meinem Neffen „ich geh mal kurz für Zwergpinscher“ und dann wieder auf englisch zu den Damen:

„Das Übel, von dem er geheilt werden muß, heißt: Jungfräulichkeit!“

Während ich am Pinkeln war hörte ich die ganze Zeit seine Schreie.


Eine Viertelstunde später sitzen wir wieder in meinem Auto, fahren die Beach Road runter und er sagt: „Digga, Ich hab noch nie so viele hübsche Mädchen auf einen Haufen gesehen. Ich hätte nie gedacht, daß Pattaya so etwas hat, daß es überhaupt so etwas gibt.

Ich achtete auf den Straßenverkehr und dann schaute ich kurz lässig zu ihm rüber und sagte

„Dig .. Dig … Dingsbums, Pattaya hat nicht nur so etwas. Das IST Pattaya.“

Er schaut mich fragend und ich blickte an ihm vorbei und deutete kurz auf das Beifahrerfenster.

Er schaute raus und erblickte die Soi 7, dann die Soi 8 und als wir an der Walking Street vorbei fuhren, fällt ihm die Kinnlade runter.

Er hatte sich von dem Schock kaum erholt, da bog ich auch schon in die Soi Buakaw ein und parkte auf dem Parkplatz hinter dem Tree Town.

Beim Rausgehen sah er die unzähligen Bars und war fassungslos.

WOAHHHH!

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Wie sich später herausgestellt hat, hat das ganze einen erheblichen und lebensverändernden Eindruck bei ihm hinterlassen.

Meine Schwester war gelinde gesagt weniger beeindruckt und ich bekam einmal mehr den üblichen Einlauf, aber dazu später.
 

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