Nur um das Ganze mal etwas einzuordnen:
Sich frühzeitig den Kopf über Steuern zu zerbrechen, hilft beim Auswandern nach Thailand meist weniger, als man denkt. Als grobe Faustregel kannst du dir merken: egal wie es läuft du wirst unterm Strich sehr wahrscheinlich nicht mehr ( eher weniger) Steuern zahlen als in Deutschland. Details gibt es natürlich immer – aber die klärt man sinnvollerweise später
Deutlich hilfreicher ist es, die Zeit jetzt dafür zu nutzen, die eigenen Unterlagen auf Vordermann zu bringen. Das spart später Nerven, Zeit und unnötige Lauferei:
- Personalausweis neu, unbedingt mit aktivierter Online-Funktion (wird öfter gebraucht, als man denkt)
- Reisepass möglichst neu beantragen – dann hast du 9–10 Jahre Ruhe
- Geburtsurkunde
- Heiratsurkunde (deutsch und international, ggf. auch die thailändische)
- Familienstammbuch
- Internationaler Führerschein
...
Alle Urkunden von deutschen Behörden am besten in mehrfacher Ausfertigung besorgen. Papier ist in Thailand kein notwendiges Übel, sondern eine Lebenseinstellung.
Falls du noch kein oder nur wenig Thai sprichst:
Ein Sprachkurs ist eine der besten Investitionen überhaupt. Klare Empfehlung:
www.thailernen.net
Das erleichtert nicht nur den Alltag, sondern erspart auch viele Missverständnisse.
Sobald ihr eine grobe Vorstellung habt, wo ihr leben möchtet, lohnt sich der Blick in regionale Facebook-Gruppen. Dort bekommt man erfahrungsgemäß praxisnähere Infos als in allgemeinen Foren – und vor allem von Leuten, die tatsächlich vor Ort leben.
Für Rentenfragen gilt übrigens:
Lieber direkt zur Rentenversicherung oder zum Rentenberater als sich im Forum verwirren zu lassen. Das spart Zeit und graue Haare.
Das Thema Visum ist später meist schneller erledigt, als man heute denkt.
Und das Thema Krankenversicherung sieht man nach ein paar Monaten in Thailand ohnehin mit anderen Augen – etwas entspannter und weniger aus der typisch deutschen Perspektive.
Ein letzter gut gemeinter Rat:

Nicht zu viele YouTube-Videos schauen.
Zu viele „Insider“, „Experten“ und „wichtige Warnungen“ – und am Ende ist man eher verwirrter als vorher.
Kurz gesagt:
Ruhig bleiben, strukturiert vorbereiten, Papier sammeln – der Rest ergibt sich unterwegs.