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News Der Rentner in Pattaya - eine bissig satirische Abrechnung

Klimbim

Hat nix anderes zu tun
Thread Starter
   Autor
Thread Starter
24 November 2024
1.482
8.556
2.165

Der klassische Pattaya-Rentner: Freiheit, solange Deutschland zahlt​


Meine Antwort auf meine lieben Youtuber und Pattayaveteranen:

"Früher war alles besser"



Manfred sitzt in Pattaya. Sandalen. Weiße Socken. Kurze Hose. T-Shirt mit irgendeinem Aufdruck, den man in Deutschland spätestens 1998 für modisch hielt. Vor ihm ein Chang, daneben das Smartphone. Manfred ist grundsätzlich gegen Bevormundung. Er hat das Internet geöffnet.

„Also in Deutschland wird man doch nur noch abgezockt.“

„Wegen der Rundfunkgebühr?“

„Ja. GEZ. Eine Frechheit. Zwangsgebühr!"

Manfred bezahlt derweil ungefähr 1.000 Baht im Monat für deutsches Fernsehen in Thailand.

„Ja, aber das ist was anderes.“

Dort schaut er ausgesprochen gerne den Öffentlich Rechtlichen Rundfunk.

Was anderes...

Natürlich.

Es ist immer etwas anderes.

Manfred möchte deutsches Fernsehen. Nachrichten. Fußball. Talkshows. Am besten alles wie früher. Nur bezahlen möchte er dafür möglichst wenig. Deutschland soll schließlich liefern. Der Sozialstaat soll funktionieren. Die Infrastruktur soll funktionieren. Fernsehen soll funktionieren. Krankenversicherung selbstverständlich auch.

Nur kosten darf das alles möglichst nichts.

„Ich hab mein Leben lang eingezahlt.“

Das ist ein Satz, den Manfred ausgesprochen gerne sagt.

Er sagt ihn auch dann, wenn er seit Jahren im Ausland lebt und gerade erklärt, warum eine Krankenversicherung völlig überflüssig ist.

„Ich bin doch gesund.“

Das ist ungefähr die gleiche finanzielle Vorsorge wie:

„Mein Haus brennt nicht. Also brauche ich keine Feuerversicherung.“

Dieter nickt.

„Genau.“

Klaus sagt:

„Wenn was ist, flieg ich heim.“

Ein bemerkenswertes Gesundheitskonzept.

Solange man noch flugfähig ist, ist das deutsche Gesundheitssystem offenbar gar nicht so schlecht.

Manfred ist außerdem ein großer Freund der Integration.

Zumindest theoretisch.

In Deutschland beschwert er sich regelmäßig darüber, dass Migranten sich nicht integrieren würden.

Aha...

„Die leben seit zehn Jahren hier und können immer noch kein ordentliches Deutsch.“

Manfred lebt seit sieben Jahren in Thailand.

„Sawasdee khráp.“

Das war es dann im Wesentlichen.

Nach sieben Jahren.

Die thailändische Sprache wurde bislang aus Gründen der kulturellen Selbstbestimmung weitgehend ignoriert.

„Thai ist aber auch schwierig.“

Natürlich. (Finde ich übrigens auch, aber dann ist die Freude grösser, wenn es doch gelingt).

...ist wirklich schwierig...

Deutsch offenbar nicht.

Manfred hat in Deutschland schließlich auch nie verlangt, dass alle Ausländer innerhalb von sechs Monaten Goethe-Institut Niveau C1 erreichen.

Er möchte nur, dass andere sich integrieren.

Bei ihm selbst reicht es, wenn die Kellnerin ungefähr weiß, welches Bier er möchte.

„One Chang.“

Integration abgeschlossen.

Der klassische Manfred beklagt außerdem, dass Deutschland keinen Zusammenhalt mehr habe.

„Früher, da waren die Leute noch füreinander da.“

Manfred hat inzwischen einen erstaunlich großen Freundeskreis.

Dieter.

Klaus.

Ralf.

Uwe, wenn er gerade da ist.

Man trifft sich in einer Bar. Man trinkt zusammen. Man redet über Deutschland. Über Frauen. Über den Baht Kurs. Über Deutschland. Über die Regierung. Über die Rente. Und über Deutschland.

Tiefere Freundschaften sind natürlich schwierig, wenn die wesentliche gemeinsame Tätigkeit darin besteht, abends am selben Tisch zu sitzen und sich gegenseitig zu erklären, warum früher alles besser war.

Aber der Zusammenhalt ist noch da.

Er steht meistens neben dem Kühlschrank.

Manfred beklagt auch die hohen Lebenshaltungskosten in Deutschland.

„Mit meiner Rente kann man da doch nicht mehr leben.“

In Thailand lebt er dagegen erstaunlich günstig.

Frühstück für 79 Baht.

Mittagessen für 50.

Kaffee für 40.

Und irgendwo gibt es immer jemanden auf YouTube, der herausgefunden hat, wo es das Frühstück für 39 Baht gibt.

Manfred schaut sich das Video vollständig an.

Dann fährt er 18 Minuten mit dem Roller dorthin.

Benzin kostet Geld.

Aber das ist etwas anderes.

Es gibt überhaupt ein eigenes Genre des Pattaya Rentners als YouTuber.

Frühstück hier.

Frühstück dort.

Das beste Frühstück für 49 Baht.

Das schlechteste Frühstück für 59 Baht.

Frühstück im Vergleich.

Frühstückstest.

Frühstücks Update.

Frühstück nach dem neuen Wechselkurs.

(In wirklich jedem Youtube Pattaya Video wird meinem Eindruck nach gefrühstückt. Und irgendwie sind immer Eier und Speck dabei...).

Manfred sieht sich drei Videos an, um 20 Baht beim Frühstück zu sparen.

Danach geht er in die Bar.

Dort kostet ein Bier ungefähr das Zehnfache.

Das nennt man Prioritätensetzung.

Manfred ist auch ein entschiedener Gegner des Verkehrs in Pattaya.

„Die fahren hier wie die Bekloppten.“

Manfred trägt keinen Helm.

Festes Schuhwerk hält er ebenfalls für eine unnötige deutsche Erfindung.

Sein 1000 fach geäusserter Lieblingssatz an die, die ausnahmsweise doch mal Helme tragen:

"sei nicht so Deutsch, Du bist hier in Thailand" um dann 2 Minuten später seinen zweitliebsten Satz heraus zu würgen: " die ...halten sich in Deutschland doch nie an die Regeln . .."

Nach zwei oder drei Bieren steigt er auf den Roller.

„Ich fahr nur kurz nach Jomtien.“

Dieter:

„Bist du noch gut?“

„Natürlich.“

Manfred fährt los.

Der Helm liegt währenddessen sicher im Condo.

Man möchte ihn schließlich nicht unnötig abnutzen.

Wenn Manfred Glück hat, kommt er an.

Wenn nicht, lernt er die thailändische medizinische Versorgung aus einer etwas persönlicheren Perspektive kennen.

Und hier wird es interessant.

Denn Manfred schwärmt sehr gerne von den hervorragenden Kliniken in Thailand.

„Die Ärzte hier, sag ich dir. Weltklasse.“

Das kann durchaus stimmen.

Immerhin haben die Krankenhäuser dort auf den Zimmern Klimaanlagen. In Deutschland meiner jüngsten Erfahrung nach nicht: der Klimawandel ist eine lustige Fatamorgana, es is halt Sommer...

Nur hilft die beste Klinik auch in Thailand relativ wenig, wenn der Patient vorher drei Stunden irgendwo zwischen Klang und Jomtien auf der Straße gelegen hat, weil niemand genau weiß, wer jetzt eigentlich zuständig ist.

In Deutschland wäre unter normalen Umständen deutlich schneller ein Rettungsdienst vor Ort.

Manfred findet das selbstverständlich gut.

Deutschland macht nämlich vieles richtig.

Das Problem ist nur, dass es Deutschland ist.

Wenn er dagegen in Thailand im Krankenhaus aufwacht und plötzlich eine Rechnung auf dem Tisch liegt, die nicht ganz zu seinem Monatsbudget passt, beginnt die nächste Phase der Erkenntnis.

„Das kann doch nicht sein.“

Doch.

Kann es.

„Ich bin doch versichert.“

„Welche Versicherung?“

„Na ja.“

Kurze Pause.

„Ich hab keine.“

Auch das ist ein Versicherungskonzept.

Manfred hält sich grundsätzlich für gesund, bis er es nicht mehr ist.

Und wenn die Sache wirklich ernst wird, gibt es noch Plan B.

Heimflug.

Mit letzter Kraft in ein Flugzeug.

Jahrelang keine Krankenversicherungsbeiträge in Deutschland.

Dann zurück.

Und plötzlich ist der alte deutsche Sozialstaat gar nicht mehr so übel.

„Da wird einem wenigstens geholfen.“

Dieter schweigt.

Klaus schaut aus dem Fenster.

Niemand erwähnt die GEZ.

Manfred ist außerdem ein glühender Anhänger von Demokratie.

„In Deutschland kann man ja seine Meinung gar nicht mehr sagen.“

Wo die Demokratie genau hingegangen ist, weiß niemand.

Sie muss irgendwann abgezischt sein.

Vielleicht Richtung Flughafen.

Manfred jedenfalls hat sie seit Jahren nicht mehr gesehen.

Gewählt hat er übrigens seit ungefähr zwölf Jahren nicht.

„Ich geh doch nicht wählen.“

„Warum?“

„Bringt doch nichts.“

Das ist politisch betrachtet eine bemerkenswert konsequente Methode, den eigenen Einfluss zu maximieren.

Nicht wählen.

Alles besser wissen.

Manfred lebt inzwischen sehr zufrieden in einem Land, dessen politische Verhältnisse er offenbar wesentlich entspannter betrachtet als die deutschen.

Über die dortigen politischen Rahmenbedingungen möchte er nicht so ausführlich sprechen.

„Das ist hier halt anders.“

Ja.

Das ist es.

Und währenddessen erklärt Manfred in einem Thailand Forum, warum die deutsche Demokratie angeblich verschwunden ist.

Dieter:

„Aber du wählst doch gar nicht.“

„Ja, eben.“

Ein Argument.

Manfred ist auch ein großer Fan von Freiheit.

Besonders von der Freiheit, in Deutschland alles schlecht zu finden.

Das ist tatsächlich eine ziemlich brauchbare Freiheit.

Dann kommt der Baht Kurs.

Der Baht ist schlecht.

Immer.

Wenn der Euro steigt, ist der Baht plötzlich stark.

Wenn der Euro fällt, ist selbstverständlich die Politik schuld.

Wenn sich der Kurs erholt, war das natürlich nur vorübergehend.

Seit Jahren ist der Euro kurz vor dem endgültigen Zusammenbruch.

Erstaunlicherweise kommt er trotzdem immer wieder zurück.

38 Baht.

39 Baht.

40 Baht.

Manfred:

„Das wird nie wieder besser.“

Dieter:

„Das hast du 2017 auch gesagt.“

„Ja, aber diesmal ist es anders.“

Manfred besitzt offenbar eine seltene Begabung.

Er kann einen langfristig schwankenden Wechselkurs betrachten und daraus jedes Mal den unmittelbar bevorstehenden Untergang der europäischen Zivilisation ableiten.

Auch beim Klima ist Manfred konsequent.

Deutschland soll ihn mit dem ganzen Unsinn in Ruhe lassen.

„Diese ganze Bevormundung.“

Keine Verbote.

Keine vernünftige Stadtplanung.

Keine Maßnahmen gegen den Autoverkehr.

Bloß keine Einschränkungen.

In Pattaya hingegen steht Manfred nach dem nächsten Starkregen knietief im Wasser.

Das Motorrad ist kaputt.

Schon wieder.

Zum zweiten Mal in drei Jahren.

„Das kann doch nicht sein!“

Warum eigentlich nicht?

Versiegelte Flächen.

Schlechte Entwässerung.

Starkregen.

Alles Dinge, die in Deutschland bereits seit Jahren ausgesprochen unromantisch diskutiert werden.

Manfred nennt das dort Bevormundung.

In Pattaya nennt er es Sauerei.

Das ist immerhin konsequent.

Nur nicht ganz in der Richtung, die man zunächst vermutet.

Und dann ist da noch die Rente.

Manfred bekommt zu wenig.

Immer.

„Ich hab so wenig Rente.“

„Wie viel gibst du denn für deine Freundin aus?“

„Das ist was anderes.“

Natürlich.

Manfred hat selbstverständlich eine Freundin.

Nennen wir sie Nok.

Oder Lek.

Oder irgendetwas, das im Forum bereits dreimal erklärt wurde.

Nok bekommt regelmäßig Unterstützung.

Manfred nennt das nicht Unterhalt.

Das klingt so unromantisch.

Es ist eben Liebe. Jaja...haha...

"meine ist anders". der zweithäufigste Spruch des Pattayarentners am Stammtisch in der Soi 7 nach: "früher war alles besser"...

Liebe kostet allerdings erstaunlich regelmäßig Geld. Schon immer, mindestens halt in der Soi 7 beim Chang.

Manfred rechnet seine Rente sehr genau.

Miete.

Strom.

Wasser.

Internet.

Frühstück.

Und dann wundert er sich, warum nach den Besuchen bei Nok und einigen Getränken in der Bar am Monatsende die finanzielle Lage etwas angespannt ist.

„Die Rente reicht hinten und vorne nicht.“

Dieter: „Was kostet denn die Freundin?“

„Das darfst du so nicht sehen.“

Natürlich nicht.

Manfred sieht die Rente grundsätzlich brutto.

Das Leben dagegen netto.

Und wenn es finanziell eng wird, findet sich zuverlässig ein Schuldiger.

Deutschland.

Die Zugewanderten

Die Politik.

Die da oben.... (eine Aussage, bei der ich regelmässig loslache wenn ich sie höre und dann sofort weiss: jetzt kommt unmittelbar folgend - ob ich will oder nicht - der ganze Rest, den ich hier schon in meiner netten Satire ironisierte, 20x in 10 Minuten...):

Der Euro.

Der Baht.

Das Wetter.

Früher.


Irgendwer wird es gewesen sein.

Manfred selbst eher nicht.

Das wäre nun wirklich ein bisschen viel Eigenverantwortung auf einmal.

Eigenverantwortung...ein Frendwort noch deutlich unverständlicher als jedes Wort Thai, das in 10 Versionen für uns immer gleich klingt.

Und vielleicht liegt genau darin das eigentliche Geheimnis des klassischen Pattaya Rentners.

Er wollte nach Thailand, weil in Deutschland alles zu teuer war.

Er wollte Freiheit.

Er wollte Wärme.

Er wollte niedrige Preise.

Er wollte keine Bevormundung.

Er wollte keine Bürokratie.

Er wollte seine Ruhe.

Und nun sitzt er in Pattaya, schaut deutsches Fernsehen für ungefähr 1.000 Baht im Monat, diskutiert auf Deutsch über Deutschland, beschwert sich über den Baht Kurs, sucht auf YouTube das billigste Frühstück, fährt ohne Helm durch den thailändischen Verkehr, erklärt anderen etwas über Integration, beklagt den fehlenden gesellschaftlichen Zusammenhalt, besitzt eine Freundin, die ihn monatlich Geld kostet, hält eine Krankenversicherung für überflüssig und wartet darauf, dass die deutsche Demokratie endlich wieder zurückkommt.


Wo sie gerade ist, weiß keiner.


Vermutlich beim Frühstück.


Für 39 Baht.

Manfred fährt gleich hin.

Mit dem Roller.

Ohne Helm.

Ich wünsche ihn trotzdem, dass er heil ankommt.

Schon alleine damit er das hier liest und mal wieder über sich selbst lachen kann...

...es sind ja nur zehn Minuten. Jajaja...

Das wahre Thailand...
 

Hohenstein

GeizigerBiertrinker
   Autor
2 November 2024
2.867
31.389
3.465
Pratumnak
Und nun sitzt er in Pattaya, schaut deutsches Fernsehen für ungefähr 1.000 Baht im Monat, diskutiert auf Deutsch über Deutschland, beschwert sich über den Baht Kurs, sucht auf YouTube das billigste Frühstück, fährt ohne Helm durch den thailändischen Verkehr, erklärt anderen etwas über Integration, beklagt den fehlenden gesellschaftlichen Zusammenhalt, besitzt eine Freundin, die ihn monatlich Geld kostet, hält eine Krankenversicherung für überflüssig und wartet darauf, dass die deutsche Demokratie endlich wieder zurückkommt
Der Abschnitt hätte völlig gereicht 😉😜😂
 

Klimbim

Hat nix anderes zu tun
Thread Starter
   Autor
Thread Starter
24 November 2024
1.482
8.556
2.165
Der Abschnitt hätte völlig gereicht 😉😜😂

@Hohenstein , völlig richtig.

Ein kleiner Abschnitt hätte gereicht.

Ich habe nur aus pädagogischen Gründen etwas ausgeholt. Manfred ist schließlich ein komplexes gesellschaftliches Phänomen. Man kann ihn nicht einfach nach drei Sätzen aussetzen und hoffen, dass er allein nach Hause findet.

Aber ich sehe ein, dass die Aufmerksamkeitsspanne begrenzt ist.

Beim nächsten Mal gibt es die Kurzfassung:

„Deutschland ist zu teuer.“

„Die Demokratie ist weg.“

„Der Euro geht unter.“

„Das Frühstück kostet 39 Baht.“

„Wer ist schuld?“

Deutschland.


Damit dürfte dann auch der anspruchsvollere Leser wieder Anschluss finden.
 

El Loco

Gibt sich Mühe
    Aktiv
31 Juli 2015
483
3.683
1.745
71
Pattaya
@Hohenstein , völlig richtig.

Ein kleiner Abschnitt hätte gereicht.

Ich habe nur aus pädagogischen Gründen etwas ausgeholt. Manfred ist schließlich ein komplexes gesellschaftliches Phänomen. Man kann ihn nicht einfach nach drei Sätzen aussetzen und hoffen, dass er allein nach Hause findet.

Aber ich sehe ein, dass die Aufmerksamkeitsspanne begrenzt ist.

Beim nächsten Mal gibt es die Kurzfassung:

„Deutschland ist zu teuer.“

„Die Demokratie ist weg.“

„Der Euro geht unter.“

„Das Frühstück kostet 39 Baht.“

„Wer ist schuld?“

Deutschland.


Damit dürfte dann auch der anspruchsvollere Leser wieder Anschluss finden.

zu Deutchland schweige ich immer

Am Steintisch.
 

Herbie666

Kennt noch nicht jeder
    Aktiv
5 November 2025
27
126
388
Ist lustig, aber im Endeffekt doch sehr stark Klischeekiste, für einen gesellschaftlichen Spiegel ist es doch zu einfach. Natürlich gibt es solche Fälle, aber im Endeffekt ist das doch nur Ausdruck der eigenen Enttäuschung darüber, dass im gedachten Paradies nicht nur Milch und Honig fließt. Am Ende liegt die Wahrheit doch in der Mitte, egal von welcher Seite man sie betrachtet.
 

Callavera

Fidei Defensor
   Autor
5 November 2016
426
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1.293
Toll geschrieben @Klimbim . Fand es persönlich nicht zu lang. Was besonders interessant ist das es in Deutschland innerhalb migrantischer Gemeinschaften oft ähnlich abläuft. Der Diskussionsmittelpunkt ist oft die alte und nicht neue Heimat und das Thema analog fast immer "früher war alles besser". In der Hinsicht ist diese Haltung nicht wirklich typisch Deutsch sondern eher typisch Migrant. Man hat durch die Migration oder auch vorher den Anschluss verloren und versteht die neuen Dynamiken nicht mehr und verklärt das alte und Bekannte oft als Ideal. Ich glaube das hat auch viel mit dem Alter zu tun in dem man migriert. Desto jünger man ist, desto aufgeschlosserner für neues und weniger festgefahren in Routinen und Ritualen aus der alten Heimat ist man. Desto älter, desto schwieriger wird die Integration.
 

KIm

amantes amentes
   Autor
9 Oktober 2015
6.347
25.305
4.365
Satire wollte es nicht sein- Sarkasmus auch nicht- ich weiss nicht
was man dazu schreiben soll. Oft sollte mancher sich auch ab und
an selbst Spiegeln bevor er über andere was schreibt mMn. ...
 

BadBones

Kennt noch nicht jeder
    Aktiv
23 September 2023
43
227
493
Natürlich gibt es solche Fälle, aber im Endeffekt ist das doch nur Ausdruck der eigenen Enttäuschung darüber, dass im gedachten Paradies nicht nur Milch und Honig fließt.
Der Deutsche meckert auf einem sehr hohen Niveau. Was in Deutschland als Untergang empfunden wird, da wären über 80% der Welt nicht nur froh drüber, sondern könnten ihr Glück kaum fassen.
 
Tischtennis Pattaya

Klimbim

Hat nix anderes zu tun
Thread Starter
   Autor
Thread Starter
24 November 2024
1.482
8.556
2.165
Zudem noch pauschal und abwertend beschrieben. Die Rentner die ich in Pattaya kenne haben mit den Darstellungen des TO aber mal rein gar nichts gemein.

Manche Zeitgenossen laden schlicht dazu ein, satirischen Spott über sie auszugießen. Manfred kenne ich allerdings nicht persönlich. Er ist eine erfundene Figur. Das Erstaunliche an erfundenen Figuren ist lediglich, dass man ihnen im wirklichen Leben gelegentlich erstaunlich ähnlich wiederbegegnet.

Natürlich ist das ein Klischee. Satire arbeitet mit Zuspitzung. Ein Klischee ist schließlich kein Personalausweis.

Ich wünsche auch jedem meiner Manfreds und Dieters aufrichtig, unfallfrei durch die Soi 2 zu kommen, den Roller gelegentlich dort stehen zu lassen, etwas Sport zu treiben, wenigstens einen guten Freund zu finden und, sofern gewünscht, irgendwann Besuch von Tochter, Sohn oder Exfrau aus der alten Heimat zu bekommen.

Ich bin deshalb keineswegs „einseitig“. Ich beobachte und beschreibe. Zensur wäre an dieser Stelle vermutlich auch etwas übertrieben.

Und selbstverständlich habe auch ich meine Macken. Ich habe nur das Glück, dass meine bislang noch nicht als eigenes Genre auf YouTube entdeckt wurden.
 

Dreamer69

Kennt noch nicht jeder
    Aktiv
28 Juni 2026
58
440
323

Der klassische Pattaya-Rentner: Freiheit, solange Deutschland zahlt​


Meine Antwort auf meine lieben Youtuber und Pattayaveteranen:

"Früher war alles besser"



Manfred sitzt in Pattaya. Sandalen. Weiße Socken. Kurze Hose. T-Shirt mit irgendeinem Aufdruck, den man in Deutschland spätestens 1998 für modisch hielt. Vor ihm ein Chang, daneben das Smartphone. Manfred ist grundsätzlich gegen Bevormundung. Er hat das Internet geöffnet.

„Also in Deutschland wird man doch nur noch abgezockt.“

„Wegen der Rundfunkgebühr?“

„Ja. GEZ. Eine Frechheit. Zwangsgebühr!"

Manfred bezahlt derweil ungefähr 1.000 Baht im Monat für deutsches Fernsehen in Thailand.

„Ja, aber das ist was anderes.“

Dort schaut er ausgesprochen gerne den Öffentlich Rechtlichen Rundfunk.

Was anderes...

Natürlich.

Es ist immer etwas anderes.

Manfred möchte deutsches Fernsehen. Nachrichten. Fußball. Talkshows. Am besten alles wie früher. Nur bezahlen möchte er dafür möglichst wenig. Deutschland soll schließlich liefern. Der Sozialstaat soll funktionieren. Die Infrastruktur soll funktionieren. Fernsehen soll funktionieren. Krankenversicherung selbstverständlich auch.

Nur kosten darf das alles möglichst nichts.

„Ich hab mein Leben lang eingezahlt.“

Das ist ein Satz, den Manfred ausgesprochen gerne sagt.

Er sagt ihn auch dann, wenn er seit Jahren im Ausland lebt und gerade erklärt, warum eine Krankenversicherung völlig überflüssig ist.

„Ich bin doch gesund.“

Das ist ungefähr die gleiche finanzielle Vorsorge wie:

„Mein Haus brennt nicht. Also brauche ich keine Feuerversicherung.“

Dieter nickt.

„Genau.“

Klaus sagt:

„Wenn was ist, flieg ich heim.“

Ein bemerkenswertes Gesundheitskonzept.

Solange man noch flugfähig ist, ist das deutsche Gesundheitssystem offenbar gar nicht so schlecht.

Manfred ist außerdem ein großer Freund der Integration.

Zumindest theoretisch.

In Deutschland beschwert er sich regelmäßig darüber, dass Migranten sich nicht integrieren würden.

Aha...

„Die leben seit zehn Jahren hier und können immer noch kein ordentliches Deutsch.“

Manfred lebt seit sieben Jahren in Thailand.

„Sawasdee khráp.“

Das war es dann im Wesentlichen.

Nach sieben Jahren.

Die thailändische Sprache wurde bislang aus Gründen der kulturellen Selbstbestimmung weitgehend ignoriert.

„Thai ist aber auch schwierig.“

Natürlich. (Finde ich übrigens auch, aber dann ist die Freude grösser, wenn es doch gelingt).

...ist wirklich schwierig...

Deutsch offenbar nicht.

Manfred hat in Deutschland schließlich auch nie verlangt, dass alle Ausländer innerhalb von sechs Monaten Goethe-Institut Niveau C1 erreichen.

Er möchte nur, dass andere sich integrieren.

Bei ihm selbst reicht es, wenn die Kellnerin ungefähr weiß, welches Bier er möchte.

„One Chang.“

Integration abgeschlossen.

Der klassische Manfred beklagt außerdem, dass Deutschland keinen Zusammenhalt mehr habe.

„Früher, da waren die Leute noch füreinander da.“

Manfred hat inzwischen einen erstaunlich großen Freundeskreis.

Dieter.

Klaus.

Ralf.

Uwe, wenn er gerade da ist.

Man trifft sich in einer Bar. Man trinkt zusammen. Man redet über Deutschland. Über Frauen. Über den Baht Kurs. Über Deutschland. Über die Regierung. Über die Rente. Und über Deutschland.

Tiefere Freundschaften sind natürlich schwierig, wenn die wesentliche gemeinsame Tätigkeit darin besteht, abends am selben Tisch zu sitzen und sich gegenseitig zu erklären, warum früher alles besser war.

Aber der Zusammenhalt ist noch da.

Er steht meistens neben dem Kühlschrank.

Manfred beklagt auch die hohen Lebenshaltungskosten in Deutschland.

„Mit meiner Rente kann man da doch nicht mehr leben.“

In Thailand lebt er dagegen erstaunlich günstig.

Frühstück für 79 Baht.

Mittagessen für 50.

Kaffee für 40.

Und irgendwo gibt es immer jemanden auf YouTube, der herausgefunden hat, wo es das Frühstück für 39 Baht gibt.

Manfred schaut sich das Video vollständig an.

Dann fährt er 18 Minuten mit dem Roller dorthin.

Benzin kostet Geld.

Aber das ist etwas anderes.

Es gibt überhaupt ein eigenes Genre des Pattaya Rentners als YouTuber.

Frühstück hier.

Frühstück dort.

Das beste Frühstück für 49 Baht.

Das schlechteste Frühstück für 59 Baht.

Frühstück im Vergleich.

Frühstückstest.

Frühstücks Update.

Frühstück nach dem neuen Wechselkurs.

(In wirklich jedem Youtube Pattaya Video wird meinem Eindruck nach gefrühstückt. Und irgendwie sind immer Eier und Speck dabei...).

Manfred sieht sich drei Videos an, um 20 Baht beim Frühstück zu sparen.

Danach geht er in die Bar.

Dort kostet ein Bier ungefähr das Zehnfache.

Das nennt man Prioritätensetzung.

Manfred ist auch ein entschiedener Gegner des Verkehrs in Pattaya.

„Die fahren hier wie die Bekloppten.“

Manfred trägt keinen Helm.

Festes Schuhwerk hält er ebenfalls für eine unnötige deutsche Erfindung.

Sein 1000 fach geäusserter Lieblingssatz an die, die ausnahmsweise doch mal Helme tragen:

"sei nicht so Deutsch, Du bist hier in Thailand" um dann 2 Minuten später seinen zweitliebsten Satz heraus zu würgen: " die ...halten sich in Deutschland doch nie an die Regeln . .."

Nach zwei oder drei Bieren steigt er auf den Roller.

„Ich fahr nur kurz nach Jomtien.“

Dieter:

„Bist du noch gut?“

„Natürlich.“

Manfred fährt los.

Der Helm liegt währenddessen sicher im Condo.

Man möchte ihn schließlich nicht unnötig abnutzen.

Wenn Manfred Glück hat, kommt er an.

Wenn nicht, lernt er die thailändische medizinische Versorgung aus einer etwas persönlicheren Perspektive kennen.

Und hier wird es interessant.

Denn Manfred schwärmt sehr gerne von den hervorragenden Kliniken in Thailand.

„Die Ärzte hier, sag ich dir. Weltklasse.“

Das kann durchaus stimmen.

Immerhin haben die Krankenhäuser dort auf den Zimmern Klimaanlagen. In Deutschland meiner jüngsten Erfahrung nach nicht: der Klimawandel ist eine lustige Fatamorgana, es is halt Sommer...

Nur hilft die beste Klinik auch in Thailand relativ wenig, wenn der Patient vorher drei Stunden irgendwo zwischen Klang und Jomtien auf der Straße gelegen hat, weil niemand genau weiß, wer jetzt eigentlich zuständig ist.

In Deutschland wäre unter normalen Umständen deutlich schneller ein Rettungsdienst vor Ort.

Manfred findet das selbstverständlich gut.

Deutschland macht nämlich vieles richtig.

Das Problem ist nur, dass es Deutschland ist.

Wenn er dagegen in Thailand im Krankenhaus aufwacht und plötzlich eine Rechnung auf dem Tisch liegt, die nicht ganz zu seinem Monatsbudget passt, beginnt die nächste Phase der Erkenntnis.

„Das kann doch nicht sein.“

Doch.

Kann es.

„Ich bin doch versichert.“

„Welche Versicherung?“

„Na ja.“

Kurze Pause.

„Ich hab keine.“

Auch das ist ein Versicherungskonzept.

Manfred hält sich grundsätzlich für gesund, bis er es nicht mehr ist.

Und wenn die Sache wirklich ernst wird, gibt es noch Plan B.

Heimflug.

Mit letzter Kraft in ein Flugzeug.

Jahrelang keine Krankenversicherungsbeiträge in Deutschland.

Dann zurück.

Und plötzlich ist der alte deutsche Sozialstaat gar nicht mehr so übel.

„Da wird einem wenigstens geholfen.“

Dieter schweigt.

Klaus schaut aus dem Fenster.

Niemand erwähnt die GEZ.

Manfred ist außerdem ein glühender Anhänger von Demokratie.

„In Deutschland kann man ja seine Meinung gar nicht mehr sagen.“

Wo die Demokratie genau hingegangen ist, weiß niemand.

Sie muss irgendwann abgezischt sein.

Vielleicht Richtung Flughafen.

Manfred jedenfalls hat sie seit Jahren nicht mehr gesehen.

Gewählt hat er übrigens seit ungefähr zwölf Jahren nicht.

„Ich geh doch nicht wählen.“

„Warum?“

„Bringt doch nichts.“

Das ist politisch betrachtet eine bemerkenswert konsequente Methode, den eigenen Einfluss zu maximieren.

Nicht wählen.

Alles besser wissen.

Manfred lebt inzwischen sehr zufrieden in einem Land, dessen politische Verhältnisse er offenbar wesentlich entspannter betrachtet als die deutschen.

Über die dortigen politischen Rahmenbedingungen möchte er nicht so ausführlich sprechen.

„Das ist hier halt anders.“

Ja.

Das ist es.

Und währenddessen erklärt Manfred in einem Thailand Forum, warum die deutsche Demokratie angeblich verschwunden ist.

Dieter:

„Aber du wählst doch gar nicht.“

„Ja, eben.“

Ein Argument.

Manfred ist auch ein großer Fan von Freiheit.

Besonders von der Freiheit, in Deutschland alles schlecht zu finden.

Das ist tatsächlich eine ziemlich brauchbare Freiheit.

Dann kommt der Baht Kurs.

Der Baht ist schlecht.

Immer.

Wenn der Euro steigt, ist der Baht plötzlich stark.

Wenn der Euro fällt, ist selbstverständlich die Politik schuld.

Wenn sich der Kurs erholt, war das natürlich nur vorübergehend.

Seit Jahren ist der Euro kurz vor dem endgültigen Zusammenbruch.

Erstaunlicherweise kommt er trotzdem immer wieder zurück.

38 Baht.

39 Baht.

40 Baht.

Manfred:

„Das wird nie wieder besser.“

Dieter:

„Das hast du 2017 auch gesagt.“

„Ja, aber diesmal ist es anders.“

Manfred besitzt offenbar eine seltene Begabung.

Er kann einen langfristig schwankenden Wechselkurs betrachten und daraus jedes Mal den unmittelbar bevorstehenden Untergang der europäischen Zivilisation ableiten.

Auch beim Klima ist Manfred konsequent.

Deutschland soll ihn mit dem ganzen Unsinn in Ruhe lassen.

„Diese ganze Bevormundung.“

Keine Verbote.

Keine vernünftige Stadtplanung.

Keine Maßnahmen gegen den Autoverkehr.

Bloß keine Einschränkungen.

In Pattaya hingegen steht Manfred nach dem nächsten Starkregen knietief im Wasser.

Das Motorrad ist kaputt.

Schon wieder.

Zum zweiten Mal in drei Jahren.

„Das kann doch nicht sein!“

Warum eigentlich nicht?

Versiegelte Flächen.

Schlechte Entwässerung.

Starkregen.

Alles Dinge, die in Deutschland bereits seit Jahren ausgesprochen unromantisch diskutiert werden.

Manfred nennt das dort Bevormundung.

In Pattaya nennt er es Sauerei.

Das ist immerhin konsequent.

Nur nicht ganz in der Richtung, die man zunächst vermutet.

Und dann ist da noch die Rente.

Manfred bekommt zu wenig.

Immer.

„Ich hab so wenig Rente.“

„Wie viel gibst du denn für deine Freundin aus?“

„Das ist was anderes.“

Natürlich.

Manfred hat selbstverständlich eine Freundin.

Nennen wir sie Nok.

Oder Lek.

Oder irgendetwas, das im Forum bereits dreimal erklärt wurde.

Nok bekommt regelmäßig Unterstützung.

Manfred nennt das nicht Unterhalt.

Das klingt so unromantisch.

Es ist eben Liebe. Jaja...haha...

"meine ist anders". der zweithäufigste Spruch des Pattayarentners am Stammtisch in der Soi 7 nach: "früher war alles besser"...

Liebe kostet allerdings erstaunlich regelmäßig Geld. Schon immer, mindestens halt in der Soi 7 beim Chang.

Manfred rechnet seine Rente sehr genau.

Miete.

Strom.

Wasser.

Internet.

Frühstück.

Und dann wundert er sich, warum nach den Besuchen bei Nok und einigen Getränken in der Bar am Monatsende die finanzielle Lage etwas angespannt ist.

„Die Rente reicht hinten und vorne nicht.“

Dieter: „Was kostet denn die Freundin?“

„Das darfst du so nicht sehen.“

Natürlich nicht.

Manfred sieht die Rente grundsätzlich brutto.

Das Leben dagegen netto.

Und wenn es finanziell eng wird, findet sich zuverlässig ein Schuldiger.

Deutschland.

Die Zugewanderten

Die Politik.

Die da oben.... (eine Aussage, bei der ich regelmässig loslache wenn ich sie höre und dann sofort weiss: jetzt kommt unmittelbar folgend - ob ich will oder nicht - der ganze Rest, den ich hier schon in meiner netten Satire ironisierte, 20x in 10 Minuten...):

Der Euro.

Der Baht.

Das Wetter.

Früher.


Irgendwer wird es gewesen sein.

Manfred selbst eher nicht.

Das wäre nun wirklich ein bisschen viel Eigenverantwortung auf einmal.

Eigenverantwortung...ein Frendwort noch deutlich unverständlicher als jedes Wort Thai, das in 10 Versionen für uns immer gleich klingt.

Und vielleicht liegt genau darin das eigentliche Geheimnis des klassischen Pattaya Rentners.

Er wollte nach Thailand, weil in Deutschland alles zu teuer war.

Er wollte Freiheit.

Er wollte Wärme.

Er wollte niedrige Preise.

Er wollte keine Bevormundung.

Er wollte keine Bürokratie.

Er wollte seine Ruhe.

Und nun sitzt er in Pattaya, schaut deutsches Fernsehen für ungefähr 1.000 Baht im Monat, diskutiert auf Deutsch über Deutschland, beschwert sich über den Baht Kurs, sucht auf YouTube das billigste Frühstück, fährt ohne Helm durch den thailändischen Verkehr, erklärt anderen etwas über Integration, beklagt den fehlenden gesellschaftlichen Zusammenhalt, besitzt eine Freundin, die ihn monatlich Geld kostet, hält eine Krankenversicherung für überflüssig und wartet darauf, dass die deutsche Demokratie endlich wieder zurückkommt.


Wo sie gerade ist, weiß keiner.


Vermutlich beim Frühstück.


Für 39 Baht.

Manfred fährt gleich hin.

Mit dem Roller.

Ohne Helm.

Ich wünsche ihn trotzdem, dass er heil ankommt.

Schon alleine damit er das hier liest und mal wieder über sich selbst lachen kann...

...es sind ja nur zehn Minuten. Jajaja...

Das wahre Thailand...
Wer schreibt solchen Müii? KI? Nach spätestens 5 vollkommen idiotischen Klischees ist der Würgereiz nicht mehr zu unterdrücken.....
 

Klimbim

Hat nix anderes zu tun
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24 November 2024
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Ein Punkt ist übrigens nicht erfunden, sondern leider ziemlich genau so passiert. Und der beruhigt mich tatsächlich, wenn ich an Pattaya denke.

Ich lag im Juni/Juli zwei Wochen auf einer deutschen Intensivstation, nach zwei ziemlich heiklen Operationen. Eine dritte steht noch an, weshalb ich mit der Rückkehr nach Thailand momentan noch ein wenig zurückhaltend bin.

Draußen waren um die 40 Grad. Drinnen war es, nun ja, ebenfalls Sommer. Eine Klimaanlage gab es, soweit ich das mitbekommen habe, im OP. Man wollte es offenbar nicht unnötig komfortabel machen.

Wenn man dort liegt und einem jemand erklärt: „Es ist halt einfach Sommer“, beginnt man irgendwann, diesen Satz satirisch zu betrachten. Aus reinem Selbstschutz.

Ich habe gegen Sommer grundsätzlich nichts. 40 Grad können meinetwegen auch vorkommen. Nur auf einer Intensivstation hätte ich persönlich gegen eine etwas weniger mediterrane Raumtemperatur nichts einzuwenden.

In Pattaya darf von mir aus ganzjährig Sommer sein. Dafür fährt man ja hin.

Im Krankenhaus darf der Sommer dann aber bitte draußen bleiben.

Dass die Patientenzimmer dort klimatisiert sind, beruhigt mich deshalb durchaus. Ich gehe einfach einmal davon aus, dass das für alle Zimmer gilt und nicht nur für Menschen, die zufällig gerade aus Deutschland eingeflogen sind und sich über das Wetter beschweren.

Nach zwei Operationen entwickelt man schließlich gewisse Ansprüche.

Sehr kleine.
 

Nurgle84

Keeper of the Beagle
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Wer schreibt solchen Müii? KI? Nach spätestens 5 vollkommen idiotischen Klischees ist der Würgereiz nicht mehr zu unterdrücken.....
Babbel net, es ist ein wenig überspitzt aber solche Exemplare gibts wirklich :LOL: Bei uns im Isaan, im Nachbardorf, war so einer zu Besuch für 3 Tage...... es war herrlich :LOL::LOL::LOL::LOL:
 

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