Man hätte es nicht besser beantworten können.
Wenn man nach Thailand reist um allen voran im Rotlicht Bereich aktiv zu sein, dann sollte man eines ganz gewiss tun. Das Herz im Hotel lassen und nur mit dem Hirn agieren. Die Damen haben Charme ohne Ende, aber vor allem das Wissen wie sie diesen Einsetzen müssen. Es ist für sie ein Spiel gegen die Zeit - vollkommen richtig. Die unerfahrenen Touris haben keine Ahnung was die da erwartet. Sie hören von den wunderschönen Frauen, die für (wenig) Geld mit dir eine tolle Zeit verbringen, sich um dich kümmern und dir eine Freundin sein werden, solange du dafür zahlst. Dass es aber diesen eigentlich bekannten Scam des Ausnehmens gibt, wird zu oft noch verschwiegen. Warum ist das so? Weil wenn über diese Szene berichtet wird, sind es die bösen Kerle aus dem Ausland die die armen Frauen nur ausbeuten. Dass es aber am Ende des Tages ganz schnell andersrum sein kann, wird oftmals verschwiegen.
Es muss einem immer bewusst sein, dass es nur ums Geld geht. Es muss einem bewusst sein, dass es ihr Job ist, dich happy zu machen. Wenn sie dann noch in einem geilen Hotel schlafen kann, als mit 3 anderen Frauen in einem viel zu kleinen Condo und dann noch von dir gefüttert wird... ist dass ein guter Tag für sie. Du bist ein Job mehr nicht... so wie die anderen 5 Kerle am Tag, die auch schon drüber gerutscht sind.
Man kann gerade als Neuling nicht ahnen was auf einen zukommt. Man macht Fehler. Alle Youtube Videos oder Berichte geben nicht im Ansatz dass wieder, wie das Gefühl ist in Thailand zu landen, seine ersten Momente in einer Bar oder sogar Massage zu erleben, die (gespielte) Freundlichkeit zu dir. Es ist wie in einem Film den man sich bewahren will. Man wird blind und angreifbar. Die Frauen wissen haargenau wie sie mit einem Mann spielen müssen. Schlimmer noch... sie stellen sich auf die verschiedenen Persönlichkeiten ein. Agieren anders - finden raus wie sie die Person dazu bewegen können etwas an Geld zu schicken. Sie wissen dass bei dem Mann/Sponsor der Wunsch da ist, dass sie die nächste Frau an seiner Seite wird. Es werden offensichtliche Dinge ausgeblendet, am Anfang werden sogar seltsame Momente oder Aussagen erstmal zur Seite gewischt. Man hat ja schließlich Kontakt in Form von Video Calls und dergleichen. Sie schreibt einem doch 50x am Tag, sie wirkt eifersüchtig und will wissen was du tust - das muss Real sein!
Es ist es oftmals leider nicht. Es ist ein Geschäft um die Beule in deiner rechten Hosentasche kleiner werden zu lassen. Dafür wird sich natürlich auch um die andere Beule gekümmert... aber dass wird am Ende nicht nur deine Beule sein.
Es gibt Ausnahmen wie überall. Es gibt Frauen die wollen aus dem Teufelskreis des Barlebens raus. Aber wenn dies der Fall ist, dann wollen sie nicht noch aus "Verbundenheit zu den Freundinnen" weiterhin in der Bar abhängen. Dann packt sie die Koffer und geht zur Familie. Evtl. warten da die Kinder und der Thai-Mann und alle freuen sich, dass sich wieder ein Dödel gefunden hat, der das Essen und die Schulsachen kaufen wird. Evtl. ist sie aber auch ehrlich und will raus aus der Nummer. Ich behaupte, dass wir hier aber über einen kleinen Prozentteil an Frauen sprechen, wo dies der Fall ist.
Hervorragender Beitrag.
Dennoch möchte ich anmerken, und das ist keineswegs als Kritik gemeint, daß bei dir auch etwas Negativität mitschwingt.
Um mal eine Lanze für die Ladies zu brechen:
In vielen asiatischen Ländern gehört das Ganze drumrum zur Prostitution dazu; es wird also nicht nur dem kleinen Köpfchen lustvolle Momente beschert sondern auch dem großen in Form von Emotionen.
Jemand der Prostitution nur aus Deutschland kennt, wo eine buchstäblich abgefuckte Dame irgendwas sagt wie, „also Bumsen und blasen inklusive Perversion und Mehrwertsteuer macht jetzt so und so viel.“, der wird natürlich in Thailand erst einmal sehr positiv überrascht sein, leider aber auch oft den Fehler machen anzunehmen, daß dieses Girlfriend verhalten nur bei ihm angewendet wird und die anderen sind eben nur Kunden.
Ein zweiter Punkt, der hier durch viele Beiträge hindurch schwingt ist, dass man nie vergessen soll, wo man die Dame kennengelernt hat und was sie für einen Beruf ausgeübt hat.
Das ist vollkommen richtig, aber die Medaille hat eine Kehrseite: auch die Damen werden ebenfalls nie vergessen, wo sie einen kennengelernt haben und dass man im Endeffekt auch für eine ganze Weile Hurenbock war und es vermutlich immer noch ist.
Ebenso wie der TS sich fragt, ob die Dame möglicherweise doch noch in der Horizontalen etwas Geld verdient, kann er sich darauf verlassen, dass auch die Lady sich fragt, ob er nicht noch nebenbei bei irgendwelchen Konkurrentinnen die gemeinsame Haushaltskasse schmälert.
Ein weiterer Aspekt, der zu nagenden Zweifeln führen kann, ist, dass man nie weiß, ob die Dame noch weiterhin ihrem Hurendasein frönt und dabei meine ich jetzt nicht mit anderen Männern, denn das habe ich ja bereits weiter oben abgehakt; ich meine, einem selbst gegenüber.
Der geduldige Beobachter möge einmal sein geübtes Auge auf thailändische Paare werfen. Ich habe noch nie gesehen, dass die mit ihren Kerlen genauso umgehen wie mit uns.
Ich kann dahingehend sogar mit eigenen schmerzlichen Erfahrungen aufwarten:
Vor vielen Jahren habe ich mal gemeint nebenbei noch eine Freundin haben zu müssen, die mir idealerweise jede Nacht das Bett warm hält.
Das lief auch eine ganze Weile gut und gelegentliche Überraschungsbesuche oder Kontrollanrufe ergaben kein Fehlverhalten ihrerseits. Da wir uns nicht jeden Tag gesehen haben sondern so 1 bis 2 mal die Woche, blieb es auch immer spannend und jedesmal bestätigte sie mir mit leuchtenden Augen, wie sehr sie mich vermißt hatte, wie viele feuchte Träume sie zwischenzeitlich erleben durfte, bei denen der Hauptdarsteller natürlich nur ich war und daß sie es kaum erwarten könne, bis ich sie wieder bespringe.
Dann machte ich 2 fatale Fehler:
der erste bestand daraus ihr zu sagen, dass ich sie jetzt komplett als meine Freundin ansehe und eine ganz normale Beziehungen mit ihr haben möchte.
Es dauerte nicht lange und ihr Verhalten änderte sich radikal. Statt mich mit Liebesgesäusel zu begrüßen, hagelte es nur noch Gemecker und Gezeter: „Warum kommst du so spät und wieso riechst du nach Frauenparfum und wehe ich finde schon wieder Lippenstift an deinem Sack“.
Der zweite bestand daraus ihr zu sagen: „Also, als Nutte fand ich dich besser.“
Das war dann das letzte Mal, dass ich sie gesehen habe.
Im Großen und Ganzen stimme ich dir zu, daß es in Pattaya nur wenige ehrliche Damen gibt, aber du darfst nie vergessen, die sind nicht so auf die Welt gekommen.
@MADBKK ist mir da mit seinem hervorragenden Beitrag zuvorgekommen
Ich sehe das ein wenig anders... Klar sind die Mädels irgendwann "durch". Schon ein bis zwei Jahre Pattaya sind für die Frauen eine harte Schule, die tiefe Narben auf der Seele hinterlässt. Wenn mir eine erzählt, dass sie seit zehn Jahren in "Patte" ist, dann sind diese Wunden kaum noch zu kitten.
Man liest ja immer wieder, wie abgebrüht und berechnend die Thai-Mädels in Pattaya angeblich alle sind. Aber genau dazu macht Pattaya sie mit der Zeit – vorallen auch durch all die Erfahrungen mit den Kunden. Es gibt im Isan keine Ausbildung zum „Pattaya Bargirl“. Das lernen die Mädels alle vor Ort: von ihren Mitstreiterinnen und vor allem von den Kunden. Wer sich wirklich mal ernsthaft mit den Frauen beschäftigt – und das nicht nur im Bett – der erfährt Lebensgeschichten, die im ersten Moment völlig unglaubwürdig klingen, sich aber oft genau so abgespielt haben.
Der neue Schlag an Kunden, wie die Inder und Araber, die mittlerweile zuhauf in Pattaya unterwegs sind, beschleunigt diesen Abstumpfungsprozess massiv. Sie gehen völlig anders mit den Frauen um, weil eine Prostituierte für sie oft ein Mensch unterster Klasse ist. Da wird man als Girl zwangsläufig sehr schnell emotional kalt. Genau deshalb sind wir Deutsche (oder Europäer allgemein) ja so beliebt: Weil die meisten von uns die Girls eben noch freundlich, respektvoll und menschlich behandeln – die berühmten Handtaschenträger eben.
Thailändische Frauen werden von Haus aus in der Regel so erzogen, dass sie sich sehr fürsorglich um ihren Mann kümmern. Der Partner wird wie ein „König“ behandelt. Das geht so weit, dass morgens die Zahnpasta schon auf der Bürste bereitliegt – auch um sicherzustellen, dass der Typ sich überhaupt mal die Zähne putzt (was bei manchen Gestalten in Pattaya durchaus nötig ist). Wer Thai-Frauen abseits des Rotlichtmilieus kennenlernt, merkt sehr schnell, dass dieses "Take Care" von klein auf tief verwurzelt ist. Da bekommt man all die Vorzüge (wer das mag) ganz ohne Rotlicht-Vergangenheit. Das erleben hier aber wohl nur Leute, die längerfristig im Land sind und sich nicht nur im Milieu bewegen.
Wenn eine Lady noch recht „frisch“ in Pattaya ist – und nicht jede bleibt gerne oder lange dort –, kann man hier durchaus die Liebe seines Lebens finden und eine Lovestory mit Happy End erleben. So selten ist eine glückliche Beziehung daraus gar nicht. Zudem sind viele Thai-Mädels absolut nicht auf den Kopf gefallen, sondern entpuppen sich im normalen Leben als extrem geschäftstüchtig.
Ich kenne persönlich Frauen, die mit der (anfänglichen) Unterstützung ihres Boyfriends ein Business aufgebaut haben, das monatlich mittlerweile mehr abwirft, als der Partner je im Monat verdient hat:
- Eine hat mittlerweile drei große Läden in Pratunam mit etlichen Millionen Baht Umsatz im Monat.
- Eine andere hat dank der finanziellen Hilfe ihres Mannes ihr Land in Khao Yai erweitert und beliefert heute große Supermärkte wie den Villa Market mit frischem Obst und Gemüse.
Beide hatten eine Rotlicht-Vergangenheit – heute sind sie knallharte Business-Frauen, die richtig Geld verdienen.
Aber klar, es gibt auch die absolut abgezockten Girls, und die erkennen ihre „Opfer“ sofort. Zum Abzocken gehören schließlich immer zwei: der Betrüger und derjenige, der sich betrügen lässt. Oft erwischt es dann den „lieben, netten“ Europäer, der waidmännisch perfekt bis auf den letzten Euro ausgenommen wird.
In Thailands Rotlichtwelt ist also beides möglich: die Liebe des Lebens oder der Verlust von allem, was man sich jemals mühsam angespart hat. Daher sollte man immer vorsichtig sein und vieles hinterfragen, bevor man sich Hals über Kopf in eine Beziehung stürzt. (Deshalb haben viele ja auch diesen berühmten „Test“ im Kopf, wobei es genug gute Gründe gibt, warum man ihn in der oft vorgeschlagenen Form gerade
nicht machen sollte).
Am Ende muss jeder sein Glück in Thailand selbst finden. Möglich ist es allemal – es kommt halt darauf an, ob man neben dem Herzen auch das Gehirn eingeschaltet lässt.
Viele Ladies haben sich einige Male in irgendwelche Farangs verliebt Und sind bitter enttäuscht worden, was weil dieser sie nur verarscht und ihr sonstwas versprochen hat, damit er sie für seinen Aufenthalt auf Lau besteigen kann.
Ich habe da mal einen ganz traurigen Fall hautnah erlebt. Das war zur Corona Zeit.
Eine bereits in die Jahre gekommene Lady hatte sich in einen Engländer verliebt und diese hatte ihr versprochen, wenn sie sich aufopfernd um ihn kümmern würde, dann würde er dafür sorgen, dass sie sich wiederum keine Sorgen mehr machen müssen.
Wortwörtlich hat er ihr versprochen, dass er dafür sorgen würde, "
dass sie für alle Zeiten stets ein leckeres Mahl auf dem Tisch hat."
Als er dann nach 6 Wochen, in denen er bei ihr gewohnt und auf ihre Kosten gelebt hatte, ging, hinterließ er ihr ein Geschenkpaket in dem sie einen größeren Geldbetrag vermutete und den sie auch bitter benötigte, da sie mittlerweile mit der Miete im Rückstand war und ordentliche Schulden hatte und das bei Leuten, bei denen man besser keine hat.
In dem Paket war leider nur eine billige Version von so einem Holzkohlegrill.
Den hat sie nur ein einziges Mal benutzt – um sich von der Welt zu verabschieden.