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Klimbim

Hat nix anderes zu tun
   Autor
24 November 2024
1.278
6.420
1.865
Wenn Bitcoin wirklich ein Schneeballsystem wäre, würde ich ihn aus Staatssicht besser gar nicht besteuern. Denn ein Schneeballsystem wird früher oder später kollabieren und riesige Verluste produzieren, an denen sich dann die Steuerzahler beteiligen müssten.

Der Einwand verfehlt die steuerliche Logik.

Besteuert wird nicht ein Etikett wie Schneeballsystem sondern die realisierte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Wer Gewinne erzielt, hat einen steuerlich relevanten Zuwachs unabhängig von der Stabilität des zugrunde liegenden Systems.

Gerade bei Bitcoin kommt ein zusätzlicher Punkt hinzu. Wenn ein System darauf angelegt ist, sich weitgehend der staatlichen Geldordnung, Regulierung und Kontrolle zu entziehen und seine Dynamik wesentlich aus spekulativer Kapitalzufuhr bezieht, berührt das jedenfalls strukturell zentrale staatliche Steuerungs und Finanzierungsinteressen. Das macht es nicht steuerfrei sondern im Gegenteil klar steuerpflichtig.

Im Ergebnis bleibt es dabei. Steuerrecht fragt nicht nach Systemsympathie, sondern nach Gewinn. Und staatliche Neutralität endet dort, wo sich dauerhafte Parallelstrukturen zum regulierten Finanzsystem bilden.

Die sollten wir tunlichst vermeiden.
 

netflyer

Schreibwütig
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20 August 2018
521
1.135
1.343
Der Einwand verfehlt die steuerliche Logik.

Besteuert wird nicht ein Etikett wie Schneeballsystem sondern die realisierte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Wer Gewinne erzielt, hat einen steuerlich relevanten Zuwachs unabhängig von der Stabilität des zugrunde liegenden Systems.

Gerade bei Bitcoin kommt ein zusätzlicher Punkt hinzu. Wenn ein System darauf angelegt ist, sich weitgehend der staatlichen Geldordnung, Regulierung und Kontrolle zu entziehen und seine Dynamik wesentlich aus spekulativer Kapitalzufuhr bezieht, berührt das jedenfalls strukturell zentrale staatliche Steuerungs und Finanzierungsinteressen. Das macht es nicht steuerfrei sondern im Gegenteil klar steuerpflichtig.

Im Ergebnis bleibt es dabei. Steuerrecht fragt nicht nach Systemsympathie, sondern nach Gewinn. Und staatliche Neutralität endet dort, wo sich dauerhafte Parallelstrukturen zum regulierten Finanzsystem bilden.

Die sollten wir tunlichst vermeiden.
Ich habe nicht von steuerlicher Logik geschrieben. Sondern ob bei einer Änderung der Systematik Mehreinnahmen für den Staat generiert werden oder nicht. Und bei einem Schneeballsystem wird das auf lange Sicht nicht passieren. Im Gegenteil. Der unweigerliche Zusammenbruch des Schneeballsystems wird zu massiven Mindereinahmen führen.
 
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Klimbim

Hat nix anderes zu tun
   Autor
24 November 2024
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Ich habe nicht von steuerlicher Logik geschrieben. Sondern ob bei einer Änderung der Systematik Mehreinnahmen für den Staat generiert werden oder nicht. Und bei einem Schneeballsystem wird das auf lange Sicht nicht passieren. Im Gegenteil. Der unweigerliche Zusammenbruch des Schneeballsystems wird zu massiven Mindereinahmen führen.

Dein Einwand wirkt auf den ersten Blick strukturiert, verfehlt aber die steuerrechtliche Systematik deutlich.

Steuerrecht ist keine volkswirtschaftliche Zukunftsanalyse. Besteuert wird die realisierte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit im Zeitpunkt des Gewinns, nicht eine spekulative Prognose über den langfristigen Bestand eines Marktes.

Die Annahme, eine mögliche spätere Marktinstabilität könne eine Besteuerung im Hier und Jetzt in Frage stellen, ist dogmatisch nicht haltbar. Sie würde im Ergebnis jede Besteuerung volatiler oder risikobehafteter Märkte infrage stellen, was mit der Systematik der Einkommensteuer unvereinbar ist.

Ein Markt, der nur mit erheblichem Aufwand überhaupt in die Rechtsordnung integrierbar ist, stellt nicht die Frage nach Privilegierung, sondern nach klarer regulatorischer Begrenzung.
 

netflyer

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20 August 2018
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Naja, es geht schon darum , Steuereinnahmen zu generieren. Natürlich muss am Ende die Systematik stimmen . Bislang hat es steuersystematisch auch gepasst. Künftig wird es auch passen . Falls nicht, wird geklagt. Aber wie gesagt , unter der Annahme dass es sich um ein Schneeballsystem handelt, wird der Stat viel Geld verlieren . Ganz grob 100 Milliarden Euro verteilt auf die wenigen Jahren bis zum unweigerlichen Zusammenbruch. Es sind ja auch Verluste aus dem Shitcoinsektor zu erwarten. Hier könnte man ja sogar wirklich von einem Schneeballsystem sprechen.
 
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Klimbim

Hat nix anderes zu tun
   Autor
24 November 2024
1.278
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Naja, es geht schon darum , Steuereinnahmen zu generieren. Natürlich muss am Ende die Systematik stimmen . Bislang hat es steuersystematisch auch gepasst. Künftig wird es auch passen . Falls nicht, wird geklagt. Aber wie gesagt , unter der Annahme dass es sich um ein Schneeballsystem handelt, wird der Stat viel Geld verlieren . Ganz grob 100 Milliarden Euro verteilt auf die wenigen Jahren bis zum unweigerlichen Zusammenbruch. Es sind ja auch Verluste aus dem Shitcoinsektor zu erwarten. Hier könnte man ja sogar wirklich von einem Schneeballsystem sprechen.

hmmm...

Ein System, dessen Preisbildung ausschließlich auf Weiterverkauf an spätere Käufer ohne eigene Ertragsbasis beruht, trägt strukturell Schneeballmechanismen in sich und ist volkswirtschaftlich hoch fragil.

Gerade weil hier kein produktiver Wertstrom existiert, sondern nur spekulative Umverteilung zwischen Marktteilnehmern, entstehen erhebliche Risiken für Anleger und mittelbar auch für die Stabilität der Finanzordnung.

Eine konsequente steuerliche Erfassung ist daher das Minimum, weil sie die realisierte spekulative Wertabschöpfung in das allgemeine Leistungssystem zurückholt und Gleichheit herstellt. Ob dem Staat etwas verloren ginge? Reine Spekulation, wie das System selbst.

Darüber hinaus ist aus ordnungspolitischer Sicht nachvollziehbar, solche halbseidenen Strukturen in der Grauzone der Legalität entweder strikt zu regulieren oder ihre Marktausbreitung deutlich einzuschränken, um systemische Risiken und Fehlanreize zu begrenzen.
 

netflyer

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20 August 2018
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DDu w
hmmm...

Ein System, dessen Preisbildung ausschließlich auf Weiterverkauf an spätere Käufer ohne eigene Ertragsbasis beruht, trägt strukturell Schneeballmechanismen in sich und ist volkswirtschaftlich hoch fragil.

Gerade weil hier kein produktiver Wertstrom existiert, sondern nur spekulative Umverteilung zwischen Marktteilnehmern, entstehen erhebliche Risiken für Anleger und mittelbar auch für die Stabilität der Finanzordnung.

Eine konsequente steuerliche Erfassung ist daher das Minimum, weil sie die realisierte spekulative Wertabschöpfung in das allgemeine Leistungssystem zurückholt und Gleichheit herstellt. Ob dem Staat etwas verloren ginge? Reine Spekulation, wie das System selbst.

Darüber hinaus ist aus ordnungspolitischer Sicht nachvollziehbar, solche halbseidenen Strukturen in der Grauzone der Legalität entweder strikt zu regulieren oder ihre Marktausbreitung deutlich einzuschränken, um systemische Risiken und Fehlanreize zu begrenzen.
Du weichst immer wieder aus. Wir brauchen hier nicht zu diskutieren , ob und warum bitcoin ein Schneeballsystem ist. Wenn es eins ist, wird es zusammenbrechen. Da gibt e langfristig keine Gewinne abzuschõpfen. Dass man es regulieren kann, ist ein anderes Thema . Das hat man mit MICAR ja schon gemacht .
 
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netflyer

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Irrelevant. Die Gesetzesdogmatik ist davon völlig unberührt. Der Gleichheitsgrundsatz wird ziemlich sicher hier umgesetzt. Das sehe ich komplett schmerzfrei.
Mag sein, dass es umgesetzt wird. Aber darum geht es mir nicht. Es geht mir lediglich darum, dass ein Schneeballsystem kollabieren muss und zu einem Totalverlust führen muss . Das wird den Staat zig Milliarden kosten, wenn man das steuerlich geltend machen kann. Warum musst du immer auf die Steuersystematik kommen statt einfach mal einen Haken an meine Behauptung zu machen, dass ein Schneeballsystem zu einem Totalverlust führt? Oder wenigstens irgendein valides Gegenargument bringen?
 

Ben

Gibt sich Mühe
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dass ein Schneeballsystem kollabieren muss und zu einem Totalverlust führen muss . Das wird den Staat zig Milliarden kosten, wenn man das steuerlich geltend machen kann.
Genau deshalb zieren die sich noch. Weil sie tatsächlich glauben, zum letzteren Zeitpunkt immer noch den Finanzminister zu stellen.


Warum musst du immer auf die Steuersystematik kommen statt einfach mal einen Haken an meine Behauptung zu machen, dass ein Schneeballsystem zu einem Totalverlust führt? Oder wenigstens irgendein valides Gegenargument bringen?
M zeigt dir typische Vorgehensweise von solchen Personen: Begründungsfindung. Es wird sich ein Urteil beziehungsweise in diesem Fall ein selbst gewünschtes Vorgehen/Ergebnis überlegt und so lange geschwurbelt "diskutiert", bis man zum gewünschten Ziel kommt. Was die Folgen einer restriktiven Besteuerung sein werden, sehen wir eventuell in den Niederlanden mit dem "Actual Return Box 3 Act".
 
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Bokehschist
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Bang Sare, Amphoe Sattahip, Chon Buri, Thailand
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Warum musst du immer auf die Steuersystematik
Das nennt sich Rabulistik und ist das einzige was er beherrscht. Bitcoin hat er nicht verstanden, aber Rechtsauslegung dass kanner, also ist das der Weg wie er sich am Diskurs beteiligen kann. Selbstbild und Fremdbild liegen dabei weit auseinander. In seiner branchenüblichen Arroganz merkt er das selbst vermutlich nicht mal.
 
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Bitcoin ist derzeit weitgehend aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden. Spekulanten und Medien haben das Interesse verloren, während nur die überzeugten Anhänger geblieben sind, darunter Saylor, der 4% aller jemals existierenden Bitcoin erworben hat. Unabhängig davon, ob Bitcoin auf null fällt oder siebenstellige Werte erreicht, wird dieses Phänomen in die Geschichtsbücher eingehen.

Nur Bitcoiner sind noch von Bitcoin besessen, weil es fundamentale gesellschaftliche Themen wie Geld, Macht, Arbeit, Politik und Familiensicherheit berührt und das Gefühl vermittelt, dass die Menschen unbewusst durch ein dysfunktionales Geldsystem wandeln. Bitcoin ist die größte Erfindung der Menschheitsgeschichte, deren volle Auswirkungen auf die Zivilisation noch weitgehend unbekannt sind.

Wann sehen wir die Million? 2029 oder erst 2033?
 
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