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Thema: Aufhören zu arbeiten – wie geht ihr damit um?

buriram1000

Gibt sich Mühe
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20 Januar 2009
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Berlin
Geld/ sich leisten können ist das eine.

Nur was fängt man nach seinem (geregelten) Arbeitsleben dann mit sich an?!

Die Fickerei wird weniger, leider.
Die guten Freunde/ Kumpels werden weniger weil keiner ewig lebt.

Durch die Gegend schleichen/ Fahren/ Fliegen schon mal gut aber wenn niemand da ist mit wem man sich darüber austauschen kann wird es eventuell auch öde.

Endlich in Rente/ Ruhestand,
aber was nun?

Habe da schon einiges trauriges erlebt und gesehen und hoffe das ich es in etwa 2 Jahren besser hinbekomme.
Das ist ein ganz wichtiger Punkt der oft unterschätzt wird. Wie gestalte ich ohne Arbeitsleben meinen Alltag, wie bekomme ich einen halbwegs strukturierten Tagesablauf hin? Man sollte sich diesen Fragen rechtzeitig stellen und vorbereitet sein.

Wie oft habe ich von ehemaligen Kollegen gehoert "darum kümmere ich mich wenn ich erst mal in Rente bin". Einige sind nach dem erreichen der Altersrente in ein tiefes Loch gefallen aus dem sie nie wieder herausgefunden haben...
 

rockshox

arbeitsl. Pornodarsteller
   Autor
14 Februar 2011
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München
Das ist ein ganz wichtiger Punkt der oft unterschätzt wird. Wie gestalte ich ohne Arbeitsleben meinen Alltag, wie bekomme ich einen halbwegs strukturierten Tagesablauf hin? Man sollte sich diesen Fragen rechtzeitig stellen und vorbereitet sein.

Wie oft habe ich von ehemaligen Kollegen gehoert "darum kümmere ich mich wenn ich erst mal in Rente bin". Einige sind nach dem erreichen der Altersrente in ein tiefes Loch gefallen aus dem sie nie wieder herausgefunden haben...

Exakt. Aus dem Leben: Vater gegen seinen Willen Frühpensionierung, gute Bezüge. Wußte nichts mit sich anzufangen. Vorher schon schwierige Persönlichkeit, meine Mutter mußte ihn ertragen. Jeder "normale" Mensch hätte sich getrennt. Tendierte in Richtung Alkoholabhängigkeit. Gerade noch die Kurve bekommen.

Schau nach Thailand: willst du an einer Beer-Bar verenden? "Jetzt erstmal das Leben genießen und schauen wir mal. " Schauen wir mal, endet dann oft als Chang Trinker in der easy corner bar um zehn Uhr morgens.

Ich bin 42 und weit weg von "ich muss nicht mehr arbeiten", aber war 6 Jahre am Stück in Pattaya . Ich habe klasse Leute kennen gelernt, die wirklich was drauf haben; beim Sport. Fussball. Squash. Golf ist nicht meins, aber da garantiert auch.

Ich bin fest davon überzeugt, dass du als Rentnern/Privatier nach wie vor ein super Leben in Thailand führen kannst, günstig und erfüllt, wenn du Struktur hast und dich mit Leuten fernab der Bars umgibst. Sind Beerbars Teufelszeug? Natürlich nicht und ich bin selbst gerne bei Werner, aber eben nicht täglich mit 2 Promille.
 

absara

Aktiver Member
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7 Oktober 2009
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Nach einer längeren Erkrankung wg. Krebs stand für mich die Rückkehr ins Arbeitsleben an.
Von Kollegen wusste ich, dass im Betrieb Umstrukturierungen anstanden (waren noch nie zu Gunsten der Belegschaft).
Ich war damals 60 Jahre alt und hatte seit Ausbildungsbeginn im Alter von 16 Jahren durchgehend gearbeitet.
Ich habe mir dann mal ausrechnen lassen, wie ich im Ruhestand finanziell stehen würde.
Da das für mich okay war, habe ich den Ruhestand beantragt, der aufgrund meiner Schwerbehinderung durch die Krebserkrankung und besagte Umstrukturierung auch ohne Probleme genehmigt wurde.
Wenn ich jetzt höre, was meine Ex-Kollegen so aus dem Betrieb berichten, habe ich die richtige Entscheidung getroffen.
Gerade wenn man eine solche Erkrankung durchgemacht hat, schaut man nicht mehr auf 100 € mehr oder weniger Rente, sondern darauf, noch etwas vom Leben zu haben.
Bin gerade dabei, mir ein Altersdomizil im südlichen EU-Ausland zu suchen.
Thailand kommt für mich in dieser Hinsicht nach langem Nachdenken wg. der unberechenbaren Bürokratie und einer sehr teuren Krankenversicherung nicht mehr in Frage.
 
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Klimbim

Hat nix anderes zu tun
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24 November 2024
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Ab dem Moment , wo man es sich leisten kann und niemanden auf der Tasche liegt, geht es niemanden etwas an was du machst !
Entscheidend ist nur was du willst und nicht was andere denken , die leben ja nicht dein Leben !
Ich bin ab dem Moment weg , an dem ich es mir leisten kann 👍👍👍

Als ich es wagte nach meiner Berufsausbildung zu sagen: "ich werde nun studieren", sprang mein Vater im Dreieck.

"Warum? Arbeite, verdiene Dein Geld anstatt sinnlos mit diesen langhaarigen Kiffern abzuhängen".

Ich habe gesagt: "ich studiere. Du brauchst mir keinen Pfennig zu geben, aber das was ich mache ist nur meine Sache."

Als ich mein zweites Examen in der Tasche hatte und in einem Konzern eine Position bekam die besser war als alles was er je erreichte, war er beschämt. Mein Vater hat aber nie begriffen, warum ich das machte. Nicht wegen der Position. Scheiss drauf.

Es war, weil ich den Job amüsant fand, spannend, er mir gefiel und die voran gegangene Ausbildung in einem Verlag fand ich SCHROTT. Machte ich nur, um meine Eltern zu beruhigen.

Mein Vater war ein wunderbarer Mensch. Ich vermisse ihn unglaublich. 2024 starb er. Aber ich habe auch begriffen, dass es Menschen gibt die feste Weltbilder wie Dinge zu sein haben in sich tragen - wie in Stein gemeißelt.

Ihm ist kein Vorwurf zu machen. Als Kind hat er (wir waren Flüchtlinge ab 1932 und meine Familie floh in die Türkei) extrem was durchgemacht. Jahrgang 1937.

Deshalb bin ich etwas empfindlich, wenn man schlecht über Flüchtlinge spricht, völlig anderes Thema.

Ich habe darüber nachgedacht und komme zum Schluss: man muss die Starrheit und das Unverständnis von Menschen die man sehr liebt nicht immer verstehen und sich danach richten. Man muss sich weil man sich selbst lieben sollte auch nach dem eigenen Kompass richten, sonst hat man keinen Kompass mehr.

Ich werde die, die mich nicht verstehen weiter lieb haben aber ich werde mich nicht überhören. Meine Frau, sie steht 100% hinter mir.

Meine Kinder auch, besonders der Teenager, der Sohn meiner Frau - ein Berliner Filipino. Der versteht mich vielleicht am besten.

Dass meine Frau den in die Familie brachte, ist mein Jackpot - null Eifersucht, absolut Wahnsinns Vater-Sohn Solidarität.


Es wird. Im Sommer geht es richtig los und er wird mich dann 6 Wochen in Pattaya besuchen. Meine Frau macht gerade Prüfungen in Qualifikationen, die ihr ermöglichen für Versicherungen später Expats aus ganz Asien nach Europa zu bringen - als dafür spezialisierte Krankenschwester. Deutlich jünger als ich, ex Filipina. Hat nun den deutschen Pass und ist stolz auf unser Deutschland.

Sehr sogar.

Meine leibliche Tochter mault noch, aber sie liebt ihren Papa und hat Verlustängste. Sie kann immer kommen.

Ich warte, bis im Haus eine gute zweite Wohnung auf Foreign Quota zum Verkauf steht. Das kommt, 100%. Die richte ich ein für meine Mutter.

Wenn meine Frau kommt, kommt meine Mutter auch. Sie ist unglaublich zäh. Bei mir werden die Frauen in der Familie alle 95 +.

Wenn ich noch einen netten Rentner in ihrer Altersklasse finde, ist alles perfekt...


Die Dinge gehen in die richtige Richtung.


Meine Frau und meine Mutter sind eine perfekte liebevolle Einheit. Ein Glücksfall. Meine Frau kann sie perfekt versorgen - ist beruflich sehr versiert, richtig gut. Filipina sind die besten Krankenschwestern weltweit behaupte ich, sorry - aber das ist so.

Meine es nicht böse... ggü Thailänderinnen. Gar nicht.
 
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MrDeeJay

Last night a DJ saved my Life
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25 Juli 2018
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Frankfurt am Main
Als ich es wagte nach meiner Berufsausbildung zu sagen: "ich werde nun studieren", sprang mein Vater im Dreieck.

"Warum? Arbeite, verdiene Dein Geld anstatt sinnlos mit diesen langhaarigen Kiffern abzuhängen".

Ich habe gesagt: "ich studiere. Du brauchst mir keinen Pfennig zu geben, aber das was ich mache ist nur meine Sache."

Als ich mein zweites Examen in der Tasche hatte und in einem Konzern eine Position bekam die besser war als alles was er je erreichte, war er beschämt.
Bei mir ging das schon vorher los... Meine Mutter wollte mich aufs Gymnasium haben, Mein Vater dagegen "Volkschule reicht, danach Lehre und später den Hof übernehmen..."
Meine Mutter starb dann als ich begann zu studieren, Bafög-Amt sagte "Prima, dann hat der Vater ja genug um das Studium des Sohnes zu bezahlen" und strich mir das Bafög, von meinem Vater bekam ich nix.
Hab dann das Studium mit permanent nebenher Jobben geschafft ... Danach erzählt er im Kreis seiner Kollegen im landwirtschaftlichen Ortsverein "Ich hab ja gewusst, das man von der Landwirtschaft nicht mehr gut Leben kann und hab meine Söhne studieren geschickt!" :p
 

Naklua1

ATZ'ler
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23 November 2008
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...


Es wird. Im Sommer geht es richtig los und er wird mich dann 6 Wochen in Pattaya besuchen. Meine Frau macht gerade Prüfungen in Qualifikationen, die ihr ermöglichen für Versicherungen später Expats aus ganz Asien nach Europa zu bringen - als dafür spezialisierte Krankenschwester. Deutlich jünger als ich, ex Filipina. Hat nun den deutschen Pass und ist stolz auf unser Deutschland.

...
Blöde Frage: würde es nicht viel mehr Sinn machen, mit einer Filipina auf die Philippinen zu gehen?
 
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Klimbim

Hat nix anderes zu tun
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24 November 2024
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Blöde Frage: würde es nicht viel mehr Sinn machen, mit einer Filipina auf die Philippinen zu gehen?


Frage völlig berechtigt.

Aber kann ich sehr schnell aufklären:

Meine Frau hat ihre alte Staatsbürgerschaft aufgegeben, ist nur noch Deutsche. Aus Überzeugung, Sie liebt ihre Familie aber mag die Philippinen nicht, gar nicht.

Sie mag Thailand sehr.

Die Gründe ihrer Abneigung gegen die Philippinen haben viel mit ihrer eigenen Geschichte zutun. Sie war versklavt in Saudi Arabien. Ich lernte sie in diesem Zustand kennen. Sie sagte: "ich wurde verkauft. Die Philippinen verdienen massiv am Elend ihrer Menschen".

Das Urteil über Duterte will ich hier nicht vertieft erwähnen, Kurz aber: es ist vernichtend. Absolut vernichtend. Marcos kein Deut besser.

Auch mag sie die katholische Kirche nicht, das Essen dort nicht, ist die Unwetter leid, sagt: "Thailand ist, was ich mir für die Philippinen wünschte..."

Nun ja. Ich halte mich raus, aber ich würde auf den Philippinen niemals eine Wohnung kaufen und nicht leben wollen.

Die Menschen dort, sind wunderbar - da habe ich eine klare Ansicht. Thailand ist aber für uns deutlich besser.

Meine Frau diskutiert nicht offen über Politik. Aber sie hat zudem bereits deutlich viele Grundprinzipien verinnerlicht (aus Deutschland), die nicht zu den Philippinen passen. Bei Thailand ist ihr das eher egal. Dort, wo ihre Familie herkommt, nicht.

Sie findet auch, dass die Philippinen zu amerikanisiert seien. Meine Frau schätzt die deutsche Sprache und möchte Thai lernen (ich auch - zusammen haben wir 9 Sprachen parat, ist so).

Wir sprechen nie in Englisch - dann eher noch auch in Französisch.
 
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Dr. Ramin

Hat nix anderes zu tun
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Wenn man keine Kühltruhe von innen sehen möchte, sollte man nicht zu viel über seine Vermögenswerte preisgeben.

Ich fürchte, nicht jeder hier weiß, worauf Du anspielst, oder besser gesagt, auf wen.

Und ja, da hast Du nicht unrecht.

Ich muss aber leider auch sagen, daß dies eher wahrscheinlich ist, wenn man ...

... Im Sommer werde ich mit dem Knirps ALLEINE !!! mit dem Roller von Pattaya nach Phuket zu Michael düsen, einem Urberliner Rentner, den ich sehr mag. War mal Boxer.

Das würde ich mir ggf. nochmal überlegen.

Denk dran, mit über 60 hast Du einfach nicht mehr die Sehschärfe, den Gleichgewichtssinn und die Reaktionsfähigkeit eines 20ig-jährigen.

Und selbst für die wird es oft knapp. Thailand hat eine der höchsten Unfallraten weltweit - meistens erwischt es Krad-Fahrer.
 

Huadaeng

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Ich selber habe von meine Auswanderung von langer Hand vorbereitet. Step by step. Ich habe auch schon in meinem 2. Pattaya Urlaub 1997 mein Bankkonto eröffnet, das ich bis heute habe, denn ich war mir sicher, dass ich hier mal meinen Lebensabend verbringen möchte. In meinem Umfeld waren alle von vorn herein positiv meinen Auswanderungsplänen gegenüber eingestellt. Ich habe gerne gearbeitet und nicht als vergeudete Lebenszeit gesehen und bin aber genauso gerne in Rente gegangen. Heute lebe ich nun schon 4.5 Jahre hier, habe auch dank meiner Frau einen geregelten Alltag, gehe täglich in meine Bar, da ich live Musik liebe und stehe dennoch täglich um 7 Uhr auf. Also ich habe mich auf meinen neuen Lebensabschnitt als Rentner gefreut und frohen Herzens meinen Arbeits-Lebensabschnitt beendet.
 

Brokerxy

diskutiere nie mit Idioten...
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Denk dran, mit über 60 hast Du einfach nicht mehr die Sehschärfe, den Gleichgewichtssinn und die Reaktionsfähigkeit eines 20ig-jährigen.

Und selbst für die wird es oft knapp. Thailand hat eine der höchsten Unfallraten weltweit - meistens erwischt es Krad-Fahrer.
...was ich leider bestätigen kann. Einmal nach links abbiegen ohne zu schauen...und ZACK!
Denn in TH solltest dich nach ALLEN Seiten hin absichern, wenn du abbiegst. Vorfahrt hast nur in der Theorie.

Gruß Broker

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Klimbim

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SIAM2030

Pälzer Bub
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Hallo zusammen,

ich möchte mal etwas in die Runde werfen, das mir in letzter Zeit immer wieder durch den Kopf geht.

Einige Leute in meiner Familie finden die Idee, dass ich einfach aufhöre zu arbeiten und mich nach Thailand begeben werde, schlichtweg befremdlich. Und wenn man genau hinhört, schwingt da immer ein kleines „Das geht doch nicht, man kann doch nicht einfach aufhören“ mit. Oder noch schlimmer: „Also das wäre ja im Grunde Faulheit.“

Spoiler: ist es nicht. Ich will einfach nur etwas umsetzen, was ich seit 30 Jahren plane. Richtig gelesen: seit 30 Jahren. Ich finanziere alles selbst, nehme von niemandem etwas, und alles ist mit meiner Kernfamilie abgesprochen. Niemand wird übergangen, niemand wird geschädigt.

Trotzdem ist das Verständnis in der Familie sehr unterschiedlich. Ich habe die Auswanderung, ehrlich gesagt wie bereits erwähnt schon vor Jahrzehnten vorbereitet. Sehr systematisch, sehr gründlich. Manche in meiner Familie wissen das, haben es aber nie richtig ernst genommen. Jetzt, wo es wirklich zunehmend konkret wird, wundern sich einige, wie ernst ich es meine und da kommt dann auch schnell Unverständnis. Nicht bei allen, aber bei manchen schon. Bis hin zu echter Verärgerung: "Du bist wohl nicht ganz dicht".

Die Haltung, die mir am meisten auffällt, lautet: „Man arbeitet einfach bis man umfällt.“ Meine Mutter hat bis Mitte 70 gearbeitet. Für sie war das okay, das ist ihr Stil. Andere in der Familie hingegen sehen das noch strenger: „So etwas macht man einfach nicht. Vor der gesetzlichen Rente aufhören , undenkbar.“ Das sitzt. Wirklich. Und ja, ich gebe zu: Es nervt manchmal. Am Anfang habe ich es ignoriert, jetzt nervt es mich zunehmend.

Die einfachste Methode wäre, alles zu ignorieren und weiterzumachen. Nur: so leicht ist das in der Praxis nicht, wenn die Kommentare regelmäßig auftauchen, gerade aus der Familie. Ich frage mich manchmal, wie andere damit umgehen. Habt ihr ähnliche Erfahrungen? Wie reagiert ihr, wenn Familienmitglieder grundsätzlich ablehnend reagieren, sobald man über ein anderes Leben nachdenkt, früher aufhören zu arbeiten, auswandern, einfach mal etwas komplett anderes machen? Gibt es Wege, das gelassen zu behandeln, ohne sich jedes Mal rechtfertigen zu müssen?

Ich bin sehr gespannt auf eure Erfahrungen, Tipps und vielleicht auch kleine Anekdoten aus eurem Umfeld. Es würde mich wirklich interessieren, wie andere das lösen, oder ob es allen ähnlich ergeht und das einfach dazugehört.

Als Info: ich bin 60 und werde in den ziemlich nächsten Jahren aufhören. Sollte noch 3 Jahre dauern mit allem. Nun habe ich entschieden: es geht schneller (der Grund ist lustig irgendwie und sehr pragmatisch: der Goldpreis ist massiv gestiegen und ich habe vor ein paar Jahren viele Münzen erworben und 50% davon nun verkauft. Es hat sich nun ermöglicht finanziell früher auszusteigen...)

... der Gewinn kann mich 2 Jahre komplett gut finanzieren. 2 Lebensjahre gewonnen...

P.S. ein sehr guter Bekannter von mir machte das so: "ich habe einen top Job in Thailand bekommen"... (er geniesst nur seine Ersparnisse und davon hat er mehr als genug aber nun hat er auch seine Ruhe).
Du machst es richtig. In manchen Punkten im Leben macht man Kompromisse in manchen muss man egoistisch sein. Und glaube mir, lebe Deinen Traum, das wirkt sich auf Alles positiv aus. Auch auf die die es befremdlich finden.
 

SIAM2030

Pälzer Bub
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Reaktionen: NOMAAM und Klimbim

Klimbim

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24 November 2024
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Aber ordentlich verschraubt ! Wann war das ? Heute noch Beschwerden ?


Ich hoffe, dass das lange her ist. Sieht für mich beängstigend aus. Ich fahre Motorrad seit dem ich 18 bin: Griechenland, Frankreich, Marokko, Indonesien, Thailand, Philippinen.

Indonesien war das Extremste, was ich je sah.

Ich habe viel gesehen. Glaubt es mir. ABER: ich habe zwar keine Angst und trotzdem tiefe Demut. Immer wieder neu...und bislang... noch nie einen Unfall. Viele halten mich seit jeher für einen Opa beim Fahren. Mir egal.

Und ich denke doch: nie nie nie sich überschätzen.

@Brokerxy : alles gut ausgegangen?
 

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