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Wie geht es Thailand wirtschaftlich wirklich?

Biker

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Irgendwie kann ich das alles nicht einordnen.

Wenn ich mir die Entwicklung vom Tourismus anschaue, dann deckt sich das gar nicht mit der Entwicklung vom Bhat-Kurs.
Zwar beteuerte die Regierung in ihren Meldungen immer wieder, alles wäre toll (wobei Rückgänge zwischenzeitlich ja doch endlich zugegeben werden), aber wenn ich mich in Chiang Mai umschaue, bietet sich mir ein desolates Bild.
Kaum was los. Auch kaum Chinesen. In den Beer-Bars sitzen 10 Mädels und ein oder zwei Farangs. Oder keiner.
An den Verkaufsständen auf dem Nachtmarkt ist auch nichts los. Auf den Straßen kaum Touristen. Ich sehe kaum Tuktuks mit Gästen. Die meisten stehen am Straßenrand. Würde mal aus dem Bauch sagen Rückgang Minus 80%.

Ähnliches wurde mir von einem Kumpel von Pattaya berichtet.
Habe gelesen, dass viele Thais ihre Goldbestände verkaufen wegen dem hohen Goldpreis. Da Gold in USD gehandelt wird, erhöht das beim Umtausch die Nachfrage nach Bhat. Dadurch könnte der Kurs hoch gehen. Aber kann das die einzige Ursache sein?

Was mir auch aufgefallen ist, ist der Unterschied beim Kurs zwischen Sorten- und Devisenkurs.
Teilweise bekommt man für Bargeld mehr als für Devisen. Das ist nicht normal. Denn Bargeld muss versichert und verschickt werden. Und dann sind da noch die Personalkosten. Beim Devisenkurs geht alles elektronisch von alleine. Daher ist der Devisenkurs normalerweise besser als der Sortenkurs. Fazit: Irgend jemand hortet da Euro. Und will das in Form von Bargeld tun. Mögliche Ursachen sind Geldwäsche und natürlich auch der Negativzins, falls jemand dem Bhat nicht traut und daher lieber Euro halten will.

Mir ist klar, dass das alles Spekulation ist. Aber ggf. hat ja jemand anderes noch Erklärungen?
Oder sehe ich das alles falsch?
 

sophisto

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Was mir schwer fällt einzuordnen und zu verstehen ist, dass bei meinem Pattaya Aufenthalt im Februar die Hölle los war.
Agogos, Bars, Clubs vollgestopft, in der WS stellenweise kaum ein vorankommen, am Abend regelmäßig Stau in der BR...

Und jetzt, eine Saison später, herrscht laut manchen Berichten totale Flaute?! Was ist da innerhalb von 9 Monaten passiert?
Der Bahtkurs hat sich seit Anfang des Jahres jetzt nicht wirklich gravierend geändert, die sonstigen Rahmenbedingungen auch nicht, eine irgendwie unsichere polit. Situation gibt es ebenso nicht... für mich also völlig unbegreiflich...
 
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Ne, ich bin vom Fach. Bislang sind alle ungedeckten Währungen irgendwann kollabiert.
Mein Rat: Egal was mit dem Geld machen. Aber möglichst wenig in einer FIAT-Währung (ungedeckte Währung).
Einen der vielen Gründe kann man hier lesen:

Du meinst also, dass Bürger anderer Länder ihr Geld zwecks Streuung in Bhat anlegen und da Thailand ein recht kleines Land ist, puscht es den Kurs? Wäre natürlich auch eine mögliche Erklärung.
 
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Was mir schwer fällt einzuordnen und zu verstehen ist, dass bei meinem Pattaya Aufenthalt im Februar die Hölle los war.
Agogos, Bars, Clubs vollgestopft, in der WS stellenweise kaum ein vorankommen, am Abend regelmäßig Stau in der BR...

Und jetzt, eine Saison später, herrscht laut manchen Berichten totale Flaute?! Was ist da innerhalb von 9 Monaten passiert?
Der Bahtkurs hat sich seit Anfang des Jahres jetzt nicht wirklich gravierend geändert, die sonstigen Rahmenbedingungen auch nicht, eine irgendwie unsichere polit. Situation gibt es ebenso nicht... für mich also völlig unbegreiflich...
Ggf. sind die Leute auch langsam satt von Thailand. Die Preise sind doch zwischenzeitlich völlig überteuert. Zumindest trifft das für die Touristenzentren zu. Nur noch wenig Preisunterschied in den Bereichen, wegen dem viele her kommen. Bier und Weiber. Dafür Dreck und Nepp. Auf dem Land sieht das noch anders aus. Zumindest preislich. Aber wenn die Touristen ausbleiben, müsste der Bhat eigentlich abkacken, wenn das der einzige Maßstab wäre.
 
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sophisto

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Bislang sind alle ungedeckten Währungen irgendwann kollabiert.
Wann nochmal genau war der Kollaps der Deutschen Mark?
Ggf. sind die Leute auch langsam satt von Thailand
Das mag ja sein... aber innerhalb von einer Saison gleich ein Rückgang um, wie einigen Berichten zu entnehmen, über 50%?
Das wäre ein glaube ich einmaliger Vorgang im Tourismus
Die Preise sind doch zwischenzeitlich völlig überteuert.
Die haben sich doch in den letzten paar Monaten kaum geändert... wer sie aktuell als überteuert empfindet, der hat das doch letztes Jahr sicher auch
 

Biker

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Die DM ist im Euro aufgegangen.
Auch wenn wir hier etwas vom Thema abschweifen: Hier noch etwas Lesestoff:
Selbst die Todesstrafe, die verhängt wurde, wenn man die FIAT-Währung nicht akzeptiert, hat den Abgesang von FIAT-Währungen in der Vergangenheit nicht verhindern können.
 
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hammer67

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Die Bahtstärke hat mit Thailands Wirtschaft nichts zu tun, im Gegenteil es schadet gewaltig.

Thailand hat derzeit eine Geldschwämme da dort Massiv Geld aus dem Ausland geparkt wird sowie diverse China Investoren Gelder und das Problem das die USA der BOT im Zuge des China Wirtschaftskrieges sehr genau auf die Finger schaut und bei ungerechtfertigten Abwertungen sofort Klagt oder sogar Sanktionen verhängt.

Üble Situation für Thailand, China hingegen wird’s wahrscheinlich gelegen kommen.

Thailand hat zusätzlich Gesetzliche bedingte Geldabfluss Probleme an denen aber zumindest angeblich bereits gearbeitet wird...

Der Torismus stagniert aber meineserachtens nicht nur deshalb sondern wegen der Konkurrenz der Nachbarländer. Da entwickelt sich der Tourismus stark aufstrebend.
 

sophisto

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Die DM ist im Euro aufgegangen.
Das beantwortet meine Frage nicht.
Zuvor muss sie ja irgendwann mal kollabiert sein wenn deine Aussage "Bislang sind alle ungedeckten Währungen irgendwann kollabiert." korrekt sein soll

Aber ok, nehmen wir den US Dollar: Seit F.D. Roosevelt (der den Goldstandard ja faktisch aufhob), kann ich in dessen Entwicklung ebenso keinen Kollaps erkennen?
Im Gegenteil sind sich Wirtschaftshistoriker ziemlich einig darin, dass gerade der Goldstandard die Wirtschaftskrise in den USA der 30er Jahre befeuert hatte.
Ohne Goldbindung wäre die Depression damals angeblich deutlich schwächer ausgeprägt gewesen.
 
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So lange es eine direkte Goldbindung beim USD gab bzw. über Bretton Woods andere wichtige Währungen indirekt über den USD an das Gold gekoppelt waren, hatten wir eine direkte oder indirekte Golddeckung der maßgeblichen Währungen. 1973 wurde das Recht, sich 35 USD (Kurs steht heute bei 1.475 USD - so viel zum Thema) in eine Unze Gold eintauschen zu lassen, bekanntlich aufgehoben. Seitdem steht auf den Dollar-Scheinen "Trust in God" statt "Trust in Gold", was schon alles sagt.

So gesehen besteht der ungedeckte USD noch nicht einmal seit 50 Jahren.

Du magst recht haben, dass bei einer vernünftigen Geldpolitik eine ungedeckte Währungen für die Wirtschaft Vorteile bietet. Leider haben wir aber keine vernünftige Geldpolitik (mehr). Warum kaufen sehr viele Notenbanken momentan Gold ohne Ende? Weil sie ihrem eigenen Laden nicht mehr trauen und den Nachbarn schon gar nicht. Ich habe keinen Bock drauf wie meine Oma plötzlich mein ganzes Geld zu verlieren. Die könnte noch ein Lied davon singen, wenn sie noch leben würde. Klar ist Gold auch ein Risiko. Aber es wird nie wertlos. Zumindest war das die letzten 4.000 Jahre so. So gesehen stehen also 4.000 Jahre gegen knapp 50. Wem also mehr trauen?
 
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sophisto

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Auch deine neuerlichen Ausführungen beantworten meine Frage nicht :rolleyes: (unabhängig davon, dass ich dir ja durchaus in einigem zustimme)
Dass du mit ungedeckten Währungen nicht glücklich bist, ob berechtigt oder unberechtigt will ich ja gar nicht diskutieren, war mir bereits klar.
Lass uns doch einfach darin konkludieren, dass deine ursprüngliche Aussage nicht korrekt war, sondern nur deinen "Unmut" über die geläufigen Währungssysteme zum Ausdruck bringen sollte

35 USD (Kurs steht heute bei 1.475 USD - so viel zum Thema)
Kaufkraft vs. Nominalwert? Wenn du natürlich die Entwicklung von Nominalwerten heranziehst um deine "Kollapstheorie" zu bestätigen, können wir auch gleich aufhören..
 
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Das ganze System in Thailand ist auf Pump gebaut. Bisher war es ja immer so, dass genügend aus dem Ausland investiert wurde, dadurch verteilte sich das Geld im Land und damit konnten die Kredite für Haus, Auto, etc. bezahlt werden. Man hat den Leuten alles erdenkliche aufgeschwatzt angefangen von Kfc, Pizza, Mc Donalds über iphone, Auto, Haus, etc. etc. Jetzt sind die Leute bis über beide Ohren verschuldet, die Konzerne werden ihren Schrott nicht mehr los (Autos, iphones, etc) und investieren nichts mehr und ziehen soviel wie möglich Geld ab in andere Länder. Zusätzlich wurden die Touristen abgemolken bis zum geht nicht mehr und häufig klare Abneigung gezeigt.
Die kommen natürlich nicht mehr wieder.
Ich sehe eine riesige Gefahr für die Privathaushalte dass es sehr bald zu einem grossen Knall in Thailand kommt. Die Blase wird platzen. Es fliesst nicht genug in die Privathaushalte nach um die ganzen Schulden zu bedienen. Die Gehaltserhöhungen und Bonus zum Jahresende werden dieses Jahr wohl häufig ausfallen.
Da passt es ins Bild dass die Leute ihr Gold verkaufen um vorrübergehend die Schulden zu tilgen.
Ich sehe hier im Moment überhaupt keinen Grund, warum die Wirtschaft wieder anziehen sollte. Die Binnennachfrage ist wegen der Überschuldung fast zum Erliegen gekommen und der Markt auch weitestgehen gesättigt. Jeder hat doch einen neuen Fernseher, Kühlschrank, Auto, etc. Das hält doch erstmal 10 Jahre.
 

hammer67

Reisesüchtig
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Wem also mehr trauen?
Nur dran denken das der anonyme Goldkauf/Verkauf in einem Rutsch ab dem 1.1.2020 von zuvor 9.999.99 auf 1999,99 beschränkt wird :bigsmile

Ich könnte mir vorstellen das in nicht allzu ferner Zukunft nicht mal eine Unze Gold die Freigrenze unterschreitet. Also in D nur brav Versteuertes Geld in Physisches Gold/Silber stecken oder teurer sehr klein Stückeln, ansonsten sind Physische Edelmetalle und andere Sachwerte möglichst breit gefächert auch für mich die derzeit bessere Wertsicherung , von Anlage würde ich nur bedingt bzw im eventuell resultierenden Einzelfall im nachhinein sprechen.



Allerdings.... sicher ist leider nur noch das gar nichts mehr sicher ist o_O.
 

Jules

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1973 wurde das Recht, sich 35 USD (Kurs steht heute bei 1.475 USD - so viel zum Thema) in eine Unze Gold eintauschen zu lassen, bekanntlich aufgehoben. Seitdem steht auf den Dollar-Scheinen "Trust in God" statt "Trust in Gold", was schon alles sagt.
So ein Quark. Erstens heißt es 'In God we trust', zweitens stand auf dem Dollar (Schein) niemals 'In Gold we trust' (stattdessen: 'Redeemable in gold' d.h. der verbriefte Umtausch in Gold; nicht wahnsinnig spektakulär für eine - zu dem Zeitpunkt - goldgedeckte Währung). Drittens steht auf der Spruch auf Münzen bereits seit 1864, auf Scheinen seit 1956. Gründe waren der Sezessionskrieg, bzw. der kalte Krieg - um sich von den gottlosen Kommunisten abzugrenzen. Oh und die formale Bindung des Goldpreises wurde bereits 1971 durch Nixon aufgehoben... wobei zu dem Zeitpunkt eh schon laange klar war, dass nicht alle Dollars in Gold umgetauscht werden können (weil schlicht nicht genug Gold verfügbar)
 
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Was mir schwer fällt einzuordnen und zu verstehen ist, dass bei meinem Pattaya Aufenthalt im Februar die Hölle los war.
Agogos, Bars, Clubs vollgestopft, in der WS stellenweise kaum ein vorankommen, am Abend regelmäßig Stau in der BR...
ich bin gerade wieder gekommen, in patty tote hose, zb. in der bacara a gogo 01.30 6 customer.....es ist high season.
die chinesen busse sind auch weniger geworden und teilweise nur zu einem drittel besetzt. naja, die zero dollar tourists bringen thailand eh nichts.
in der soi acht hat es leer stehende beer bars in bester lage, ebenso in der soi happy a gogo.
außerhalb der "hotspots" sieht es noch viel schlechter aus. sollte es so weiter gehen, wird uns wohl nur noch ac bleiben.
 

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ich bin gerade wieder gekommen, in patty tote hose, zb. in der bacara a gogo 01.30 6 customer.
Verstehen kann ich es trotzdem nicht wie sich das innerhalb nicht mal eines Jahres so entwickeln konnte.
2018 waren es ca. 38 Millionen Touris. Wenn jetzt 2019 davon nur noch ca. 50% übrig bleiben wären wir bei dem Stand von 2011
Das allein ist schon kaum nachzuvollziehen. So wie hier geschildert geht es aber eher in Richtung 80% weniger. Dann hätten wir den Stand von Mitte der 1990er erreicht!
So eine Entwicklung bei den Touristenzahlen hat es sicher noch nie zuvor (ohne polit. Unruhen etc.) irgendwo auf der Welt gegeben...

Dem völlig gegenläufig schreibt dann allerdings das Handelsblatt von 50% mehr Besuchern bis 2020!

Ja klar, die Negativberichte kommen aus Pattaya, Chiang Mai, Koh Samui, Phuket etc.... Und das ist nicht ganz Thailand.
Aber dann müssten alle anderen Gegenden, außer Bangkok (wie läuft es dort im übrigen?) eher kleinere Orte, ja 2020 aus allen Nähten platzen,
wenn sie nicht nur ihre eigene Steigerung von 50% haben, sondern auch noch die Reduzierung in den großen Touristenhochburgen ausgleichen werden!
 

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Tourist bist Du schon, wenn du in Thailand gelandet bist. Diese Zahl wird gezählt, unabhängig davon, ob man per Anschlussflug das Land gleich wieder verlassen hat. Diese Daten werden dann der Öffentlichkeit stolz gezeigt. LOL

Meine LT hat schon vor ein paar Tagen geschrieben, das Pattaya derzeit eher einem Friedhof gleicht.
 
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