Brauchen Kinder wirklich Väter?
In gesellschaftlichen und politischen Debatten halten sich hartnäckig zwei Positionen:
Alleinerziehende haben ein erhöhtes Armutsrisiko 40 %. Sie berichten häufig von Stress, Überlastung und sozialer Isolation. Laut einer Umfrage geben 60 % der Alleinerziehenden an, dass Zeitmangel ein Hindernis für neue Beziehungen ist. Potenzielle Partner zögern, eine Beziehung einzugehen, da sie die Verantwortung für ein fremdes Kind als Herausforderung wahrnehmen.
Doch in den letzten Jahrzehnten hat sich in der Forschung ein Bild durchgesetzt, das viele überraschen dürfte: Kinder von alleinerziehenden Müttern schneiden oft genauso gut wie Kinder in Vater-Mutter-Familien.
Prof. Sam Vaknin: Are Fathers Irrelevant? Do Only Mothers Matter?
Da in 70 % der Scheidungen sich die Mutter trennt, und in der Mehrzahl der Fälle sie das Sorgerecht erhält, bedeutet das für viele Männer: jahrelange Zahlungen, eingeschränkter Kontakt, juristische Kämpfe und ein permanentes Gefühl der Ohnmacht.
Manche ziehen daraus eine radikale Schlussfolgerung: Wer Kinder vor Scheidungstraumata schützen und sich selbst vor emotionalem wie finanziellem Ruin bewahren will, verzichtet gleich ganz auf Nachwuchs.
Die These: Verzicht auf Kinder kann in einer männerfeindlichen Lage die höchste Form von Fürsorge sein.
Nicht die Abwesenheit des Vaters an sich verursacht Entwicklungsprobleme, sondern insbesondere konflikthafte Trennungen und Armut. In stabilen, gut versorgten Umfeldern schneiden Kinder von alleinerziehenden Müttern in vielen Bereichen genauso gut ab wie Kinder in Zwei-Eltern-Haushalten.
Diese Sichtweise wirft nicht nur Fragen zur Familienpolitik auf, sondern auch zu den persönlichen Lebensentscheidungen von Männern. Denn wenn Vaterschaft unter heutigen Rahmenbedingungen juristisch unsicher ist, stellt sich für fürsorgliche Männer die Frage: Ist der Wunsch auf Kinder überhaupt eine verantwortungsvolle Option?
Bis ins 20. Jahrhundert sah die Gesellschaft den Vater als eine zentrale Figur der Familie mit einer wichtigen Rolle für die Erziehung der Kinder. Doch in den letzten Jahren wird argumentiert, dass dies eine historische Überhöhung der Vaterrolle, die kulturell bedingt sei.
Vaterlosigkeit
Frühere Forschung sah die Vaterabwesenheit oft als klaren Risikofaktor. Studien aus den 1980er- und 1990er-Jahren verknüpften sie mit schlechteren Schulleistungen, erhöhten Drogenkonsum oder früher Schwangerschaft.
Seit Mitte der 2000er Jahre häufen sich Studien, die ein anderes Bild zeichnen:
Kinder in stabilen Singlemütterfamilien berichten gleich hohe oder höhere Lebenszufriedenheit als Gleichaltrige in Zwei-Eltern-Haushalten. Es soll keine signifikanten Unterschiede in der Schulleistung und dem Wohlbefinden zwischen Kindern geschiedener Mütter und Kindern verheirateter Eltern geben.
Es wird betont, dass Geschlechterrollen zwar von Vätern beeinflusst werden können, aber nicht zwingend müssen. Töchter profitieren teils in Selbstwert und Karriereambitionen von engagierten Vätern. Söhne ohne Vater zeigen oft weniger traditionelle Maskulinität, aber keine systematisch schlechteren psychosozialen Werte.
Es wird darauf hingewiesen, dass viele Nachteile vaterloser Kinder eher auf Armut, Kultur, Familienstruktur zurückgehen. In armen Familien ohne Unterstützung wirkt sich Vaterabwesenheit stärker aus, weil Ressourcen fehlen.
Die Realität der Scheidungsraten
Ein zentraler und nicht zu ignorierender Fakt ist die hohe Scheidungsrate. Statistiken zeigen, dass zwischen 30% und 50% der Ehen in einer Scheidung enden. Diese Zahlen verdeutlichen ein erhebliches Risiko des Scheiterns einer Partnerschaft. Für einen Mann, der eine Familie gründet, bedeutet dies, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine Ehe hält, einem Münzwurf gleichkommt.
Die Kontrolle über die Ehe
Ein weiterer kritischer Punkt ist die Kontrolle über das Bestehen der Ehe. Es ist statistisch belegt, dass Frauen in einem Großteil der Fälle die Scheidung einreichen. Dies bedeutet, dass die Entscheidung über das Fortbestehen der Ehe maßgeblich in den Händen der Frau liegt. (In 75 bis 90 % wird die Trennung von der Frau veranlasst.)
Ein Mann, der eine Familie gründet, begibt sich somit in eine Situation, in der er die Fortdauer seiner familiären Konstellation nicht selbst steuern kann. Seine Investition in die Ehe und Familie, sei es emotional, zeitlich oder finanziell, unterliegt einer mütterlichen Entscheidungsgewalt.
Die negativen Folgen einer Scheidung für Kinder
Die Konsequenzen einer Scheidung für Kinder sind, statistisch gesehen, überwiegend negativ. Unabhängig davon, wer die Scheidung einreicht, sind Kinder in Scheidungsfamilien einem erhöhten Risiko für verschiedene negative Outcomes ausgesetzt:
Diese negativen Auswirkungen sind ein direktes Ergebnis der elterlichen Trennung und der damit verbundenen Instabilität, die in der Mehrheit der Scheidungsfälle auftritt.
Das Fehlen des Vaters als Faktor
Gleichzeitig zeigen Studien, dass das Fehlen eines Vaters in vielen Fällen keine signifikanten Nachteile für die kindliche Entwicklung mit sich bringt. Kinder, die bei einer alleinerziehenden Mutter aufwachsen, können genauso erfolgreich ins Leben starten. Dies bedeutet, dass der positive Einfluss eines Vaters, selbst wenn er existiert, nicht als entscheidend für den Erfolg des Kindes im Leben angesehen werden kann.
Die negative Gesamtbilanz
Fasst man diese Punkte zusammen, ergibt sich eine klare, statistisch begründete Argumentation gegen die Familiengründung aus männlicher Sicht:
Unter rationalen Gesichtspunkten, die eine Risikoabwägung in den Vordergrund stellen, und angesichts der statistischen Daten, die eine hohe Wahrscheinlichkeit für negative Outcomes aufzeigen, überwiegen die Risiken einer Familiengründung für einen Mann die potenziellen, aber nicht entscheidenden positiven Beiträge.
Die Gesamtbilanz, unter Berücksichtigung des statistisch wahrscheinlichen Scheiterns und dessen Folgen, ist als negativ zu bewerten. Rational betrachtet, ist es daher nicht ratsam, dass ein Mann ein solches Risiko eingeht und eine Familie gründet. Das Beste, was ein Vater für seine Kinder tun kann, ist, sie erst gar nicht in die Welt zu setzen.
Alternative Sicht
Allerdings bleibt die Sicht nicht einheitlich: Studien in England zeigen, dass frühe Vaterabwesenheit, besonders in den ersten fünf Lebensjahren, das Depressionsrisiko vor allem bei Mädchen im Jugendalter erhöht.
Kinder, die ohne Vater aufwachsen, sind überdurchschnittlich häufig von psychischen Belastungen, Bildungsdefiziten, sozialem Fehlverhalten, erhöhter Kriminalität und instabilen Beziehungen betroffen. Der Vater übernimmt eine unersetzliche Rolle in der Identitätsentwicklung, sozialen Orientierung und emotionalen Stabilisierung des Kindes.
Dennoch wird diese Tatsache in bestimmten politischen und ideologischen Kreisen bewusst relativiert oder sogar geleugnet. Besonders im linksliberalen Spektrum lassen sich wiederkehrende Vorurteile beobachten, die die Bedeutung des Vaters systematisch entwerten.
In China schnitten Kinder geschiedener Mütter gleich gut ab, weil das erweiterte Familiennetz stärker eingebunden ist. Es gibt dieses Netz im Westen nicht mehr. Solang die Familienmitglieder in eine Großfamilie eingebunden waren, konnte andere Probleme ausgleichen. Eine Trennung vom Vater wird heute nicht mehr von Verwandten und Bekannten aufgefangen, weil wir im Westen hin zu einer weitgehenden Isolierung der einzelnen Personen streben. Hier kann der Staat als Ersatzvater nicht einspringen.
Der Versuch, den Vater durch staatliche Leistungen zu ersetzen, reduziert Familie auf eine Versorgungsstruktur, nicht auf eine soziale und emotionale Einheit. Die Folgen sind gravierend:
Bestimmte feministische Strömungen vertreten offen die These, dass Väter „entbehrlich“ seien. Ziel ist die Auflösung der patriarchalen Familienstruktur zugunsten staatlich definierter Rollen. Dies geschieht oft auf Kosten der Anerkennung der Beiträge der Väter.
Scheidungsindustrie, Jugendämter, Verfahrensbeistände, Familiengerichte profitieren strukturell von Trennungen. Ein Staat kann viele Funktionen übernehmen – aber nicht die eines Vaters. Wer Familienpolitik betreibt, indem er den Vater ausradiert, handelt gegen die Bedürfnisse von Kindern, gegen die Lebenserwartungen von Männern und gegen die Zukunft unserer Gesellschaft.
Zusammenfassung
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Relativierung der Vaterrolle in der Wissenschaft ein Zusammenspiel aus ideologischen Überzeugungen, gesellschaftlichen Trends und manchmal auch den indirekten Interessen von Institutionen ist, die von der Expansion sozialstaatlicher Leistungen profitieren.
Unter optimalen Bedingungen kann jeder alleine, auch ein Vater, ein gesundes Kind heranziehen. Und dazu braucht es auch dessen Mutter nicht. Natürlich können auch Adoptiveltern einspringen, selbst wenn es sich dabei um zwei Männer handelt, aber die Motivation ist eine andere. Der Versuch, die Kernfamilie aufzulösen, geschieht daher weder im Sinne des Kindes noch der Gesellschaft. Wenn der Staat etwas fördern sollte, dann dass sich die Familie wieder über mehrere Generationen ausweitet.
Die Erziehung der Kinder in Kibbuzim basierte historisch auf dem Konzept der kollektiven Erziehung, bei der Kinder in sogenannten Kinderhäusern aufwuchsen, getrennt von ihren Müttern. Dieses Modell war Teil des sozialistischen Ideals der Kibbuz-Bewegung, die darauf abzielte, die traditionelle Familienstruktur zugunsten einer gemeinschaftlichen Lebensweise aufzulösen. Auch das hat funktioniert. Der Ansatz ist immer derselbe: Zerstörung der Kernfamilie.
Vaterlos
Väter spielen eine Rolle in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Die vorliegende Datensammlung zeigt: Das Fehlen eines Vaters ist ein Faktor für eine Vielzahl negativer Entwicklungen.
thefatherlessgeneration.wordpress.com
Literatur zur Unterstützung der Singlemütter
Mooney, A., Oliver, C., & Smith, M. (2009). Impact of Family Breakdown on Children’s Wellbeing: Evidence Review. Department for Children Schools and Families.
Holmes, J., & Kiernan, K. (2010). Fragile Families in the UK: Evidence from the Millennium Cohort Study.
Golombok, S. (2000). Parenting: What Really Counts? London: Routledge.
Bernardi L., & Larenza O. (2018). Variety of Transitions into Lone Parenthood. In Bernardi L., Mortelmans D. (Eds) Lone Parenthood in the Life Course. Life Course Research and Social Policies, pp. 93-108 Springer, Cham.
Millar, J., & Ridge, T. (2009). Relationships of Care: Working Lone Mothers, their Children and Employment Sustainability. Journal of Social Policy, 38(1), 103-121.
Fisher, H., & Low, H. (2015). Financial Implications of Relationship Breakdown: Does Marriage Matter? Review of Economics of the Household, 13(4), 735-769.
Growing up in a Single Parent Family; A Determining factor of Adolescent’s Well-being Ajita Gupta & Seema Kashyap, Advanced Journal of Social Science, ISSN: 2581-3358 Volume 7, Issue 1, pp. 138-144, 2020
Are Children from Divorced Single-Parent Families Disadvantaged? New Evidence from the China Family Panel Studies, Chunni Zhang Department of Sociology, Peking University, Chinese Sociological Review, Volume 52, 2020 - Issue 1
Tuba Demir-Dagdas, Zeynep Isik-Ercan, Seyma Intepe-Tingir & Yasemin, Cava-Tadik (2017): Parental Divorce and Children From Diverse Backgrounds: Multidisciplinary Perspectives on Mental Health, Parent–Child Relationships, and Educational Experiences, Journal of Divorce & Remarriage
Consequences of Divorce-Based Father Absence During Childhood for Young Adult Well-Being and Romantic Relationships Hanita Reuven-Krispin, Dana Lassri, Patrick Luyten, Golan Shahar First published: 03 November 2020
Father absence and adolescent development: a review of the literature, Leah East, Debra Jackson, Louise O'Brien, Journal of Child Health Care, First Published December 1, 2006 https://doi.org/10.1177/1367493506067869
The Consequences of Father Absence By Sara McLanahan & Julien Teitler, Parenting and Child Development in Nontraditional Families, 1st Edition, First Published1998, Psychology Press, eBook ISBN9781410602763
The Role of the Father in Child Development, 5th Edition, Michael E. Lamb
Bocknek E.L. (2020) A Family Systems Perspective on Father Absence, Presence, and Engagement. In: Fitzgerald H.E., von Klitzing K., Cabrera N.J., Scarano de Mendonça J., Skjøthaug T. (eds) Handbook of Fathers and Child Development. Springer, Cham. https://doi.org/10.1007/978-3-030-510...
Philosophical Transactions of the Royal Society B, Cross-cultural evidence does not support universal acceleration of puberty in father-absent households, Rebecca Sear, Paula Sheppard, and David A. Coall, Published: 25 February 2019, https://doi.org/10.1098/rstb.2018.0124
Sex-Specific Developmental Effects of Father Absence on Casual Sexual Behavior and Life History Strategy, Jessica A. Hehman & Catherine A. Salmon, Evolutionary Psychological Science volume 5, pages121–130 (2019), Published: 20 September 2018,
Family Relations – Interdisciplinary Journal of Applied Family Science, Trends in the Economic Wellbeing of Unmarried-Parent Families with Children: New Estimates Using an Improved Measure of Poverty, Christopher Wimer, Liana Fox, Irwin Garfinkel, Neeraj Kaushal, Jae Hyun Nam & Jane Waldfogel, Population Research and Policy Review volume 40, pages1253–1276 (2021)
Journal of Marriage and Family, Family Diversity and Child Health: Where Do Same-Sex Couple Families Fit?, Laura Freeman Cenegy, Justin T. Denney, Rachel Tolbert Kimbro, First published: 07 December 2017
Comparison of intergenerational transmission of gender roles between single-parent families and two-parent families: The influence of parental child-rearing gender-role attitudes, Mengping YangabI-Jun, Chena Yunping, Songa Xiaoxiao, Wanga Children and Youth Services Review, Volume 125, June 2021, 105985
Fair comparisons: Life course selection bias and the effect of father absence on US children, Alejandra Rodríguez Sánchez, Advances in Life Course Research, Available online 16 December 2021, 100460
Absent Father Timing and its Impact on Adolescent and Adult Criminal Behavior, Michael F. Ten Eyck, Krysta N. Knox & Sarah A. El Sayed, American Journal of Criminal Justice (2021), 30 August 2021
Father departure and children's mental health: How does timing matter? Emla Fitzsimons, Aase Villadsen, Social Science & Medicine, Volume 222, February 2019, Pages 349-358
In gesellschaftlichen und politischen Debatten halten sich hartnäckig zwei Positionen:
- Kinder brauchen ein Familienmodell mit Mutter und Vater, um sich gesund entwickeln zu können. Alleinerziehenden Müttern wird unterstellt, sie könnten ihren Kindern keine gleichwertige Entwicklung bieten.
- Alleinerziehende Mütter stellen keinen Nachteil für das Kind dar. Entscheidend ist die Qualität der Beziehung und die finanziellen Ressourcen der Mutter. Einen Vater braucht es dazu keinen.
Alleinerziehende haben ein erhöhtes Armutsrisiko 40 %. Sie berichten häufig von Stress, Überlastung und sozialer Isolation. Laut einer Umfrage geben 60 % der Alleinerziehenden an, dass Zeitmangel ein Hindernis für neue Beziehungen ist. Potenzielle Partner zögern, eine Beziehung einzugehen, da sie die Verantwortung für ein fremdes Kind als Herausforderung wahrnehmen.
Doch in den letzten Jahrzehnten hat sich in der Forschung ein Bild durchgesetzt, das viele überraschen dürfte: Kinder von alleinerziehenden Müttern schneiden oft genauso gut wie Kinder in Vater-Mutter-Familien.
Prof. Sam Vaknin: Are Fathers Irrelevant? Do Only Mothers Matter?
Da in 70 % der Scheidungen sich die Mutter trennt, und in der Mehrzahl der Fälle sie das Sorgerecht erhält, bedeutet das für viele Männer: jahrelange Zahlungen, eingeschränkter Kontakt, juristische Kämpfe und ein permanentes Gefühl der Ohnmacht.
Manche ziehen daraus eine radikale Schlussfolgerung: Wer Kinder vor Scheidungstraumata schützen und sich selbst vor emotionalem wie finanziellem Ruin bewahren will, verzichtet gleich ganz auf Nachwuchs.
Die These: Verzicht auf Kinder kann in einer männerfeindlichen Lage die höchste Form von Fürsorge sein.
Die Rolle des Vaters
In westlichen Gesellschaften galt der Vater jahrhundertelang als zentrale Autorität in der Erziehung. Er war moralischer Kompass, Disziplinierer, Versorger und Beschützer. Doch seit einigen Jahrzehnten erschüttert eine wachsende Zahl empirischer Studien dieses Bild: Väter haben weit weniger Einfluss auf die gesunde Entwicklung von Kindern als weithin geglaubt.Nicht die Abwesenheit des Vaters an sich verursacht Entwicklungsprobleme, sondern insbesondere konflikthafte Trennungen und Armut. In stabilen, gut versorgten Umfeldern schneiden Kinder von alleinerziehenden Müttern in vielen Bereichen genauso gut ab wie Kinder in Zwei-Eltern-Haushalten.
Diese Sichtweise wirft nicht nur Fragen zur Familienpolitik auf, sondern auch zu den persönlichen Lebensentscheidungen von Männern. Denn wenn Vaterschaft unter heutigen Rahmenbedingungen juristisch unsicher ist, stellt sich für fürsorgliche Männer die Frage: Ist der Wunsch auf Kinder überhaupt eine verantwortungsvolle Option?
Bis ins 20. Jahrhundert sah die Gesellschaft den Vater als eine zentrale Figur der Familie mit einer wichtigen Rolle für die Erziehung der Kinder. Doch in den letzten Jahren wird argumentiert, dass dies eine historische Überhöhung der Vaterrolle, die kulturell bedingt sei.
Vaterlosigkeit
Frühere Forschung sah die Vaterabwesenheit oft als klaren Risikofaktor. Studien aus den 1980er- und 1990er-Jahren verknüpften sie mit schlechteren Schulleistungen, erhöhten Drogenkonsum oder früher Schwangerschaft.
Entfremdeter Vater
Die Entfremdung verstärkt Konflikte zwischen den Eltern und kann das gesamte familiäre Umfeld destabilisieren. Geschiedene Väter berichten von Trauer, Frustration, Hilflosigkeit oder Depression, da sie den Kontakt zum Kind verlieren. Väter zahlen oft Unterhalt, haben aber keinen oder nur eingeschränkten Kontakt, was als ungerecht empfunden wird. Es besteht ein Armutsrisiko von ca. 15–20 % bei geschiedenen Vätern.Seit Mitte der 2000er Jahre häufen sich Studien, die ein anderes Bild zeichnen:
Kinder in stabilen Singlemütterfamilien berichten gleich hohe oder höhere Lebenszufriedenheit als Gleichaltrige in Zwei-Eltern-Haushalten. Es soll keine signifikanten Unterschiede in der Schulleistung und dem Wohlbefinden zwischen Kindern geschiedener Mütter und Kindern verheirateter Eltern geben.
Es wird betont, dass Geschlechterrollen zwar von Vätern beeinflusst werden können, aber nicht zwingend müssen. Töchter profitieren teils in Selbstwert und Karriereambitionen von engagierten Vätern. Söhne ohne Vater zeigen oft weniger traditionelle Maskulinität, aber keine systematisch schlechteren psychosozialen Werte.
Es wird darauf hingewiesen, dass viele Nachteile vaterloser Kinder eher auf Armut, Kultur, Familienstruktur zurückgehen. In armen Familien ohne Unterstützung wirkt sich Vaterabwesenheit stärker aus, weil Ressourcen fehlen.
Warum eine Familiengründung für Männer statistisch und rational nicht erstrebenswert ist
Basierend auf einer nüchternen Analyse der verfügbaren statistischen Daten und unter rationaler Abwägung von Risiken und potentiellen negativen Folgen, lässt sich der Schluss ziehen, dass es für Männer nicht rational ist, das Risiko einer Familiengründung anzustreben.Die Realität der Scheidungsraten
Ein zentraler und nicht zu ignorierender Fakt ist die hohe Scheidungsrate. Statistiken zeigen, dass zwischen 30% und 50% der Ehen in einer Scheidung enden. Diese Zahlen verdeutlichen ein erhebliches Risiko des Scheiterns einer Partnerschaft. Für einen Mann, der eine Familie gründet, bedeutet dies, dass die Wahrscheinlichkeit, dass seine Ehe hält, einem Münzwurf gleichkommt.
Die Kontrolle über die Ehe
Ein weiterer kritischer Punkt ist die Kontrolle über das Bestehen der Ehe. Es ist statistisch belegt, dass Frauen in einem Großteil der Fälle die Scheidung einreichen. Dies bedeutet, dass die Entscheidung über das Fortbestehen der Ehe maßgeblich in den Händen der Frau liegt. (In 75 bis 90 % wird die Trennung von der Frau veranlasst.)
Ein Mann, der eine Familie gründet, begibt sich somit in eine Situation, in der er die Fortdauer seiner familiären Konstellation nicht selbst steuern kann. Seine Investition in die Ehe und Familie, sei es emotional, zeitlich oder finanziell, unterliegt einer mütterlichen Entscheidungsgewalt.
Die negativen Folgen einer Scheidung für Kinder
Die Konsequenzen einer Scheidung für Kinder sind, statistisch gesehen, überwiegend negativ. Unabhängig davon, wer die Scheidung einreicht, sind Kinder in Scheidungsfamilien einem erhöhten Risiko für verschiedene negative Outcomes ausgesetzt:
- Psychische und emotionale Belastung: Kinder erleben oft Trauer, Angst, Wut und Loyalitätskonflikte. Dies kann zu erhöhtem Stress, Depressionen und Angststörungen führen.
- Verhaltensauffälligkeiten: Es besteht ein höheres Risiko für Verhaltensprobleme, Aggressionen oder sozialen Rückzug.
- Schulische Probleme: Scheidungen können sich negativ auf die schulische Leistung und die Motivation auswirken.
- Langfristige Auswirkungen: Die negativen Folgen einer Scheidung können sich bis ins Erwachsenenalter erstrecken und sich auf zukünftige Beziehungen und das allgemeine Wohlbefinden auswirken.
Diese negativen Auswirkungen sind ein direktes Ergebnis der elterlichen Trennung und der damit verbundenen Instabilität, die in der Mehrheit der Scheidungsfälle auftritt.
Das Fehlen des Vaters als Faktor
Gleichzeitig zeigen Studien, dass das Fehlen eines Vaters in vielen Fällen keine signifikanten Nachteile für die kindliche Entwicklung mit sich bringt. Kinder, die bei einer alleinerziehenden Mutter aufwachsen, können genauso erfolgreich ins Leben starten. Dies bedeutet, dass der positive Einfluss eines Vaters, selbst wenn er existiert, nicht als entscheidend für den Erfolg des Kindes im Leben angesehen werden kann.
Die negative Gesamtbilanz
Fasst man diese Punkte zusammen, ergibt sich eine klare, statistisch begründete Argumentation gegen die Familiengründung aus männlicher Sicht:
- Ein Mann investiert in eine Familie, deren Bestandsgarantie bei einem Münzwurf oder schlechter liegt.
- Die Entscheidung über das Scheitern dieser Familie liegt überwiegend bei der Partnerin.
- Scheitert die Familie, sind die Konsequenzen für die Kinder mehrheitlich negativ, was die anfängliche Investition und das Eingehen des Risikos als nicht vorteilhaft erscheinen lässt.
- Der potenzielle positive Beitrag des Vaters ist nicht als entscheidend für den Erfolg der Kinder anzusehen, da diese auch ohne seine Präsenz gut gedeihen können.
Unter rationalen Gesichtspunkten, die eine Risikoabwägung in den Vordergrund stellen, und angesichts der statistischen Daten, die eine hohe Wahrscheinlichkeit für negative Outcomes aufzeigen, überwiegen die Risiken einer Familiengründung für einen Mann die potenziellen, aber nicht entscheidenden positiven Beiträge.
Die Gesamtbilanz, unter Berücksichtigung des statistisch wahrscheinlichen Scheiterns und dessen Folgen, ist als negativ zu bewerten. Rational betrachtet, ist es daher nicht ratsam, dass ein Mann ein solches Risiko eingeht und eine Familie gründet. Das Beste, was ein Vater für seine Kinder tun kann, ist, sie erst gar nicht in die Welt zu setzen.
Alternative Sicht
Allerdings bleibt die Sicht nicht einheitlich: Studien in England zeigen, dass frühe Vaterabwesenheit, besonders in den ersten fünf Lebensjahren, das Depressionsrisiko vor allem bei Mädchen im Jugendalter erhöht.
Kinder, die ohne Vater aufwachsen, sind überdurchschnittlich häufig von psychischen Belastungen, Bildungsdefiziten, sozialem Fehlverhalten, erhöhter Kriminalität und instabilen Beziehungen betroffen. Der Vater übernimmt eine unersetzliche Rolle in der Identitätsentwicklung, sozialen Orientierung und emotionalen Stabilisierung des Kindes.
Dennoch wird diese Tatsache in bestimmten politischen und ideologischen Kreisen bewusst relativiert oder sogar geleugnet. Besonders im linksliberalen Spektrum lassen sich wiederkehrende Vorurteile beobachten, die die Bedeutung des Vaters systematisch entwerten.
In China schnitten Kinder geschiedener Mütter gleich gut ab, weil das erweiterte Familiennetz stärker eingebunden ist. Es gibt dieses Netz im Westen nicht mehr. Solang die Familienmitglieder in eine Großfamilie eingebunden waren, konnte andere Probleme ausgleichen. Eine Trennung vom Vater wird heute nicht mehr von Verwandten und Bekannten aufgefangen, weil wir im Westen hin zu einer weitgehenden Isolierung der einzelnen Personen streben. Hier kann der Staat als Ersatzvater nicht einspringen.
Der Staat ist kein Vater
In der öffentlichen Debatte wird zunehmend vermittelt, dass die Mutter für die Erziehung eines Kindes ausreiche, solange der Staat die finanzielle Lücke schließe. Sozialleistungen, Kinderbetreuung, Wohnsubventionen und Quotenprogramme sollen Väter überflüssig machen. Diese Entwicklung ist nicht nur familienpolitisch bedenklich, sondern kulturell und psychologisch verheerend.Der Versuch, den Vater durch staatliche Leistungen zu ersetzen, reduziert Familie auf eine Versorgungsstruktur, nicht auf eine soziale und emotionale Einheit. Die Folgen sind gravierend:
- Psychische Belastung und emotionale Erschöpfung der Mutter steigen.
- Kinder übernehmen oft unbewusst Verantwortung (Parentifizierung).
- Die Beziehung wird ungesund symbiotisch.
Bestimmte feministische Strömungen vertreten offen die These, dass Väter „entbehrlich“ seien. Ziel ist die Auflösung der patriarchalen Familienstruktur zugunsten staatlich definierter Rollen. Dies geschieht oft auf Kosten der Anerkennung der Beiträge der Väter.
Scheidungsindustrie, Jugendämter, Verfahrensbeistände, Familiengerichte profitieren strukturell von Trennungen. Ein Staat kann viele Funktionen übernehmen – aber nicht die eines Vaters. Wer Familienpolitik betreibt, indem er den Vater ausradiert, handelt gegen die Bedürfnisse von Kindern, gegen die Lebenserwartungen von Männern und gegen die Zukunft unserer Gesellschaft.
Wieso wird so viel Aufwand in der Wissenschaft betrieben, die Rolle des Vaters zu relativieren?
Die Relativierung der Vaterrolle in der Wissenschaft kann auf mehrere Faktoren zurückgeführt werden, die sich mit den im Argumentationspapier dargelegten Interessen überschneiden:- Ein Einfluss kommt von bestimmten politischen und ideologischen Strömungen, die traditionelle Familienstrukturen als überholt ansehen. Es wird die Idee gefördert, dass alle Familienformen gleichwertig seien, um eine egalitäre Gesellschaft zu fördern. Dabei werden oft die spezifischen Beiträge von Vätern heruntergespielt oder ignoriert.
- Historisch bedingt lag der Fokus der Familienforschung oft auf der Mutter-Kind-Bindung. Dies führte dazu, dass die Rolle des Vaters weniger intensiv erforscht oder als sekundär angesehen wurde.
- Forschung, die die Gleichstellung von Familienformen betont, kann diese Strukturen legitimieren und somit den Bedarf an staatlicher Intervention aufrechterhalten.
- In dem Bestreben, starre Geschlechterrollen aufzubrechen und Frauen in allen Lebensbereichen zu stärken, ist es zu einer Überbetonung der "Entbehrlichkeit" des Vaters gekommen.
- Studien, die die Gleichstellung von Familienformen betonen, basieren oft auf stabilen, ressourcenreichen Umgebungen.
Zusammenfassung
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Relativierung der Vaterrolle in der Wissenschaft ein Zusammenspiel aus ideologischen Überzeugungen, gesellschaftlichen Trends und manchmal auch den indirekten Interessen von Institutionen ist, die von der Expansion sozialstaatlicher Leistungen profitieren.
Unter optimalen Bedingungen kann jeder alleine, auch ein Vater, ein gesundes Kind heranziehen. Und dazu braucht es auch dessen Mutter nicht. Natürlich können auch Adoptiveltern einspringen, selbst wenn es sich dabei um zwei Männer handelt, aber die Motivation ist eine andere. Der Versuch, die Kernfamilie aufzulösen, geschieht daher weder im Sinne des Kindes noch der Gesellschaft. Wenn der Staat etwas fördern sollte, dann dass sich die Familie wieder über mehrere Generationen ausweitet.
Die Erziehung der Kinder in Kibbuzim basierte historisch auf dem Konzept der kollektiven Erziehung, bei der Kinder in sogenannten Kinderhäusern aufwuchsen, getrennt von ihren Müttern. Dieses Modell war Teil des sozialistischen Ideals der Kibbuz-Bewegung, die darauf abzielte, die traditionelle Familienstruktur zugunsten einer gemeinschaftlichen Lebensweise aufzulösen. Auch das hat funktioniert. Der Ansatz ist immer derselbe: Zerstörung der Kernfamilie.
Vaterlos
Väter spielen eine Rolle in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Die vorliegende Datensammlung zeigt: Das Fehlen eines Vaters ist ein Faktor für eine Vielzahl negativer Entwicklungen.
Gesundheit
- 63 % aller jugendlichen Suizide stammen aus vaterlosen Haushalten – das Fünffache des Durchschnitts.
- Kinder ohne Vater zeigen deutlich häufiger Verhaltensstörungen und emotionale Instabilität (85 %).
Bildung
- 71 % der Schulabbrecher leben ohne Vater
- Kinder mit aktivem Vater sind 70 % seltener Schulabbrecher und 40 % seltener Sitzenbleiber.
- Sie erreichen häufiger gute Noten und engagieren sich eher in schulischen Aktivitäten.
Kriminalität
- 85 % der jugendlichen Gefängnisinsassen stammen aus vaterlosen Haushalten – 20-fach erhöhtes Risiko.
- 70 % der Jugendlichen in staatlichen Einrichtungen wachsen ohne Vater auf.
- Auch nach sozioökonomischer Kontrolle bleibt Vaterlosigkeit ein starker Prädiktor für Delinquenz.
Gewalt
- 75 % der Jugendlichen in Drogenrehabilitation kommen aus vaterlosen Haushalten.
- 80 % der wegen aggressivem Sexualverhalten verurteilten Täter sind vaterlos aufgewachsen.
- Jugendliche ohne Vater sind häufiger in Brandstiftung, Alkoholmissbrauch und Jugendbanden verwickelt.
Mädchen
- 711 % häufiger Teenagerschwanger
- 164 % häufiger von vorehelicher Mutterschaft betroffen
- 92 % häufiger selbst von Scheidung betroffen
- Mädchen mit Vätern sind deutlich seltener sexuell früh aktiv.
Armut
- Vaterlose Kinder sind zwei- bis dreimal häufiger von Armut, Drogen, Gesundheitsproblemen, Missbrauch und kriminellem Verhalten betroffen.
- 43 % der US-Kinder leben ohne ihren biologischen Vater.
Statistics
63% of youth suicides are from fatherless homes (US Dept. Of Health/Census) – 5 times the average. 90% of all homeless and runaway children are from fatherless homes – 32 times the average. 85% of …
Literatur zur Unterstützung der Singlemütter
Mooney, A., Oliver, C., & Smith, M. (2009). Impact of Family Breakdown on Children’s Wellbeing: Evidence Review. Department for Children Schools and Families.
Holmes, J., & Kiernan, K. (2010). Fragile Families in the UK: Evidence from the Millennium Cohort Study.
Golombok, S. (2000). Parenting: What Really Counts? London: Routledge.
Bernardi L., & Larenza O. (2018). Variety of Transitions into Lone Parenthood. In Bernardi L., Mortelmans D. (Eds) Lone Parenthood in the Life Course. Life Course Research and Social Policies, pp. 93-108 Springer, Cham.
Millar, J., & Ridge, T. (2009). Relationships of Care: Working Lone Mothers, their Children and Employment Sustainability. Journal of Social Policy, 38(1), 103-121.
Fisher, H., & Low, H. (2015). Financial Implications of Relationship Breakdown: Does Marriage Matter? Review of Economics of the Household, 13(4), 735-769.
Growing up in a Single Parent Family; A Determining factor of Adolescent’s Well-being Ajita Gupta & Seema Kashyap, Advanced Journal of Social Science, ISSN: 2581-3358 Volume 7, Issue 1, pp. 138-144, 2020
Are Children from Divorced Single-Parent Families Disadvantaged? New Evidence from the China Family Panel Studies, Chunni Zhang Department of Sociology, Peking University, Chinese Sociological Review, Volume 52, 2020 - Issue 1
Tuba Demir-Dagdas, Zeynep Isik-Ercan, Seyma Intepe-Tingir & Yasemin, Cava-Tadik (2017): Parental Divorce and Children From Diverse Backgrounds: Multidisciplinary Perspectives on Mental Health, Parent–Child Relationships, and Educational Experiences, Journal of Divorce & Remarriage
Consequences of Divorce-Based Father Absence During Childhood for Young Adult Well-Being and Romantic Relationships Hanita Reuven-Krispin, Dana Lassri, Patrick Luyten, Golan Shahar First published: 03 November 2020
Father absence and adolescent development: a review of the literature, Leah East, Debra Jackson, Louise O'Brien, Journal of Child Health Care, First Published December 1, 2006 https://doi.org/10.1177/1367493506067869
The Consequences of Father Absence By Sara McLanahan & Julien Teitler, Parenting and Child Development in Nontraditional Families, 1st Edition, First Published1998, Psychology Press, eBook ISBN9781410602763
The Role of the Father in Child Development, 5th Edition, Michael E. Lamb
Bocknek E.L. (2020) A Family Systems Perspective on Father Absence, Presence, and Engagement. In: Fitzgerald H.E., von Klitzing K., Cabrera N.J., Scarano de Mendonça J., Skjøthaug T. (eds) Handbook of Fathers and Child Development. Springer, Cham. https://doi.org/10.1007/978-3-030-510...
Philosophical Transactions of the Royal Society B, Cross-cultural evidence does not support universal acceleration of puberty in father-absent households, Rebecca Sear, Paula Sheppard, and David A. Coall, Published: 25 February 2019, https://doi.org/10.1098/rstb.2018.0124
Sex-Specific Developmental Effects of Father Absence on Casual Sexual Behavior and Life History Strategy, Jessica A. Hehman & Catherine A. Salmon, Evolutionary Psychological Science volume 5, pages121–130 (2019), Published: 20 September 2018,
Family Relations – Interdisciplinary Journal of Applied Family Science, Trends in the Economic Wellbeing of Unmarried-Parent Families with Children: New Estimates Using an Improved Measure of Poverty, Christopher Wimer, Liana Fox, Irwin Garfinkel, Neeraj Kaushal, Jae Hyun Nam & Jane Waldfogel, Population Research and Policy Review volume 40, pages1253–1276 (2021)
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Comparison of intergenerational transmission of gender roles between single-parent families and two-parent families: The influence of parental child-rearing gender-role attitudes, Mengping YangabI-Jun, Chena Yunping, Songa Xiaoxiao, Wanga Children and Youth Services Review, Volume 125, June 2021, 105985
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Absent Father Timing and its Impact on Adolescent and Adult Criminal Behavior, Michael F. Ten Eyck, Krysta N. Knox & Sarah A. El Sayed, American Journal of Criminal Justice (2021), 30 August 2021
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