möglich dass Du damit richtig liegst.
Ich erinnere mich an folgende ähnliche Einschätzungen vor zig Jahren
Warenhäuser wie Karstadt: echte Immobilienwerte, Ware kann angefasst werden, persönliche Beratung ist notwendig
Amazon: heiße Luft, zig Gründe weshalb das Geschäftsmodell nicht funktionieren kann.
Blöderweise habe ich damals nicht einen geringen Teil meines Vermögens in Amazon Aktien investiert und gehodelt (viel zu früh wieder verkauft)
Amazon hat dennoch physische Waren verkauft. Man muss auch bedenken dass zu der Zeit Katalogbestellungen locker 2-8 Wochen Lieferzeit hatten, wobei 2 Wochen schon rasend schnell waren.
Oder du bist zum Quelle-Shop in deinem Kaff gegangen (glaube es hatte wirklich jedes Kaff mit mehr als 500 Einwohnern seinen eigenen Quelle-Shop), da ist das mit Glück schon in einer Woche gekommen.
Worauf ich hinaus will. Amazon hat Bücher verkauft, was logistisch nicht übermäßig anspruchsvoll ist. Erst als das Internet weiter verbreitet war und auch die Versandlogistik (deutlich) schneller gearbeitet hat, konnte Amazon, bzw. der Onlinehandel allgemein, in tatsächliche Konkurrenz zu den Einkaufsläden / Warenhäusern gehen. Und auch dann wurden hauptsächlich physische Waren verkauft.
Bei Bitcoins hast du keinen physischen Gegenwert. Das ist auch nicht das Problem. Aber solange es noch andere Währungen gibt und die Coins allgemein einer starken Schwankung unterliegen kann das nicht als realistische Bezahlwährung fungieren. Bei Bitcoins, also BtC hast du zusätzlich noch das Problem dass es nicht genügend gibt um das weltweite Währungsvolumen abzudecken. Natürlich könnte man für ein Brot auch 0,0000000001 BtC verlangen, aber das ist ja nicht wirklich sinnig. Natürlich könnte man das umgehen indem man in Einheiten rechnet, also 1 Einheit = 1 Brot, 5 Einheiten = 1 Flasche Scotch etc. und dann den BtC-Wert für eine Einheit festlegt. Aber wirklich praktikabel ist das auch nicht.
Dass das Bargeld nach und nach verschwinden wird ist uns allen klar. Ich gehe davon aus, dass es in den Industrienationen keine 10 Jahre mehr dauern wird.
2016 wurden in Deutschland 79% der Transaktionen in Bar abgewickelt. Die Summe entsprach ca. 54% des Gesamtvolumens. 2019 ist dies bereits auf 73% mit 48% Volumen gesunken. 2020, auch durch Corona, ist der Baranteil auf 61% mit 38% Volumen gefallen.
Bargeld wurde vom Normalbürger hauptsächlich benötigt weil der Bäcker, Tante Emma Laden, Kneipe etc. nur Bargeld akzeptiert haben. Mittlerweile kann man, bis auf wenige Ausnahmen, praktisch überall mit Karte bezahlen.
Es wird also in naher Zukunft kein Bargeld mehr geben. Aber Cryptos werden mittelfristig kein Zahlungsmittel werden welches plötzlich alles andere verdrängt.