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Blumenbringdienst in Thailand

Dr. Ramin

Hat nix anderes zu tun
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4 Dezember 2008
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Pattaya
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Sag' mal Ramin, erzählst du diese Geschichten auch deinen Patienten während der Behandlung?:schere

Manchmal, aber da bin ich noch nicht so gut drin.

Ich meine, lustige Geschichten, die mir oder Freunden passiert sind, habe ich zuhauf.

Nur das mit dem Timing muss ich noch üben.

Ich sage es mal so, ich muß mir abgewöhnen die Pointe dann zu bringen, wenn ich gerade dabei bin einen Zahn zu ziehen.


Naja, bis jetzt noch immer gut gegangen und falls mal nicht und ich ziehe den falschen Zahn, habe ich schon eine passende Exit Strategie:


"Ach, habe ich Ihnen schon von unserer heutigen Rabattaktion erzählt. HAPPY AUA. Zweimal ziehen, nur einmal bezahlen."
 

Dr. Ramin

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Wenige Tage vor dem Ende seines Aufenthalts stand dann das große Ereignis bevor, ein Konzert mit dem Namen Rolling Loud Thailand.

Überhaupt war der Junge schon von klein auf sehr musikbegeistert. Als ich mal wieder zu Besuch war, hörte ich einige seiner Lieblingssongs. Unter anderem hörte er ständig so deutsche Songs, wo der Interpret, so ein dürrer blonder Typ, zwar ziemlich deutsch aussah aber mit einem türkischen oder arabischen Dialekt sang und dabei ständig versuchte seine Stimme tiefer klingen zu lassen.

Die Texte waren noch weniger nachvollziehbar:

„Isch schick, isch schick, isch schick deine Mutter, Alter, hey, isch schick sie.“

„Wohin?“ fragte ich irgendwann meinen Neffen

„Was, wohin?“

„Na, wohin will er die Mutter den schicken?“

„Schon gut Onkel, das verstehst du nicht. Das ist Rap Musik. Deutsch Rap“

„Was, Rappelmusik?“

Neffe rollte nur mit den Augen „Der Typ ist total cool, der heißt Capital Bra.“

„Was? Der hat sich nach einem Busenhalter benannt?“.

„Was? Wie Busen?“

„Na Wonderbra. Nie gehört?“

„Nö?“

„Tragen die Mädels in deinem Alter das heute nicht mehr?

„Woher soll ich denn wissen, was Sie tragen?“

„Wie bitte? Das ist Grundwissen. In deinem Alter kannte ich alle Busenhalter“

„Sag bloß, du hast Busen Halter getragen.“

„Depp! Nicht getragen, geöffnet. Triumph „Teenform“, “ Sloggi „Basic“, Schiesser Sanetta „Sweet Heart“, „Uncover“ Naturana, „Young Trends“, ich kannte alle Öffnungsmechanismen. Die Bee Dees waren übel, da war der Verschluß vorne.“

Tatsächlich glaubte ich im Alter von 14, daß ein richtiger Kerl eine Frau damit beeindrucken kann, indem er ihren BH in wenigen Sekunden aufbekommt, was hauptsächlich daran lag, dass ich bis dahin weder eine Freundin hatte noch überhaupt Ahnung von Frauen.

Also hatte ich mir alle möglichen Modelle gekauft, teilweise begleitet vom Stirnrunzeln der Verkäuferinnen und habe die Zuhause über eine Stuhllehne gespannt und dann versucht mit verbundenen Augen zu öffnen.

Tja, bis eines Tages meine Oma rein kam.

„Meine Mutter hatte Recht, du bist echt nicht normal.“ sagte mein Neffe und riß mich aus meinen Erinnerungen heraus.

Sowas ähnliches hatte meine Oma damals auch gesagt.

Erst wollte ich ihm davon erzählen, aber dann fiel mir ein, daß ich damals beim Kaufhof in Kassel Hausverbot bekommen habe, denn irgendwann wurde es dann doch zu teuer mit den BHs und ich habe meine Übungen in die Umkleidekabinen verlegt, was bei den anderen Kundinnen für Verwirrung und Unmut sorgte.

Ja, meine liebe Omi musste so einiges mitmachen mit mir. Irgendwann hatte ich mal gelesen, das ist ein richtiger Mann ein Meister der Verführungskünste sein muß und dazu gehört natürlich auch Oralsex und den übt man am besten, indem man eine Olive in ein Schnapsglas legt und dann versucht diese mit der Zunge in alle möglichen Richtungen zu bewegen oder sogar herauszuholen, was ich umgehend probierte.

Tja, bis wieder einmal Omi reinkam. „Ach, min Jung, was stimmt bloß nicht mit dir?“

Ich war noch hinterhergerannt, um es ihr zu erklären, aber sie meinte nur „Ich habe 2 Weltkriege erlebt und genug gesehen. Ich muss nicht alles wissen.“



Aber ich schweife ab. Wo waren wir stehengeblieben? Ach ja, bei diesem Busen Halter Typen.

Manchmal gibt es die verrücktesten Zufälle im Leben und wie sich herausstellen sollte, kannte einer meiner Patienten den jungen Interpreten tatsächlich.

Er kannte ihn nicht nur, er war gewissermaßen mit ihm verwandt, er war nämlich sein Schwiegervater und der gute Capital war regelmäßig in Pattaya zu Besuch und hatte sich mittlerweile auch eine mondäne Villa angeschafft.

Der liebe Schwiegerpapa hat mir auch einige private Bilder und persönliche Schnappschüsse von ihm überreicht.

Natürlich konnte ich nicht abwarten meinen Neffen in Deutschland anzurufen und dann ganz beiläufig das Thema auf diesen Sänger zu bringen.

„Ich weiß, du willst dich bloß wieder über ihn lustig machen“, hatte mein Neffe noch gesagt.

„Ach überhaupt nicht. Der ist ganz nett, der gute Vladislaw.“

„Woher kennst du denn seinen Namen?“

„Also bitte, in privater Runde nutzt er doch nicht seinen Künstlernamen.“

„Wie private Runde.“

„Das ist ein Kumpel von mir“

„Ja genau, und wohnt gleich nebenan, oder?“

„Nicht ganz nebenan aber so einen knappen Kilometer weg“

„Verarschen kann ich mich selbst“

„Ich treffe ihn nächste Woche. Magst du mal mit ihm reden?“

Dann hab ich ihm die Bilder geschickt, und er hat mal wieder 20 Minuten lang keinen zusammenhängenden Satz rausgebracht.

Tatsächlich hatte ich diesen Vladislav natürlich nie getroffen und als mein Neffe wenige Jahre später, also zum Zeitpunkt wo sich die ganze Story abspielt, tatsächlich in Pattaya aufschlug, war der gute Vlad schon nicht mehr da.

Egal, also mein Neffe war jetzt in Pattaya und begab sich zu dem Rolling Loud Konzert.

Ich hatte ihm noch gesagt, dass er nicht zu spät nach Hause kommen und zwischendurch mal anrufen soll. Dieses Rolling Loud Konzert war irgendwo südlich von Pattaya, Ich glaube in so einem Stadium oder ähnlichem und man weiß ja nie was da für Gestalten rumrennen.

Natürlich hat er nicht angerufen und kam auch erst morgens um 07:00 heim.

Ich stand mit einer Tasse Kaffee und finsterem Blick in der Tür und bemerkte mit Stolz, daß der Junge noch tatsächlich Lippenstift am Kragen und einen kleinen Knutschfleck hatte.

Er fing an sich 1000 mal zu entschuldigen „Es tut mir so leid, ich weiß, ich hätte anrufen sollen und ja, ich bin ja viel zu spät nach Hause gekommen, aber das war so toll, das Konzert und da hab ich völlig die Zeit vergessen.“

Ich lächelte nur und sagte: „Ich unterbreche dich jetzt mal hier. Ich bin weder deine Mutter noch dein Vater sondern dein verrückter Onkel. Alles gut mein Junge, „Mi casa es su casa“, du kannst machen, wozu du Lust hast. Und überhaupt. Guten Morgen, Neffe.“

Er lächelte ganz verschmitzt und antworte „Guten Morgen, Bro.“

„Bro? Na, werd mir mal nicht zu schnell erwachsen. Und mach den Lippenstift weg, bevor meine Frau das sieht.“

„OK“

„Und an deinem Alibi musst du auch noch ein bisschen feilen, von wegen das Konzert hat so lange gedauert und war so toll.“

„Wieso?“

„Weil das Konzert um Punkt Mitternacht zu Ende war.“
 
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Um die Geschichte zu einem rühmlichen Ende zu bringen, irgendwann war sein Urlaub vorbei und er flog wieder zurück, aber mir war aufgefallen, daß er vor allen Dingen in den letzten Tagen, seit er mit Lippenstift und einem Knutschfleck von dem Konzert nach Hause gekommen war, gar nicht mehr so oft auf sein Handy starrte, und sich auch nicht mehr stundenlang in mein Gästezimmer verkroch, wenn sein Schätzchen ihn mal wieder terrorisierte.

Wenige Tage nach seinem Rückflug kamen die ersten WhatsApp Nachrichten eingetrudelt.

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Erst war ich geschockt. Was habe ich da bloß angerichtet.

Der Bursche ist viel zu jung, um sich mit dem Pattaya Virus anzustecken. Der braucht erst einmal eine solide Basis und vernünftige Zukunftsplanung und überhaupt hat er ja noch gar nichts von der Welt gesehen.

Auf der anderen Seite kann Sehnsucht ein sehr starker Motivator sein. So war es zumindest mir ergangen, oder meint hier jemand, daß ich aus purer Langeweile Thailändisch gelernt habe.

Um hier gut aufgestellt zu sein, musste ich die Sprache auf Universitätslevel lernen, damit ich die blöden Prüfungen bestehen konnte, um hier in meinem Job arbeiten zu können.

Zahnarzt ist nun einmal das, was ich am wenigsten schlecht kann.

Für alles andere war ich schon immer zu dämlich.

Mal schauen, ob wir nicht das Verlangen des jungen Mannes in die richtigen Kanäle leite können.

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Tja, was soll ich sagen.

Daraufhin hat er seine Bewerbung bei der EDHEC Universität in Nizza, das ist wie bereits geschrieben eine Business School, die regelmäßig in den Top 10 in Europa vertreten ist und im Financial Times Ranking 2024 auf Platz 6 stand, wieder aktiviert.

Und ist angenommen worden!

Natürlich hat sich seine Freundin wie erwartet übel aufgeführt, denn sie hatte ihn ja emotional erpresst und ihm verboten sich an dieser Uni einzuschreiben, weil er dann so weit weg wäre und ihr somit nicht mehr zu Diensten sein könnte:

„Für so ein Schwein hätte ich dich nie gehalten, mir einfach so das Messer in den Rücken zu rammen. Schade um die verschwendete Zeit mit dir. Tja, dann wird mir wohl nichts anderes übrigbleiben, als mir einen richtigen Mann zu suchen, der mich auch wirklich liebt. Heul mir später ja nicht die Ohren voll. Du hast mir ja keine Alternative gelassen als Schluß zu machen und nach anderen Jungs zu schauen.“

Nach dem, was er mir berichtet hat, hat er sich tatsächlich diesen kleinen Erpressungsvortrag höflich und ruhig aber mit Pokerface angehört und ist dann aufgestanden und gegangen.

Damit hatte sie natürlich nicht gerechnet, sondern eher darauf gebaut, daß er jetzt heulend im Büßergewand vor ihr stehen und sie anflehen würde ihn doch nicht zu verlassen.

„Hast du mir überhaupt zugehört? Ich habe gesagt, daß ich jetzt wohl Schluß machen muss, um mir einen anderen Freund zu suchen.“

Daraufhin hat er - und ich kann gar nicht sagen, wie stolz ich auf ihn bin - sich noch einmal lässig zu ihr umgedreht und gesagt:

„Up to youuu. I not cääääre.“

Guter Junge.



Natürlich hatte auch meine Schwester angerufen aber statt sich zu bedanken, wie toll ich ihren Sohn bewirtet hatte, nein kein einziges Wort des Lobes, nicht daß ich jemals eines von ihr gehört hätte, stattdessen nur Rüge nach Rüge.

„Was hast du mit meinem Sohn gemacht? Der ist ja gar nicht mehr wiederzuerkennen. Und überhaupt, ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn er mal ein paar Worte Thailändisch gelernt hätte, aber stattdessen sagt er neuerdings so komische Sachen, wie „Ding Dong“ oder wenn ich ihn zu sehr ermahne, dann geht er nach oben in sein Zimmer und sagt vorher irgendwas wie „I go upsaatääär." Überhaupt verhält er sich plötzlich so machomässig und Frauen sind jetzt plötzlich Schwutten “

„Mag sein, aber dafür ein Macho mit Zukunft.“

„Was soll das jetzt schon wieder heißen?“

„Du weißt doch, daß seine Freundin ihm verboten hatte, an dieser Business School in Nizza zu studieren.“

„Ach, das war die Freundin? Ich habe mich schon gewundert, warum er es sich plötzlich anders überlegt hat. Bist du sicher? Davon hat er mir ja gar nichts erzählt.“

„Ja, das war die Freundin Und erzählt hat er es dir nicht, weil er sich vermutlich geschämt hat.“

„Naja, er wird schon irgendeinen Job finden.“

„Braucht er nicht. Er hat den Studienplatz in Nizza bekommen. Du kannst mir später danken.“

Wieder Stille in der Leitung.

Die neueste Message vom Neffen:


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Jetzt vergleicht er schon die Bierpreise.

Damit dürfte eines klar sein:

Sollte er eines Tages wirklich für längere Zeit nach Pattaya kommen oder sogar ganz hier bleiben, wird er sich gut zurechtfinden, da habe ich jetzt keinen Zweifel mehr.

Ende, ihr Diggas.
 

NOMAAM

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Geniale Geschichte, da hast du deinem Neffen sicherlich einen wertvollen Dienst erwiesen! :)
(Das meine ich absolut ernst, keinesfalls sarkastisch oder gar zynisch.)

Daraufhin hat er seine Bewerbung bei der EDHEC Universität in Nizza, das ist wie bereits geschrieben eine Business School, die regelmäßig in den Top 10 in Europa vertreten ist und im Financial Times Ranking 2024 auf Platz 6 stand, wieder aktiviert.

Und ist angenommen worden!

Ich nehme an, die Lehrsprache an dieser Uni ist Englisch (oder doch Französisch?) - Hauptsache, nicht Deutsch, denn dann ...

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... hätte dein Neffe womöglich ein Problem gehabt! :ROFLMAO:

„Für so ein Schwein hätte ich dich nie gehalten, mir einfach so das Messer in den Rücken zu rammen. Schade um die verschwendete Zeit mit dir. Tja, dann wird mir wohl nichts anderes übrigbleiben, als mir einen richtigen Mann zu suchen, der mich auch wirklich liebt. Heul mir später ja nicht die Ohren voll. Du hast mir ja keine Alternative gelassen als Schluß zu machen und nach anderen Jungs zu schauen.“

„Up to youuu. I not cääääre.“

Dafür sollte man dir einen Orden verleihen, dass du den armen Kerl vor dieser Tusse gerettet hast! :love:
 

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