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Südamerika AMAZONAS - Mit dem Rotel über die Transpantaneira

Tauber

HORRIDO
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16 November 2017
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Möchte hiermit mal eine Lanze für meine Reise mit dem Rotel von Rio de Janeiro bis Caracas brechen.

Schrecklich - mit lauter unbekannten, meist älteren Herrschaften,
sich auf engstem Raum den Platz zu teilen.
So habe ich auch gedacht.

Aber unbekannte, schwer zu erreichende Orte,
meist über unbefestigte Straßen haben mich dann doch neugierig gemacht.
So habe ich beschlossen das Wagnis einzugehen.
Und nach 20 Rio Reisen musste es einfach mal etwas Neues sein.


Los ging es im Oktober 1993


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Treffunkt in Rio war das heute noch existierende Olinda Hote direkt an der Avenida Atlantika gelegen.

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Rio im Jahre 1993 - natürlich sind alle Bilder zu dieser Zeit noch analog und an der Schärfe wird es hier ab und zu auf noch mangeln!

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Die Copacabana lässt immer wieder Sehnsüchte aufkommen!
 
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Tauber

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Vorfeude auf die Tour -

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Am nächsten morgen geht es los

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Vorbei an der Praia de Flamengo

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dem Zuckerhut

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Copacacana

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Barra da Tijuca

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Erreichen wir die Wasserfälle von Iguazu

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Tauber

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Hier wartet unser ROTEL für die nächsten 4 Wochen auf uns!


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Ein mehrachsiges Expeditionsfahrzeug für schweres Gelände geeignet!


Am nächsten Morgen verlassen wir unseren Campingplatz. Überqueren den Rio Parana und kommen nach Paraguay, dem Land der Guarani Indianer. Fahren nun in Richtung Asunion, der Hauptstadt Paraguays.


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Sorry für die schlechte Bildqualität - ist halt mal so!

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Hübsche Mädchen gibt es hier auch!

Wir stärken uns jetzt erst mal in einem kleinen Cafe

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Nach einer kurzen Stadtrundfahrt fahren wir zu unserem Rastplatz am Restaurant Westfalia.


Sehr früh am nächsten morgen geht es weiter.
Am Ostrand des Chaco geht es durch versumpftes und periodisch überschwemmtes Tiefland.
Langsam wird die Landschaft lieblicher.


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Treffen auf Rinderherden, Reiter und Karren die von Ochsen gezogen werden.
Hier gibt es auch noch Hutterersiedlungen.


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Unser Reiseleiter

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Der heiße Tag zieht sich langsam dahin.
Abends erreichen wir den Grenzort Pedro Juan Caballero, Zentrum des Kaffee Anbaus.
 
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Tauber

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Kommen jetzt nach Ponta Pora der Grenzstadt. Die Grenzformalitäten ziehen sich bis 11.00 Uhr hin, denn alle Zöllner wollen unser Fahrzeug besichtigen! Endlich geht es weiter. Fahren vorbei an riesigen Fazendas mit unendlichen Weiden. Am Nachmittag erreichen wir Campo Grande, die Hauptstadt von Mato Grosso do Sul. Bei der Tankstelle Zitao an, Schlagen wir unser Lager auf. Zum Abendessen gehen wir in die angeschlossene Churrascaria. Der Chef des Hauses bringt dann unsere kleine 4 köpfige Kampfgruppe in die Boite Enigma. Für wenig Geld können wir da unseren Druck abbauen! Draußen wird es schon hell wie wir um 5.00 Uhr wieder zu unserem Rastplatz zurückkommen. Wie bei Rotel üblich gibt es um 6.30 Uhr Frühstück aus der Bordküche.

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Vorbei an ausgedehnten Weiden, Buschland, Mais und Sojafeldern fahren wir weiter in Richtung Cuiaba, Hauptstadt des Bundesstaates Mato Grosso. Lassen die Stadt Rondonpolis hinter uns. Ab jetzt wird die Landschaft abwechslungsreicher. Auch die Flora ändert sich. Wir kommen durch kleine Dörfer wo unser Fahrzeuggespann die Leute in Staunen versetzt.


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Tauber

HORRIDO
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16 November 2017
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Bei Dunkelheit kommen wir an unserem Rastplatz, Nähe Cuiaba an. Es war wieder irre schwül. Je weiter wir nach Norden vordringen, umso primitiver wird alles.
Nachdem ich in der vergangenen Nacht mein Bett nicht gesehen habe, freue ich mich heute auf meine Schlafkoje.

Vorbei an Curitiba kommen wir zu einer Goldgräber Siedlung, wo die Garimperos auf der Suche nach Edlem Metall sind.


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Erreichen nun auf die Transpantaneira, eine Stich - und Erdstraße,
die ins Pantanal hineinführt. Die Vielfalt der hier heimischen Tierwelt ist beeindruckend.
Hier leben hunderte von Vogelarten, Kaimane, Tapire und Affen.


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Unser Quartier - Beira Rio.


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Bitshock

Der tut nix, der will nur spielen
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24 September 2017
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Vorbei an Curitiba kommen wir zu einer Goldgräber Siedlung, wo die Garimperos auf der Suche nach Edlem Metall sind.

Sowas finde ich irre interessant.
Während meines Bergbaustudiums habe ich mal einen Seminarvortrag geschrieben über Kleinbergbau, abgebaute Lagerstättentypen, Abbaumethoden, und den Einfluss auf die lokale Ökonomie.
Alleine da hätte ich mehrere Tage verbringen können, um meine theoretischen Erkenntnisse zu ergänzen.
 

Santa

อย่าวัดระยะทางวัดความรักทีผมมีให้คุณ
   Autor
7 März 2017
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WOW
Was für ein geiler Reisebericht aus einer mir unbekannten Gegend unserer Erde.

Hast Du auch Bilder vom inneren des Rotel?
 
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Tauber

HORRIDO
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16 November 2017
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Augen zu und drüber...

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Heute haben wir einen langen Fahrtag vor uns. Zur Mittagspause sind wir in einem kleinen Restaurant wo wir sehr nett bedient werden. Am Nachmittag überqueren wir den noch jungen Rio Paraguay.

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Fahren vorbei an klassischen Sumpflandschaften mit Palmen und naturbelassenen Weiden. Das Landschaftsbild ist geprägt von viel Wald, teils von Brandrodung gezeichnet. Am Nachmittag kommen wir in Ponte de Lacerda an, wo wir unser Rotel aufbauen. Zum Abendessen sind wir in einer ganz kleinen Churrascaria, einem Familienbetrieb. Alles springt, ist freundlich und aufmerksam.

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knocherl

a bisserl was geht immer
    Aktiv
1 Juli 2012
1.072
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bei München
WOW
Was für ein geiler Reisebericht aus einer mir unbekannten Gegend unserer Erde.

Hast Du auch Bilder vom inneren des Rotel?
ich glaub nicht das man da glücklich wird, hab mir auf der Messe in München mal so eine Kiste angeschaut, ich hätte da Platzangst, aber wem es gefällt????
 

Tauber

HORRIDO
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16 November 2017
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Tag 10
Die Straße wird nun immer schlechter und der Staubt dringt durch alle Ritzen.
Erreichen die Grenze des Bundesstaates Rondonia, der auch der „Wilde Westen“ von Brasilien genannt wird. Sind den ganzen Tag sind auf Achse. Kurz vor Einbruch der Dämmerung kommen wir in Ji Parana an. So schlecht wie die Straße ist auch der Rastplatz. Die Duschen und Toiletten spotten jeder Beschreibung.


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So wird das Rotel aufgebaut.
Klappen auf, Stützen drunter, Leiter einhaken


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Zeltplane einhängen
fertig - dauert keine 15 Minuten

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Rechts kann man gut die Kojen erkennen (Die Maße weis ich leider nicht mehr) aber ich fand sie doch recht bequem.
Im Inneren hatte jeder Licht, die Matratze war gut und an einem Netz konnte man Utensilien verstauen. Es gab auch Doppelkabinen. Da wurde einfach eine Zwischenwand herausgezogen.
Natürlich gibt es so gut wie keine Privatsphäre - Aber ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt. Es gibt schlimmers...


@ Knocherl - das hat nicht mit Gefallen zu tun.
Das war eine Reise mit Expeditionscharakter.
Der Teilnehmer weis auf was er sich einlässt.
Oder einfach ausgedückt - man bleibt zu Hause auf der bequemen Couch
und erlebt halt nichts!
 
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