Ich hatte es gerade in Berlin umgekehrt! Es gibt eine Plattform, die heißt The Blowers. Ziemlich populär in der schwulen Szene. Mit Karte wo man sieht wer online ist und was er sucht.
Ich versorge mich oft auf dem Heimweg mit einem BJ unterwegs. Geht auch viel über Gloryholes und anonym.
In Berlin Schöneweide (also eher im nicht so dicht bevölkerten Rand) hatte ich einen „Boy“ gesehen, geschrieben und bin hin. Der Deal war: Ich Stuhl genießen und er vor mir kniend abblasen.
War ganz okey, die Blasskills waren nicht so berauschend. Ich bat ihn die Hose auszuziehen, weil ich gern dabei die Erregung meines gegenüber sehen möchte, was er auch tat. Aber da war Nix. Ich habe einen FtM erwischt. Female to Men. Mit Bart, Männerbrust aber Vagina.
Macht nichts, war mir sympathisch, bin gekommen und dachte mir nur: Das ist Berlin, hier geht wirklich alles.
Also man lernt wirklich nie aus:
das Problem, dass man gerade in Thailand als Heteromann mal versehentlich einen Ladyboy abbekommt, ist ja nun weitestgehend bekannt und ich kenne kaum einen, der nicht eine lustige Story darüber zu erzählen hat.
Über meinen „Erstkontakt“ kann ich heute lachen, aber vor knapp 30 Jahren empfand ich es als Katastrophe.
Es war glaube ich mein zweiter oder dritter Thailand Aufenthalt und so schön der Sex mit den hübschen kleinen Ladies auch immer war, da ich mit meinen 184 cm für thailändische Verhältnisse nicht unbedingt klein bin, empfand ich es irgendwann als ein wenig nervig, daß ich in der Missionarsstellung immer gelegentlich nach unten schauen musste, um sicher zu gehen, daß die Kleine vor lauter Lust strampelt und nicht wegen Sauerstoffmangel.
Irgendwann, ich hatte schon ordentlich einen gebechert, kam mir in der Walking Street so ein engelsgleiches Wesen entgegen, aber die große Liebe nahm schon am selben Abend ein abruptes Ende, als sie plötzlich nach gut 20 Minuten wildem Küssen inklusive Austausch von Körperflüssigkeiten auf dem Sofa aufstand, ihr Röckchen lüpfte, mir das Rohr vor die Nase hielt und Einlaß in den Lieferanteneingang begehrte, mir fairerweise aber auch ein Tänzchen in ihrem braunen Salon anbot.
Wenige Minuten später hat sich das durch mein Gekreische alarmierte Hotelpersonal Zugang zu meinen Räumlichkeiten verschafft und die Dame höflich aus meinem Zimmer eskortiert, während sie ihr Lachen kaum zurückhalten konnten.
Kurz darauf kamen wieder ein paar von meinen Kumpels vorbei, mit denen ich so manchen nächtlichen Streifzug durch das Sündenbabel getätigt hatte und recht bald fiel ihnen auf, dass ich ungewöhnlich ruhig war, ja fast schon depressiv erschien.
Nachdem sie einige Zeit auf mich eingeredet hatten, beichtete ich Ihnen die Ursache für meine seelische Tieflage und natürlich folgte das, was allgemein unter dem Sprichwort „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen“, bekannt ist und sie fielen in schallendes Gelächter.
Aber irgendwann sagte einer, daß ich mir mal keinen Kopf machen solle und dass das wohl schon jedem mal passiert ist.
„Das ist ja noch nicht einmal das Schlimmste sagte ich.“
„Ach ja?“ Da wurden sie plötzlich wieder still in der Annahme ich hätte pikante Details ausgelassen.
„Das Schlimmste ist ….. Ich weiß gar, nicht wie ich es sagen soll ….. das ist nicht nur furchtbar peinlich …. das lässt mich in allem zweifeln, was ich bis jetzt geglaubt habe.“
Sie starrt mich an, alle Augen und Ohren auf mich gerichtet.
„Also, die Sache ist die, also die Knutscherei und so ich meine auf dem Sofa, das Knutschen und das fummeln und das streicheln …. das war … das war … irgendwie schön.“
„Ja und, was soll jetzt daran so schlimm sein?“
„Mein Gott, begreift ihr es nicht? Das kann nur eines bedeuten:
ich bin offiziell schwul.
Wie soll ich das meinen Eltern beibringen? Und wie erkläre ich das meinem Vater? Er war, wie auch sein Vater und seines Vaters Vater usw. immer der erste Sohn, ebenso wie ich. Wie bringe ich ihm bei, dass unsere Familiengeschichte mit mir endet?“
„Du könntest ja auch adoptieren“ sagte der eine, während der andere meinte „ich habe da mal was über Leihmutterschaft gelesen“ bis schließlich der dritte einsprang „Jetzt hört aber mal auf! Seit 2 Wochen ziehen wir mit dem Doc um die Häuser, haben ihm heimlich den Spitznamen „Teflon“ verpaßt, weil er nie was anbrennen läßt und jetzt sollte er plötzlich schwul sein. Schwachsinn.“
Dann sind sie rüber ins Welcome Inn und kamen kurz darauf mit den beiden erfahrensten Profischwutten zurück, die Pattaya zu bieten hatte, Pueng und May, beide Anfang 30, seit vielen Jahren dabei und mit mehr Fingerabdrücken auf ihren Ärschen als das FBI und Scotland Yard zusammen in ihren Karteien.
Allerdings bevor die beiden sich an mir zu schaffen machten, drückte mir einer von den Spinnern noch so eine blaue Tablette in die Hand und sagte „Hau wech die Scheiße.“ womit er, ohne es zu wissen Recht behalten sollte, denn weder wußte ich damals was Viagra ist noch hatte ich jemals eine eingenommen und schon gar nicht die 100 Milligramm Bombe.
20 Minuten später dachte ich, mir platzt der Schädel und meine Nase und mein Rachen waren komplett zugeschwollen, so daß ich kaum Luft bekam.
Nach weiteren 40 Minuten gaben die Ladies schließlich auf, denn die Atemprobleme und meine brutalen Kopfschmerzen hatten leider eine fatale Wirkung auf meine Potenz.
Draußen sagten sie meinen Kumpels:
„Wir konnten nichts mehr für ihn tun. Da kommt jede Hilfe zu spät. Er ist verloren.“
Naja, in Wirklichkeit haben Sie gesagt „Him not strong. What can we do?“ aber ich finde meine Version ist irgendwie melodramatischer.
Sie wollten schon gehen, da gebot ihnen einer meiner Kumpels Einhalt „Nix da, Ladies, es war Long Time ausgemacht. Schön dageblieben.“
Ich weiß noch genau, wie ich vor lauter Kopfschmerzen annahm die Nacht nicht zu überleben, während 2 gealterte Barladies nicht etwa schluchzend und weinend an meinem Sterbebett saßen, sondern sich die ganze Nacht irgendwelche bekloppten Thai Soap Operas anschauten.
Am nächsten Morgen wachte ich erfrischt und völlig frei von Kopfschmerzen auf und auch die beiden nackten Grazien neben mir wurden langsam munter.
„Oh la la!“ sagte May als sie meinen Ständer erblickte.
Und ich antwortete „Nein, MoPraLa,Morgenprachtlatte.“
„Mo Papa? Alay?“ aber Pueng wurde sofort ungeduldig und sagte nur „Blekfet (breakfast), Saikrog Jöraman (deutsche Wurst)“ Und schob ihn sich bis zum Anschlag in den Rachen.
Was folgte war eine wüste Orgie, von der auch meine Kumpels, die in den Nachbarzimmern hausten, so manches mitbekamen und beim Gehen fragte einer von ihnen die beiden Damen, was es jetzt mit meinen Schwulitäten auf sich hatte.
Ich könnte heute noch über deren Antwort lachen „If him gay, then I am virgin.“
Aber warum erzähle ich das alles, ach ja, wegen dem Thread Titel versehentlich einen Ladyboy zu erwischen und deinem wirklich speziellen Erlebnis.
Also ich hätte nie gedacht, dass so eine Misere auch andersrum passieren kann.
Ich meine, wir sorgen uns, dass wir bei unseren nächtlichen Aktivitäten mit den Damen versehentlich mal einen Kerl zu erwischen, denn wir stehen nicht unbedingt auf Kerle, auch nicht auf solche, die auf Kerle stehen.
Aber du, du stehst auf Kerle, zumindest habe ich das jetzt so verstanden und jetzt hast du dir einen schönen jungen Burschen angelacht und wolltest dir von dem mal ordentlich den Marsch blasen lassen, nur um festzustellen, daß es sich dabei um ein umgebautes Weib handelt, das auf Weiber steht.
Und um das Gehirn noch weiter zu verknoten:
Ladyboys sind ja eigentlich Kerle, die auf Kerle stehen, weil sie sich als Frauen fühlen und deswegen versuchen sie sich irgendwie in eine Frau zu verwandeln. Der Sex mit uns ist ja mit einem Partner des von ihnen bevorzugten Geschlechts.
FtMs dagegen sind Weiber, die auf Weiber stehen, weil sie sich als Kerl fühlen und deswegen versuchen sie sich irgendwie in einen Kerl zu verwandeln.
Daß sie aber, um sich ein paar Mark dazu zu verdienen, jetzt nicht einem Weib die Muschel auslecken dürfen sondern einem Kerl die Nudel lutschen müssen, ist schon irgendwie Höchststrafe oder?
Mutter Natur hat wirklich einen seltsamen Humor.