Und Erspartes in eine Immobilie zu stecken, war noch nie eine schlechte Idee. Sofern in die "richtige" Immobilie!
Warum ich nicht viel von selbstgenutzten Immos halte:
- Großes Klumpenrisiko im Gesamt-Portfolio!
- Laufende Kosten
- Keine Ausschüttungen wie bei Dividenden- und manchen Bond-ETF
- Keine partiellen Umschichtungen oder Verkäufe möglich (nur sehr teuer über Hypotheken)
- Vergleichsweise sehr hohe Transaktions-Kosten bei Kauf und Verkauf
- Relativ illiquider Markt, idR längere Dauer bis passendes Objekt oder Käufer gefunden ist
Auch falls die selbstgenutzte Immo stark im Wert gestiegen sein sollte, sind dies nur Papiergewinne, die man kaum nutzen kann. Denn wenn man sie verkauft, braucht man ja wieder eine neue Immo, die dann idR um genauso viel teurer geworden ist (wenn man sich nicht verschlechtern will). Daher hat man dann effektiv keinen Gewinn.
Und als Wertanlage fürs Alter? Wenn ich hier in D die vielen Neubausiedlungen mit Einfamilienhäusern sehe mit Familien bei denen die Eltern alle relativ gleich alt sind (jüngere Boomer): sobald die Kinder ausgezogen und die Eltern im Ruhestand sind, werden sie feststellen daß die Häuser zu groß und im Unterhalt zu aufwendig sind. Und wenn die Besitzer dann mehr oder weniger gleichzeitig verkaufen, und der Angebotsschwall auf eine allein schon durch den demografischen Wandel schwache Nachfrage trifft, kann ich mir beim besten Willen keine gute Rendite vorstellen.