
Was sagt die Stärke einer Währung aus?
Im Grunde genommen ist es ein Spiegel, der zeigt, wie gesund die Wirtschaft eines Landes (oder einem Währungsverbund wie dem EURO-Raum) ist.
Daneben wird der Wert einer Währung durch Angebot und Nachfrage nach dieser beeinflusst. Eine hohe Nachfrage bzw. ein geringes Angebot bedeutet grundsätzlich eine Erhöhung des Werts, eine geringe Nachfrage bzw. ein hohes Angebot bedeutet in der Regel eine Reduzierung des Wertes.
Der THB wird zum EUR seit ziemlich genau 2006 immer stärker.
Blick auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Thailands und auf die Gesundheit der Wirtschaft:
Staatsverschuldung:
1. Platz: Japan
2. Platz: Griechenland
22. Spanien
23. Frankreich (96% des BIP)
29. GB
57. Deutschland (71% des BIP)
59. Laos
102. China
113. Schweiz
116. Thailand (41% des BIP)
Durchschnittliche Staatsverschuldung EURO-Raum:
86%, davon 7 Mitgliedsstaaten über 100% des BIP.
Haushaltssaldo Mitgliedsstaaten:
3 mit positivem Saldo > 5%
11 mit positivem Saldo > +0 bis 3%
7 mit negativem Saldo < 3%
4 mit negativem Saldo > 4% bis < 10%
4 mit negativem Saldo > 10%
Frankreich hier mit knapp -55% das Schlusslicht!
Übersicht Thailand
Exporte:
237 Milliarden USD, somit Platz 19 weltweit
Importe:
188 Milliarden USD
Währungsreserven:
Platz 12 Thailand mit 250.000 Mio USD
Platz 13 Deutschland mit 200.000 Mio USD
Devisen- und Goldreserven kombiniert:
Platz 11 Thailand mit 202.000 Mio USD
Platz 12 Deutschland mit 198.000 Mio USD
Deutschland ist der Finanzier des EURO-Raumes. 70% aller an Brüssel gehenden Gelder kommen aus Deutschland.
Deutschland ist das wirtschaftliche Zugpferd.
Ohne Deutschland wäre der EURO-Wirtschaftsraum bangkrott und der EUR nichts weiter als eine Rammschwährung.
Aus dieser wirtschaftlichen Exkursion resultiert imho, dass der THB weiterhin an Wert gegenüber dem EUR gewinnen wird.
Meine Prognose:
Ende 2019 liegen wir bei 1:34 oder gar bei 1:33.
das vermute ich charttechnisch.
Ziel bis Ende 2020 wird 1:31 oder 1:30 sein.
(Unter der Voraussetzung, dass es keinen Italo-Exit oder Espanio-Exit etc geben wird)
In solch einem Fall wird es unter die 1:30 gehen.
Mittel-/Langfristig sehe ich bezgl der voranschreitenden Autonomisierung des „Fahrens“ (Taxi, LKW, Bus, etc) und dem Wegrationalisieren der unteren Lohn-Berufe (Packer, Kassierer, etc) das ersatzlose Wegbrechen vieler Arbeitsplätze - mit steigender Arbeitslosigkeit.
Große Probleme sehe ich auf unsere Wirtschafts-treibenden Sektoren Automobil, Zulieferer und Maschinenbau zukommen.
Hier wurde (bewusst) der Anschluss an die E-Mobilität versäumt - sollte hier in den kommenden 5-6 Jahren keine neue Technik (Brennstoffzelle) kommen ist Schicht im Schacht!
Ergo:
Wechselkurs
Ende 2019 1:34 oder 1:33
Ende 2020 1:31 oder 1:30
Ende 2025 1:25 oder 1:26