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Bilder Unterwegs an Vergessenen Orten (Lost Places) mit Drohne und Kamera

kupoa

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5 Juli 2012
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Kapitel 3: Das Seehospital - Teil 1

Für unser heutiges Abenteuer kehren wir an die schöne Nordseeküste zurück.

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Dort steht das verlassene Seehospital – ein riesiger historischer Komplex, der dem rauen Küstenwind nun schon seit Ewigkeiten trotzt.

Medium 582144 anzeigen
Vor uns ragt ein massiver, roter Backsteinbau in den norddeutschen Himmel.

Medium 582145 anzeigen
In großen, weißen Lettern prangt der Name „MATHILDE-EMDEN-HAUS“ direkt über dem mächtigen, gemauerten Eingangsportal.
Die Jahreszahl „1914“ weit oben unter dem Giebel verrät uns, dass dieses Gebäude bereits über ein Jahrhundert alt ist und sogar noch vor dem Ersten Weltkrieg fertiggestellt wurde.

Medium 582130 anzeigen
Das auf dem Foto abgebildete Gebäude ist Teil des ehemaligen Seehospitals der „Nordheimstiftung“, die ursprünglich von dem Hamburger Kaufmann Marcus Nordheim gegründet wurde.
Der Schriftzug über dem Hauptportal benennt diesen speziellen Trakt als „Mathilde-Emden-Haus“.
Finanziert wurde er durch eine beträchtliche Spende der Hamburger Kauffrau Mathilde Emden und im Jahr 1914, kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs, vom Architekten Hugo Groothoff erbaut.

Medium 582135 anzeigen
Die Anstalt diente einem klaren medizinischen Zweck:
Hier wurden Patienten, insbesondere Kinder, behandelt, die an sogenannter „chirurgischer Tuberkulose“ (wie Knochen- und Gelenktuberkulose) litten.
Das raue Nordseeklima sollte zur Genesung beitragen.

Medium 582133 anzeigen
Dazu verfügte das Haus auf der Rückseite über Liegehallen aus Holz und Glas, in denen die Kranken der frischen Seeluft ausgesetzt wurden.

Medium 582134 anzeigen
Medium 582141 anzeigen
Fortsetzung folgt..
 

kupoa

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Kapitel 3: Das Seehospital - Teil 2

Medium 582140 anzeigen
Wenn man heute davor steht, schlägt einem jedoch eine ganz andere Atmosphäre entgegen.
Der Vorplatz ist von Unkraut überwuchert und mit Bauschutt übersät. Das Gebäude wirkt wie eine abgeriegelte Festung:
Die unteren Fenster und das riesige Hauptportal sind hermetisch mit dicken Holzplatten vernagelt.
Es scheint, als wollte das Haus all die Erinnerungen, Schicksale und Geschichten aus über 100 Jahren strikt für sich im Dunkeln behalten.

Medium 582143 anzeigen
Hinter den massiven, vernagelten Türen dieses Backsteinbaus in Sahlenburg (Cuxhaven) verbirgt sich eine weitreichende und tiefgründige Geschichte.

Medium 582138 anzeigen
Im Ersten Weltkrieg wurde der Krankenhausbetrieb ausgesetzt;
das Areal fiel im Küstenverteidigungsgebiet unter militärische Nutzung und wurde als Standort für eine Artellerie-Batterie requiriert.

Medium 582139 anzeigen
Während der NS-Zeit tilgten die Machthaber den Namen „Nordheimstiftung“ vom Hauptgebäude, da die Stifter Marcus Nordheim und Mathilde Emden jüdischer Abstammung waren.

Medium 582137 anzeigen
Im Zweiten Weltkrieg prägte erneut das Militär das Gelände.
Neben der Errichtung einer Flakstellung („Nordheim“) wurden unterirdische Bunkeranlagen gebaut, um die Patienten vor Luftangriffen zu schützen.
Die Fundamente der Geschütze sind teilweise bis heute im umliegenden Wald erhalten.

Medium 582136 anzeigen
Nach verschiedenen Betreiberwechseln übernahm im Jahr 2006 der Helios-Konzern das Ruder und führte die Einrichtung als „Helios Seehospital Sahlenburg“ weiter.
Zu dieser Zeit war die Klinik immer noch überregional bekannt, besonders als Fachzentrum für Orthopädie, Rheumatologie und Wirbelsäulenchirurgie (Skoliosezentrum).

Medium 582132 anzeigen
Doch trotz der einzigartigen Lage direkt am Wattenmeer kam vor wenigen Jahren das endgültige Aus:
Im Dezember 2021 wurden hier die allerletzten Patienten entlassen.
Der Krankenhausbetrieb am Standort Sahlenburg wurde nach über 100 Jahren komplett eingestellt und die verbleibenden Abteilungen wurden stattdessen in die Helios Klinik direkt in Cuxhaven eingegliedert.

Medium 582142 anzeigen
Seit jenem Winter 2021 steht der riesige Komplex nun völlig leer.
Und wie es bei solchen verlassenen Großprojekten leider fast immer der Fall ist, dauerte es nicht lange, bis die Natur, aber vor allem massiver Vandalismus, das Gelände heimsuchten.
Das ist auch der traurige Grund, warum heute das riesige Hauptportal und die kompletten Fensterfronten im Erdgeschoss mit dicken Holzplatten vernagelt werden mussten –
ein fast schon verzweifelter Versuch, die Vandalen aus den alten Operationssälen und Fluren fernzuhalten.

Ich habe natürlich auch an diesem faszinierenden Lost Place wieder ein Video gemacht:



Das war es auch schon wieder fast vom Seehospital.
Happy spooky Season! 👻
 

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Wenn man heute über das verlassene Gelände der ehemaligen Nordheimstiftung streift, fällt es schwer, sich vorzustellen, wie viel Leben und Hoffnung hier vor über 100 Jahren herrschten.
Deshalb habe ich anhand meiner aktuellen Aufnahmen zwei historische Rekonstruktionen aus den 1920er-Jahren angefertigt, um den krassen Wandel greifbar zu machen.

Medium 582152 anzeigen
Ein geschwungener, akkurat geharkter Kiesweg führt direkt vor das imposante Hauptportal mit seinen gläsernen Flügeltüren.
Die rote Backsteinfassade leuchtet makellos, die grünen Schmuckfliesen setzen edle Akzente und die Giebeluhr unter der Jahreszahl 1914 tickt zuverlässig.
Vor dem Haus flanieren Patienten in klassischer 20er-Jahre-Garderobe, während Diakonissen und Schwestern in traditioneller Tracht mit weißen Schürzen und Hauben nach dem Rechten sehen.

Medium 582153 anzeigen
Und hier fand damals die lebenswichtige Freiluftliegekur für Kinder und Tuberkulosekranke statt.
Warm in dicke Wolldecken gehüllt, lagen die Patienten in langen Reihen auf hölzernen Liegestühlen, um stundenlang die jodhaltige, salzige Nordseeluft einzuatmen.
Schwestern reichten warme Getränke, während der Wind durch die Kiefern strich.

So und jetzt bin ich gespannt was unserem @NOMAAM diesmal dazu einfällt :bigsmile
 

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So und jetzt bin ich gespannt was unserem @NOMAAM diesmal dazu einfällt :bigsmile

Tatsächlich im ersten Moment gar nichts - aber dann habe ich mir die KI-Bilder mal genauer angeschaut:


Genauer gesagt, geht es um diese Stelle:

Screenshot 2026-10-14 065544.png

Zum Vergleich das originale Foto:


D.h. Gemini hat die Graffiti-Schmierereien nicht als solche erkannt und ein Schild sowie eine Buchstabenfolge daraus gemacht. ;)

:weg
 

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Tatsächlich im ersten Moment gar nichts - aber dann habe ich mir die KI-Bilder mal genauer angeschaut:



Genauer gesagt, geht es um diese Stelle:

Anhang anzeigen 2261463

Zum Vergleich das originale Foto:



D.h. Gemini hat die Graffiti-Schmierereien nicht als solche erkannt und ein Schild sowie eine Buchstabenfolge daraus gemacht. ;)

:weg
Sehr gut beobachtet @NOMAAM !
Gemini hat bestimmt gedacht das muss die Hausnummer sein. Wunderlich nur das es nicht die 666 genommen hat 😈


Wir machen dann ab jetzt immer einen Suchbild-Contest daraus :bigsmile
 

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Kapitel 4: Der Bismarckturm mit verlassenem Restaurant – Teil 1

Nach unserem Ausflug an die Küste kehren wir zurück ins Weserbergland
genauer gesagt auf die Knabenburg, eine bewaldete Anhöhe oberhalb der Rattenfängerstadt Hameln.
Versteckt zwischen dichten Baumkronen liegt hier ein Ensemble, das früher das Ziel unzähliger Familien und Wanderer war, heute aber im Dornröschenschlaf versinkt.

Medium 582328 anzeigen
Lässt man die Drohne über den dichten Mischwald steigen, sticht zunächst die markante Silhouette des Bismarckturms ins Auge.
Aus dieser Perspektive erkennt man auch das unmittelbar benachbarte Waldrestaurant, das sich mit seinem dunklen Satteldach in die Waldschneise schmiegt.
Im Hintergrund erstrecken sich die sanften Hänge des Weserberglands und das weite Tal.

Medium 582329 anzeigen
Ein direkter Top-Shot auf den Turm zeigt ein seltenes architektonisches Detail:
Über der steinernen Plattform thront eine wuchtige, kuppelförmige Metallhaube, die wie ein futuristischer Pilzkopf auf dem uralten Mauerwerk sitzt.
Sie schützt den Schacht, in dem früher an Festtagen lodernde Feuer zu Ehren Bismarcks brannten.

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Tritt man vom schattigen Waldpfad an den Turmfuß heran, wirkt das Bauwerk noch gewaltiger:
Auf einem massiven Rundsockel aus grob behauenem Sandstein erhebt sich der Turm wie eine mittelalterliche Bastion.
Das Mauerwerk ist stellenweise mit Moos und Efeu überzogen, während der Trampelpfad direkt an der vorgelagerten Terrasse vorbeiführt.
Hier oben spürt man förmlich das Alter der 1910 eingeweihten Anlage.

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Wie viele der reichsweit über 200 Bismarcktürme entstand auch das Hamelner Exemplar um die Jahrhundertwende auf Initiative nationalkonservativer Bürger und Vereine.
Nach der Grundsteinlegung wurde der rund 13,5 Meter hohe Turm im Herbst 1910 feierlich eingeweiht.

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Wenn man direkt vor dem Eingang des Bismarckturms steht, wird die handwerkliche Wucht dieses über 110 Jahre alten Bauwerks greifbar:
Die schwere, im Bogen gearbeitete Holztür im matten Moosgrün sitzt tief im rustikalen Sandsteinmauerwerk.
Ein echter Hingucker sind die massiven, geschmiedeten Eisenbänder mit ihren fein ziselierten Sternprägungen und Spitzen, die eher an das Tor einer Ritterburg als an einen einfachen Aussichtsturm erinnern.
Am unteren Rand schützt eine wuchtige Eisenblende das Holz, an der allerdings Feuchtigkeit und Verwitterung bereits erste Spuren hinterlassen.

Medium 582339 anzeigen
Früher wurde der Turm regelmäßig für Besucher aufgeschlossen und oft konnte man sich den Schlüssel gegen ein kleines Pfand direkt im benachbarten Waldrestaurant abholen.
Seit der endgültigen Schließung des Lokals bleibt der Turm für die Öffentlichkeit dauerhaft verschlossen.

Fortsetzung folgt..
 

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Kapitel 4: Der Bismarckturm mit verlassenem Restaurant – Teil 2

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Nur wenige Meter vom Turm bietet sich am ehemaligen Ausflugslokal ein Bild des schleichenden Zerfalls:
Das zweigeschossige Restaurant mit seinen weißen Putzflächen und dunklen Holzgiebeln ist im Erdgeschoss komplett mit Span- und Holzplatten abgeriegelt.

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Auf der Terrasse stapeln sich Holzreste und Bauschutt, und die Natur bahnt sich durch das Verbundpflaster ihren Weg zurück.
Kaum vorstellbar, dass hier vor nicht allzu langer Zeit Kaffeegeschirr klapperte und Spaziergänger den Ausblick genossen.

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Die Geschichte des Lokals ist eng mit dem Turm selbst verknüpft,
spiegelt aber vor allem den klassischen Aufstieg und Niedergang der deutschen Ausflugsgastronomie wider:
Vom Rastplatz zum Traditionslokal (ab 1910): Mit der feierlichen Einweihung des Bismarckturms im Herbst 1910 strömten immer mehr Wanderer und Ausflügler auf die Knabenburg.
Was anfangs mit einem einfachen Unterstand und Getränkeausschank begann, wuchs schnell zu einem vollwertigen Waldgasthaus heran.

Medium 582331 anzeigen
Die goldenen Jahrzehnte: Vor allem in den 1960er- bis 1990er-Jahren war das „Café Restaurant Bismarckturm“ eine feste Institution in Hameln.
An sonnigen Wochenenden war die Terrasse rappelvoll.
Spaziergänger kehrten nach dem Aufstieg zu Kaffee, hausgemachtem Kuchen oder Schnitzel ein, Familien feierten Geburtstage und Konfirmationen, und Vereine nutzten die Räume als Ausflugsziel.
Hier holte man sich auch ganz unkompliziert den großen Eisenschlüssel ab, um die schwere Holztür des Bismarckturms aufzuschließen und die Aussichtsplattform zu besteigen.

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Die Pächter-Wechsel und letzte Rettungsversuche: Wie bei vielen abgelegenen Waldgaststätten wendete sich um die Jahrtausendwende das Blatt.
Das veränderte Freizeitverhalten, die abseitige Lage im Wald, schwierige Zufahrtswege im Winter und fehlende Laufkundschaft unter der Woche machten den Betrieb zunehmend unwirtschaftlich.
Es folgte eine Reihe wechselnder Pächter und Konzepte.
Noch vor wenigen Jahren wurde noch einmal richtig Geld in die Hand genommen, um das Gebäude auf einen modernen Stand zu bringen:
Eine neue Gastro-Dunstabzugsanlage wurde installiert, Räume renoviert und moderne Sicherheitstechnik verbaut.

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Die Versuche scheiterten letztlich, der Betrieb schloss endgültig seine Pforten.
Nach dem Auszug dauerte es nur wenige Monate, bis die ersten Scheiben fielen.
Das Lokal wurde zum Magneten für nächtliche Randalierer, Einbrecher und Sprayer, was den Eigentümer schließlich dazu zwang, sämtliche Fenster und Türen im Erdgeschoss mit Holzbohlen zu verbarrikadieren.

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Die abgelegene Lage im dichten Wald der Knabenburg, die dem Lokal früher seine idyllische Ausflugs-Atmosphäre verlieh, wurde ihm nach der Schließung zum Verhängnis. Sobald die Lichter ausgingen und keine Pächter mehr vor Ort waren, dauerte es nicht lange, bis das verlassene Restaurant die Aufmerksamkeit von Personen anzog, die weit weniger friedliche Absichten hatten als ein paar Fotos zu schießen.

In den Monaten nach der Aufgabe des Betriebs entwickelte sich das Gebäude zu einem echten Brennpunkt für die Hamelner Einsatzkräfte. Immer wieder alarmierten aufmerksame Spaziergänger oder Anwohner vom Fuß des Berges die Polizei, weil nachts Taschenlampenkegel durch die verlassenen Gasträume huschten, laute Musik durch den Wald hallte oder das Klirren berstender Scheiben zu hören war.

Medium 582346 anzeigen
Das war es auch schon wieder von mir und diesem spannenden Lost Place.

Wie immer habe ich auch hier wieder ein Video gemacht:



Happy spooky Season! 👻
 

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Kapitel 5: Der alte Verladebunker im Süntel – Ein vergessener Koloss im Wald

Für mein nächstes Abenteuer fuhr ich mit dem kleinen blauen Auto meiner Mutter tief in die dichten Buchenwälder des Süntels bei Hessisch Oldendorf.

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Wer hier abseits der Hauptwege nordöstlich von Haddessen durch das Unterholz streift, steht plötzlich vor einer Szenerie, die fast wie eine vergessene Tempelruine im Dschungel oder ein geheimer Militärstützpunkt wirkt:
Mitten aus dem steilen Waldhang ragt eine gewaltige Trutzburg aus grauem Beton, Ziegelmauerwerk und rostigem Stahl empor.

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Dabei handelt es sich um die Überreste des alten Verladebunkers des ehemaligen Steinbruchs Haddessen.
In den Nachkriegsjahren wurden hier fast zwei Millionen D-Mark aus dem Marshall-Plan in den Fels gepumpt, um eine hochmoderne Gesteinsverladung samt unterirdischen Transportwegen aus dem Boden zu stampfen.

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Nachdem das Projekt scheiterte und das Gelände jahrzehntelang verwaist im Trinkwasserschutzgebiet vor sich hin rottete, rückten schließlich britische Pioniere aus Hameln an und jagten die oberen Aufbauten im Rahmen einer Großübung in die Luft.
Nur der gigantische Unterbau durfte nicht gesprengt werden, um die Wasserquellen im Berg nicht zu gefährden
und genau dieses Monster steht noch heute im Wald.

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Wenn man sich dem Bauwerk über den laubbedeckten Hang nähert, verschlägt es einem erst mal die Sprache: Zwischen den schlanken Baumstämmen erstreckt sich eine meterhohe Betonfront mit offenen Schächten, rotem Ziegelmauerwerk im oberen Bereich und einer ganzen Batterie von schrägen Verladeschütten auf der rechten Seite, unter denen früher die schweren Lkw im Akkord mit Schotter beladen wurden.

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Natürlich durfte auch hier das passende Equipment nicht fehlen:
Auf der kleinen, mit gelben Wildblumen bewachsenen Waldlichtung musste sich die 360-Grad-Kamera auf dem Stativ erst mal einen Überblick verschaffen,
während die Drohne ruhig zwischen den dichten Baumkronen in Position schwebte. Zwischen den überhängenden Ästen und dem Totholz am Boden ist konzentriertes Fliegen angesagt.

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Tritt man direkt unter die massiven Betonschütten, zeigt sich ein fast schon surreales Bild:
Über die Jahrzehnte hat das durchsickernde Regenwasser den Kalk aus dem Beton und dem Gestein gewaschen und leuchtend weiße Sinter-Spuren und kleine Tropfsteine an die graue Bunkermauer gezeichnet.
Während die Drohne im hover Modus auf Standby schwebt, konnte ich mir ein kleines Selfie vor dieser bizarren Kulisse nicht verkneifen.

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Wie unaufhaltsam sich die Natur dieses Millionengrab zurückholt, sieht man besonders eindrucksvoll am seitlichen Eckpfeiler der Anlage:
Tiefe, klaffende Risse durchziehen den meterdicken, von Schalungsbrettern geprägten Beton.
Direkt auf der Kante des Bunkers haben sich mächtige Buchen festgesetzt, deren Wurzeln das Bauwerk wie riesige Finger umklammern und langsam sprengen.
Rechts daneben blickt man in die finsteren, offenen Betonkammern am oberen Hang.

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Noch spannender – und auch ein bisschen unheimlich – wird es beim Blick direkt in die alten Förderrutschen:
Links klafft unter einem weit auskragenden Betondach eine große, rechteckige Öffnung im aufgebrochenen Ziegelmauerwerk, hinter der nur gähnende Leere herrscht.
Rechts daneben liegen die rostigen Metallrutschen der Schütten.
Wenn man genau hinsieht, erkennt man unter dem alten Herbstlaub im dunklen Schlund der Trichter noch immer zentnerschwere Gesteinsbrocken, die dort seit Jahrzehnten festklemmen als wäre die Anlage mitten im Betrieb von einer Sekunde auf die andere eingefroren worden,
und als könnte die Ladung jeden Moment donnernd nach unten rauschen.

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Auch an diesem spannenden Lost Place habe ich wieder ein Video gemacht:



Kennt jemand von euch ähnliche versteckten Beton-Giganten im Wald oder seid ihr auch schon mal völlig unerwartet vor solchen vergessenen Industrie-Ruinen gestanden?

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Danke für eure Aufmerksamkeit und lasst gerne auch mal ein Like da ;)
 
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