Alles gut und schön.
Man muss sich die Freiheit aufzuhören mit arbeiten auch leisten können.
Ich werde dieses Jahr 63 und habe bis heute mehr als 45 Arbeitsjahre hinter mir und auch die gleiche Anzahl an Beitragsjahren in die Rentenkasse.
Ganz ohne meinen Rentenanspruch könnte ich mir einen Ruhestand in Thailand nicht leisten.
Das kann ich absolut verstehen. Ich habe damals mit 30 gedacht, was Du hier beschreibst und es ausgerechnet: 3 kleine private Rentenversicherungen, etwas zeitversetzt.
Lücke ausrechnen. Damals 63 zu 65; nun sind es 2 Jahre mehr. Bis 67. Die zeit finanziell überbrücken können. Dafür eine private Rentenversicherung und einen guten ETF. Zwei kleine weitere Rentenversicherungen, um die Anwartschaften (Rentenpunkte) ausgleichen, die man nicht mehr bekommen wird. Ich ging von niedrigeren Steigerungen beim Versorgungswerk aus.
Konservativ in solchen Rechnungen, liberal im Leben. Das ist meine Art. Der ETF lief deutlich besser als ich dachte. Also: umschichten in stabile Anleihen. Habe ich die letzten Jahre systematisch gemacht. Die zünden nun Anleihe um Anleihe und werden mich mit der einen Versicherung sehr gut bis zum 67 Lebensjahr bringen. Zwischendurch zünden die anderen beiden Versicherungen, die ich in Zeiten des Nichtverdienens zugeteilt bekomme - da diese erst ab 2005 geschlossen wurden, ideal zur Steuerreduzierung.
Davon werde ich mir dann noch eine Wohnung in Pattaya kaufen (dann die Dritte denke ich), oder Anleihen, mal sehen.
Als nun der Goldpreis aber durch die Decke ging war mir klar: das kürzt alles ab. dazu kamen sehr gute Gehaltssteigerungen, was meiner Branche geschuldet ist und da ich 2 mal gut gewechselt habe und neu aushandeln konnte, war das super.
Ich weiss aber nie was noch kommt. Ich sollte demütig bleiben. Es gibt keine perfekte Planung. Es gibt nur Vernunft gepaart mit dem Versuch, Risiken zu minimieren. Am Ende könnte ich umplanen müssen. Aber bis dahin werde ich Kurs halten.
Der Bonner Beamte Bernd würde nun sagen. "et is noch imma jut jegange".
Ich schreibe das für die Jungen. Damit wissen sie, was sie anstellen können, wenn sie ähnliche Ahnungen haben wie ich mit 30.
Aber ich habe auch nie übertrieben. Mein bester Freund plant anders. Er will 3-4 Businessflüge im Jahr durch die ganze Welt sichergestellt wissen - vom Preis her. Ein Franzose, der in der Schweiz arbeitet. Die Beträge, die er für seinen Ruhestand berechnet, finde ich für mich nicht nötig (6000 - 7000 ChF im Monat in Pattaya).
Das würde ich niemals schaffen. Aber ich denke: soll er doch! Ich freue mich für ihn. Er liebt es halt Business herum zu fliegen und zwar oft. Ich liebe es mit ihm Bernd beim Gin im Pool von 1995 zu erzählen.
Als ich als Student in einer Sprachschule in der ich und mein Freund unterrichtet habe (Nizza), mit ihm wirklich sehr charmante Lehrerinnen angebaggerte. War das ein Spass...
Die Menschen sind verschieden. Pattaya bietet recht viele Lebensentwürfe. Meiner ist der mit dem Beamten im Pool, Gin und Obstler.
Und dazu einige Kurzgeschichten verfassen, Thai lernen, die Gegend erkunden und alte Thais befragen und heraus finden, was die so denken und was sie umtreibt. Ich bin neugierig.
Ich glaube, dass ich mit einem mittleren Budget gut klar komme. Unsummen brauche ich gar nicht. Ein mittleres Budget ab so 60 kann man systematisch planen, wenn man 30 ist. Da bin ich 100% sicher.