Weiter geht es mit dem Wat Chet Yot (Tempel der 7 Türme).
Er ist nordwestlich der Altstadt am Super Highway Chiang Mai nach Lampang, der Nationalstraße 11. Und er ist einer der ältesten buddhistischen Tempel in Chiang Mai.
Zur Geschichte:
Der Bau des Tempels ist 1455 von König Tilokkarat in Auftrag gegeben worden. Er hatte zuvor Mönche nach Bagan geschickt, die das Design des dortigen Mahabodhi-Tempel studieren sollten, der wiederum eine Kopie des Mahabodhi-Tempel in Bodhgaya in Nordindien war.
1476 sollte hier ein "Großes Heiligtum" entstehen, um die 2.000-Jahr-Feier des Buddhismus zu begehen.
1477 wurde hier dann auch das Achte Buddhistische Weltkonzil abgehalten, um die Triptaka, den buddhistischen Pali-Kanon zu erneuern.
Die Gestaltung des zentralen Heiligtums, des Wihan Maha Pho, ähnelt deshalb auch den Mahabodhi-Tempeln.
Der indische Stil ist klar erkennbar:
Auf dem flachen Dach des rechteckigen, fensterlosen Bauwerks befinden sich "Sieben Spitzen" (Thai: Chet Yot), die der Tempel-Anlage den Namen gaben. Charakteristisch sind außerdem die zwei glockenförmigen Chedi an den Seitenflügeln.
An den Außenwänden außerdem 70, teilweise stark verwitterte, Stuck-Reliefs von Theawada (göttliche Wesen, die in den himmlischen Sphären wohnen sollen).
Auf dem weitläufigen Tempel-Gelände sind außerdem auch drei weitere Chedi im Lan Na - Stil (auch Prasat-Stil genannt), eine große glockenförmige Stupa und ein kleinerer Ubosot mit einem Giebelfeld aus filigranen Holzschnitz-Arbeiten.
Wobei im größten der drei Chedi die Asche von König Tilokarat beigesetzt sein soll.
Besonders erwähnenswert ist außerdem Folgendes:
Der Wat Chet Yot ist das Ziel von Wallfahrten für Menschen, die im Jahr der Schlange geboren wurden.
Eine weitere Art der Wallfahrt, die hier in der Tempel-Anlage durchgeführt werden kann, ist außerdem der Besuch der "Sieben Großen Stationen" (Sattha Mahasathan), die bereits von König Tilokarat angelegt worden sind. Wobei allerdings nicht alle mehr erhalten sind.
Die "Sieben Stationen" stehen jeweils für ein Ereignis, das sich nach thailändisch-buddhistischen Legenden direkt nach der Erleuchtung des Buddha zugetragen haben sollen. Wobei die "Stationen" sich im Bezirk des Mahabodhi-Tempels (Buddha Gaya) in Indien befanden.
Ähnliche Anlagen befinden sich auch in weiteren anderen Tempeln, wie z. B. im Wat Suthat in Bangkok.