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Tagebuch eines Ruheständlers in Pattaya. Ich bereite es vor: in wenigen Monaten wird es starten

Brokerxy

diskutiere nie mit Idioten...
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24 August 2022
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Jungs...

Männer...


Ich hab nur mein Handy hier.

Es geht mir elendlich.

Bin seit Tagen auf der Intensivstation. Morgen soll ich wieder auf die normale.

Muss die nächsten Monate in D bleiben.

Nach Genesung ziehe ich komplett nach Pattaya.

Ich werde nicht weiter in D wohnen.

Top KV brauche ich dann und vorher die Heilung. Geht. Kein Krebs!!!

Aber ich war noch nie so schlimm krank im Leben.

Nach 30 Metern laufen breche ich zusammen.

Aber: ich komme wieder und werde dann enorm viel zu berichten haben.

Über sehr sehr liebe Pflegekräfte, meine Frau, Sadisten, Stress im Job...wartet nicht so lange wie ich. Geht früher aus dem Job.

Scheiss auf "sehr gut oder gut finanziell leben".

Solide reicht!!!


Ich will nur noch weg hier. Ist wie Knast.

Ich komme raus. Zeitfrage. Alles Liebe euch.

Kann nicht oft schreiben. Zu anstrengend.

Mein Humor wird siegen...


Klimbim.
die besten Genesungswünsche Klimbim sende ich dir aus der schönen Südpfalz. Deine -leider noch andauernde- Leidensgeschichte hat mich mal wieder darin "bestärkt", das Leben weiterhin so zu genießen, wie ich es tue. Komme gerade mit meiner Frau (als Sozia) von einer recht anstrengenden Motorradtour aus den Dolomiten und den Alpen zurück und demnächst gehts nach Korsika mit dem Motorrad. Mein Motto ....TUN, nicht WOLLEN! Und dazu passt supergut dein Spruch "Scheiss auf sehr gut oder gut finanziell leben"! Solide reicht!!! Genau so gehts bei uns und wird auch praktiziert.

Gute Besserung weiterhin. Mit deinem Humor wird´s dann wieder gut.

Broker
 
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Klimbim

Hat nix anderes zu tun
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die besten Genesungswünsche Klimbim sende ich dir aus der schönen Südpfalz. Deine -leider noch andauernde- Leidensgeschichte hat mich mal wieder darin "bestärkt", das Leben weiterhin so zu genießen, wie ich es tue. Komme gerade mit meiner Frau (als Sozia) von einer recht anstrengenden Motorradtour aus den Dolomiten und den Alpen zurück und demnächst gehts nach Korsika mit dem Motorrad. Mein Motto ....TUN, nicht WOLLEN! Und dazu passt supergut dein Spruch "Scheiss auf sehr gut oder gut finanziell leben"! Solide reicht!!! Genau so gehts bei uns und wird auch praktiziert.

Gute Besserung weiterhin. Mit deinem Humor wird´s dann wieder gut.

Broker

Calvi. Südwestküste nach Pania. Wasserfälle.

Baden drin und geniessen. Korsika, Thailand, Kreta.

Die schönsten Orte weltweit...

Und...Elsass...

Danke lieber Broker.
 

Suzie Wong

Fungo di Bosco
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Scheiss auf "sehr gut oder gut finanziell leben".

Solide reicht!!!

@Klimbim wahre Worte.

Ein dickes Bankkonto ist nur dann wirklich wertvoll, wenn es dir Freiheit von Sorgen und Handlungsspielraum gibt besonders wenn die Gesundheit mal wackelt.

Lebe ich für mich oder will ich anderen etwas beweisen?


Das ist der Scheideweg. Viele Menschen verdienen mehr und mehr, um in einer unsichtbaren Rangliste aufzusteigen und merken irgendwann, dass sie für ein Publikum leben, das ihnen eigentlich egal sein sollte.

Der wichtigste Mensch in deinem Leben bist DU.

Gute Besserung @Klimbim
 

Klimbim

Hat nix anderes zu tun
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24 November 2024
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@Klimbim wahre Worte.

Ein dickes Bankkonto ist nur dann wirklich wertvoll, wenn es dir Freiheit von Sorgen und Handlungsspielraum gibt besonders wenn die Gesundheit mal wackelt.

Lebe ich für mich oder will ich anderen etwas beweisen?


Das ist der Scheideweg. Viele Menschen verdienen mehr und mehr, um in einer unsichtbaren Rangliste aufzusteigen und merken irgendwann, dass sie für ein Publikum leben, das ihnen eigentlich egal sein sollte.

Der wichtigste Mensch in deinem Leben bist DU.

Gute Besserung @Klimbim


Ganz ehrlich?

Ich bin 60. Habe Kinder. Eine tolle Familie.

Mein Abi war nicht gut...mein Studium und Referendariat erst zum Schluss.

Ich habe nix zum "angeben".

Wem müsste ich mich noch beweisen? Keinem.

Doktorarbeit war ich zu faul. Dafür hab ich nicht betrogen, nicht gelogen.

Mein Chef ist ein konservativer Sturkopf der mich sehr mag und witzig findet.

Ich werde aussteigen.

Ich habe ein Recht auf ein fröhliches gutes kleines bescheidenes Leben.

In Pattaya. Mit meinem Bernd, mit dem ich Gin im Pool trinke und über die Dieters, Uwes, Manfreds und Hans Jürgens nette witzige Geschichten schreibe.

Die mag ich auch. Auch wenn ich sie ulkig finde, diese Pattaya Veteranen.

Mein Spott wird nie boshaft. Ich mag sowas nicht.

Die sollen im besten Fall mitlachen können.

Ich bin kein Racheengel, kein Zyniker.

Im Krankenhaus wird mir bewusst: lasst uns sanfter miteinander umgehen.

Weniger verbissen. Akzeptiert man meine eher liberale witzige Art, akzeptiere ich gerne auch die mit Sandalen und weissen Socken, die Barkönige, die armen Teufel und fröhlichen Rheinländer zum Karneval.

Alles gut. Hier sind viele Menschen gut zu mir. Nicht alle, wie auch.

Thailand, ich komme! Ganz sicher. Für mich!

Heute erfuhr ich: " CT gut. Riss im Darm schrumpft. Entzündung geht runter. Vielleicht 4, vielleicht 6 Monate Erholung. Aber;

Es wird. Klimbim wird mit Bernd im Pool viel zu lachen haben...

Und euch berichten.

Lg
 
Pattayareise

blyes

Schreibwütig
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4 Dezember 2009
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OMG - bin ganz schön erschrocken 😧 und echt happy wieder von Dir zu hören 👍

Du hast mit allem recht 😉
Nimm Dir die Zeit in Ruhe wieder fit zu werden

Ich drücke Dir die Daumen und wünsche weiter gute Besserung

gruss
blyes
 

Klimbim

Hat nix anderes zu tun
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24 November 2024
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Ich habe keine Ahnung, welcher Teil das inzwischen ist.

Aber hier ist eine neue kleine Geschichte aus meinem vorübergehenden Leben am Stoma.


KI sagt:

Rückbau der künstlichen Dünndarmstoma frühestens in 3 Monaten. Vielleicht 6. Manchmal länger.


Ich fand die Formulierung „manchmal länger“ bemerkenswert.

Das ist ungefähr dieselbe Kategorie wie:

„Der Fallschirm öffnet sich meistens.“

Falls das wirklich sechs Monate werden, mache ich einen Online-Thai-Kurs.

Irgendetwas muss ja Fortschritte machen.

Heute wurde die Drainage gezogen.

Das war... intensiv.

Man entwickelt dabei einen Blick auf seinen eigenen Dünndarm, den die Evolution vermutlich nie vorgesehen hatte.

Gefühlt hing der da halb aus dem Bauch und hatte plötzlich Gesprächsbedarf.

Dünndarm: „Wir kennen uns jetzt schon ziemlich lange...“

Ich: „Ja. Aber deshalb musst du trotzdem nicht ständig vor die Tür kommen.“

Dünndarm: „Ich wollte nur mal frische Luft.“

Ich: „Du wohnst im Menschen. Nicht im Erdgeschoss.“

Währenddessen stand Manfred daneben.

Warum heißen eigentlich erstaunlich viele Männer, die irgendwann nach Thailand auswandern, Manfred?

Und warum heißt ausgerechnet mein Physiotherapeut auch Manfred?

Ich glaube langsam, das ist weniger ein Vorname als eine Lebensphase.

Manfred: „So... jetzt gehen wir fünf Treppen.“

Ich: „Mit welchem Körper?“

Manfred: „Mit Ihrem.“

Ich: „Optimismus kann man Ihnen wirklich nicht vorwerfen.“

Fünf Treppen hoch.

Fünf wieder runter.

Zwei Wochen nach zwei OPs.

Ich war ungefähr so dynamisch wie ein Getränkeautomat auf Rollschuhen.

Oben angekommen schaute mich Manfred an.

Manfred: „Na, sehen Sie...“

Ich: „Ich sehe gar nichts mehr. Aber ich höre noch Stimmen.“

Mein Dünndarm meldete sich ebenfalls.

Dünndarm: „War das nötig?“

Ich: „Frag den da.“

Manfred: „Donnerstag machen wir das nochmal.“

In dem Moment waren wir uns zum ersten Mal alle drei einig.

Das Leben kann schon ein Arsch sein.

Und jetzt kommt mein eigentliches Problem.

Nicht das Stoma.

Nicht Manfred.

Barbara.

Natürlich heißt sie in Wirklichkeit nicht Barbara.

Barbara ist die Personalchefin.

Und Barbara ist ungefähr das komplette Gegenteil von mir.

Immer geschniegelt. Extrem lieb zu mir...absolut.

Immer geschniegelt mit einem geschniegelt wirkenden Dackel auf dem Schoß, der im Videocall aussieht, als hätte er morgens seinen Scheitel mit einer Wasserwaage gezogen.

Ich weiß bis heute nicht, wie ein Hund gleichzeitig geschniegelt und leicht vorwurfsvoll aussehen kann.

Er schafft es.

Barbara auch.

Barbara: „Wir räumen Ihnen jetzt erstmal alles aus dem Weg.“

Ich: „Welches 'alles'?“

Barbara: „Alles.“

Und dann fing sie an.

Krankenkasse.

Anträge.

Übergangsgeld.

Papierkram.

Der Steuerprofi der Firma übernimmt das gleich mit.

Ich hatte irgendwann den Eindruck, wenn ich ihr erzählt hätte, dass mein Briefkasten quietscht, hätte sie geantwortet:

„Kein Problem. Da kümmern wir uns ebenfalls drum.“

Dann kam ihr die nächste Idee.

Barbara: „Wie wäre es, wenn Sie später dann erstmal nur eine Stunde am Tag arbeiten?

Ganz langsam wieder eingliedern. Natürlich bei voller Bezahlung.“

Ich musste kurz prüfen, ob irgendwo eine versteckte Kamera läuft.

Oder ob ich versehentlich in einem Werbefilm für Arbeitgeber gelandet bin.

Mein innerer Zyniker stand daneben, verschränkte die Arme und murmelte:

„Das ist verdächtig.“

Barbara lächelte einfach weiter.

Der Dackel ebenfalls.

Zumindest glaube ich das.

Bei Dackeln weiß man das nie so genau.

Und genau deshalb habe ich gerade ein echtes Luxusproblem.

Falls ich tatsächlich sechs Monate hier festhänge...

...und danach sage, dass ich komplett aussteige...

...wie erklärt man das Menschen, die einem in einer Situation helfen, in der sie es gar nicht müssten?

Nicht wegen der Firma.

Nicht wegen Barbara.

Ganz im Gegenteil.

Sondern weil einem nach zwei OPs, einem gesprächigen Dünndarm und fünf Treppen mit Manfred irgendwann auffällt, dass Lebenszeit das Einzige ist, was sich wirklich nicht nachkaufen lässt.

70.000 oder 100.000 Euro mehr auf dem Konto? 1 Jahr mehr so halb?

Früher hätte ich gesagt: Klar.

Heute denke ich:

Vielleicht nicht. Eigentlich ja sicher...non merci, je regrette...

Pattaya only!!!!!!!!👌

KI bescheinigt mir selbst bei maximal konservativer Rechnung schon heute eine solide finanzielle Basis. Nun gut...

0 % Rendite gerechnet.

30 % meines Vermögens liegen noch mit 3,8 % Garantiezins in einer alten Lebensversicherung. Seit Jahrzehnten. Echt fett.

Dazu Gold, ETFs und ein paar Währungen.

Ich brauche kein Auto.

Ich zahle keine Miete.

Ich esse lieber selbst gekocht.

Irgendwann reicht Geld.

Zeit dagegen wird nicht nachproduziert.

Deshalb jetzt meine Frage an euch.

Nicht nach der Entscheidung.

Die muss ich irgendwann selbst treffen.

Ach was...sie ist getroffen. Schrieb das. Aber mir ist es auch peinlich...

Was suche ich? Nicht eine Rechtfertigung, sondern nach den richtigen Worten.

Wie erklärt man außergewöhnlich guten Menschen respektvoll, dass genau deren Menschlichkeit der Grund ist, warum einem diese Nachricht so schwerfällt?

Ich bin normalerweise auf fast alles vorbereitet.

Auf ein halbes Jahr Dünndarmstoma offenbar auch irgendwann.

Aber auf so viel Freundlichkeit...

...war ich erstaunlicherweise nicht vorbereitet.

Und dann mein CEO...der alte Hanseat. Cramer...

"Klimbim...Sie sind eigentlich zu witzig für ihren Job".

Soll ich ihm alles in so einer Glosse schreiben wie hier?

Und lieber Gott...

Wenn du gerade fünf Minuten Zeit hast...

Lass aus „manchmal länger“ bitte einfach eine medizinische Floskel werden.

Einen Deal. 3 und nicht 6 Monate. Bitte...

Mit meinem Dünndarm bin ich inzwischen per Du.

Das reicht als Freundschaft fürs Leben.

Jungs, ich brauche Verstärkung.

Cramer, Barbara, Dünndarm, Manfred...

Ich habe echt fertig.

Ich bin ziemlich auf Grundeis...

Der Dünndarm. Unverschämter Zeitgenosse.

Aber okay...30 cm mussten dran glauben...

Verstehe seinen Ärger.

Was mache ich mit dem Dackel? 😋😋😋
 
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