Ich war im Mai für zwei Wochen im March/May Hotel. Da ich unsicher war, ob Emirates überhaupt fliegen würde, habe ich das Hotel diesmal erst sehr kurzfristig gebucht – nur wenige Tage vor dem Abflug.
Diesmal habe ich meine Buchung aufgeteilt, da es so ein wenig preiswerter war. Ich habe für 23 € gebucht, musste jedoch später feststellen, dass es in der Agoda-App zeitweise sogar für 20 € zu haben gewesen wäre.
Laut Buchung war ich zunächst in einem Zimmer im March Hotel mit Kingsize-Bett und Poolblick untergebracht.
Ehrlich gesagt konnte ich jedoch keinen nennenswerten Unterschied zwischen diesem und einem herkömmlichen Doppelbett ausmachen. Die Inneneinrichtung empfand ich als etwas düster und nicht mehr zeitgemäß, wobei das natürlich reine Geschmackssache ist. Es lässt sich zudem nicht übersehen, dass die Räumlichkeiten bereits gewisse Abnutzungserscheinungen aufweisen.
Zudem trat ein bereits bekanntes Problem auf: Wie schon bei meinem letzten Aufenthalt im March Hotel gab es im Badezimmer ständig diese merkwürdigen, statischen Knarzgeräusche.
Auch die Reinigungskräfte waren auf dem Flur wieder deutlich zu vernehmen. Im Vergleich zum Vorjahr empfand ich dies jedoch als weniger störend, was vermutlich daran lag, dass mein damaliges Zimmer in der Nähe des Pools und des Fitnessraums lag, wo die Lärmentwicklung bereits am frühen Morgen begann.
Für den zweiten Abschnitt meines Aufenthalts zog ich ins May Hotel um, wo ich ein Zimmer in der siebten und somit obersten Etage bezog. Während es auf dem Flur spürbar wärmer war als im March Hotel, herrschte im Zimmer dank der Klimaanlage eine angenehme Frische.
Persönlich hat mir das May Hotel besser gefallen, was vor allem an der helleren und moderneren Inneneinrichtung lag. Aber auch hier waren bei genauerem Hinsehen einige Abnutzungserscheinungen erkennbar. In meinem Zimmer gab es zudem ein kleineres Problem mit Ameisen, die auf manchen Oberflächen zu sehen waren. Sobald ich Essen auf dem Tisch stehen ließ, bildete sich schnell eine kleine Kolonie. Solange ich jedoch darauf achtete, war es in Ordnung, und im Bett waren zum Glück keine Tiere zu finden. Da ich bei solchen Dingen eher entspannt bin, hat mich das weniger gestört als unerwünschter Lärm.
Allerdings hatte auch dieses Zimmer seine Tücken. Während das Badezimmer hier glücklicherweise keine Knarzgeräusche von sich gab, knackte es stattdessen öfter mal seltsam in der Holzwand direkt am Bett. Zuerst dachte ich, ich bilde mir das nur ein, aber meiner Begleitung ist es schließlich auch aufgefallen.
Geräusche auf dem Flur waren hier weniger schlimm, aber ich denke, das war eher der Nebensaison geschuldet. Die Putzkräfte haben hier auch später angefangen, Lärm zu machen.
Falls das Zimmer bis 15 Uhr noch nicht gesäubert worden war, klopfte stets eine freundliche junge Dame an, um nachzufragen, ob eine Reinigung noch gewünscht sei. Lehnte man dies ab, erhielt man stattdessen freundlicherweise immer zwei Flaschen Wasser.
Ein Kritikpunkt war jedoch, dass trotz aktivierter „Bitte nicht stören“-Taste an der Zimmertür geklopft und nachgefragt wurde, ob das Zimmer gereinigt werden soll. Dies geschah in zwei Situationen, in denen ich gerade mit meiner Begleitung beschäftigt war und wir dadurch gestört wurden.
Die Mitarbeiterinnen an der Rezeption wirkten auf mich dieses Mal ebenfalls nicht sonderlich zuvorkommend. Da ich jedoch abgesehen von der An- und Abreise kaum Berührungspunkte mit ihnen habe, war mir dieser Aspekt im Grunde nicht weiter wichtig. Im May Hotel nutze ich zudem konsequent den rückwärtigen Ein- und Ausgang.
Das hört sich wahrscheinlich alles negativer an, als es eigentlich gemeint ist. Letztlich überzeugt das Hotel vor allem durch seinen attraktiven Preis. Da ich persönlich ohnehin keine allzu hohen Erwartungen stelle – mir reichen ein Bett, ein Dusche und eine stabile WLAN-Verbindung völlig aus – habe ich dort eigentlich alles, was ich benötige.