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Erstes Mal Thailand - Singlereise

GrandeToni

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    Neuling
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10 August 2026
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Teil 1: Shit, here we go again. Single was nun!? - der Neuanfang

Hallo liebe Forengemeinde und Community,

bevor der Bericht der eigentlichen Reise beginnt, zunächst einmal ein paar Worte zu mir und dazu, wie ich überhaupt auf die glorreiche Idee gekommen bin, alleine nach Thailand zu fliegen und dies hier zu erzählen.
Bitte erwartet keinen Bestseller Autor und vergebt mir, wenn ich mal den roten Faden verlieren sollte und im Bericht etwas ausschweife.

Zu mir:
Männlich, ledig und - sagen wir es mal diplomatisch - im besten Alter um ein kleines Abenteuer zu wagen (Ende 30).
Außerdem frisch getrennt.:weg
Hinter mir lagen drei Jahre Beziehung mit den üblichen Höhen und Tiefen. Und damit eine weitere von inzwischen mehreren Beziehungen, bei denen man anfangs dachte:
"Dieses Mal könnte es wirklich für immer sein."
Diese ist dann aber doch in die Brüche gegangen und ich wieder Single.
Also wieder von Vorne: Shit, here we go again

Während Freunde und Bekannte um mich herum inzwischen ihre zweite oder dritte Mini-Me-Version in die Welt gesetzt haben, Häuser bauen, Gartenprojekte starten und teilweise schon länger (glücklich) verheiratet sind, stand ich also wieder da.

Alleine.

Urlaubsplanungen und Vorschläge oder Versuche mit anderen Single Freunden zu verreisen, sind leider gescheitert oder die Arbeit stand im Weg.
Also was hilft da nur!? (denn ich wollte unbedingt weg und den Kopf frei bekommen)

Genau. "Da musste halt alleine reisen; selbst ist der Mann."

Wird aber auch höchste Zeit damit anzufangen.
(Zuvor noch nie alleine in Urlaub gewesen. Immer mit Partnerin oder Freunden unterwegs. Ebenso, noch nie vorher einen Langstreckenflug gebucht und erlebt)
Beste Voraussetzungen also, um direkt alleine nach Thailand aufzubrechen :bigsmile

Aber gut.
Irgendwann ist schließlich immer das erste Mal.

Südostasien bzw. Thailand stand eigentlich schon immer auf der Liste. Immer wieder darüber gesprochen, immer wieder etwas geplant - und aus den verschiedensten Gründen hatte es nie geklappt.

Diesmal sollte es anders werden, egal was kommt. Ich fliege

Also Nägel mit Köpfen gemacht und den Flug nach Bangkok gebucht. Damit gab es kein Zurück mehr.

Als nächstes traf ich mich mit einem Bekannten, der ein ausgewiesener Thailand-Fan und mittlerweile durchaus als Kenner des Landes bezeichnet werden kann.
Danach begann das roße Studium:
Welche Route? Welche Hotels? Welche Strände? Welche Inseln?
...

Bei meinen Recherchen im Internet bin ich dann mehr oder weniger zufällig auf dieses Forum hier gestoßen.
Und viele Berichte und Beiträge habe ich verschlungen und gespannt verfolgt.
Alles war so neu und aufregend.
Ihr kennt das.
Irgendwann sitzt man nachts da, hat 37 Tabs geöffnet, kennt irgendwelche Sois in Pattaya, obwohl man noch nie einen Fuß nach Thailand gesetzt hat und glaubt langsam, man hätte das Land verstanden.

Das hat mir später sehr geholfen und zunächst die Lust auf MEHR entfacht.
Hierfür vielen Dank an die tollen Berichte, Erfahrungen, Erzählungen und Geschichten von euch!:hut

Dies hat mi, glaube ich, vor vielen Dummheiten oder Fehlern bewahrt oder vielleicht auch nicht.:hammer:bigsmile
Weil wie es oft so ist, man will oder macht zwangsläufig viele Fehler und damit Erfahrungen selbst. Und wie wir Männer so sind, direkt drauf los ist manchmal einfach spannender und liegt in unserer Natur.
Oder wer mag schon Bedienungsanleitungen vorher zu studieren.

Man kann einem Kind zehnmal erklären, dass die Herdplatte heiß ist. Irgendwann fasst es trotzdem drauf und wird dann feststellen: "Ja, war wirklich heiß."
Also die gute Grundlage aus dem Forum geschnappt und den Rest selbst in Erfahrung gebracht.

Die Vorfreude auf dieses Abenteuer war jedenfalls rießig.
Ich wollte Neues erleben, andere Menschen kennenlernen, abschalten, Stress und Druck der vergangenen Monate loswerden und natürlich auch ein wenig meine neu gewonnene Single-Freiheit genießen.
Und damit wären wir bei einem Ort, der in dieser Hinsicht einen gewissen.... sagen wir mal... Ruf genießt :sneaky:
PATTAYA
Deshalb habe ich schon in Deutschland, nach dem sicheren und bereits gebuchten Aufenthalt in Bangkok, ein nächstes Reiseziel hinzugefügt: Pattaya.:bbs72
Und erst danach sollten die typischen Inseltouren, die so viele Touris beim ersten Mal T-hailand machen, drankommen.
Also erst ein paar Tage Bangkok um sich an das Klima, das Land und die Leute zu gewöhnen. Und danach vier Tage Pattaya.

So zumindest der Plan.

An dieser Stelle kann ich bereits ein kleines bisschen spoilern:
Aus den geplanten vier Tagen Pattaya, wurden während dieser Reise zwei getrennte Aufenthalte mit jeweils 4 Tagen.

Warum?

Nun ja ...
Sagen wir einfach: Pattaya und ich mussten offenbar noch ein zweites Gespräch miteinander führen und gewisse Dinge klären:bigsmile

Aber dazu später mehr.

Ich hoffe ihr habt Spaß an meinem Bericht und begleitet mich ein Stück auf dieser Reise.

(Die Reise hat letztes Jahr im Ende November begonnen und war Ende Dezember zu Ende)

Ich werde versuchen, so gut es geht meine Erfahrungen, Fehlentscheidungen, Erlebnisse und Erkenntnisse mit euch zu teilen.

Let´s go. :dancing
 

Doomex

wurschtelt sich hier so durch
   Sponsor 2026
23 Oktober 2025
96
956
663
Was dem jungen Knaben die Herdplatte, könnte dem gestandenen Mannsbild ja vielleicht die Glocke sein. :weg
Aber egal, auf alle Fälle jetzt ein Abo…und ich bin ganz gespannt wie‘s weitergeht(y)(y)(y)
 
Pattayareise

Luemmelmann

ฝรั่งหัวใจไทย
   Autor
2 Februar 2015
1.441
11.185
3.115
NRW, Deutschland
Ist dies nun Zufall oder gar Buddhas Wille , dass viele ihre erste 'alleinige' Thailand Reise nach einer Trennung angehen ? Man weiss es nicht 😁

Wobei bei Manch einem ja die Trennung erst nach einer Thailand Reise ansteht 🤔🤣

Das könnte auf jeden Fall interessant werden.
 

GrandeToni

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    Neuling
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10 August 2026
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Teil 2: Vorbereitung ist die halbe Miete

Nachdem die erste große Hürde genommen und der Entschluss gefasst war, diesen Urlaub tatsächlich alleine durchzuziehen, ging es mit einer ziemlich wilden Mischung aus Vorfreude, Spannung und Neugier an die letzten Vorbereitungen.

Der Flug war bereits gebucht.
Und da wollte ich bei meiner ersten großen Fernreise alleine keine Experimente machen. Keine zwei - drei Zwischenstopps, keine 17 Stunden Aufenthalt irgendwo im Nirgendwo und auch kein „für 80 Euro weniger schlafe ich halt eine Nacht auf irgendeinem Flughafen“.:kk

Also gönnte ich mir einen Direktflug mit Thai Airways.
Frankfurt → Bangkok.

Einsteigen, hinsetzen, essen, trinken, schlafen – und bestenfalls einige Stunden später wieder halbwegs als Mensch aussteigen.

Auch das Hotel für Bangkok war bereits gebucht: das Centara Watergate Pavilion Hotel. Ein Kollege hatte es mir empfohlen und für die ersten Tage in Bangkok sah das Ganze auf den Bildern ziemlich ordentlich aus.

Ob es das auch wirklich war?
Dazu später mehr.

Fehlte also noch Pattaya.:bigg
Ich schaute mir gefühlt unzählige Hotels an, verglich Preise und Bewertungen und las natürlich auch hier im Forum den einen oder anderen Erfahrungsbericht.
Da mein Entschluss zu dieser Reise allerdings eher in die Kategorie „spontane Lebensentscheidung“ gefallen war und ich gerade einmal rund zwei Monate vorher mit der konkreten Planung begonnen hatte, war ich natürlich nicht gerade früh dran.
„Ach, wird schon nicht so schlimm sein“, dachte ich mir.

Spoiler: Doch, ein bisschen schon.

Bei den Preisen und vor allem den Verfügbarkeiten merkte ich ziemlich schnell, dass ich mir offenbar nicht gerade den ruhigsten Zeitraum des Jahres ausgesucht hatte.
Später erfuhr ich dann auch, dass zu dieser Zeit nicht nur die High Season langsam Fahrt aufnimmt, sondern ausgerechnet auch noch das Firework Festival in Pattaya stattfindet.
Wusste ich natürlich vorher nicht.:hammer
Genauso wenig wusste ich, welche absurden Menschenmassen sich an diesen Tagen am Beach und in der ganzen Stadt versammeln.
Aber auch dazu kommen wir später noch.

Nach ausgiebigem Informieren, Studieren, Recherchieren, Preise vergleichen und dem obligatorischen zehnmaligen Wechsel zwischen denselben fünf Hotels fiel meine Entscheidung schließlich auf das Hotel Amber.
Zack, gebucht.

Jetzt brauchte ich nur noch einen Transfer von Bangkok nach Pattaya.
Auch hier griff ich wieder auf die Erfahrungen aus dem Forum zurück und buchte meinen Transfer beim Flintstone Fahrservice.

Damit waren Flug, Bangkok, Pattaya und Transfer organisiert.

Eigentlich hätte ich mich jetzt entspannt zurücklehnen können.
Eigentlich.
Denn natürlich musste die aufkommende Neugier auf Thailand irgendwie gestillt werden.

Also, was machte ich, genau der Klassiker, ich lud mir ThaiFriendly herunter.
Natürlich nur aus kulturellem Interesse selbstverständlich.
Man möchte sich schließlich vor einer Reise umfassend über Land und Leute informieren. 😇

Und so begann bereits einige Wochen vor Abflug das erste kleine Talentscouting.
Man musste schließlich wissen, was der thailändische Transfermarkt so hergibt und ob sich vielleicht bereits das eine oder andere vielversprechende Talent verpflichten lässt. 😂
Außerdem wollte ich auch meinen Marktwert checken.

Das Angebot war… umfangreich.
Sehr umfangreich.
Innerhalb kürzester Zeit wurde aus „Ich schaue mich nur mal ein bisschen um“ eine Mischung aus Tinder auf Steroiden, Casting-Show und Nebenjob.
Nachrichten hier, Likes dort, neue Profile, neue Matches und plötzlich hatte man Gespräche mit Frauen, deren Namen man sich teilweise kaum noch merken konnte.
Auf der einen Seite natürlich eine durchaus angenehme Erfahrung für das männliche Ego.
Auf der anderen Seite merkte ich ziemlich schnell:

Das kann auch verdammt anstrengend werden.
Heute würde ich es definitiv nicht mehr so machen.
Es kostet unglaublich viel Zeit, erzeugt unnötigen Stress und am Ende schreibt man vielleicht wochenlang mit jemandem, nur um kurz vor der Reise festzustellen, dass die betreffende Dame inzwischen verschwunden, vergeben, nicht mehr in Pattaya oder aus sonstigen Gründen nicht mehr verfügbar ist.

Aber gut.
Für einen Thailand-Rookie war es trotzdem schon einmal beruhigend zu sehen, dass man offenbar nicht vollkommen unvermittelbar war.
Und die eine oder andere süße Maus, mit der man ganz unschuldig einen Kaffee trinken könnte, schien es ebenfalls zu geben. 😂😅

Natürlich liefen parallel die wirklich wichtigen Reisevorbereitungen:
Kondome – Check. ✅
E-SIM – Check. ✅
Neuer Reisepass – Check. ✅
Nackenkissen – Check. ✅
Reiseapotheke mit Ibuprofen, Imodium, Autan und allem, was einen europäischen Magen in Südostasien möglicherweise vor dem Untergang bewahren könnte – Check. ✅
E-Books und Filme aufs Tablet – Check. ✅
Sonnencreme – Check. ✅
Actioncam – Check. ✅
Viel zu viel Kleidung einpacken, weil man als Thailand-Neuling offenbar davon ausgeht, für jede denkbare Lebenslage drei verschiedene Outfits zu benötigen – natürlich ebenfalls Check. ✅

Dazu kaufte ich mir extra einen großen Backpacker-Rucksack.
Schließlich ging es nach Thailand.
Südostasien.
Abenteuer.
Da braucht man natürlich einen Backpacker-Rucksack!
Dachte ich zumindest. Rückblickend: komplett unnötig.
Heute würde ich einfach einen vernünftigen Koffer nehmen. Es passt mehr rein, das Ding ist komfortabler und spätestens nach kurzer Zeit merkt man sowieso, dass man in Thailand nicht mit Machete und Rucksack tagelang durch den Dschungel marschieren muss.
Man wird praktisch überall mit Taxi, Bus, Minivan, Fähre oder sonst irgendeinem Gefährt hingekarrt.
Auch auf den Inseln.
Aber gut – damals wollte ich offenbar wenigstens optisch ein bisschen nach Backpacker aussehen.
Auch wenn der geplante Lebensstil vermutlich eher weniger nach Backpacker und mehr nach Hotel, Rooftop-Bar und nächtlicher Feldforschung aussah.

Dann standen noch die letzten elementaren Vorbereitungen an:
Friseur – Check. ✅
Körperrasur – Check. ✅
Bargeld – Check. ✅

Man weiß schließlich nie, was einen erwartet.
Beim Thema Bargeld sollte ich später übrigens ebenfalls noch etwas lernen: möglichst große Euro-Scheine mitnehmen.
Die bringen bei vielen Wechselstuben einen besseren Kurs.
Und nicht gleich bei der erstbesten Wechselstube alles tauschen. Ein paar Meter weiterlaufen und die Kurse vergleichen kann sich tatsächlich lohnen.
Wieder etwas gelernt. :bigsmile

Die Hotels waren gebucht.
Der Transfer stand.
Der Rucksack war viel zu voll.
Die Reiseapotheke hätte vermutlich für eine kleinere Expedition gereicht.
Und die ersten „kulturellen Kontakte“ waren ebenfalls geknüpft.

Ich war vorbereitet.

Zumindest glaubte ich das.

Ready


Es konnte losgehen :urlaub
 

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