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Info Boom Boom 2.0 – Ich hasse Latex – Der große Non-Latex Kondom Test – PU-Kondome (Polyurethan) / AT-10 Kondome

SkinnyFetischist

Obelix
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4 Juli 2025
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Kapitel 1- Die Ausgangslage & Motivation

An kaum einem Hilfsmittel zum allseits beliebten Foren-Sport scheiden sich die Geister mehr, als am Thema Kondome.

Es gibt vielfältige Gründe dafür und dagegen. Ich selbst gehöre aus mehreren Gründen zur Fraktion PrEP + engmaschiges vollständiges Testen auf sämtliche STD + vollständiges Impfschema für Hepatitis A+B und HPV.


An einem Punkt gibt es jedoch niemals auch nur einen Millimeter Spielraum: Allerspätestens, wenn die Gespielin – oder für LB-Freunde der LB – ein Kondom einfordert, wird diesem Wunsch ohne jegliche Diskussion nachgekommen und ein Kondom benutzt. Punkt.

Und das trifft ganz selbstverständlich und selbstredend auch auf mich zu.

Das Ganze hat, bzw. nun hatte, für mich jedoch schon immer einen großen Haken:

Die Materialeigenschaften von Latex sind für mich persönlich schon immer eine echte Spaßbremse im wahrsten Sinne des Wortes.

Die wesentlichen Probleme sind sicherlich auch dem Ein- oder Anderen von Euch nicht unbekannt.

Es fühlt sich unecht an, eine deutliche Barriere, schlechter Geruch (und fürs Girl u.U. auch Geschmack), ohne viel Gleitmitteleinsatz nach recht kurzer Zeit ein radiergummiartiges Gefühl, die Sensitivität sinkt massiv, je länger der Akt dauert desto unempfindlicher wird das beste Stück. Und wenn es mal schlecht läuft schafft man es nicht über die Ziellinie und der kleine Mann wird irgendwann nach einer Stunde, wenn der ST-Wecker im Loom klingelt, schlaff. Die erste Runde des Tages klappt vielleicht noch ganz Okay, ab der zweiten und dritten Runde wird es dann schwieriger und schwieriger. Ein unbefriedigendes Gefühl.

Also habe ich mich Mal auf die Suche nach Alternativen gemacht. Daraus ist dann eine ziemlich Umfangreiche Sache geworden, die ich persönlich so spannend fand, dass ich Euch teilhaben lassen und es für die Ewigkeit hier hinterlassen möchte.

Das Ergebnis ist dieser umfangreiche Testbericht.

Nach meinem Dafürhalten bringt es jedem, der bereit ist etwas mehr in Kondome zu investieren, einen erheblichen Komfortgewinn, den ich so nicht erwartet habe.

Und eine solche Aussage kommt von jemandem, der mit Latexkondomen auf dem Kriegsfuß steht und Kondome allgemein nicht mag. Wie diese Aussage trotzdem zustande kommt? Das soll der Bericht erklären.

Aber nun spanne ich Euch auch nicht länger auf die Folter.



Kapitel 2 - Die Recherche

Nach den letzten schlechten Erfahrungen in Pattaya war mir klar, dass sich was ändern muss. Also wurde nach der Heimkehr an einem ruhigen Abend mal das Internet bemüht und die Sache nahm ihren Lauf.

Zunächst einmal stellte sich die Frage: Gibt es überhaupt Alternativen zu Latex?


Klare Antwort: Ja, die gibt es.

Auch hier im Forum gibt es vereinzelte Beiträge und ein paar spärliche Infos zu Alternativen, auch zu den Alternativen, die ich hier behandele.

Dann als nächstes: Welche Materialien kommen denn so in Frage? Denn der Dschungel an Materialien ist groß.


Und hier wurde es interessant, denn viele alternative Materialien verhalten sich ähnlich wie Latex, sowohl vom Material her an sich, als auch vom Geruch/Geschmack. Aber zwei Materialien stachen während der Recherche immer wieder heraus:


  • Polyurethan – im Rest des Berichtes als PU bezeichnet
  • AT-10 – ein relativ neuartiges Material auf Kunstharzbasis

Da alle anderen Materialien nach der Recherche aufgrund zu großer Nähe zu den Eigenschaften von Latex ausgeschieden sind, habe ich beschlossen mich auf PU zu konzentrieren und AT-10 als Zusatzvergleich mit reingenommen.

An dieser Stelle kann ich schon mal vorwegnehmen, dass die besten Produkte am Markt für PU derzeit aus Japan kommen, deshalb habe ich auch PU-Kondome anderer Hersteller außen vorgelassen, denn ich wollte, wenn schon, das beste Produkt haben.

Zunächst einmal eine kleine Auflistung der von den Herstellern versprochenen Vorteile von PU und AT-10 im Vergleich zu Latex und einem bekannten Non-Latex Material:


  • Die Materialstärken. Latex ist nicht dick, aber alles ist relativ. Das zeigt die hierzu angefertigte Vergleichstabelle mit während der Recherche gesammelten Daten (mit ChatGPT erstellt)

    Materialstärken_GPT_Tabelle.jpg

  • Anmerkung: Es gibt bei PU-Varianten auch noch Modelle mit 0,03mm von diesen Herstellern, ab 0,02mm auch (mindestens) einen europäischen Hersteller, aber wie oben geschrieben, qualitativ sollen die japanischen Produkte besser sein – ich habe daher hierzu keinerlei weitere Vergleichsprodukte bestellt.

  • PU und AT-10 überträgt Wärme wesentlich besser als Latex auf das beste Stück. Das soll das Echtheitsgefühl sowohl vaginal als auch anal eklatant verbessern, da das empfundene Barriere-Gefühl durch die wesentlich höhere Wärmeleitfähigkeit stark herabgesetzt wird. Das soll auch der Hauptfaktor für das „ist fast wie ohne Kondom Sex haben“ Gefühl sein.

  • Das Material ist sowohl bei PU, als auch AT-10 wesentlich glatter als Latex. Damit soll es auch ohne zusätzliches Gleitgel deutlich besser gleiten, auch das gilt für vaginal, als auch anal. Der bremsende, rubbelnde Radiergummi-Effekt, der bei längerem Spaß mit Latex auch unter Zuhilfenahme von Gleitmittel irgendwann entsteht und über die Dauer zunimmt, soll dadurch deutlich reduziert sein. Unter Zuhilfenahme von etwas zusätzlichem Silikon Gleitgel soll es mit PU auch vom Gleit-Gefühl recht nah an Sex ohne Kondom rankommen.

  • Optisch sind PU-Kondome als auch AT-10 Kondome sehr durchsichtig, fast glasähnlich.
  • PU, als auch AT-10 Kondome sind geruchs- und geschmackslos.
  • Besonders dünne PU-Kondome aus Japan bis 0,010mm, als auch AT-10 Kondome mit Ursprung Kolumbien bis 0,008mm, sind derzeit wohl die Grenze des technisch machbaren.


Natürlich hat das Ganze auch Nachteile

  • Der eigentlich einzige Nachteil ist, dass die nicht so flexibel sind wie Latex, deshalb muss man von vorneherein genauer auf die passende Größe achten. Bei Latex kann man „relativ „problemlos eine Standard 53mm Größe über einen 56-58mm Riemen stülpen, dass klappt so bei PU nicht uneingeschränkt und bei AT-10 noch viel weniger. Dazu später mehr.


Kapitel 3 - Die Bestellung

Als nächstes stellten sich diese Fragen:

  1. Welche Größe benötige ich?
  2. Welche dieser „Wunderkondome“ nehme ich nun?
  3. Wo bekomme ich die Dinger her?

Antwort 1:

Erst einmal ran an die Nudel. Herausgekommen ist bei mir eine Berechnung, die 56-58mm mit Tendenz zu 58mm ergab.

Grundsätzlich: Kondome aller Art, egal ob Latex, PU, AT-10, oder sonstige Materialien, werden immer mit einer Toleranz von +-2mm hergestellt.

Vermessen ist recht einfach. Einfach ein handelsübliches Maßband zur Köpervermessung (wenn man keins hat, gibt es ausdruckbare Vorlagen im Netz z.B. hier Kondomgroesse.com - Penis messen ) hernehmen, die Nudel hart machen und dann auf halber Höhe des Stiels zwischen Schaft und Unterkante Eichel nachmessen.

Und weil ich Euch Arbeit bei der Kalkulation der richtigen Größen ersparen möchte, habe ich mir das ebenso von ChatGPT zu einer Tabelle zusammenfassen lassen. Da sich die im Testbericht verfügbaren Produkte in der von mir gewählten Materialstärke zwischen 52 und 61mm bewegen, ist die Tabelle entsprechend eingegrenzt:


Passende_Groessen_GPT_Tabelle.jpg


Antwort 2:

Bei PU-Kondomen habe ich mich auf die qualitativ hochwertigen japanischen Marken Okamoto und Sagami festgelegt.

Bei AT-10 ist es so, dass der Erfinder dieses Kondomtyps UNIQ derzeit nur die Größen 55mm und 60mm anbietet und sie in 55mm sehr schwer zu bekommen sind. Es gibt noch andere Hersteller von AT-10 Kondomen, diese bieten in der Regel auch 55mm und 60mm an, ein Hersteller führt auch 57mm.

Um Euch auch hier eine Menge Recherchearbeit zu sparen, habe ich auch hier mittels ChatGPT eine komplette Aufstellung aller von mir recherchierten Marken, Modelle und Größen zusammengestellt, da die Herstellerangaben weit verstreut im Netz liegen. Wenn es aufgedruckte Angaben auf den Kondomverpackungen selbst gab, habe ich diese Angaben genommen, denn sie weichen manchmal leicht von den Angaben in den Webshops ab:


PU_Vergleich_GPT_Tabelle.jpg

AT-10_Vergleich_GPT_Tabelle.jpg

Bestellt habe ich zum Testen letztendlich: Das Okamoto 001 L 56mm und Sagami Original 0.01 L 58mm.

Außerdem wurde mir von Mittester @venturi – der diesen Wahnsinn begleitet hat – eine Kostprobe zweier AT-10 Kondome bereitgestellt. Einmal das Pull Non Latex in 55mm (laut Webshops, auf der Kondomverpackung selbst steht allerdings 54mm) aus dem Hause EXS, und einmal das Non-Latex Thermofit (AT-10) in 57mm aus dem Hause Skins.

Ursprünglich wollte ich die UNIQ Pull Original in 55mm bestellen, die Probebestellung scheiterte jedoch am Lieferanten – die Lieferung kam nie an. Immerhin gab es eine Gutschrift. Sie sind in Deutschland so einfach nicht zu bekommen. Und die 60mm C.2 Fleischpeitschen-Variante wollte ich aufgrund der voraussichtlichen Übergröße nicht probieren.



Antwort 3:

Wichtige Anmerkung vorweg: Die folgenden Angaben zu den Preisen und Kalkulationen beziehen sich explizit auf die dünnsten Exemplare, also die 0.01 von Sagami und die 001 Modelle von Okamoto, die in Deutschland sehr teuer sind.

Die 0.02/0.03 Modelle von Sagami und 002/003 Modelle von Okamoto sind auch in Deutschland wesentlich günstiger zu haben. Im Verhältnis zu einem Import bleibt es jedoch auch hier teuer. Ich wollte aber bei der Wandstärke der Kondome bewusst das Maximum rausholen.

Man kann also einen großen Teil des existierenden Sortiments durchaus bei deutschen Händlern bekommen, jedoch zu teils knackigen Preisen. Für eine Probebestellung von Einzelexemplaren kann man es jedoch ggf. verschmerzen – das ist jedem selbst überlassen.

Je nach Shop und Hersteller muss man bei den 0.01 / 001 Modellen in Deutschland zwischen 5 und 10€ pro Kondom rechnen. Und hierbei ist die Einberechnung von möglichen Versandkosten noch unberücksichtigt.

Weitere Anmerkung: Da auch AT-10 bei mir von den Materialeigenschaften raus ist – dazu später mehr im eigentlichen Test – habe ich mich für diesen Teil des Testberichts auf ausschließlich auf PU konzentriert.

Import. Meine Quellen sind folgende Exporteure aus Japan:


  • Nr. 1: Hommi.jp (Hauptbestellung dort getätigt - insgesamt etwas günstiger und größeres Sortiment) – Danke für den Input von @venturi
  • Alternative: Wafuu.com (Probebestellung dort getätigt, keine Okamoto in 52/53mm im Sortiment)

Achtung beim Import:

Durch ein neues Zollgesetz sind in Deutschland seit dem 01.07.2026 auch Sendungen unter 150€ ab sofort grundsätzlich zollpflichtig. Bisher war hier in Deutschland nur die MwSt. von 19% zu entrichten. Das hat den Preis pro Kondom bei der Probebestellung ordentlich nach oben getrieben. Bei der Bestellung meiner größeren Menge von 50 Stück war das dann leichter zu ertragen.


Kostenaufstellung Probebestellung:

  • 9x Okomoto 001 L 56mm 17,85€
  • 10x Sagami Original 0.01 L 17,95€
  • Versandkosten 13,95€
  • Einfuhrabgaben / Zoll: 11,01€
  • DHL-Bearbeitung & Zustellung: 7,50€
  • Gesamtpreis: 68,26€

Preis pro Kondom unter Berücksichtigung aller Gesamtkosten: 3,59€

Trotz dieses durch die Importgebühren hohen Einzelpreises bei der Probebestellung war das Preisniveau immer noch weit unter den in Deutschland als Importware verfügbaren 0.01 / 001 Modellen.


Kostenaufstellung Hauptbestellung:

  • 3x Okamoto Standard 52/53mm (zum Testen für jemand anderes) 1.065 Yen* pro 3er Pack = ca. 6,12€
  • 50x Sagami Original 0.01L 58mm 2.971 Yen* pro 10er Pack = 14.855 Yen* / 85,37€
  • Versandkosten: 0€ (Versandkostenfrei ab 15.000 Yen)
  • Einfuhrabgaben / Zoll: 5,94€
  • DHL-Bearbeitung & Zustellung: 7,50€€
  • Gesamtpreis: 104,93€

Preis pro Kondom unter Berücksichtigung aller Gesamtkosten: 1,98€

* Yen Kurs bei PayPal am 06.08.2026 1:174

  • Die Lieferung der Probebestellung von Wafuu wurde mit 4-6 Wochen angegeben. Die Lieferung dauerte am Ende 14 Tage.
  • Die Lieferung der Hauptbestellung von Hommi war 13 Tage unterwegs.

DHL war für meine beiden Lieferungen übrigens sehr schlecht auf das neue Gesetz eingestellt und fordert die Begleichung der Abgaben vor Ort in Bar und passend. Der Postbote verfügte über kein Wechselgeld und auch kein Kartenlesegerät für digitale Zahlungen. Der Bote meinte bei der ersten Lieferung im Juli, dass er derzeit große Probleme mit den Auslieferungen hat und dass die Postboten wohl ab Anfang August mit Kartenlesegeräten für EC-Karten ausgestattet werden sollen. Am 19. August bei der Übergabe der zweiten Lieferung hatte er immer noch kein Wechselgeld oder Kartenlesegerät.


Fertige Importware kaufen:

Gefundene für OK befundene deutsche Quellen. Die Preise muss, wie geschrieben, insbesondere bei den 0.01 / 001 Varianten jeder für sich selbst kalkulieren und entscheiden:


 
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SkinnyFetischist

Obelix
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Kapitel 4 - Der Test

So, nun waren die Geräte also endlich da.

Welch ein Aufwand bis hier her, und das nur für olle Kondome denkt sich sicherlich so manch einer und fragt sich vielleicht – oder ist sich sicher :D –, ob der Kerl nicht nur eine Schraube locker hat.

Aber es sollte sich zumindest für mich noch zeigen, dass war es wert.



Erst einmal die PU-Kameraden auspacken, anschauen, anfassen und Testen.

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Dann zunächst der Selbstversuch und dann natürlich der Live Test auf dem Schlachtfeld.

Vorab: Das waren mit Abstand die besten Reifen, die ich je in meinem Leben auf mein Chassis montiert habe. Die Recherche, Bewertungen und Versprechen der Hersteller waren nicht zu hoch gepokert. Das war für mich nicht nur eine höhere Liga, das war schon eine andere Sportart.

Ja, sie sind tatsächlich nicht so dehnbar wie Latexkondome, aber sie sind immer noch anständig dehnbar. Auf die passende Größe sollte man aber definitiv achten.

Das Okamoto lag bei mir einen Tick enger an, als das Sagami, aber entscheidend war am Ende der verbleibende Fixierring nachdem man das Kondom vollständig abgerollt hatte. Hier war es so, dass das Okamoto bei mir genau diesen Tick zu eng war und einen Abdruck hinterlassen hat, wohingegen das Sagami sehr angenehm und trotzdem fest genug gesessen hat. Insgesamt war das Sagami bei mir passender und bequemer, sodass ich die anderen Okamoto an andere Testpersonen weitergegeben und mir vom Sagami nun wie oben beschrieben eine größere Menge bestellt habe.

Was mir beim Sagami außerdem mehr zugesagt hat war, dass es von der Materialmischung noch etwas gleitfreudiger als das Okamoto war, es war auch schon aus der Verpackung heraus mit etwas mehr Gleitgel vorbenetzt. Die Materialmischung beider Hersteller gibt also vorsichtig interpoliert auf alle PU-Kondom Hersteller her, dass PU nicht gleich PU ist.

Die Optik ist sehr interessant. Wenn man das Sahne-Reservoir oben und den Ring unten zugehalten hat, könnte man meinen man hat gar kein Kondom an, sondern nur das Beste Stück mit silikonbasiertem Gleitgel eingerieben. Die Dinger sind wirklich sehr durchsichtig, beinahe wie Glas.


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Geruch und Geschmack: Wie versprochen komplett neutral. Kein Gestank wie bei Latex.

Und dann kam die Passform dazu. Sobald man das Kondom übergezogen hat und das Material sich nach kurzer Zeit erwärmt passt es sich dem besten Stück an. Es legt sich um sämtliche Konturen wie eine zweite Haut. Das kenne ich von Latex so nicht.

Auch das Gefühl beim Anfassen und die mechanische Übertragung ist sehr direkt. Das Fremdkörpergefühl ist gegenüber Latex stark reduziert.

Als die Testpartnerin aufsattelte musste ich erst mal hinschauen, ob da tatsächlich ein Kondom drauf war, denn die Wärmeübertragung war krass gut.

Machen wir uns dennoch nichts vor, an Boom Boom ohne Kondom wird es niemals rankommen, kann es auch nicht. Purer Körperkontakt lässt sich vom Gefühl her einfach nicht imitieren.

Aber es war um Welten näher am Gefühl ohne Kondom dran als mit diesen Latex-Dingern.

Mit ein paar Tropfen zusätzlichem Silicone Glide kann man noch hilfreiches Feintuning betreiben. Ich empfehle es immer.

Für die Fälle bei denen Kondome angesagt sind, sollte es m.E. insgesamt einen hervorragenden Kompromiss darstellen.

Es ging in jedem Fall sowohl beim Selbstversuch im Handbetrieb, als auch mit Testpartnerin relativ einfach über die „Ziellinie“ – und dass ist der entscheidende Punkt und ein ganz neues Gefühl.

Für die Skeptiker was die Materialstärke angeht sei noch angemerkt: Es ist zwar superdünn, aber es ist trotzdem sehr stabil und reißfest.



Nun kommen noch die AT-10 Kollegen an die Reihe. Die gleiche Prozedur. Auspacken, anschauen, anfassen und Testen.

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Selber Test, jedoch mit anderem Ergebnis – und der Partnerin hab ich die Dinger am Ende erspart.

Ich hatte einige Kritiken schon vorab im Netz lesen können, wollte mir aber selbst ein Bild machen, ist es doch das dünnste Material auf dem Markt. Am Ende hat es aber nicht geholfen den 1. Platz zu belegen.

Das überstülpen war hier beim Modell von EXS ganz interessant, denn man greift es mit beiden Händen an den Pull-Stripes (daher auch der Name dieser Serien) und zieht es einmal über den Kameraden drüber. Dabei rollt es sich ab und man hat am Ende die Stripes in der Hand. Geht ziemlich fix und präzise.


IMG_9552.jpg

Das Skins hingegen ist klassisch aufgerollt, wie man es kennt.

IMG_9609.jpeg


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Beim Skins AT-10 Kondom war jedoch das Abrollen nicht einfach und nur unter ordentlichem Krafteinsatz zu bewerkstelligen, was an der Beschaffenheit des Materials liegt.

Das Gefühl mit diesen Kondomen ist auch sehr direkt, die Wärmeübertragung ist gut. Auch dieses Material schmiegt sich an, wenn es auf Temperatur kommt, daher auch der Name „ThermoFit“.

Das Material selbst erzeugt für mich insgesamt kein Hurra Gefühl. Am ehesten kann ich es – wie andere es auch beschreiben – mit Frischhaltefolie vergleichen. Das Frischhaltefoliengefühl verstärkte sich für mich noch etwas mehr durch das leichte Knistergeräusch des Kondoms, wenn man es übergezogen hatte. Der Hersteller hat zwar laut eigenen Angaben die Rezeptur überarbeitet, um das Knistern zu verbessern, aber wie auch immer das Geräusch vorher war, ich habe es wahrgenommen.

Außerdem ist das Material sehr starr. Es gibt im Gegensatz zu Latex und PU keinen Millimeter nach und geht nicht in seine Ausgangsform zurück, wenn man es mit Absicht kaltverformt. Ich habe den Fixierring dann aus Neugier mal mit Kraft aufgedehnt und konnte so aus dem 54mm Kondom ratzfatz ein 60mm Kondom machen, bis das Material dann irgendwann nachgab und gerissen ist. Dabei war nicht der Fixierring selbst, sondern die Folie am Übergang zum Fixierring die Sollbruchstelle. Im normalen Boom Boom Betrieb sollte es aber genauso sicher sein, wie andere Kondome auch, sonst hätte es keine Zulassung bekommen.

Insbesondere der sehr starre und zudem raue Fixierring hat mich hier gestört. Der Ring fühlt sich für mich einfach unangenehm an und das könnte auch für die Dame/den LB durchaus unangenehm sein, sollte man tief reingehen. Mir kam der Begriff „Wurstgordel aus Plastik“ in den Sinn. Bei mir hat der Fixierring zudem bei längerer Nutzung einen ordentlichen dunkelroten Striemen auf meinem Willi hinterlassen.

Ansonsten ist es gegenüber Latex analog zu PU ebenfalls geruchs- und geschmacksneutral.

Ist es trotzdem insgesamt besser als Latex? Für meine Begriffe denke ich ja, denn trotz aller Nachteile ist die Sensitivität deutlich besser als Standard-Latex. Dennoch werden wir aufgrund der negativen Punkte leider kein Paar und es gibt kein Foto und keine Rose für AT-10 von mir.


Der Sieg geht für mich auf ganzer Linie klar an die PU-Kondome.
 

SkinnyFetischist

Obelix
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Extra Kapitel – Gleitmittel

Auch bei den Gleitmitteln gibt es bei mir seit längerer Zeit auch nur noch eine Wahl.

Und die lautet Silicone Glide.

Ich finde diese wasserbasierten Gleitgele, wie sie auch überall in Bangkok, Pattaya und überall sonst Thailand zu Hauf verkauft werden, von ihren Eigenschaften her einfach nicht gut.

Da sie wasserbasiert sind muss man häufiger nachlegen, da der Wasseranteil von den Schleimhäuten der Girl-Pussys oder dem Hintertürchen der analen Freuden aufgenommen wird. Sie verlieren so recht schnell ihre Wirkung. Mit der Zeit werden sie zu einer Art weißem Schaum, mag ich auch nicht.

Silicone Glide hält hier wesentlich länger durch und gleitet hervorragend. Dazu benötigt man auch eine viel kleinere Menge davon, ein paar Tropfen genügen für ziemlich lange Spaß. Gibt’s sicher auch in Thailand zu kaufen, Hauptsache kein wasserbasiertes.

Ich kann hier für mich ein ganz bestimmtes empfehlen:

E.I.S. Waterglide Silicone Perfect Glide (250ml) gibt es ab rund 14€ inklusive Versand (bei Woom69 Silicone Glide - Woome69 Shop ) und hält ewig.

Außerdem für Unterwegs wiederbefüllbare 5ml Tuben. Die funktionieren ziemlich gut und sind wesentlich günstiger als fertig kaufbare Silicone Glide Mini-Tütchen.

Kann man sich dann während des Urlaubs bei Bedarf für Unterwegs befüllen und nach dem Urlaub (aus hygienischen Gründen) entsorgen. Bei 20-24 Stück hat man ja eine Weile Vorrat, da man ja höchstens 1-2 von zu Hause mitnimmt:

Amazon - 5ml Kunststofftuben transparent

Amazon - 5ml Kunststofftuben transparent & bunt

IMG_8487.jpeg

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Auch PU- und AT-10 Kondome sind voll kompatibel mit Silicone Glide.
 

SkinnyFetischist

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Final Kapitel - Fazit


War es die ganze Mühe und Kosten wert?

Für mich persönlich ein ganz klares JA

Die deutlich höheren Kosten für diese ultradünnen japanischen PU-Kondome gegenüber ihren Latex-Pendants werden für mich gleich durch mehrere Faktoren mehr als wett gemacht.

Denn was macht es für einen Sinn für eine Dienstleistung für unser Hobby vor Ort viel Geld auszugeben, wenn dann das entscheidende Arbeitsmaterial so schlecht ist, dass es einem irgendwann physisch, als auch vom Kopf her einfach keinen Spaß mehr macht?

Wenn ich z.B. 1000-2000 für eine ST, oder z.B. 2000-4000 für eine LT ausgebe, dann spare ich nicht an ein paar Euros am wichtigsten Gegenstand, der meinen Spaß an der Sache eklatant steigert, sofern er für die gemeinsame Zeit mit der Partnerin, oder dem Partner, erforderlich ist.

Oder auch mit anderen Worten: Selbst der talentierteste Handwerker kann keine gute Arbeit abliefern, wenn das Werkzeug scheiße ist.

Für mich gehört ab sofort das Team Sagami Original 0.01L 58mm + Silicone Glide zum Standard Equipment im Zimmer, als auch in der Hosentasche, wenn es zum Auswärtsspiel z.B. in die Soi 6 geht. Da ist mir persönlich der erhöhte Preis für diese Kondome und das Gleitmittel ziemlich egal.

Nie wieder Latex-Frust.

Das wars dann auch schon mit My Cents in gefühlten 17 Seiten.

So, nun dürft ihr mich gerne zerreißen, lachen, heulen, oder whatever :D

Vielleicht hilft der Test aber auch dem Ein- oder Anderen weiter, um seinen Horizont zu erweitern und seinen Boom Boom Spaßlevel in unserem geliebten Pattaya oder sonst wo auf dieser blauen runden Kugel zu erhöhen.

HF

Euer SkinnyFetischist



Appendix

Der Testbericht baut auf meinen beiden Beiträgen in einem anderen Thread auf, wo alles begann:
 
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Das ja mal ein interessanter Beitrag für einen Freitagabend, den ich da nichts ahnend geöffnet habe, dachte erst ein Reisebericht :bigsmile Danke dafür. Preislich ganz andere Hausnummer, werde mir aber mal ein Test Set mit zwei Größen mit den 0.02 bestellen zum Ausprobieren Sagami Test-Set. Und dann mal weiterschauen.

Im Gegensatz zu den dünnen Latexkondomen (0.05/0.06) die ich sonst hab, immernoch halb so dick.
 

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Freut mich. Wenn Sie Dir passen wirst Du wahrscheinlich nur schwer zu Latex zurückkehren können. Ist wie Business Class fliegen und dann nicht mehr zurück in die Economy wollen, nur dass die Kondome bezahlbarer sind :)

Die Materialeigenschaften sind schon sehr anders als die von Latex. Nur die passende Größe sollte man, wie im Test beschrieben, unbedingt beachten. Sie verzeihen sehr viel weniger Fehlkalkulation als die Latexfreunde.

Ich empfehle - wenn man seine Größe nicht kennt - immer vorab nachzumessen, wie wir mit 3 Testpersonen festgestellt haben.
 

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Die Materialeigenschaften sind schon sehr anders als die von Latex. Nur die passende Größe sollte man, wie im Test beschrieben, unbedingt beachten. Sie verzeihen sehr viel weniger Fehlkalkulation als die Latexfreunde.

Ich empfehle - wenn man seine Größe nicht kennt - immer vorab nachzumessen, wie wir mit 3 Testpersonen festgestellt haben.
Kenn ich, Eco fliegen ist nicht mehr drinnen (zumindest auf Langstrecke), mind. Premium Eco muss schon sein Business hin und wieder:bigsmile

Jap hab gemessen vor den letzten Käufen, aber da genau zwischen den 55 und 58 mm Version dachte ich mir mal beide Größen - und dann mal schauen welcher Grenzbereich besser ist. Besser einmal beide bestellen als ggf. 2x Versandkosten zahlen.
 

SkinnyFetischist

Obelix
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Haha @ Eco, so wars dann mit den Kondomen auch :D

Ja, perfekt. So sollte man es machen. Eines der beiden wird definitiv passen, wie bei mir mit 56-58 als Messgröße. Bei mir wars dann - wie beschrieben - das 58er was sich besser anfühlte und trotzdem noch genug Halt am Fixierring bot.
 

EinNutzer

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    Neuling
16 August 2026
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Ich habe mir tatsächlich noch nie Gedanken über Latexalternativen gemacht. Vielen Dank für deine Infos!

Vielleicht werden diese in Deutschland mit der Zeit auch Preiswerter, wenn mehr Menschen davon wissen und sie benutzen.