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Auswandern, Überwintern oder nur Urlaub?

Für welchen Lebensweg entscheidet ihr euch?

  • Auswandern (Thailand)

    Stimmen: 22 20,8%
  • Auswandern (Rest der Welt)

    Stimmen: 1 0,9%
  • Wohnsitz in DACH und überwintern bzw. mehrere Monate am Stück im Ausland

    Stimmen: 67 63,2%
  • Wohnsitz in DACH und normale Urlaubsreisen

    Stimmen: 16 15,1%

  • Umfrageteilnehmer
    106

Brokerxy

diskutiere nie mit Idioten...
    Aktiv
24 August 2022
1.887
9.202
2.515
Hallo Hatarifan

Ich hatte schon 2x ein Haus in Thailand, 1x in Süd Pattaya, und eins am Maprachan See.

Und Condo auch schon 3 x gekauft. Ich mag keine Miete zahlen, und habe deswegen in Bangkok die Jahre im Hotel gewohnt.

OK, das ist zwar auch eine Art Miete, aber ich kann täglich wechseln, wenn es mir dort nicht passt und ich wusste damals auch nicht wie lange ich bleiben würde...😉 ..

Also auch das Problem mit gleichgültigen Nachbarn, kenne ich zur Genüge.

Das, und nur das, war der Grund wieso ich vor ca.25 Jahren den Entschluss gefasst habe, mir nur noch ein Condo zu kaufen!

Als Ausgleich für fehlenden Garten und Pool, dann eben eins mit Meerblick!

In einem Condo hast Du schon ein Mitspracherecht!

Ich habe fast keinen Kontakt mit Einheimischen, suche den aber auch nicht! Mein Ziel ist es nicht mich zu integrieren!

Ich lasse die Thais in Ruhe, und die mich! Ich will hier einfach mein gutes Leben genießen!

Ich habe keine rosa Brille auf und auch keine Scheuklappen. Ich sehe einfach nur das für mich positive, und so rege ich mich auch kaum noch auf ...😉...

Man lässt mich völlig in Ruhe hier leben. Alle 90 Tage eine Meldung am PC machen ist ja wohl keine Zumutung, oder?

Und 2 x im Jahr die Nase bei der Immigration zeigen auch nicht, jedenfalls nicht für mich! Da erste Mal ca.1 Stunde und Pass abholen noch einmal 5 Minuten!


Du schreibst“ Mit Ende 30 bin ich noch nicht im "Verwaltermodus". Als Rentner könnte meine Sichtweise natürlich ganz anders aussehen“

Meine Sichtweise war schon mit Ende 30 so. Ich bin mit mitten 30 nach Spanien gezogen, weil ich der Meinung war das es das wäre!

Aber meine Frau wollte dort nicht leben.

Und ich wollte nicht mehr in Deutschland leben! Also war die Lösung, um es kurz zu machen, ich bin 2 Jahre später, also mit 38 Jahren nach Thailand gezogen,

und meine Frau lebt immer noch in Deutschland.

Also ich könnte zur Not auch wieder zurück, deswegen zähle ich ja auch schon seit 37 Jahren meine Anwartschaftsversicherung bei meiner PKV.

Man weiß ja nie…??

Aber wenn man irgendwo länger lebt, wird es dort eben auch irgendwann „Alltag“ das ist eben so, und nicht Länderabhängig!

Motorrad fahre ich schon lange nicht mehr, wurde mir zu unsicher, und habe deswegen den Motorrad Führerschein auch nicht mehr verlängert!

Bevor es dem Esel wieder zu gutgeht!

Aber ab und an buche ich mit meiner Frau uns in neue coole Hotels, für ein Wochenende ein, das ist auch mal eine Abwechslung 😉 Oder gehen abends mal auf einen Drink auf eine Dachterrasse…Und schön essen gehen ist eigentlich immer ein Schenz Erlebnis, jedenfalls für uns.


Und was bleibt dann?

Naja, Alltag eben mit fast genau denselben Problemen und Sorgen (Wohnen, Gesundheit, Finanzen, Sozialleben, Familie, Beziehung, Visum...) wie in Deutschland.

Nur dass man bei der Problemlösung häufig zusätzlich noch mit kulturellen Unterschieden zu kämpfen hat.


Also fast dieselben Sorgen und Probleme wie in Deutschland?

Sehe ich absolut nicht so.

Wohnen, kein Problem, man kann sich ja aussuchen wo man wohnen will/kann!

Gesundheit auch nicht, denn Die nimmst Du überall mit hin! Und das Gesundheitssystem in Thailand ist Top!

Finanzen, also wer sich über seine Finanzen in Thailand Sorgen machen muss, sollte einfach nicht den Plan haben hier zu leben!

Sozialleben…Kommt auf Deine Bedürfnisse an…Willst Du Leute kennenlernen ist das eigentlich kein Problem, es gibt genug Möglichkeiten, auch in Thailand.

Die Probleme einer Familie können aber egal wo Du lebst auftreten, das gleiche gilt auch für eine Beziehung!

Visum…Na ja, wenn die Voraussetzungen stimmen auch kein Problem! Ich hatte in den Jahren die ich hier lebe (37) keine, und mache seit 24 Jahren immer mein EOS, (O-Visa) ohne Probleme.

Aber das ist eben nur meine Sicht der Dinge, und mein Leben. Da kann es sehr viele andere Meinungen und auch Erfahrun
gen geben!
Zustimmung Buddy, und auch wir fühlen uns in unserer Condoanlage wohl und genießen täglich den herrlichen Meerblick. Man grüßt sich (Mitbewohner) und lässt sich in Ruhe. So wie es sein sollte. Solch eine Situation funktioniert aber wahrscheinlich nur, wenn die meisten -oder viele- der Condos von ihren Eigentümern selbst genutzt werden. Bei einem reinen Vermietungsobjekt dürfte es schon wieder ganz anders aussehen.

Gruß Broker
 

active75

Gibt sich Mühe
    Aktiv
28 Februar 2010
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Ein weiterer Grund, wieso ich mich im Moment nicht zu 100% auf Thailand einlassen kann und will, ist die Tatsache, dass man als Ausländer kein Mitspracherecht und auch kaum Handhabe bei Problemen hat.
Häufig läuft es auf "Friss oder stirb" oder das übliche Totschlagargument der Thailand-Ultras "Wenn es dir nicht passt, dann geh halt wieder zurück nach Deutschland" hinaus.

Ich wohne zur Zeit in Ost-Pattaya, ca. 15km von der Stadt entfernt und schon etwas ländlicher. 95% der Nachbarn sind Thais.
Diese Nachbarn verbrennen mehrmals pro Woche ihren Grünschnitt und Haushaltsmüll in ihren Gärten.
....
Alles was du hier auflistest kann ich zu 100% unterschreiben. Und es ist genau der Grund warum ich 2017 nach drei Jahren Aufenthalt in Thailand meine Zelte damals abgebrochen hatte.

Es gibt einfach null bewußtsein für Umweltschutz, Lärmschutz, Bauauflagen o.ä.

Ich bin jetzt aktuell seit zwei Wochen auf Koh Samui und merke es hier auch. Die Nachbarn fackeln ständig irgendwelchen Müll ab. Die Luft ist teilweise so schlecht ich kann tagsüber nicht auf meiner Terrasse sitzen und abends stinken die Klamotten nach Rauch. Und ich weiss auch dass es komplett zwecklos ist da was zu unternehmen.

Am Strand sieht man es auch, an den Touristränden ist alles schön sauber. Aber an den Ecken wo Thais wohnen ist überall Müll es ist einfach nur traurig.

Das ist so eine Mentalität die ich null nach voll ziehen kann. Ich habe Thais gesehen die pissen in ihre eigene Strasse, schmeissen Müll in ihre eigene Straße, fackeln im Garten rum dass ihre eigene Familie Husten und Kopfschmerzen kriegt. Und die checken es einfach nicht oder es ist ihnen egal.

Ich meine es ist eine Sache wenn man ignorant seiner Umwelt gegenüber ist. Aber die Leute schaden sich selber mit dem Verhalten und es interessiert sie nicht!

Da kann man einfach nichts machen das ist wohl eine Bildungssache und ich hoffe dass es sich irgendwann mal hier ändert. Politiker könnten sowas einfach unterbinden mit Strafen aber da bestehlt wohl kein Interesse dran.

Ich hatte damals einige Zeit in Chiang Mai gelebt und jedes Jahr ist die Stadt für monate unbewohnbar weil die Bauern die Felder abfackeln. Und jedes Jahr stellen sich Politiker hin und sagen der Sache den Kampf an und es ändert sich überhaupt nicht. Also eigentlich genau wie in Deutschland mit gewissen Problemen 🤣

Und von Lärm brauche wir gar nicht erst anfangen, was ich da schonerlebt habe. Du findest das perfekte ruhige Apartment. Du freust dich des Lebens. Dann zieht nebenan eine Karaokebar ein und macht jede Nacht lärm bis 6 uhr morgens. Und Surprise, der Besitzer ist die Polizei also kann man sich nicht mal bei denen darüber beschweren. Also bleibt nur wieder umziehen. Alles schon erlebt.

Dann die Baustandards, das ist ja auch bekannt wie überall gepfuscht wird. Ich habe mal eine Architektin gedatet in Chiang Mai die an einigen Großprojekten mitgearbeitet hat. Was die mir für Storys erzählte da wird einem Angst und Bange.

Ich will das Land jetzt wirklich nicht schlecht reden, es gibt natürlich auch unzählige tolle Dinge hier. Aber das sind Dinge die sollte man auf dem Schirm haben wenn man hier mehr Zeit verbringen möchte. Und über Deutschland könnte ich auch einen langen Text schreiben was dort alles verkehrt läuft! 🤷

Letztendlich kann man nur sagen This is Thailand und manche Dinge muß man halt hinnehmen oder woanders hin. Deswegen kommt es für mich aktuell auch nur zum Überwintern in Frage, dauerhaft kann ich es mir nicht trotz all der Vorzüge nicht mehr vorstellen. Aber wer weiß was die Zukunft bringt.
 

buddy2020

Walkingstreet Veteran
   Autor
18 April 2020
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Zustimmung Buddy, und auch wir fühlen uns in unserer Condoanlage wohl und genießen täglich den herrlichen Meerblick. Man grüßt sich (Mitbewohner) und lässt sich in Ruhe. So wie es sein sollte. Solch eine Situation funktioniert aber wahrscheinlich nur, wenn die meisten -oder viele- der Condos von ihren Eigentümern selbst genutzt werden. Bei einem reinen Vermietungsobjekt dürfte es schon wieder ganz anders aussehen.

Gruß Broker
Das ist Richtig!

Aber zum Glück werden hier die 3 Monate Mindestmietzeit eingehalten, und nur sehr wenig Apartments vermietet!
 
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buddy2020

Walkingstreet Veteran
   Autor
18 April 2020
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Immer wieder höre ich von Leuten, das Thailand ja ein Schwellen- oder sogar noch ein Drittland ist.

Dann sollte man auch die Gegebenheiten entsprechend bewerten 😉!

Dann Denke ich manchmal, dass es in den 1960 - 1970ern in Deutschland auch die Dinge nicht so ganz anders waren.

Wenn, ja wenn, der Staat, also die Polizei und die zuständigen Behörden vor Ort, nicht rigoros durchgegriffen hätten!

Was aber in Thailand eben nicht der Fall ist, und aber auch oft, auch für den Farang ein Vorteil ist!

Aber was will man einem normal verdienenden Thai der 350.-THB bis 400.-THB am Tag verdient, schon groß abnehmen?

Also in meiner Stadt, in der ich aufgewachsen bin, war Baulärm, Müll verbrennen, ganze Autos oder Reifen und ausgemusterte Kühlschränke etc. in der Natur abladen/ entsorgen

Einfach Gang und Gäbe.

Und laute Mopeds, etc. gab es auch zur Genüge!

Ja, man war ignorant der Umwelt gegenüber, und auch Stoppelfelder oder leere Kartoffelacker wurden auch abgebrannt, da günstig!

OK…Reisfelder weniger….

Aber da hatte die Polizei noch ein großes Ansehen in der deutschen Bevölkerung, was heute auch leider nicht mehr der Fall ist!

Und in Thailand, da respektiert wohl niemand ernsthaft die Polizei! Weil ein Skandal den anderen Jagd, und Korruption eben als normal angesehen wird.

wie eigentlich bei fast allen Behörden üblich, willst Du ernsthaft etwas erreichen, kostet es!

Und wie es bei den Thais in Ihren Straßen, oder Wohnungen aussieht, ist mir eigentlich auch völlig egal… 😉..!


Und wenn ich von meiner Frau höre, was in Deutschland so alles abgeht…Ich glaube, nein ich weiß, dass ich mich richtig entschieden habe!

Aber wie immer, das sehe nur ich so!

Andere Meinungen gibt es natürlich auch!
 
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Santa

อยากมีความสุข อย่าคาดหวังความสมบูรณ์
   Autor
7 März 2017
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Pattayareise

lakmakmak66

Leben und leben lassen
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Mit de
Ein weiterer Grund, wieso ich mich im Moment nicht zu 100% auf Thailand einlassen kann und will, ist die Tatsache, dass man als Ausländer kein Mitspracherecht und auch kaum Handhabe bei Problemen hat.
Häufig läuft es auf "Friss oder stirb" oder das übliche Totschlagargument der Thailand-Ultras "Wenn es dir nicht passt, dann geh halt wieder zurück nach Deutschland" hinaus.

Ich wohne zur Zeit in Ost-Pattaya, ca. 15km von der Stadt entfernt und schon etwas ländlicher. 95% der Nachbarn sind Thais.
Diese Nachbarn verbrennen mehrmals pro Woche ihren Grünschnitt und Haushaltsmüll in ihren Gärten.

Der Nachbar, dem das Grundstück direkt neben uns gehört, hat nicht weit entfernt von unserem Haus mehrere Haufen mit Grünschnitt, Plastik und anderem Müll gemacht, die er alle paar Tage abfackelt.

An einem Abend war ich im Garten, als er mal wieder Benzin über das Zeug gekippt hat. Er hat mich natürlich gesehen. Genauso hat er gesehen, dass unsere Fenster überall geöffnet waren und wir unsere Wäsche zum Trocknen aufgehängt haben.
Anstatt uns zu sagen, dass wir die Fenster zumachen und die Wäsche reinstellen sollen, hat er gewartet, bis ich weg war, um seinen Müll "heimlich" anzuzünden.

Die Mischung aus trockenen Palmwendeln, feuchten Palmstämmen und Plastik stinkt abartig. Und das stundenlang, weil es anstatt zu brennen nur kokelt.

Anhang anzeigen 2166965
Anhang anzeigen 2166964
Anhang anzeigen 2166963
Die anderen Nachbarn wohnen etwas weiter weg, aber auch hier wird ohne Rücksicht auf andere Personen gezündelt.

Was soll man dagegen schon tun?

Als Farang wird man nicht wirklich ernstgenommen.
Man bleibt Gast und hat eigentlich kaum eine Chance, vollwertiges und respektiertes Mitglied der Gesellschaft zu werden. Das verhindert allein schon die Gesetzeslage (Visum, Grundbesitz, usw.).

Meine Freundin meinte auch, dass Beschwerden oder direkte Konfrontation nichts bringen, weil es in Thailand genug "Assis" (in den USA würde man Rednecks sagen) gibt, die es einem dann erst recht reindrücken wollen.
Gibt ja etliche Berichte von blutigen oder tödlichen Nachbarschaftsstreitigkeiten wegen absoluten Nichtigkeiten im Thai-TV.

Ähnlich sieht es mit dem Müll entlang der Straßen aus. Hier mal ein paar aktuelle Beispiele aus meiner Nachbarschaft:

Anhang anzeigen 2166959
Anhang anzeigen 2166962
Anhang anzeigen 2166961
Anhang anzeigen 2166960

Das sind Sachen, die so einfach zu lösen wären, wenn viele der Einheimischen nicht so gleichgültig wären.
Aber auch hier dasselbe Problem. Als Ausländer hat man nichts zu melden. Einmischung ausdrücklich unerwünscht.

Deshalb frage ich mich schon, ob ich hier wirklich dauerhaft leben und / oder eine nicht unerhebliche Summe in Wohn"eigentum" investieren soll, wenn ich absolut gar nichts beitragen darf und kann.

Ein anderes Beispiel sind die extrem lauten und dreckigen Motorbikes und Pick-Ups.

Ich esse fast jeden Tag in kleineren Restaurants entlang der Hauptstraße, die durch unser "Dorf" führt.
Es fahren quasi im Minutentakt Fahrzeuge mit der gefühlten Lautstärke von startenden Flugzeugen vorbei.

Wenn ich mich dann umschaue, sehe ich bei den Thais überwiegend genervte und stirnrunzelnde Gesichtsausdrücke.
So gut wie jeder ist entnervt und würde sich wahrscheinlich wünschen, dass es anders wäre. Trotzdem wird sich nie etwas ändern, weil die Leute anscheinend resigniert haben.

Dann noch dieses "Gesicht wahren" oder in anderen Worten: niemand ist für irgendwas verantwortlich, keiner kann zur Rechenschaft gezogen werden, es gibt für alles eine Ausrede, direkte Kritik sollte man besser nicht äußern oder der Gegenüber ist beleidigt wie ein 5-jähriges Kind...

Bitte nicht falsch verstehen, ich übertreibe hier bewusst. Will aber trotzdem verdeutlichen, dass es Punkte in Thailand und Eigenschaften der Einheimischen gibt, die mir erst im Laufe der Jahre so richtig bewusst geworden sind.

Natürlich ist Thailand ein schönes Land, wenn man einfach mit dem Strom schwimmt und sich mit den Gegebenheiten abfindet. Wahrscheinlich ist Thailand sogar eines der besten Länder, wenn man einfach sein Ding durchziehen will.
Solange man sich an die grundlegenden Regeln hält, wird man in Ruhe gelassen (die Thais erwarten nichts von einem und gleichzeitig darf man von Thailand nicht viel erwarten) und kann neben den Thais in seiner "Auswanderer-Blase" ganz entspannt co-existieren.

So würde ich auch als Überwinterer leben. Da wären mir viele der oben genannten Punkte relativ egal, weil ich wüsste, dass ich mich nicht dauerhaft damit auseinandersetzen muss.

Wenn es aber zum Alltag gehört, hinterfrage ich manche Sachen schon etwas intensiver.
Vielleicht liegt es auch an meinem Alter. Mit Ende 30 bin ich noch nicht im "Verwaltermodus". Als Renter könnte meine Sichtweise natürlich ganz anders aussehen.

Wie gesagt, sind das meine persönlichen Empfindungen und natürlich nur ein Teil, der für oder gegen eine Auswanderung spricht.
Zudem heißt es nicht, dass ich Thailand oder die Thais schlecht finde, sondern nur, dass die strukturellen Rahmenbedingungen eventuell nicht so gut zu meinen Anforderungen für ein dauerhaftes Leben in Thailand passen.
Das mit dem "Verbrennen" kann schon nerven, insbesondere wenn Plastik/Reifen und so Zeugs in Flammen aufgeht.
Ein "Unsitte," in meinen Augen,vor allem wenn man finanziell die Möglichkeit hat,sich eine Tonne zu besorgen ( 300 Bath / jährlich !!! in unserer Gemeinde) und diese auch noch wöchentlich!!!
geleert wird.
Ich kann auch ein gewisses Verständnis aufbringen,da in Thailand die Menschen so aufgewachsen sind und es auch nicht viel anders kennen.
Hat man Probleme mit brennenden Augen oder mit den Atemwegen kann dies schon sehr belastend sein.
Seit geraumer Zeit ist es auch bei uns verboten...soweit ich mich erinnere sind im Wiederholungsfall 20.000 Bath Strafe zu zahlen, offiziell.
Aber viele halten sich trotzdem nicht daran...
So muss man einfach für sich abwägen zwischen Vor- und Nachteile und seine individuelle Entscheidung treffen.
 
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lakmakmak66

Leben und leben lassen
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Zieht sich aber durch alle Bildungsschichten.
Ist dann auch Ignoranz oder Hochnäsigkeit. Den Müll, den ich in den Straßengraben werfe, dürfen die unter mir wegmachen.
Habe sogar einmal einen FARANG beobachtet wie er seinen Mullsack neben der Straße abgeladen hat...war kurz davor umzudrehen und ihm seinen Müll über seine hohle Birne zu kippen...
 

lakmakmak66

Leben und leben lassen
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Ich habe von 2014-2017 in Thailand gelebt und hatte damals die Schnauze gestrichen voll.

Der ständige VISA Stress, die Luftverschmutzung, die Sprache, die Thai Mentalität, der Lärm, es hat mich alles nur noch genervt.

Jetzt bin ich dieses Jahr zum ersten Mal seit 2017 wieder in Thailand, aber diesmal als Urlauber -- und ich finde es klasse bis jetzt.

Es hat sich auch einiges geändert seit damals. Cannabis ist jetzt legal, es gibt ein DTV Visum für längere Aufenthalte, das macht alles schon einen bedeutenden Unterschied für mich.

Ich könnte mir vorstellen im Winter 2-3 Monate hier zu verbringen weil mich deutsche Winter einfach nur ankotzen. Deswegen habe ich auch diesen Trip unternommen um mir hier verschiedene Orte zum Überwintern anzuschauen.

Aber im Sommer finde ich Deutschland gar nicht so schlecht. Und da ich auch Familie hier habe will ich so schnell nicht mehr dauerhaft weg.

Die einzige Ausnahme: Wenn die Thais tatsächlich wieder die Einkommensteuer für ausländische Einkommen abschaffen, dann müsste ich mir doch ernsthaft überlegen wieder dauerhaft hier herzu ziehen. Da ich online mein Geld verdiene wäre das ein enormer Vorteil für mich. 2-3 Jahre steuerfrei in Thailand Geld verdienen würde mir einen enormen Haufen Geld einsparen.

Aber ansonsten dann doch lieber 2-3 Monate überwintern und dann wieder zurück nach Deutschland.
Das Cannabis Legalisierung ein neues VISA für dich so bedeutend sind,alle Achtung...da sich Gesetze und VISA Bestimmungen in Thailand in regelmäßigen Abständen oft wieder ändern können,wist du wohl auf Dauer nicht glücklich dort.
 

buddy2020

Walkingstreet Veteran
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18 April 2020
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Das ist aber kein Thailand spezifisches Problem...Leider!

Wie viel Müll liegt jedes Jahr auf den Straßen in Deutschland?

300.000 Tonnen Müll – so viel Abfall landet in Deutschland jedes Jahr auf den Straßen und in der Natur. Das ist so viel, wie wenn 30.000 vollbeladene Müllautos einfach durch Deutschland fahren und alles in die Landschaft kippen würden.

Siehe Beispiel Deutsche Autobahnen.....

Müll auf deutschen Autobahnen ist ein großes Problem, verursacht durch illegale Müllentsorgung (Littering) auf Parkplätzen und Fahrbahnen, von Fastfood-Verpackungen bis zu Sperrmüll, was die Umwelt belastet und hohe Kosten für die Allgemeinheit verursacht. Jährlich landen rund 17.000 Tonnen Abfall illegal auf dem Autobahnnetz, die teils nur langsam verrotten (z. B. Zigarettenkippen, Becher) und hohe Bußgelder nach sich ziehen können, aber oft von Freiwilligen oder Straßenmeistereien beseitigt werden müssen.


Aber leider nicht nur dort...

Ärger über Müll in Städten und Dörfern

Verursacher müssen mit hohen Bußgeldern rechnen (z.B. 55€ für eine Tüte, bis zu 500€ oder mehr für Größeres, aber auch das schreckt viele eben nicht ab!

Was hilft gegen immer mehr illegale Abfälle auf den Straßen?​

Mülldetektive, Kameraüberwachung, mehr Straßenreiniger, höhere Strafen – nichts scheint Müll-Vandalen abzuschrecken.

 
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Klimbim

Hat nix anderes zu tun
   Autor
24 November 2024
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„Vier Orte, drei Flüge, zwei Jahreszeiten und die leise Erkenntnis, dass ich vermutlich einfach nur gutes Wetter sammle“


Es gibt diese Frage im Forum, die immer wieder auftaucht.

Wo willst du eigentlich hin. Ganz oder gar nicht. Thailand komplett. Deutschland komplett. Irgendwo ganz anders. Oder ein bisschen hier, ein bisschen da.

Ich lese das und denke mir, das ist ungefähr so, als würde man jemanden fragen, ob er lieber nur frühstückt oder nur zu Abend isst. Man kann natürlich. Man muss es nur wollen.

Ich habe mich für eine dritte Variante entschieden, die in keiner sauberen Schublade liegt und deshalb vermutlich ganz gut zu mir passt.

Ein Teil Thailand. Ein Teil Mittelmeer. Ein kleiner Rest Deutschland. Wie ein etwas unruhiger Cocktail, der aber erstaunlich gut schmeckt, wenn man ihn einmal verstanden hat.

Ein Forenmitglied fragte mich: „Also ganz auswandern oder nicht?“

Ich sagte: „Ich wandere. Nur nicht komplett.“

„Wie meinst du das?“ „Ich bleibe gemeldet. Ich bleibe beweglich. Und ich bleibe dort, wo das Wetter gerade besser gelaunt ist als ich.“

„Das ist kein Plan.“ „Doch“, sagte ich, „das ist ein sehr konsequenter Mangel an falscher Konsequenz.“

Für mich sieht das so aus: Winter in Thailand. Vier bis acht Monate. Eher acht, wenn ich ehrlich bin.

Frühsommer in Südfrankreich. Spätsommer in Kreta.

Und Deutschland?

Zwei bis drei Wochen. Wie ein gut gemeinter Pflichtbesuch bei einem alten Bekannten, den man wirklich mag, aber nicht dauerhaft ertragen möchte, wenn es draußen nieselt.

Warum so kompliziert? Weil es erstaunlich einfach ist.

Ich mag Essen. Richtiges Essen. Lamm dort, wo es herkommt. Wein dort, wo er nicht erklärt werden muss. In Thailand bekomme ich vieles, sogar sehr gut. Aber ein Lammgericht in Südfrankreich hat eine Selbstverständlichkeit, die man nicht importieren kann. Das ist kein kulinarischer Hochmut, das ist Geografie.

Meine Frau sagte einmal: „Warum nicht nur Thailand?“

Ich sagte: „Weil ich zwischendurch wissen möchte, wie sich Europa anfühlt, wenn es nicht friert.“

Sie nickte. „Verständlich. Ich mag Meer. Aber ich mag auch Asien.“

„Dann nehmen wir beides.“

Sie sah mich an. „Du machst dir das sehr einfach.“

Ich dachte kurz nach. „Ich mache es mir so einfach, dass es kompliziert aussieht.“

Ein weiterer Punkt ist Familie. Frankreich. Deutschland.

Menschen, die nicht jünger werden. Was eine Unverschämtheit ist, aber offenbar ein globales Problem.

Ich möchte sie sehen. Nicht digital. Nicht irgendwann. Sondern jetzt.

Meine Mutter sagte: „Du bist aber viel unterwegs.“

Ich sagte: „Ich bin nur selten falsch.“

Sie schaute mich an. „Das ist kein Argument.“ „Doch“, sagte ich, „es ist nur schwer zu widerlegen.“

Dann kommt der finanzielle Teil.

Und jetzt wird es kurz unerquicklich vernünftig.

Ein gutes OA-Visum. Sauber, planbar, ohne Theater an der Immigration. Kein nervöses Warten darauf, ob jemand heute gute Laune hat.

Ich kann mein Geld in Europa lassen. In Euro. In Ruhe. Es liegt dort herum und wird nicht plötzlich in eine Währung verwandelt, die sich verhält wie ein nervöser Gecko an der Wand.

Versicherungen.

Ich nehme eine gute. Zum Beispiel über den ADAC oder vergleichbare Anbieter. Langzeit. Vernünftig. Bezahlbar.

Ein Forenmitglied sagte: „Ich mach das ohne Versicherung.“

Ich sagte: „Das ist mutig.“

Er sagte: „Ich bin gesund.“

Ich nickte. „Das sind Krankenhauspatienten statistisch auch. Bis kurz vorher.“

Dann die Flüge. Berlin nach Bangkok. Bangkok nach Nizza. Nizza nach Kreta. Kreta nach Athen. Athen nach Bangkok.

Oder Varianten davon.

Klingt wie ein Stundenplan eines leicht übermotivierten Reisebüros, ist aber in Wahrheit ziemlich logisch. Von Athen nach Bangkok ist es kürzer als von Berlin. Und Flüge innerhalb Europas kosten manchmal weniger als ein mittelmäßiges Abendessen in Pattaya, bei dem man hinterher nicht ganz sicher ist, was genau man gegessen hat.

Ich sagte zu einem Bekannten: „Ich brauche im Jahr im Grunde drei bis vier Flüge.“

Er sagte: „Das klingt teuer.“

Ich sagte: „Das klingt nur so, bis du dir anschaust, was du dafür bekommst. Nämlich Jahreszeiten, die sich benehmen.“

Er nickte langsam. „Das ist ein Argument.“ Ich habe an allen Orten Wohnungen.

Keine Paläste. Keine Instagram-Kathedralen. Einfach solide Orte, an denen ich ankomme und nicht nach einem Schraubenzieher suchen muss.

Ein Roller hier. Ein Roller da. Vielleicht keiner in Deutschland, weil zwei Wochen im Jahr auch ohne motorisierte Selbstverwirklichung auskommen.

Und überall ein bisschen Leben. Ein bisschen Vertrautheit. Ein bisschen die Illusion, dass man angekommen ist, obwohl man sich ständig bewegt.

Ein Forenmitglied sagte: „Du kannst dich nicht entscheiden.“

Ich sagte: „Doch. Ich entscheide mich immer wieder.“

„Für was?“ „Für den Ort, der sich gerade richtig anfühlt.“ „Das ist keine klare Linie.“

Ich nickte. „Doch. Es ist nur keine gerade.“ Am Ende ist es ziemlich simpel.

Ich will gutes Wetter.

Ich will gutes Essen.

Ich will Menschen sehen, die mir wichtig sind.

Und ich möchte nicht irgendwann feststellen, dass ich mich für einen Ort entschieden habe, obwohl mir eigentlich mehrere gefallen.

Man kann sein Leben auch wie ein Möbelstück behandeln. Einmal hinstellen und hoffen, dass es passt. Oder man trägt es ab und zu ins Licht.

Ich habe mich für das Tragen entschieden. Nicht, weil es leichter ist. Sondern weil es sich besser anfühlt.
 

Klimbim

Hat nix anderes zu tun
   Autor
24 November 2024
1.145
5.403
1.765
Eine zweite Staatsbuergerschaft fuehrt meist zum Verlust der deutschen, sobald das herauskommt.

Das ist eine komplett falsche Auskunft und sie war es so schon immer.

Du hattest früher eine etwas eingeschränkte Möglichkeit zur doppelten Staatsbürgerschaft aber bei gemischten Eltern war eigentlich alles möglich 8ich bin so ein Fall) und heute ist eh alles möglich.

Meine es nicht böse aber bitte schau doch vorher mal nach, bevor Du so etwas postest. In meiner Familie haben wir zusammen genommen 4, ich wiederhole 4 verschiedene Pässe. Völlig unproblematisch.

Aber wie gesagt: ich meine das nicht böse.

Grüße
 

thaiguy

Mister Universe
   Autor
25 Dezember 2013
2.556
9.841
2.665
Da hat sich tatsaechlich einiges geaendert.


Die Möglichkeit, beim Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit seine bisherige Staatsangehörigkeit behalten zu können, besteht nach deutschem Recht künftig für alle Einbürgerungsbewerberinnen und -bewerber ohne Einschränkungen. Es hängt dann ausschließlich vom Staatsangehörigkeitsrecht des Herkunftsstaates ab, ob die bisherige Staatsangehörigkeit beibehalten werden kann oder möglicherweise mit dem Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit verlorengeht. Verbindliche Auskünfte zum Staatsangehörigkeitsrecht eines anderen Staates und zur dortigen Verwaltungspraxis können die zuständigen Behörden dieses Staates erteilen.


Auch Deutsche, die eine andere Staatsangehörigkeit erwerben, können ihre deutsche Staatsangehörigkeit ohne Weiteres behalten. Eine Beibehaltungsgenehmigung ist nicht mehr erforderlich.

Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit​


Seit dem 27.06.2024 gilt, dass der antragsgemäße Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit nicht mehr zum Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit führt.


Deutsche, die freiwillig ohne Zustimmung der zuständigen deutschen Behörde in den Dienst von Streitkräften oder vergleichbaren bewaffneten Verbänden eines Staates eintreten, dessen Staatsangehörigkeit sie ebenfalls besitzen, verlieren die deutsche Staatsangehörigkeit automatisch kraft Gesetzes (§ 28 Abs. 1 Nr. 1 StAG). Diese Regelung gilt seit dem 06.07.2011 nicht, wenn freiwilliger Dienst in den Streitkräften eines EU-Mitgliedsstaates, eines NATO-Mitgliedstaates, eines EFTA-Landes oder in Australien, Neuseeland, Israel oder der Republik Korea geleistet wird. Seit dem 09.08.2019 verliert ein Deutscher die Staatsangehörigkeit, wenn er sich an Kampfhandlungen einer terroristischen Vereinigung im Ausland konkret beteiligt, es sei denn, er würde sonst staatenlos (§ 28 Abs. 1 Nr. 2 StAG).


Personen im Ausland können sich in staatsangehörigkeitsrechtlichen Angelegenheiten von der für ihren Wohnort zuständigen deutschen Auslandsvertretung beraten lassen. Die zuständige Staatsangehörigkeitsbehörde für Personen mit Wohnsitz im Ausland ist das Bundesverwaltungsamt.
 
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Klimbim

Hat nix anderes zu tun
   Autor
24 November 2024
1.145
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Die Möglichkeit, beim Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit seine bisherige Staatsangehörigkeit behalten zu können, besteht nach deutschem Recht künftig für alle Einbürgerungsbewerberinnen und -bewerber ohne Einschränkungen.


Das war zuvor bei denen, die gemischte Eltern haben auch schon so.