Also ich war der gestrige Teilnehmer des Kurses und ich muss gestehen: Ich bin noch nicht fertig damit.
So viele Eindrücke auf einmal, dass das Wort Überforderung beinahe schon eine Untertreibung wäre. Ich hatte mir vorgenommen, live zu berichten in meinem Reisebericht – der engagierte Chronist, Finger über der Tastatur, Stil im Blut. Daraus wurde nichts. Der Kopf war schlicht zu voll, um ihn auch noch zum Schreiben zu überreden.
Also nur so viel, als erster Fingerzeig:
Wer noch nie in Pattaya war und diesen Kurs nicht bucht, macht einen Fehler. Einen vermeidbaren, teuren Fehler – nicht im monetären Sinne, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis ist obszön gut. Eher im Sinne von: Was man nicht weiß, fehlt einem – man weiß es nur nicht.
Hibl ist eine jener seltenen Persönlichkeiten, bei denen man nach zehn Minuten das leise Gefühl beschleicht, hier sitzt ein Kumpel fürs Leben. Sympathisch, schlagfertig, mit dem richtigen Maß an Wahnsinn. Und – was mich persönlich nicht wenig überrascht hat – mit einem Frauengeschmack, der meinem eigenen auf bemerkenswerte Weise ähnelt.
Nach dem üblichen Ankommen und Auftauen – jenem angenehmen Prozess, bei dem Fremde aufhören, Fremde zu sein – haben wir uns gegenseitig gezeigt, was uns gefällt. Bildlich gesprochen. Nun ja, eigentlich auch buchstäblich.
Es war zunächst ein etwas ungewohntes Terrain: so offen, so direkt, über Dinge zu sprechen, die man sonst allenfalls mit alten Freunden bespricht – wenn überhaupt. Aber seine Art macht es einem leicht. Man redet, bevor man merkt, dass man redet. Und dann redet man weiter.
Mehr dazu in meinem ausführlichen Bericht der nächsten Tage. Der braucht noch ein wenig Zeit. Manches muss man erst setzen lassen.